Seite 7 von 7 ErsteErste ... 567
Ergebnis 61 bis 65 von 65
Like Tree4gefällt dies

Thema: Mal was ganz anderes: „Gern“

  1. #61
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

    User Info Menu

    Standard Re: Mal was ganz anderes: „Gern“

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Dabei ging‘s mir ursprünglich gar nicht um gut/schlecht und falsch/richtig. Nur dass ich inzwischen so lange aus DE weg bin, dass ich eben nicht mehr so einfach zwischen gesamtgesellschaftlicher Sprachentwicklung und Käse unterscheiden kann.
    Japp, das geht mir ähnlich. Ich weiss nicht mehr so genau, was da schon üblich ist.

  2. #62
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

    User Info Menu

    Standard Re: Mal was ganz anderes: „Gern“

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Das kenne ich aber aus Köln auch! Da fragte man normalerweise auch : "Wem sein Fahrrad? " . Und ich dachte mir: gut, meine Kinder lernen nicht diese Verhunzungen, und habe ihnen also beigebracht, dass es "wessen" heisst. Dann sprachen sie aber sowieso nicht so viel Deutsch, dass das wichtig gewesen wäre.
    Eine Nachbarin, Mutter einer Schulfreundin, nannte auch immer ihre Tochter "datt Ute". Da wäre es dann sogar bei Mädchen z.B. "dem Ute sein Fahrrad". Meine Mutter, die immer penibel hochdeutsch sprach, fragte dann manchmal, ob ich "datt Ute" gesehen habe. Sie fand das lustig.
    Das ist in vielen Dialekten so. Meine Kinder können da problemlos wechseln, im Bairischen ist das "der Betty/Elli ihr Radl", im Hochdeutschen "Elisabeths Fahrrad". Ich mache das auch, je nach Sprachebene, auf der ich mich gerade bewege.

  3. #63
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

    User Info Menu

    Standard Re: Mal was ganz anderes: „Gern“

    Das mit dem "gern" kann ich wahrscheinlich schlecht beurteilen, weil es das Wort auch im Schwedischen gibt, und es sehr gebräuchlich ist. Daher würde es mich wohl in solchen Zusammenhängen überhaupt nicht verwundern und ich hab es wohl gar nicht gemerkt, wenn es zugenommen hat.

  4. #64
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

    User Info Menu

    Standard Re: Mal was ganz anderes: „Gern“

    Fairie, das erinnert mici an meine Kindheit, unsere Umgebung sprach auch so- Rheinland... da war aber auch en Plattdeutsch, angenähert dem Niederländischen, da wir ja auch nicht weit von der Grenze waren, üblich.
    Als ich irgendwann nach längerer Abwesenheit bei der Nachbarin klingelte (dort heißt es übrigens "schellte", wurde mir abe rauch erst wieder durchenen Roman von Mechtild Borrmann in Erinnerung gerufen), rief die auch freudig-überrascht: "Ach, datt - Vorname (in i-Koseform)!"
    Meine Mutter kam jedoch aus Ostpreußen und hatte sich davon viel abgeschliffen und das Neue nicht so angenommen, da gab es also Hochdeutsch. Und in meinem Gymnasium war man eh sehr streng.
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  5. #65
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

    User Info Menu

    Standard Re: Mal was ganz anderes: „Gern“

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Fairie, das erinnert mici an meine Kindheit, unsere Umgebung sprach auch so- Rheinland... da war aber auch en Plattdeutsch, angenähert dem Niederländischen, da wir ja auch nicht weit von der Grenze waren, üblich.
    Als ich irgendwann nach längerer Abwesenheit bei der Nachbarin klingelte (dort heißt es übrigens "schellte", wurde mir abe rauch erst wieder durchenen Roman von Mechtild Borrmann in Erinnerung gerufen), rief die auch freudig-überrascht: "Ach, datt - Vorname (in i-Koseform)!"
    Meine Mutter kam jedoch aus Ostpreußen und hatte sich davon viel abgeschliffen und das Neue nicht so angenommen, da gab es also Hochdeutsch. Und in meinem Gymnasium war man eh sehr streng.
    Richtig, deine Mutter war auch aus Ostpreussen und Vater aus Westfalen, genau wie meine Eltern? Ich hab das schwach in Erinnerung. Mein Vater kommt aus einem Dorf direkt an der niederländischen Grenze und wenn er mit Leuten dort platt sprach, verstand ich kein Wort. Aber sonst sprach er ja Hochdeutsch. Und meine Mutter sprach sehr h.ochdeutsch, obwohl ihre beiden jüngeren Geschwister eher norddeutsch sprachen, weil sie nach der Flucht von Ostpreussen mehrere Jahre in der Gegen von Eckernförde lebten. Auch ihre Mutter sprach so richtiges Schriftdeutsch. Mit Imperfekt. D.h. sie sagte solche Dinge wie "der Blumentopf fiel runter." Ich finde es etwas ungewöhnlich "fiel" zu sagen. Mein ostpreussischer Opa dagegen kam vom Dorf, war Bauer, und sprach einen ostpreussischen Dialekt. Wir fanden es immer herrlich, wenn er von "Geschirr spielen" redete (statt "spülen").

Seite 7 von 7 ErsteErste ... 567

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •