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Thema: Sprachvergleich

  1. #1
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Sprachvergleich

    Hejallesammen!

    Es ist ja sehr ruhig hier, und noch ruhiger im Mehrsprachenforum, also mal eine theoretsiche Überlegung,die mich in den letzten Wochen ein bißchen mehr umgetrieben hat:
    In einem meiner Kurse ist ein äußerst gut sprechender Däne, mit demwir irgendwie darauf kamen, wie wir Deutsch respektive Dänisch empfinden. Ich sage ja zum Entsetzen meiner dänsichen Lesekreisdamen immer schon, daß ich dänische Verfasser als äußerst langweilig empfinde, was ich immer ein bißchen auf die nicht allzu abwechsunglsreiche Sprache (viele "Teekesselchen") und vor allem die kurzen Sätze geschoben habe. Die Damen "rächen sich" dann, weil sie dt. Verfasser mit ihren langen Sätzen nicht mögen.

    Ich zitiere dann auch sehr gern meine Große = Leseratte, die ich im zarten Alter von ca. 1-12 mal fragte, in welcher Sprache sie lieber lese, Deutsch oder Dänisch (war damals eine IDA-Umfrage, falls jemand die Gruppe noch kennt).
    Antwort: Deutsch. Frage Mutter: Warum? Antwort Kind: ist spannender. Frage mutter: Warum? Harry Potter auf Dänisch oder Deutsch ist doch dieselbe Handlung, wie kann das eine spannender als das anderesein?
    Sie überlegte und erklärte dann, Dänisch sei wie ein langsam, aber eben gleichmäüßig nach oben seitegndes Rollband, Deutsch sei eine Rolltreppe, auf der es ein Stückchen gleichmäßig zuginge, dann aber mit einem Satz nach oben schösse.
    Ich fand diese Beschreibung damals toll für ein Kind, zumal sie natürlich meine Meinung, Dänisch zu lesen sei langweilig, bestätigte.
    Einen wirklichen Grund hatten wir damit aber noch nicht gefunden-.

    JETZT aber, in der Diskussion mit dem Herrn und sicher auch,w ei lich inzwischen Grammatik noch mal anders in meinem Leben habe, kamen wir drauf, daß es evtl. daran liegt, daß bei uns im Deutschen die wichtigen Dinge immer ganz hniten stehen - sprich:
    Das Verb ist ja der "Chef" im Satz. Aber genau auf das aussagestarke Voll-Verb muß man warten, egal ob der Satz im Nebensatz, nach einem Modalverb, im Patrizip etc. steht ... es steht hinten.
    Er wußte nicht, ob er heute noch ... ja, was ... kommt, wegfährt, krank wird, arbeiten geht....????
    Sie hat ihn lange nicht ... ja, was ... gesehen, vermißt, gesucht ????

    Ich habe lange darüber nach gedacht, WARUM wir von kleinauf nicht wie ein Übersetzer warten müssen, bis der Schluß kommt, sondern ja flüssig mitfolgen können (die Politiker sollten doch einfacher reden, meinte der der Neue bei mir (und meinte damit eben: mit dänischer Satzstellung) , dann würde man sie auch verstehen. Ja, aber das tun wir doch, sagte ich kühn... wir sind es ja gewohnt, daß alles hinten steht.)
    Jetzt aber denke ich, daß meine Tochter und ich - und einiige, die ich auch kenne, Deutsch zu lesenspannender finden, Deustch sprachlich spannender finden, nicht nur, weil die Sprache oft andere (treffendere, unterschiedliche) Wörter hat, sondern vorallem (?), weil eben irgendwie unbewußt einSpannungsmoment in diesem nachgestellten Vollverb ist.

    Was sagt Ihr?
    Vergleicht Ihr Eure Sprachen auch manchmal so?
    Welche ist spannender?
    Oder wo liegen andere Unterschiede?

