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Thema: Sprachvergleich

  1. #21
    bernadette ist offline Legende

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    Standard Re: Sprachvergleich

    im irischen gibt es auch kein wort für ja oder nein. man wiederholt einfach das verb, um ein ja auszudrücken, oder setzt "ní" vor das verb, das ist die verneinung.

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Ist das so? Das Einzige, was ich an Merkwürdigkeiten über Chinesisch gehört habe, ist dass es keine Wörter für "ja" und "nein" gibt. Man wundert sich natürlich, wenn man so etwas hört, aber irgendwer hat mir gesagt, dass man dann einfach sagt "ich will" oder "ich will nicht", oder "ich kann" oder "ich kann nicht" - und mit den meisten oder allen anderen Verben genauso. Sicher, so kann man das auch machen. Ich dachte gleich an das englische "yes, I do" usw.

  2. #22
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    im irischen gibt es auch kein wort für ja oder nein. man wiederholt einfach das verb, um ein ja auszudrücken, oder setzt "ní" vor das verb, das ist die verneinung.
    Echt? Ich war zwar drei Jahre mit einem Iren zusammen, aber der konnte selbst nicht so viel Irisch. Aber das "ni" hat man doch auch bei Frauennamen (vor dem Familiennamen, und "o" bei den Männern). Hoffe nicht, dass man damit ausdrücken will das Frauen irgendwie negativ seien!

  3. #23
    bernadette ist offline Legende

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    Standard Re: Sprachvergleich

    damit hat das gar nichts zu tun, es ist eine eigene silbe, die verneinung ausdrückt und vor das verb gesetzt wird oder mit ihm verschmilzt. bei einem der beiden verben, die "sein" bedeuten, ist die verneinung "níl".

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Echt? Ich war zwar drei Jahre mit einem Iren zusammen, aber der konnte selbst nicht so viel Irisch. Aber das "ni" hat man doch auch bei Frauennamen (vor dem Familiennamen, und "o" bei den Männern). Hoffe nicht, dass man damit ausdrücken will das Frauen irgendwie negativ seien!

  4. #24
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    damit hat das gar nichts zu tun, es ist eine eigene silbe, die verneinung ausdrückt und vor das verb gesetzt wird oder mit ihm verschmilzt. bei einem der beiden verben, die "sein" bedeuten, ist die verneinung "níl".
    Naja, es kommt ja vor, dass ein Wort ganz verschiedene Dinge bedeutet.

  5. #25
    falaffel ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zumal wir doch alle wissen, dass Sprache und Gesellschaft zusammenhängen. "dämlich" und "Dame" haben auch einiges miteinander zu tun!

    - In dem Zusammenhang wäre interessant zu erforschen, ob englischsprachige Menschen emanzipierter sind als deutsche oder französische. Immerhin verwenden sie geschlechtsneutrale Artikel und Personen- und Berufsbezeichnungen, während wir uns mit -in und -innen herumschlagen und die Franzosen sowas bringen wie "Madame le proviseur" (Frau Schulleiter für die Schulleiterin).

    - Dass die Bezeichnung " Madame le Général" für eine Kollegin in Frankreich kein Spitzname wegen ihres Unterrichtsstils war, sondern sie als Ehefrau eines echten Generals betitelte, habe ich damals erst nach einiger Zeit verstanden, lach.

  6. #26
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    - In dem Zusammenhang wäre interessant zu erforschen, ob englischsprachige Menschen emanzipierter sind als deutsche oder französische. Immerhin verwenden sie geschlechtsneutrale Artikel und Personen- und Berufsbezeichnungen, während wir uns mit -in und -innen herumschlagen und die Franzosen sowas bringen wie "Madame le proviseur" (Frau Schulleiter für die Schulleiterin).
    Ob englischsprachige Menschen emanzipierter sind, kann ich nicht sagen, aber die Probleme sind trotz geschlechtsneutraler Berufe ähnlich: Denn in dem Moment, in dem man ein Personal- oder Possesivpronomen braucht, steht man vor der gleichen Entscheidung wie ein deutschsprachiger Mensch: Maskulin, Feminin oder Neutrum, wobei Neutrum für Menschen eigentlich nicht geht.

    Amerikaner weichen dann gerne auf die geschlechtsneutrale dritte Person Plural „they“ aus, wobei‘s aber auch befremdlich sein kann, wenn mitten im Satz aus Gründen der Geschlechtsneutralität von Singular in Plural gewechselt wird.

