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Thema: Menthalitätsunterschiede in der Krise

  1. #71
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Menthalitätsunterschiede in der Krise

    Das ist, fnde ich, immer eine äußerst schwierige Diskussion.
    Ich wehre mich einerseits auch dagegen, zu pauschalisieren und "die Deutschen" mit "den Amerikanern" zu vergleichen.
    Trotzdem kommt doch gerade auch in Euren Beiträgen raus, daß es sie dennoch gibt, "die Deutschen" und "die Amerikaner" --- "die Deutschen" halten soziale Gerecvhtigkeit also für ein höheres Gut als "die Amerikaner".
    Da ließen sich nun die Nationalitäten sicher auch austauschen.
    "Die Deutschen" wollen generell sicher auch kein Waffengesetz wie in "die Amerikaner", "die Dänen" schütteln nun wiederum über die Sicherheitsparanoia "der Deutschen" den Kopf undundund.

    Und ja, natürlich gibt es Ausnahmen - und es gibt regionale Unterschiede.
    Genau DARUM aber gibt es eben auch Unterschiede zwischen einzelnen Ländern und ihrer Bevölkerung.
    Stimmt, das IST super-verallgemeinernd und dennoch: Es gibt ebenso manche Dinge, die nationales "Allgemeingut" sind, egal wie unterschiedlich man ansonsten im Osten/Westen/Norden/Süden noch ist und wie viele damit unvereinbare Individualisten es noch gibt.
    Das hängt eben von sehr vielem ab --- und ich finde manchmal diesen Aufschrei gegen "die Deutschen" oder "die Amerikaner" schon lästig, denn letztendlich gbt es ja nun auch spezifike Unterschiede zwischen "uns". Und die liegen eben dann darin begründet, daß der eine mit amerikanischen Werten und in einer amerikanischen Gesellschaft aufgewachsen, geprägt und beeinflußt ist und der andere in einer deutschen.
    Daß der eine Geschichte von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten gelernt hat als der andere.
    Daß die Landschaft, Sprache, Kultur unterschiedlich war.

    Als ich noch im dän.dt. Foirum aktiv war, haben in der großen Auswanderungswelle hier nach Dk (in dt. Arbeitslosenzeiten in den 90ern) viele Deutsche ( wohlgemerkt in Dtld.!) gemeint, nach DK umziehen sei wie von einem Bundesland ins andere.
    Ganz abgesehen,daß ich das auch schon mehrmals hinter mir habe und es immer mit Kulturunterschieden (von Kulturschocks will ich nun nicht reden, obwohl sdie Stuttgarter Kehrwoche für einen aus NRW oder dem Norden schon sowas sein kann ) verbunden war, fand ich noch nie, daß das DAS stimme:
    DK hat eine andere Kultur, Geschichte, Gesellschaft (und Sprache) als jedes dt. Bundesland!
    Wenn das eine Nation, eine Bevölkerung nicht prägt, dann weiß ich nicht.
    Ich bin nicht die einzige, die das so sieht.

    Und wenn es z.B. damals hieß, Ostdeutsche könnten sich hier leichter integrieren als wir Wessis, stimmte das größtenteils, und war auch kulturhistorisch, gesellschaftspolitisch zu verstehen, zeigt aben aber auch, daß verschiedene Länder verschiedene "Eigen-Arten" haben, in denen sie quasi alsGruppe vereintsind, diesie als Land gemeinsam haben.

