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Thema: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

  1. #11
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    nicht wirklich. In Kanada sass ich im Ausschuss der deutschen Schule, aber da war nie jemand wirklich interessiert und ich hab aufgegeben. Kind haben wir nach einem Jahr auch wieder rausgenommen, da ich es zuviel Geld dafuer fand, dass selbst die Lehrerin viele Schreibfehler hatte und auch vieles gar nicht verbessert hat. Das wars fuer mich mit Engagement.

    Deutsche Stammtischgruppen vermeiden wir, ist mir einerseits ein Graeuel und andererseits die Stunde Fahrt damit auch nicht wert unter der Woche abends.

    Ich beantworte aber Fragen, wenn sie kommen und ja, ich weise draufhin dass weder Weihnachtsmarkt noch Oktoberfest ueblicherweise dem aehnlich sind, was man aus Deutschland kennt . Vor allem nervt mich bei Auslandsdeutschen dieser Dirndl-Lederhosen-Wahn beim Oktoberfest, vor allem wenn sie aus Hamburg oder Berlin kommen - bei Bayern seh ich es ein :-).

  2. #12
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard lol ... welch Zufall

    hab ich gestern noch geschrieben, ich engagiere mich nicht fuer die deutsche Sprache?

    gestern war parent-teacher-conference in der Schule und eine Lehrerin sprach mich an, dass sie ueberlege, im kommenden Schuljahr im 4. Term einen Deutschkurs anzubieten. Sie war mal einige Zeit in D mit der Army stationiert. SIe fragte, ob ich zustimmen wuerde, ob Junior dann ggf als Unterstuetzung mithilft :-). Sie will es nun beantragen, und wenn der Kurs genehmigt ist, wird Kind das dann wohl auch machen. Er findet es grad in social studies witzig, wie deutsche Worte ausgesprochen werden, da sie Anne Frank lesen und da immer wieder deutsche Worte wie Wehrmacht etc drin vorkommen.

  3. #13
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: lol ... welch Zufall

    Hihi, davon kann ich ein Lied mitsingen.
    Einer meiner schönsten Geschichten zum Thema "z" ist das dän. Hörbuch, in dem eine junge Dänin im 2. Weltkrieg nach Dresden zu ihrem dt. Liebsten reisen will oder soll und alle ihr raten, dann auch in den "Zwinger" zu gehen.
    ich stand und schabte Möhren fürs Abendessen und hörte eher mit nur 1 Ohr als superaufmerksam zu, aber als das Wort aus dem Mund des dänischen Vorlesers kam, schrak ich hoch:
    "Swinger? Ein Swinger-Club in den 40ern, angeraten einem unverheirateten Mädchen auf Reisen???"

    Sowas kommt davon, wenn man sich beim "Z" keine Mühe macht und einfach das dänische-deutsche-englische Anfangs-S spricht...
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    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  4. #14
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    Hihi. Swinger ist Klasse!
    Ich habe schon mit manchem Schüler hart an den Vokalen gearbeitet, die Unterscheidung fällt sehr schwer.

    Meine Highschüler haben in Englisch beide den gleichen Text zum Thema 2. Weltkrieg gelesen. Er ist in Tagebuchform, Anrede "Mutti" (auf Deutsch). Mein Größerer hatte damals einigen Mitschülern die richtige Aussprache beigebracht. Beim Vorlesen wurde der erste davon ausgelacht, weil er nicht "Moti" las. Lehrerin meinte dazu, man solle sich nicht über Aussprachefehler belustigen (!!!). Sie hatte sich ja extra beim in Deutschland studierenden Sohn über die Aussprache informiert (lol). - Mein Sohn hat das dann hinterher geklärt.
    In Tochters Jahrgang sind sie nun bei "Mutti" angekommen, aber mein Spitzname bei meinen Kindern ist "Moti", grummel...
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  5. #15
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    meine Erkenntnis isteh, daß die Aussprache oft vuiel wichtigerals die Grammatik ist.
    Als mein Mann noch rüdes Schuldeutsch aus den tiefsten Tiefen seines Gedächtnisses hervorkramte (sprich. wirklich noch schlecht Deutsch sprach), verstand ihn eine Kollegin weitaus und nach eigener Aussage besser als unseren chilneischen Freund, der schon viele Jahre in Dtld. lebte und fließend Deutsch auf gutem Niveau konnte.
    Aber seine oft sehr spanisch "angehauchte" Aussprache mit Akzenten auf den verkehrten Silben etc. machten es ihr schwerer, sein Deutsch als das Gestoppel meines Mann zu deuten.