    Ich stelle übrigens seit einigerZeit auch bei mir fest, daß ich manchmal bei zu wenig Konzentration in der Tat hochschrecke und einen Schüler frage:
    Was hast du gerade gesagt?
    Dann hatte er das Verb bzw. ganze Prädikat an der dänischen Stelle stehen und es ist an mir vorbeigerauscht, weil ich wohl unkonzentriert darauf geeicht bin, es erst hinten zu erwarten - und so geht es dann unbemerkt und unauffällig an mir vorbei, wenn ich nicht aufpasse - bei deutschen Sätzen also.
    Sowie Dänen eben den Faden verlieren, wenn der wichtige Teil des Prädikats erst am Schluß kommt...
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #2
    Gast Gast

    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hejallesammen!

    Es ist ja sehr ruhig hier, und noch ruhiger im Mehrsprachenforum, also mal eine theoretsiche Überlegung,die mich in den letzten Wochen ein bißchen mehr umgetrieben hat:
    In einem meiner Kurse ist ein äußerst gut sprechender Däne, mit demwir irgendwie darauf kamen, wie wir Deutsch respektive Dänisch empfinden. Ich sage ja zum Entsetzen meiner dänsichen Lesekreisdamen immer schon, daß ich dänische Verfasser als äußerst langweilig empfinde, was ich immer ein bißchen auf die nicht allzu abwechsunglsreiche Sprache (viele "Teekesselchen") und vor allem die kurzen Sätze geschoben habe. Die Damen "rächen sich" dann, weil sie dt. Verfasser mit ihren langen Sätzen nicht mögen.

    Ich zitiere dann auch sehr gern meine Große = Leseratte, die ich im zarten Alter von ca. 1-12 mal fragte, in welcher Sprache sie lieber lese, Deutsch oder Dänisch (war damals eine IDA-Umfrage, falls jemand die Gruppe noch kennt).
    Antwort: Deutsch. Frage Mutter: Warum? Antwort Kind: ist spannender. Frage mutter: Warum? Harry Potter auf Dänisch oder Deutsch ist doch dieselbe Handlung, wie kann das eine spannender als das anderesein?
    Sie überlegte und erklärte dann, Dänisch sei wie ein langsam, aber eben gleichmäüßig nach oben seitegndes Rollband, Deutsch sei eine Rolltreppe, auf der es ein Stückchen gleichmäßig zuginge, dann aber mit einem Satz nach oben schösse.
    Ich fand diese Beschreibung damals toll für ein Kind, zumal sie natürlich meine Meinung, Dänisch zu lesen sei langweilig, bestätigte.
    Einen wirklichen Grund hatten wir damit aber noch nicht gefunden-.

    JETZT aber, in der Diskussion mit dem Herrn und sicher auch,w ei lich inzwischen Grammatik noch mal anders in meinem Leben habe, kamen wir drauf, daß es evtl. daran liegt, daß bei uns im Deutschen die wichtigen Dinge immer ganz hniten stehen - sprich:
    Das Verb ist ja der "Chef" im Satz. Aber genau auf das aussagestarke Voll-Verb muß man warten, egal ob der Satz im Nebensatz, nach einem Modalverb, im Patrizip etc. steht ... es steht hinten.
    Er wußte nicht, ob er heute noch ... ja, was ... kommt, wegfährt, krank wird, arbeiten geht....????
    Sie hat ihn lange nicht ... ja, was ... gesehen, vermißt, gesucht ????

    Ich habe lange darüber nach gedacht, WARUM wir von kleinauf nicht wie ein Übersetzer warten müssen, bis der Schluß kommt, sondern ja flüssig mitfolgen können (die Politiker sollten doch einfacher reden, meinte der der Neue bei mir (und meinte damit eben: mit dänischer Satzstellung) , dann würde man sie auch verstehen. Ja, aber das tun wir doch, sagte ich kühn... wir sind es ja gewohnt, daß alles hinten steht.)
    Jetzt aber denke ich, daß meine Tochter und ich - und einiige, die ich auch kenne, Deutsch zu lesenspannender finden, Deustch sprachlich spannender finden, nicht nur, weil die Sprache oft andere (treffendere, unterschiedliche) Wörter hat, sondern vorallem (?), weil eben irgendwie unbewußt einSpannungsmoment in diesem nachgestellten Vollverb ist.

    Was sagt Ihr?
    Vergleicht Ihr Eure Sprachen auch manchmal so?
    Welche ist spannender?
    Oder wo liegen andere Unterschiede?