    Wenn mein Mann mir bei Streitigkeitenanfangs mal sagte: Wenn ich aus Timbuktu wäre, würdest du dich nicht einam darüber wundern, wenn ich Regenwürmer äße, geschweige denn über das, worüber wir hier gerade streiten --- das gehört nun mal zu sienerkultur,würdest du denken. Aber da wir glauben,wirEuropäer seien so ähnlich, denken wir eben nicht, daß das, was un nervt, was un fremd ist, was uns unverständlichb leibt, liege an der anderen Kultur des anderen; wir nehmen es eher persönlich.
    Damit hatte er er so ewig Recht -subtilen Unterschiede sind eben auch noch schwerer zu erkennen als eine andere Küche, andere Werte oder auch pädagogische Grundkonzepte - abersie snid nun mal da nud können durchaus irritieren. Und DAS bedeutet ebenauch, daß es eben doch EINE Grundhaltung gibt für eine Nation.
    Die ich von der einer anderen unterscheidet - manchmal eben grundlegend und offensichtlich, manchmal subtil.

    Meine Erfahrungen diesbezüglich, als es an die dän. Pädagogik und ihre Umsetzung ging, habe ich schon mehrmals geschildert, sie waren auch für mich überraschend, aber sie waren eben typisch auch für diese Erklärung.

    Gott sei Dank, also gibt es diese nationalen Unterschiede. möchte ich sagen.
    ABER: sie haben eben auch Einigendes, sonst könnten sie als Gesellschaft, als Nation nicht funktionieren - sie müssen hinter ihren GEMEINSCHAFTLICHEN Werten stehen und sie immerhin derart verinnerlicht haben,daß sie sie niciht mal eben so für andere aufgeben.
    Und gerad, in dem ich das anerkenne, erkenne ich ja auch wieder Unterschiede an - das ist doch ein spannendes, oft auch antrengendes Wechselspiel - nicht nur in Diskussionen wie diesen.

    Wenn Du Falaffel, nun den Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschen erkennst, bestätigst Du ja beides: Es gibt Unterschiede in Deutschland, zwischen Deutschen --- aber innerhalb von Norddeutschen als Gruppe gibt es eben auch sehrTypisches, was die Süddeutschen eher nicht haben - und umgekehrt.
    Es ist eben beides!
    Und ich erweitere auf: Auch wennsie eben als 2Gruppensehr verschieden sind in Temperament, manchmal auch Priortäten der Werte, alsgesellschaft etc. - so sind sie eben auch wieder Deutsche unter 1 Dach als Gesellschaft - udn können sich wiederum, egal ob aus Nord- oder Süddeutschland, von Dänen, schweden, Italiern, ... Arikanern und Afrikern und Asiaten und ... unterscheiden.

    Mit Blick auf Amerika, der bei mir sicher auch zu schlciht ist, müssen wir evtl. lernen, das mehr wie die EU statt wie die Bundesrepublik zu sehen. Ich werde mir in Zukunft mehr Mühe geben.
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #72
    TexTot ist offline Veteran

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    Standard Re: Menthalitätsunterschiede in der Krise

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    BilingualMom und Tex Tot, ich finde eure Diskussion gerade sehr interessant! Da sieht man mal, dass es ganz unterschiedliche "Bubbles" gibt und man mit Pauschalisieren vorsichtig sein sollte!
    Tex Tot, wie meintest du das mit "3-5 mal auswärts essen"? Sind das Snacks, Kantinen oder Restaurantbesuche???
    Wie BilingualMom schon schrieb gibt es nicht 'die Amerikaner', DKUrsel ist mit ihrem vergleich schon naeher dran, aber darueber hinaus gibt es auch nicht 'die Texaner'. Ich lebe in einer der wohlhabenderen Vorstadt von Dallas, hier gibt es sehr viele Zugezogene und es ist sehr divers. Das ist natuerlich was ganz anderes als irgendwelche laendlichen Gegenden in Texas. Wenn ich von meiner Bubble schreibe meine ich das schon relativ speziell weile diese Bubble ca 50km von hier schon wieder endet.
    falaffel, ja ich meine 3-5 mal im Restaurant essen gehen, da kann auch durchaus schon mal McDoof (oder hier Whataburger) dazwischen sein, aber bei manchen Familien wird/wurde wirklich nicht oft gekocht. Snacks, Kantine kommt dann oft noch mal extra dazu.

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