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Thema: Corona und das Bildungssystem

  1. #1
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Corona und das Bildungssystem

    Gerade hat ein Teil meiner Kinder den online-Unterricht hinter sich gebracht. Die große Tochter ist noch dabei und muss ganze 8 Schulstunden am Rechner überstehen, ohne längere Pause.
    Was mir bei allen auffällt: Überwiegend Schweigen seitens der Kinder, mitschreiben, Vorträge der LehrerInnen.
    - Wo bleibt die Interaktion!?!? Lediglich im Matheunterricht geht's hin und her und der Lehrer weiß sich der modernen Technik mit Notizen auf dem Bildschirm zu bedienen.
    Ich vermute ich erlebe, wie es sonst in der Schule auch läuft.
    Meine Schwägerin berichtet, dass die Lehrer in der Highschool im Stress sind, da sie nicht wissen, ob sie den normalerweise im Winter stattfindenden Teil des Abiturs vorbereitet bekommen. Aha. Klar. Corona oder nicht, der Zeitplan muss eingehalten werden! Das Pensum muss geschafft werden! Mir kommen wieder die Sätze aus dem Frühjahr in den Sinn, wo es in Deutschland hieß, dass es kein "Notabitur" geben solle. - Und ich frage mich, warum man sich den ganzen Stress auferlegt!? Warum müssen bestimmte Termine eingehalten, warum bestimmte Prüfungen wie gehabt und bekannt so und nicht anders durchgeführt werden? WER gibt das vor????
    Die ganze Welt sitzt im selben Boot! In allen Ländern stellt ein Virus den Alltag auf den Kopf, überall sollen irgendwelche Prüfungen absolviert werden. - Warum darf es also nicht mal etwas anders laufen oder zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden???
    Wäre nicht ohnehin der ideale Zeitpunkt, sich gründlich mit unseren Bildungssystemen, unseren Lern- und Lehrmethoden und v.a. LernINHALTEN auseinander zu setzen und etwas zu verändern???
    Neulich wurde mein Neffe in Deutschland eingeschult. Auf dem Einschulungsfoto steht ein Kind mit Schultüte neben einer kleinen Holztafel, auf der mit Kreide "mein erster Schultag" steht. - Kommt euch das bekannt vor? Ich habe mich ja gefragt, ob ich das als Nostalgie oder Warnsignal deuten soll.

  2. #2
    TexTot ist gerade online Veteran

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    Ich muss sagen, ich war von den 3 Wochen online-Unterricht hier sehr positiv überrascht. Es wurden saemtliche Funktionen der online-Platform (Zoom) ausgenutzt, heisst die Kinder wurden in Gruppen aufgeteilt und in ihre virtuellen Gruppenraeume geschickt, es wurden zwichendurch kurze Videos gezeigt etc. Wo wir dann weniger angetan waren war der face 2 face Unterricht der dann folgte. War naemlich im prinziep das selbe nur ohne Zoom. Heisst, jedem Kind hat man ein Chromebook gegeben und da haben sie dann den ganzen Tag in der Schule davor gehockt. Ein Lehrer hat sogar per Zoom von zu Hause aus unterrichtet waerend die Kinder in der Schule sassen.
    Wir haben jetzt entschieden, dass Kind dann ab Oktober zu Hause bleiben darf und komplett virtuell unterrichtet wird. Wir duerfen alle 9 Wochen wechseln und es passt mir ganz gut da ich eh nicht weiss wie es im Winter laufen wird.
    Ansonsten wurden hier im Fruehjahr die staatlichen Tests alle abgesagt und tests die fuer College-Credit gelten wurden alle online abgehalten. Wie das ganze aber naechstes Fruehjahr laufen wird weiss man noch nicht.

    Insgesamt sehe ich schon das deutsche Bildungssystem als sehr veraltet und inflexibel. Die Digitalisierung in den Schulen hat man in den letzten 20 Jahren komplett verpennt und das raecht sich jetzt. Es gibt keine einheitlichen Platformen und kaum ein Lehrer weiss damit umzugehen. Was ich da zum Teil im Bekanntenkreis hoere ist erschreckend. Das mann fuer Grundschueler noch Arbeitblaetter ausdruckt und die dann wieder eingescannt and den Lehrer zuruekschickt sehe ich ja noch ein, aber in hoeheren Klassenstufen sollte das doch anders moeglich sein. Ja der vergleich mit der Schiefertafel ist sehr treffend.

  3. #3
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    Ich kann mich teilweise TexTot anschließen: Deutschland hat da echt gepennt. Vor kurzem las ich noch in der deutschen Presse, dass hier und da überlegt werde, Tablets für die Lehrer anzuschaffen. Ich wohne ja nun wirklich am A... der Welt, und bei uns hatte nicht nur jeder Lehrer lange vor Corona einen vom Bezirk gestellten Laptop. Die Schulen bringen den Schülern inzwischen Chromebooks nach Hause. Online Lernplattformen zu nutzen, war ab Middle School schon früher Standard.