    Ich stelle übrigens seit einigerZeit auch bei mir fest, daß ich manchmal bei zu wenig Konzentration in der Tat hochschrecke und einen Schüler frage:
    Was hast du gerade gesagt?
    Dann hatte er das Verb bzw. ganze Prädikat an der dänischen Stelle stehen und es ist an mir vorbeigerauscht, weil ich wohl unkonzentriert darauf geeicht bin, es erst hinten zu erwarten - und so geht es dann unbemerkt und unauffällig an mir vorbei, wenn ich nicht aufpasse - bei deutschen Sätzen also.
    Sowie Dänen eben den Faden verlieren, wenn der wichtige Teil des Prädikats erst am Schluß kommt...
    hmmm
    also ich lese auf französisch und schaue Filme auf Frz an, auch synchronisiert
    Deutsch lesen und in deutsch TV schauen fühlt sih für mich irgendwie "falsch" an, schwer zu beschreiben

  3. #3
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Wir jonglieren ja tagtäglich mit 4 Sprachen und dabei vergleicht man ständig. Man bedient sich auch unterschiedlicher Sprachen, um untetschiedliche Dinge zum Ausdruck zu bringen: Arabisch besitzt unglaublich viele Floskeln und Redewendungen für jede Lebenslage, die unübersetzbar sind.

    Hebräisch und Englisch wiederum sind praktischer für technische Ausdrücke. Im Arabischen muss man sie erfinden, die deutschen Wörter sind so unendlich lang. "Dunstabzugshaube" z.B. finden meine Kinder viel zu umständlich und haben sie "DAH" getauft.
    Ich wiederum sage lieber "Masgan" als "Klimaanlage" oder "Airconditioner".
    - Obwohl Deutsch mit seinen Komposita meiner Ansicht nach total logisch ist und an sich einfacher als eine Sprache, in der ich für jedes Ding eine eigene Vokabel lernen muss. - WENN man das Prinzip verstanden hat. Es ist flexibel und vielseitig.-
    Mein Mann allerdings verzweifelt an den diversen Präfixen wie ent-, auf-, er-, um- etc., mit denen man so wunderbar viele verschiedene Verben aus einem Ursprungsverb bilden kann. Er findet absolut nicht, dass
    die Grundbedeutung doch noch vorhanden ist und findet das Prinzip schlicht verwirrend.
    Arabisch wiederum hat ein unglaublich riesiges Vokabular, dessen literarische Variante die Kinder in der Schule zur Verzweiflung bringt, Literatur reich macht, aber auch zu einer Kunst für sich. Es gibt quasi keine Geschichten in gesprochenem Aranisch, was gerade für Kinder sehr demotivierend ist.

    Das moderne Hebräisch bedient sich zahlreicher Entlehnungen aus europäischen Sprachen, u.a. Deutsch.
    Es gibt einige moderne hebräusche Autoren, aber auch viele Übersetzungen, v.a. aus dem Englischen. - Und die lese ich dann doch liebet im Original.
    Arabisch oder Hebräisch lesen ist für mich Arbeit und mühsam, Englisch dient meistens der Information und zum Spaß lese ich - wie unsere Kinder- Deutsch. oder ab und an zum Auffrischen Französisch.

    - In einem englischen Zeitungsartikel begegnete mir neulich zu meinem Erstaunen der Begriff "hinterland", klein geschrieben und ohne Anführungszeichen. Gibt's dafür keine englische Entsprechung???

  4. #4
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    [
    QUOTE=falaffel;29118393]Wir jonglieren ja tagtäglich mit 4 Sprachen und dabei vergleicht man ständig. Man bedient sich auch unterschiedlicher Sprachen, um untetschiedliche Dinge zum Ausdruck zu bringen: Arabisch besitzt unglaublich viele Floskeln und Redewendungen für jede Lebenslage, die unübersetzbar sind.

