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Thema: Sich fremd fühlen und integriert sein

  1. #61
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Im Ernst? Ich habe ja früher immer bezweifelt, dass man seine Muttersprache überhaupt verlernen KANN, aber inzwischen kommen mir Zweifel. Habe vor einiger Zeit eine alte Frau kennengelernt, die schon als sehr junge Frau nach USA kam, und jetzt weder das eine noch das andere wirklich perfekt kann. Ich kann sie darauf schlecht ansprechen ohne unhöflich zu sein, aber sie selbst scheint das nicht als Problem zu empfinden. Für mich persönlich wäre es eine echte Katastrophe, wenn ich in keiner Sprache so richtig zuhause wäre.
    Ich hab mal hier in Schweden eine ältere Frau getroffen, die ihr Deutsch so weit vergessen hatte, dass sie kein einfaches Gespräch mehr auf Deutsch führen konnte. Das finde ich schon merkwürdig. Bei mir ist es eher so, dass Deutsche eventuell merken, dass man einzelne Wörter, die in der Bedeutung vielleicht im Deutschen und im Schwedischen ähnlich sind falsch anwendet. Oder Ausdrücke, die nicht 100 %ig idiomatisch sind. Im Forum hab ich schon mal gemerkt, dass ich immer länger drumrum rede, weil es schwerer ist sich kurz und präzise auszudrücken.

  2. #62
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Fairie und Abby, ich denke, Ihr habt beide in der Mitte Recht.
    Es stimmt, Scheidung ist auch in DK seit viel mehr Jahren derart normal und alltäglich, lange bevor Dtld. da nachzog - eben sicher auch, wei lFrauen hier eher finanziell unabhängig waren im Vergleich zu Dtld. - jedenfalls ist das hier durch eine doch recht hohe Rate an Scheidungen, Trennungen, ziemlich normal.
    Man fühlt sich manchmal schon exotisch, daß man immer noch mit dem selben Mann zusammen ist und eine Cousine meinies Mannes fragte mal, als ich von 3 Kindern bei Freunden erzählte: alle mit demselben Vater? (was mich, da noch zu einem frühen Zeitpunkt meines Lebens hier, eher verwunderte als es jetzt täte).
    Trotzdem bestreiten auch dänische Psychologen oder Familientherapeuten - jedenfalls die ,die wir hier so kennengelernt haben - nicht, daß (auch) eine Scheidung ein einschneidendes Erlebnis für Kinder ist, denn während die Eltern mehr oder weniger die Wahl haben und gemeinschaftlich den Entschluß fassen, die Einsicht haben, getrennte Wegfe seine besser, werden Kidner eben einfach vor die Tatsache gestellt.
    Das ist in DK nicht anders als inDtld. - udn dan nhängt es auch viel davon ab, wie die Eltern damit umgehen.
    Es hilft, daß es kein Stigma ist, daß es fast normal ist, aber es ist eine andere Herausforderung als immer bei denselben Eltern aufzuwachsen.
    (Fragte man meine Jüngste, hätte sie das mindestens streckenweise sicher auch nicht so positiv gefunden, immer mit uns zusammen leben zu müssen - die hätte zu gewissen Zeiten gern eine andere Familie gehabt - und das ging weit überTeenagerallüren hinaus. Darum auch kein Smiley.)
    Ich denke mal, daß auchErwachsene ihre eigene Schjeidung nichtunbedingt als reni positives Erlebnis sehen,sondernd urchaus auch beide Seiten Medaille erkennen können -wieso sollten die bei Kindern nicht auch sein?

    Aber das sind Konstellationen wie andere auch - die eigene Familie ist die erste und lebenlange große Herausforderung, die wir alle, wir wir hier schreiben, egal wo wir leben,alle haben.
    Wir könnensie uns nicht aussuchen - und ebenso wenig suchen sich die Eltern oft die Gegebenheiten aus bzw. ahnen immer die Wirkung vraus, die dann auch eintritt., wenn sie sich für/gegen etwas entscheiden.
    Der Satz, daß man eben immer eine Wahl habe, ist oft sehr hypothetisch - man müßte sehr rücksichtlos gegenüber sich und anderen Menschen sein, wenn man ihn immer durchzöge.
    Der Mensch, der seine Berufschancen um eine Stufe höher im Ausland als zuhause sieht, mag enie reelle Wahl haben,der Verliebte, der seinem Mann/seinerfrau nachzieht, wohl eher nicht.
    Von daher istauch Bilingualität nicht immer wirklich gewählt, nicht immer wirklich angestrebt - nie im Leben hat sich jemand in meiner Familie vorgestellt - und ich am wenigstens, daß ich mal im Azsland leben würde, in einer fremden Sprache und auch oft noch Kultur.
    Als es dazu kam, fühlte ich nicht wirklich, daß ich eine Wahl hatte.