    Mir selbst ist es passiert, daß ich einen dt. Text nur verstand, weil ich ihn auch mitlesen konnte, als einer meiner senioren ihn vorlas - da waren so viele dänische "flache" "a"s drin - also die, die so ein bißchen ins ä gehen, daß kein Deutscher irgendwie klargekommen wäre...
    Das lenkt einfach zu sehr vom Inhalt ab.

    Hingegen merke ich auch,daß ich manchmal etwas unkonzentr iert bin und mir dann bei der falschen Verbstellung im Nebensatz das Verb vorbeigerauscht ist, ohne daß ich es aufgegriffen habe - und am Ende des Satzes, den der Schüler da stolz hergesagt hat, schrecke ich hoch und denke: Was hat der jetzt gesagt?
    Weil mir das Verb (am Ende als Botschaftsträger) fehlt.
    Meistens ist es ja umgekehrt:
    Da verlieren meine Schüler, weil das Verb erst am Schluß kommt...
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  6. #16
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    meine Erkenntnis isteh, daß die Aussprache oft vuiel wichtigerals die Grammatik ist.
    Als mein Mann noch rüdes Schuldeutsch aus den tiefsten Tiefen seines Gedächtnisses hervorkramte (sprich. wirklich noch schlecht Deutsch sprach), verstand ihn eine Kollegin weitaus und nach eigener Aussage besser als unseren chilneischen Freund, der schon viele Jahre in Dtld. lebte und fließend Deutsch auf gutem Niveau konnte.
    Aber seine oft sehr spanisch "angehauchte" Aussprache mit Akzenten auf den verkehrten Silben etc. machten es ihr schwerer, sein Deutsch als das Gestoppel meines Mann zu deuten.

    Mir selbst ist es passiert, daß ich einen dt. Text nur verstand, weil ich ihn auch mitlesen konnte, als einer meiner senioren ihn vorlas - da waren so viele dänische "flache" "a"s drin - also die, die so ein bißchen ins ä gehen, daß kein Deutscher irgendwie klargekommen wäre...
    Das lenkt einfach zu sehr vom Inhalt ab.

    Hingegen merke ich auch,daß ich manchmal etwas unkonzentr iert bin und mir dann bei der falschen Verbstellung im Nebensatz das Verb vorbeigerauscht ist, ohne daß ich es aufgegriffen habe - und am Ende des Satzes, den der Schüler da stolz hergesagt hat, schrecke ich hoch und denke: Was hat der jetzt gesagt?
    Weil mir das Verb (am Ende als Botschaftsträger) fehlt.
    Meistens ist es ja umgekehrt:
    Da verlieren meine Schüler, weil das Verb erst am Schluß kommt...
    Japp, Leute, die Spanisch als Muttersprache haben sind schwer zu verstehen. Jedenfalls wenn es um germanische Sprachen geht. Französisch ginge wohl besser. Ich hatte mal eine Kollegin aus Südamerika - die hab ich selbst kaum verstanden. Am ehesten hab ich sie verstanden, wenn sie Französisch sprach (was sie auch unterrichtete und manchmal mit einem französischen Kollegen sprach). Aber ich konnte sie schlecht bitten, auch mit mir Französisch zu sprechen - da wäre es zu offensichtig gewesen, dass ich ihr Schwedisch schlecht verstehe. Schliesslich spreche ich wesentlich besser Schwedisch als Französisch. Na, jedenfalls verstanden die Schüler sie auch nicht, deshalb war sie nur ein Jahr dort.