    Hebräisch und Englisch wiederum sind praktischer für technische Ausdrücke. Im Arabischen muss man sie erfinden, die deutschen Wörter sind so unendlich lang. "Dunstabzugshaube" z.B. finden meine Kinder viel zu umständlich und haben sie "DAH" getauft.
    Ich wiederum sage lieber "Masgan" als "Klimaanlage" oder "Airconditioner".
    Auf Schwedisch sagen wir "AC" (Abkürzung von air conditioning). Sehr praktisch. :)


    - Obwohl Deutsch mit seinen Komposita meiner Ansicht nach total logisch ist und an sich einfacher als eine Sprache, in der ich für jedes Ding eine eigene Vokabel lernen muss. - WENN man das Prinzip verstanden hat. Es ist flexibel und vielseitig.-
    Mein Mann allerdings verzweifelt an den diversen Präfixen wie ent-, auf-, er-, um- etc., mit denen man so wunderbar viele verschiedene Verben aus einem Ursprungsverb bilden kann. Er findet absolut nicht, dass
    die Grundbedeutung doch noch vorhanden ist und findet das Prinzip schlicht verwirrend.
    Das war mein liebstes Gebiet, als ich noch (mehr) Deutsch unterrichtet habe, diese zusammengesetzen Verben. Ich hab immer meine Schüler so viele Wörter wie möglich mit einem Verb finden lassen und wir waren dann immer positiv überrascht, dass es so ziemlich alles wirklich gibt.


    Arabisch wiederum hat ein unglaublich riesiges Vokabular, dessen literarische Variante die Kinder in der Schule zur Verzweiflung bringt, Literatur reich macht, aber auch zu einer Kunst für sich. Es gibt quasi keine Geschichten in gesprochenem Aranisch, was gerade für Kinder sehr demotivierend ist.
    Wie unpraktisch. Ich weiss auch, dass die arabischen Muttersprachen-Lehrer hier damit ihre Probleme haben. In Schweden haben die Kinder ein Recht auf Muttersprachen-Unterricht. Und dann klagen die Eltern, dass sie diese Variante von Arabisch selbst nicht können.

    Das moderne Hebräisch bedient sich zahlreicher Entlehnungen aus europäischen Sprachen, u.a. Deutsch.
    Es gibt einige moderne hebräusche Autoren, aber auch viele Übersetzungen, v.a. aus dem Englischen. - Und die lese ich dann doch liebet im Original.
    Arabisch oder Hebräisch lesen ist für mich Arbeit und mühsam, Englisch dient meistens der Information und zum Spaß lese ich - wie unsere Kinder- Deutsch. oder ab und an zum Auffrischen Französisch.
    Ich lese auch gern im Orignal.

    - In einem englischen Zeitungsartikel begegnete mir neulich zu meinem Erstaunen der Begriff "hinterland", klein geschrieben und ohne Anführungszeichen. Gibt's dafür keine englische Entsprechung???
    [/QUOTE]

    In Australien "outback"?

  5. #5
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Grundsätzlich lese ich gern Bücher im Original, und Filme sollten sowieso im Original sein. Harry Potter lese ich viel lieber auf Englisch.
    Das mit dem Verb am Ende des Satzes - ja, das kann schon sein, dass das etwas Spannung schafft. Andererseits - wenn man nun unbedingt Spannung hineinbringen will, dann geht das in anderen Sprachen wohl auch. Aber halt anders. Ich hab da keine konkreten Ideen dazu und keine Beispiele auf Anhieb, aber man kann ja generell mit unterschiedlichen Sprachen alle möglichen Effekte schaffen, auch Spannung.

  6. #6
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Fairie, Harry Potter in amerikanischem oder britischem Englisch?

  7. #7
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Interessante Beiträge, ich danke Euch dafür.
    Ganz sicher kann man auch inanderen Sprachen mit deren Mitteln Spannung erzeugen,dennoch finde bin ich eben auf der Suche, wieso ich dänisch so (pscht, ich darf eigentlich doch nicht sagen9 abgrundtief langweilig finde.
    Schwedische - ins Dänische übersetzte Sachen - höre/lese ich dann deutlich lieber, mit scheint eh, die Schweden haben dann doch manchmal längere Sätze...