    Das kann man nun alles so negativ sehen, wie Du, Abby - aber man kann auch die andere Seite der Medaille dazu nehmen. Die Patchworkfamilie, das andere Land mit der 2. Sprache, ... all das hat ganz bestimmt auch seine positiven Seiten.
    Es ist wichtig, wie ich die beiden Seiten empfinde, welches Gewicht ich den negativen und den positiven Folgeerscheinungen zugestehe.
    DAS ist viel wichtiger als die Ursache selbst - und manchmal braucht man bei der Bearbeitung eben Hilfe.
    Letztendlich aber, so ja auch die Familientherapeutin, und ich weite ihren Satz nur ein bisschen auf uns alle aus, kommt eben niemand nur in die Pubertät, in die Midlifecrisis oder ins Alter - alle haben wir auch andere Schicksale: wie schon aufgezählt:
    Scheidung der Eltern, eigene Scheidung, Tod von Eltern oder Geschwistern, Krankheit derselben und von einem selbst, Adoption, Binatioanlität, Arbeitslosigkeit (der Eltern, eigene), Übergewicht, etc. --- all das prägt uns, all das gehört zu uns, irgendwas davon betrifft irgendwann mal die meisten.
    da ist es müßig, eins schlimmer als anderes zu bewerten - jeder muß sein eigenes Päckchen tragen und aufdröseln.

    Farie, es gehört zu einem deiner anderen neueren Beiträge,den ich nicht wiederfidne, aber auf meine Große bin ich, wie schon öfter mal erzählt, heute noch stolz, als sie nach Beschimpfung als Deutsche von der dän. Großmutter getröstet wurde "Du bist ja auch halb Dänin", dieser antworte: "Nein, ich bin ganz Dänin und ganz Deutsche."
    Mit Naziärger hatten wir auch zu kämpfen, was mich hier im Dorf immer arg bestürzte, weil ich mich fragte, welche Eltern, die uns alle gut kennen und kannten, sich da doch bemüßigt fühlten, uns vor ihren Kindern in diese Nähe zu rücken, so daß die das dann rausholen konnten bei passender oder unpassender Gelegenheit. Denn in der 1./2. Kl. wußten nicht mal meine eigenen Kinder von der Nazigeschichte der Deutschen irgendwas.
    Dass eine Scheidung für die Betroffenen negativ ist, ist ganz klar. Aber was ich da aus Deutschland, und auch aus anderen Ländern manchmal höre - dass eine Scheidung ein Riesentrauma für die Kinder ist, das liegt meiner Meinung nach nur daran, dass die Erwachsenen sich vor den Kindern streiten, bekämpfen, usw. Und dass die Erwachsenen praktisch die Krise kriegen und sich in der Phase nicht wirklich um die Gefühle der Kinder kümmern. Leider konnte ich meinen Ex-Mann ja auch nicht dran hindern, ein bisschen Drama zu machen. Damit hat er aber nicht erst da angefangen. Er hatte ja eine Depression und war überhaupt labil, schon seit Jahren. Aber ich zumindest bin ruhig geblieben und hab den Kindern versichert, dass wir alles zum Besten lösen.

    Was macht man, wenn der Partner nach einigen Jahren verändert und psychisch krank wird, und dann auch noch mehr und mehr trinkt? Und er kam immer weniger mit meinem ältesten Sohn klar. Nach allen Versuchen, dass irgendwie zu lösen und die Familie dabei zusammenzuhalten, hatten wir doch nach 6 oder 7 Jahren alles versucht. Zu dem Zeitpunkt, wo ich mich zur Scheidung entschlossen habe, hatte ich sowieso schon eine Weile nur wegen der Kinder ausgehalten. Ich hatte wirklich keine Krise da. Natürlich ist es immer eine Umstellung, aber sonst war es nur eine Erleichterung.

    Natürlich hab ich versucht, es so leicht wie irgendwie möglich für die Kinder zu machen. Fast jeden Tag fuhren wir hin und her, weil ein Kind unbedingt ein bestimmtes Spielzeug haben wollte, was sich bei dem anderen Elternteil befand. Das löst sich aber mit der Zeit. Wir wohnten etwa zwei Kilometer auseinander, die Schule der beiden jüngsten lag bei mir in der Nähe, später dazwischen. Und sie waren jede zweite Woche beim Vater - noch konnte man nicht wirklich von Alkoholmissbrauch ausgehen, aber als die Kinder dann Teenager waren, war es doch (inzwischen) so. Zu Anfang waren sie ja bei mir in der Nähe in der Schule und deshalb waren sie oft vor und manchmal nach der Schule bei mir, auch wenn sie eigentlich beim Vater waren. Man war ja nicht aus der Welt, und es wurde auch dauernd telefoniert, SMS geschickt und gechattet.