    Aber es gibt natürlich Ausnahmen. Der französische Kollege unterrichtete sogar Englisch und Schwedisch und sprach beides ohne störenden Akzent. Der hatte nur ein Problem mit dem alljährlichen Ausflug in den Wald, so die Schüler mit Karten losgeschickt werden und markierte Stellen finden müssen. Der Franzose hatte Angst, nicht wieder herauszufinden aus dem Wald. Genau wie der syrische Kollege. Die beiden waren echt ein bisschen über-ängstlich.

  7. #17
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    Hihi, immer noch besserals einer mener Klassenlehrer (Deutscher) und einer der menier Töchter (Däne), die keinesfalls Angst hatten, nicht aus dem Wald herauszufinden - es aber dennoch nicht taten.
    war auch nicht lustig, mit denen dann just tief im walde unterwegs zu sein, dabei liebten gerade diese Lehrer Waldtouren sehr!.
    Ach ja,.. man macht was mit in einem langen Leben
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  8. #18
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    Standard Re: lol ... welch Zufall



    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hihi, davon kann ich ein Lied mitsingen.
    Einer meiner schönsten Geschichten zum Thema "z" ist das dän. Hörbuch, in dem eine junge Dänin im 2. Weltkrieg nach Dresden zu ihrem dt. Liebsten reisen will oder soll und alle ihr raten, dann auch in den "Zwinger" zu gehen.
    ich stand und schabte Möhren fürs Abendessen und hörte eher mit nur 1 Ohr als superaufmerksam zu, aber als das Wort aus dem Mund des dänischen Vorlesers kam, schrak ich hoch:
    "Swinger? Ein Swinger-Club in den 40ern, angeraten einem unverheirateten Mädchen auf Reisen???"

    Sowas kommt davon, wenn man sich beim "Z" keine Mühe macht und einfach das dänische-deutsche-englische Anfangs-S spricht...

  9. #19
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    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    mein Sohn verbessert dafuer mit Hingabe meine englische Ausprache, ich raeche mich dann bei deutscher Schreibweise *lol*.

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Hihi. Swinger ist Klasse!
    Ich habe schon mit manchem Schüler hart an den Vokalen gearbeitet, die Unterscheidung fällt sehr schwer.

    Meine Highschüler haben in Englisch beide den gleichen Text zum Thema 2. Weltkrieg gelesen. Er ist in Tagebuchform, Anrede "Mutti" (auf Deutsch). Mein Größerer hatte damals einigen Mitschülern die richtige Aussprache beigebracht. Beim Vorlesen wurde der erste davon ausgelacht, weil er nicht "Moti" las. Lehrerin meinte dazu, man solle sich nicht über Aussprachefehler belustigen (!!!). Sie hatte sich ja extra beim in Deutschland studierenden Sohn über die Aussprache informiert (lol). - Mein Sohn hat das dann hinterher geklärt.
    In Tochters Jahrgang sind sie nun bei "Mutti" angekommen, aber mein Spitzname bei meinen Kindern ist "Moti", grummel...

  10. #20
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Engagiert ihr euch für die deutsche Sprache und Kultur?

    Zitat Zitat von PinkMagnolia Beitrag anzeigen
    mein Sohn verbessert dafuer mit Hingabe meine englische Ausprache, ich raeche mich dann bei deutscher Schreibweise *lol*.
    Meine Kinder haben schon immer meine schwedische Aussprache korrigiert oder auch mal nachgemacht. Als sie klein waren, meinten sie oft "Mama, sag mal MYRA!" Ich konnte damals weder das "Y" noch das "R" riktig aussprechen. Inzwischen ist es nur noch das R. Das mit dem Y ist nicht ganz leicht für Deutsche, denn das das deutsche Ü liegt so zwischen dem schwedischen Y und U. Die ersten Jahre hab ich nur Ü gesagt, notfalls "ich meine nicht das Ü sondern das andere Ü" und dann den Buchstaben in die Luft gezeichnet. Inzwischen weiss ich dass man Y etwa wie "iüiüjjjj" ausspricht und U ungefähr "üüuuwww". Nicht leicht!
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