    man kann es natürlich als Maßstab nehmen,daraufweise ich mine Leute auch immer hin, aber ich habe inen kurs, in dem sichd ie Senioren wünschten zu übersetzen. So unterrichtet man heute ja wohl gar nicht mehr (wen nich daran denke, was wir noch übersetzt haben!!) und von einer(dänsichen) Dame laufen die Schüler oft weg, weil sie das dauernde Übersetzen leid sind.
    Aber nun machenwir es, das ist eh ken Kurs, in dem Grammatik i mFouks steht...
    Jedenfalls habe ich nun MOMO von Michael Ende genommen, teils, um eihnen einen guten dt Verfasser nahezubringen, teils, weil ein Jugendbuch trotzder wudnerschönen Sprache Endes doch leichter als ein Roman ist.
    Wirmachen das ganz witzig: Aus der Original-dän. Übersetzung gibt es einen bestimmten Abschnitt,d ensie übersetzen - und dann lese ich am Schluß, wennw ir allederenvariantendurch haben, den deutschenOriginaltext.
    Das Staunen ist immer groß.
    Daß sich die Senioren natürlich nicht auf literarisch schönem, hochstehenden Niveau bewegen: geschenkt. Aber da ist auch nicht alles hochstehend, viel wörtliche Rede, manche kurze Sätze, leicht verständlich - und doch: sage ich nun fegen oder kehren, stelle ich die Wörter um (und verändere damit auf Deutsch ja oft so einiges an Wertigkeit), undund.
    Undwen nwir danndendänischen Originaltext und den deutsche Proginal-Orhgional-Text aneinanderhalten, finden wir den dänischen oft auch schon recht daneben... Und es fällt uns eben auf, daß man nicht nur Wort für Wort übersetzen kann, sondern eine Atmosphäre einfangen muß, die gleichzeitiig aber auch noch verständlich für die nun mal einer anderen Kultur, anderen Geschichte, anderem Verständnis angehörigenden Lesern sein muß,erfühlbar sein - und eben nicht nur fremd und un- oder gar mißverständlich.
    ich habe mich anfangs unwohl gefühlt, Zeit mit Übersetzungen zu vertun, aber unter dem kulturellem Vergleich und Aspekt hat mich das nun sehr versöhnt... Weil es eben mehr ein Kulturaustausch als ein Lernen (von Grammatik, Wortstellung, Endungen, etc.) ist.

    Keine mündlichen Erzählungen - wie überlebe(t) die Geschichten da??
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  8. #8
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    In Australien "outback"?
    Eher weniger, denn unter „hinterland“ versteht man eher das provinzielle, etwas weiter gefasste Umland einer Stadt. Während das Outback sich speziell und ausschließlich auf Australien bezieht, und es typisch fürs Outback ist, dass es eben keine Städte gibt.

    Ich finde es interessant, dass ausgerechnet Englisch, das ja von Haus aus ungefähr doppelt so viele Wörter hat wie das Deutsche, sich Ausdrücke wie Weltschmerz, Angst und Hinterland aus dem Deutschen borgt.

    Ich benutze beides täglich und finde, dass das Englische für fast alles wunderbar treffendes Vokabular hat, während wir uns im Deutschen über Grammatik sehr präzise ausdrücken können. Gerade da liegt wahrscheinlich auch die Hauptschwierigkeit, die viele englische Muttersprachler beim Deutschlernen haben.
    PinkMagnolia gefällt dies
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  9. #9
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Dk-Ursel: Gerade wurde der neue "Asterix" vorgestellt (wird 60!),dazu ein Interview mit dem deutschen Übersetzer. Der sagte: " Asterix kann man nicht übersetzen, den muss man adaptieren!"
    - Weshalb wir auf Deutsch über ganz andere Gags lachen als im Original.
    So ist es doch immer beim Übersetzen: Man muss interpretieren und anpassen, weshalb es gute und schlechte Übersetzungen gibt.

  10. #10
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Sprachvergleich

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Fairie, Harry Potter in amerikanischem oder britischem Englisch?
    Natürlich in britischem Englisch. Amerikanisch ist sowieso nicht mein Ding, und Harry Potter ist ja britisch.
    Ich hatte gar nicht dran gedacht, dass es überhaupt einen amerikanischen gibt, aber dann fiel mir ein, dass
    ich das gesehen hab.

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