    Sorry für die lange Geschichte, aber mein Punkt war eigentlich: Wenn sich für die Kinder nicht viel verändert, wenn sie beide Eltern immer sehen können (auch den anderen Elternteil, wenn notwendig), und wenn die Eltern kein Drama machen und zusammenarbeiten - warum sollten da die Kinder grosse Probleme damit haben? Meine Erfahrung ist, dass Kinder hier in Schweden - verglichen vor allem mit Deutschland - kaum unter einer Trennung der Eltern leiden, weil sich nicht viel ändert für sie und weil die Erwachsenen so weit Rücksicht auf die Kinder nehmen, dass es da keine Dramen gibt. Meine Kinder sind ja auch erwachsen und auch wenn ich sie nicht direkt danach gefragt habe (wenn, dann würden sie es wahrscheinlich nicht zugeben, weil sie wissen, dass ich getan hab, was ich konnte) hab ich nie den Eindruck gehabt, dass sie das als eine Krisenzeit erlebt haben. Vor allem meine Tochter sieht in nachhinein eher die Alkoholprobleme ihres Vaters als Problem. In Deutschland haben die Kinder natürlich ein Problem damit, dass sie einen Elternteil praktisch verlieren. Warum macht man es nicht mit Wechselmodell, es funktioniert so viel besser!`?

    Was ich auch schon bei der Trennung vom Vater meines Ältesten verstanden hab (leider nicht vorher, ich war damals noch sehr jung und naiv) - man kann seine Kinder leider nicht vor allem schützen. Z.B. nicht vor allem Unfug, den der andere Elternteil anstellen kann. Natürlich, man kann von Anfang an den richtigen Partner wählen. Beim Ältesten hab ich da einen Fehler gemacht, ganz klar. Und dann hab ich den Kontakt auch noch so weit wie möglich unmöglich gemacht. Was sich im Nachhinein auch als richtig herausstellte, denn sobald er wieder Kontakt hatte, hat er erstaunlich viel Unfug angestellt. Aber beim Vater meiner beiden Jüngsten - der schien der ideale Partner und Vater zu sein, bis er eine Krise bekam und sich so veränderte.

  3. #63
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Fairie, du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. 😊

  4. #64
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Nee, musst du echt nicht, fairie.
    Ich finde es aber toll, dass du so offen bist und das erzaehlst!

    Die schwedische Variante scheint sehr vernuenftig. Aber vielleichtist das mal wieder eine Frage der Mentalitaet!? Vielleicht KANN man das einfach nicht auf andere Laender uebertragen!?
    Man koennte sich ein Beispiel nehmen, man koennte dem nacheifern. Aber es geht vielleicht einfach nicht so.
    Du hast eine krankheitsbedingte Persoenlichkeitsveraenderung angesprochen.
    Manchmal zeigen Menschen bei einer Trennung auch so eine ganz andere Seite, die man nicht erwartet haette. Wobei ich in letzter Zeit erstaunliche Parallelen zwischen einem Fall hier und einem in DE erlebt habe, bzw. noch mitbekomme (vonwegen Mentalitaet...).

    Oder denk erst an die Geschichten von Frauen, die mit Maennern aus islamisch oder anders hierarchisch gepraegten Gesellschaften verheiratet waren, wo es dann noch um Stolz und "Besitz" der Kinder geht, wo sie entfuehrt werden.
    - Oder ganz extreme Faelle: Hier hat vor einier Zeit ein (juedischer) Israeli, dessen Ex mit Kindern in den USA lebte, seine Kinder waehrend ihrer regelmaessigen Ferien bei ihm hier aus Rache umgebracht. - Was ja auch in Deutschland schon mehrfach passiert ist. Da scheint das mit dem "gekraenkten Stolz" also auch eine Rolle zu spielen. Und dann die Sache mit dem Unterhalt fuer die Frau, was ja inzwischen zum Glueck etwas geaendert wurde.

    Gesetze und Regelungen muessen fuer die Betroffenen passen. Was Schweden schaffen, kriegen andere Nationen vielleicht rein mentalitaetsmaessig nicht auf die Reihe.- Zumindest viele (ja, Ausnahmen gibt es immer), so dass man es nicht gesetzlich festlegen koennte.