    Als ich schwanger war und eifrig die entsprechenden hiesigen Bücher gelesen habe, fiel mir auch auf, dass „the baby“, das ja nun mal logischerweise als Neutrum behandelt werden sollte, auf einmal eine „she“ ist.

    Anscheinend haben aber auch englischsprachige Menschen, die ja grammatikalisch jede Möglichkeit zur Geschlechtsneutralität haben, ein instinktives Bedürfnis, Lebewesen in männlich und weiblich einzuteilen: Nicht selten werden Tiere - und zwar nicht nur Haustiere, deren Geschlecht dem Besitzer bekannt ist - als männlich oder weiblich behandelt.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  7. #27
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    - Dass die Bezeichnung " Madame le Général" für eine Kollegin in Frankreich kein Spitzname wegen ihres Unterrichtsstils war, sondern sie als Ehefrau eines echten Generals betitelte, habe ich damals erst nach einiger Zeit verstanden, lach.
    War das noch vor kurzem so? Man möchte ja meinen, dass solche sexistischen Auswüchse, bei denen der Titel des Mannes auf die Ehefrau “übergeht“, inzwischen der Vergangenheit angehören. Einer solchen „Frau Doktor“ sagte man schon in meiner Kindheit nach, „auf dem Standesamt promoviert“ zu haben.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  8. #28
    falaffel ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Naja, das ist inzwischen 20 Jahre her. Der Mann hatte eine sehr hohe Position inne, "Madame" residierte dementsprechend fürstlich in einer riesigen Villa mit Angestellten und mit Wachsoldat vor der Tür. Es war das einzige Mal, dass ich an einem privaten Essen mit Bedienung vom "Butler" teilgenommen habe Zum Schluss kam noch der General nach Hause und seine Frau klopfte ihm wohlwollend aufs Mützchen: "Isser nicht chic?!" - DEN Besuch werde ich nie vergessen!!!
    - Vielleicht wurde der Titel nur aufgrund der besonderen Stellung des Mannes auf die Ehefrau übertragen ( so wie für eine Präsidentenfrau o.ä.). Mir ist sowas sonst tatsächlich nicht begegnet.
    - Was ist eigentlich die männliche Entsprechung zur "First Lady"????

  9. #29
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    - Was ist eigentlich die männliche Entsprechung zur "First Lady"????
    Das wäre tatsächlich der „First Gentleman“. Als Hillary kandidierte, wurde das natürlich zum Thema.

    Es wurde auch spekuliert, ob Bill dann bei Staatsbesuchen auch am „Damenprogramm“ teilnehmen müsste, also z. B. Kaffeetrinken mit den anderen Ehefrauen und Kindergärten besuchen. Sich wie der Ehemann von Frau Merkel aus der Öffentlichkeit fern zu halten, wäre für den Ehepartner einer US-Präsidentin keine echte Option.

    Schon interessant, wenn man sich auch im 21. Jahrhundert noch „was wäre wenn“-Gedanken in Sachen Geschlechterrollen machen muss.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  10. #30
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Zumal wir doch alle wissen, dass Sprache und Gesellschaft zusammenhängen. "dämlich" und "Dame" haben auch einiges miteinander zu tun!

    - In dem Zusammenhang wäre interessant zu erforschen, ob englischsprachige Menschen emanzipierter sind als deutsche oder französische. Immerhin verwenden sie geschlechtsneutrale Artikel und Personen- und Berufsbezeichnungen, während wir uns mit -in und -innen herumschlagen und die Franzosen sowas bringen wie "Madame le proviseur" (Frau Schulleiter für die Schulleiterin).

    - Dass die Bezeichnung " Madame le Général" für eine Kollegin in Frankreich kein Spitzname wegen ihres Unterrichtsstils war, sondern sie als Ehefrau eines echten Generals betitelte, habe ich damals erst nach einiger Zeit verstanden, lach.
    Das mag ich gar nicht, wenn Frauen die Titels ihres Mannes tragen. Oder sogar mit dem Vornamen des Mannes . Ich hab neulich eine Diskussion aus dem brittischen Fernsehen gesehen, wo eine "Lady Colin Campell" dabei war. Okay, dass sie Lady ist, weil ihr Mann Lord ist, auch wenn ich das auch nicht mag. Aber dann auch noch den Vornamen des Mannes?!

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