    - Uebrigens gab es neulich eine witzige Scheidungskommoedie im Zdf (gucken wir manchmal, ja) mit Andrea Sawatzki und ihrem Ehemann (!). Da wurde das Thema fuer deutsche Verhaeltnisse witzig locker behandelt. Zentraler Satz: "Warst du schon immer so?" da ist wohl was dran..

  5. #65
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Nee, musst du echt nicht, fairie.
    Ich finde es aber toll, dass du so offen bist und das erzaehlst!

    Die schwedische Variante scheint sehr vernuenftig. Aber vielleichtist das mal wieder eine Frage der Mentalitaet!? Vielleicht KANN man das einfach nicht auf andere Laender uebertragen!?
    Man koennte sich ein Beispiel nehmen, man koennte dem nacheifern. Aber es geht vielleicht einfach nicht so.
    Du hast eine krankheitsbedingte Persoenlichkeitsveraenderung angesprochen.
    Manchmal zeigen Menschen bei einer Trennung auch so eine ganz andere Seite, die man nicht erwartet haette. Wobei ich in letzter Zeit erstaunliche Parallelen zwischen einem Fall hier und einem in DE erlebt habe, bzw. noch mitbekomme (vonwegen Mentalitaet...).

    Oder denk erst an die Geschichten von Frauen, die mit Maennern aus islamisch oder anders hierarchisch gepraegten Gesellschaften verheiratet waren, wo es dann noch um Stolz und "Besitz" der Kinder geht, wo sie entfuehrt werden.
    - Oder ganz extreme Faelle: Hier hat vor einier Zeit ein (juedischer) Israeli, dessen Ex mit Kindern in den USA lebte, seine Kinder waehrend ihrer regelmaessigen Ferien bei ihm hier aus Rache umgebracht. - Was ja auch in Deutschland schon mehrfach passiert ist. Da scheint das mit dem "gekraenkten Stolz" also auch eine Rolle zu spielen. Und dann die Sache mit dem Unterhalt fuer die Frau, was ja inzwischen zum Glueck etwas geaendert wurde.

    Gesetze und Regelungen muessen fuer die Betroffenen passen. Was Schweden schaffen, kriegen andere Nationen vielleicht rein mentalitaetsmaessig nicht auf die Reihe.- Zumindest viele (ja, Ausnahmen gibt es immer), so dass man es nicht gesetzlich festlegen koennte.

    - Uebrigens gab es neulich eine witzige Scheidungskommoedie im Zdf (gucken wir manchmal, ja) mit Andrea Sawatzki und ihrem Ehemann (!). Da wurde das Thema fuer deutsche Verhaeltnisse witzig locker behandelt. Zentraler Satz: "Warst du schon immer so?" da ist wohl was dran..
    Nja, ich wäre da nicht so sicher, dass es direkt an der Mentalität liegt. An Tradition und Gewohnheit - sicher. Aber das kan sich schnell ändern. Auch in Schweden war es nicht immer so. Aber wisst ihr z.B. das der ehemalige jordanische König Hussein eine Art Wechselmodell mit seiner Ex-Frau hatte? Sie wohnte in einem Haus direkt beim Palast und die Kinder waren sehr regelmässig auch bei ihr. Und was hatte der König eigentlich da zu verlieren? Offiziell wohnten die Kinder bei ihm im Palast.

    Es braucht eigentlich nur geographische Nähe und ein bisschen guten Willen. Dagegen verstehe ich es nicht, wenn Eltern nach einer Trennung zu weit weg ziehen, in eine andere Stadt oder so. Ich wäre nicht mal in einen anderen Stadtteil gezogen. Erst als meine Jüngste 18 war, haben wir das gemacht und da klagte sie sehr. Aber mit 18 kann man schon einmal die Woche ans andere Ende der Stadt fahren.

    Das Gute ist auch, wenn die Regeln so einfach sind, dann kann man sich nicht so viel darüber streiten. In Schweden ist es grundsätzlich so: Keiner kriegt Unterhalt, die Kinder sind abwechselnd bei Vater und Mutter (meistens welchselt man nach einer Woche). Daher sind Scheidungen hier auch nicht teuer. Mein Ex- Mann hat zu Anfang wirklich versucht zu sabotieren, aber ich hab das einfach ignoriert und ihn per Email über alles wichtige informiert. Als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte, war mein Ex auch eifersüchtig, weil die Kinder ihn mochten, aber ich hab ihm gesagt, dass der ihm doch nichts wegnimmt. Es ist doch nur gut für die Kinder, wenn da noch ein Erwachsener ist, der ihnen mit Dingen hilft, den sie fragen können und so. Das hat er dann auch eingesehen.

    Ich glaube, das grösste Problem, wenn man in anderen Ländern das System haben wollte, ist Unterhalt. Den bekommt man ja normalerweise nicht bei einem Wechselmodell. In Schweden arbeiten halt so gut wie alle Mütter. Und wenn man mehr als drei Kinder hat, wird es wohl schwierig mit Platz. Beide müssen ja dann Platz für alle Kinder haben. Es kommt auch vor, dass Eltern sich abwechseln, und die Kinder in der alten Familienwohnung bleiben. Dann müssen ja beide Eltern eine kleine Ausweichwohnung oder ein Zimmer haben. Das Modell hält man wohl auch nicht ewig durch. Ausserdem könnte man sich mit dem Ex darüber streiten, was er alles hätte machen sollen und nicht gemacht hat. ...

  6. #66
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Fairie, du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. ��
    Nee, ich weiss. Aber das Thema ist mir wichtig. Gerade weil ich manchmal mitkriege, welche Dramen da teilweise ablaufen, in Deutschland also. Einen Teil lese ich im Forum, aber auch sonst kriegt man ja von Bekannten und Verwandten einiges mit. Und dann denke ich, warum muss das so laufen, nur weil die Erwachsenen nicht von der Situation der Kinder ausgehen. Die können ja nichts dafür, deshalb sollte man maximal Rücksicht auf die Kinder nehmen. Sicher, manche sagen, wenn Kinder eine Woche bei Vater und eine bei Mutter wohnen dann ist das auch belastend. Stressig, und man hat nicht alle seine Sachen dort, usw. Aber diese Einzelheiten kann man lösen. Wir hatten z.B. ein Computerproblem zuerst - Kinder hatten eigene PCs bei mir, aber nicht beim Vater. Etwas später hatten sie dann Laptops, und Tochter auch noch den I-Pad, den ihr Vater eigentlich auf der Arbeit haben sollte. Das Meiste kann man lösen.

  7. #67
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    mir fallen oft deutsche Worte nicht mehr ein, einfach weil wir sie eben im englischen haeufiger gebrauchen. Und wir sind erst 7 Jahre im Ausland .... Und Kind uebersetzt oft sowieso 1:1, was dann im deutschen oft lustig klingt .

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Ich hab mal hier in Schweden eine ältere Frau getroffen, die ihr Deutsch so weit vergessen hatte, dass sie kein einfaches Gespräch mehr auf Deutsch führen konnte. Das finde ich schon merkwürdig. Bei mir ist es eher so, dass Deutsche eventuell merken, dass man einzelne Wörter, die in der Bedeutung vielleicht im Deutschen und im Schwedischen ähnlich sind falsch anwendet. Oder Ausdrücke, die nicht 100 %ig idiomatisch sind. Im Forum hab ich schon mal gemerkt, dass ich immer länger drumrum rede, weil es schwerer ist sich kurz und präzise auszudrücken.

  8. #68
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    "Im Forum hab ich schon mal gemerkt, dass ich immer länger drumrum rede, weil es schwerer ist sich kurz und präzise auszudrücken." (Zitat Fairie)
    Also, nur zur Information: Ich war schon immer so lang undausschweifend. Wenn meine Deutsch-, Englisch- und Französischlehrer/innen noh lebten,würden sie ein (hoffentlich nicht zu trauriges) Lied davon singen...

    Das mit den Redewendungen kenne ich auch ein bißchen, manchmal nähere ich mich da auch gefärhlich der dänischen Sprache an und versuche, es zu korrigieren.
    Aber gestern suchte im deutschkurs doch glatt wirklich nach einem dt. Wort: Federmäppchen fiel mir auf einmal nicht ein, und als doch, hatte ich arge Zweifel und war SEHR erleichtert, als eine Kursteilnehmerin , die hurtig im Online-Lexikon nachschlug, es bestätigte.
    es gibt so Wörter,die habenwir sogar in unserer Familie oft nur auf Dänische gesagt:
    Wickeltisch, hygge, Mülleimer und naja, wohl auch Federmäppchen gehören dazu...

    (16.00 und immer noch hell - toll!!)



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    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  9. #69
    Avatar von PinkMagnolia
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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    bei uns inzwischen bis 18 Uhr *yippieh*, und morgens ab 6.30 Uhr :-)

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen


    (16.00 und immer noch hell - toll!!)

  10. #70
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sich fremd fühlen und integriert sein

    Nee, da müssen wir noch etwas warten, aber der Tag ist schon um gute 2 Std. länger !

    Schönes Wochenende Euch allen!
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

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