    Natürlich hängt das Umsetzen von Fernunterricht hauptsächlich vom einzelnen Lehrer ab. An Unterstützung und Weiterbildungsmöglichkeiten fehlt‘s aber nicht. Wir haben halt auch ältere Kollegen, die nicht so gut mit der Technologie zurechtkommen und sich gleichzeitig auch innerlich dagegen wehren.

    Gerade für die Kleineren ist der Fernunterricht aber objektiv nicht ideal. Bei uns soll‘s nun ab Mitte Oktober zunächst für die Grundschule wieder mit Präsenzunterricht losgehen. Es wird auch höchste Zeit, denn bei uns sind die Zahlen wegen der niedrigen Bevölkerungsdichte ohnehin niedrig.

    Viele Eltern und Lehrer haben trotzdem Angst. Andererseits haben wir aber ultraliberale Gesetze, die schon zu normalen Zeiten niemanden zwangen, ein Kind in die Schule zu schicken.

    Ich bin sehr dafür, dass die, die in die Schule wollen, das auch wieder dürfen.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  4. #4
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    Das klingt kreativ, textot.
    Ich bin ja etwas enttäuscht, was die hiesige Umsetzung angeht. Immerhin rühmt sich Israel, ein Hightech-Land zu sein und klein ist es auch. Rein theoretisch dürfte es also kein Problem sein, vernünftig online zu arbeiten und alle technisch auszustatten.
    Wir hatten und haben aber zeitweise Ärger mit dem Internet, es "hängt" dauernd.
    Zoom wird für die Schule gar nicht genutzt. Meist nutzt nur eine Lehrerin die Kamerafunktion und ihre Schüler sieht sie eh nicht (manche haben gar keine Kamera im Laptop).

    Die Eltern von Grundschülern meutern. Nicht, weil online-Unterricht in dem Alter nun echt nur eine Notlösung ist, sondern weil sie wegen der Kinder zu Hause nicht zur Arbeit können.
    Ich habe hierzulande oft den Eindruck, dass Eltern die Schule v.a. als verlässlichen Babysitter sehen. Unterrichtsqualität und Schulleben interessieren sie nicht wirklich.

  5. #5
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    Ich denke halt, es wäre an der Zeit, das gesamte System zu überdenken, zu lockern und zu reformieren. - In diversen Ländern. Aber das wird wohl leider nicht passieren.

  6. #6
    choupette ist offline Veteran

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    In Frankreich hat man jetzt übrigens DIE Lösung *ironie* gefunden, dem online-Unterricht in Grundschulen möglichst lange zu entgehen...

    Nachdem hier reihenweise Schulklassen wegen vereinzelter Coronafälle nach Hause geschickt werden mussten, hat man nun beschlossen, eben die strengen Regeln aufzuweichen...

    Obwohl bei Kindern unter 11 Jahren keine Masken im Unterricht getragen werden, wird ab heute nur noch das direkt betroffenen infizierte Kind isoliert - die andern machen unbeschwert weiter Unterricht... Erst ab 3 Fällen pro Klasse werden dann doch wieder alle nach Hause geschickt.

    Dass das im Collège so läuft, kann ich ja durchaus nachvollziehen, aber diese Schüler müssen eben auch den ganzen Tag Maske tragen und die Ansteckungsgefahr ist dadurch eher gering.

    Davon abgesehen, sitzen die Schüiler in der Kantine zum Mittagessen dann natürlich doch wieder relativ dicht gedrängt zusammen - aber das ist vielleicht das Restrisiko, das man akzepieren muss, denn essen müssen die Kinder natürlich trotzdem.

    Ich habe echt das Gefühl, dass man die letzten Monate nicht sehr zielführend genutzt hat.
    Plötzlich scheinen alle wieder vom Aufleben des Virus überrascht zu werden und man wird sich -etwas sehr spät- bewusst, dass man im Grunde kaum auf die neue Krisensituation vorbereitet ist.

    In Frankreich wird nun in vielen stark betroffenen Städten eine Maskenplflicht im Freien eingeführt , ob das nun tatsächlich die Probleme lösen kann, sei dahin gestellt.
    Im Freien gibt es bislang ja eher wenig Übertragungen - das wirkt wohl in erste Linie symbolisch, damit die Leute die Sache wieder ernst nehmen und sich der Gefahr bewusst sind.
    Ausserdem werden nun Bars abends früher geschlossen und Grossveranstaltungen auf 1000 Personen beschränkt. Versammlungen im Freien sollen auf zehn Personen reduziert werden.

    Allerdings habe ich ein Interview gehört , in dem jemand darauf hinwies, dass die Leute sich dann eben vermehrt wieder im privaten Raum treffen werden und man dort die Hygienmassnahmen dann gar nicht mehr kontrollieren könne.
    Dass scheint hier In Frankreich eh ein Problem zu sein - man vermutet, dass viele Infektionen im privaten, familiären Kreis bzw unter Freunden erfolgen.
    Studentenparties finden hier übrigens inoffiziell weiterhin statt.

    Und dass man in Frankreich nun so massiv testet, wirft andere Probleme auf.
    Die Labos sind inzwischen massiv überfordert und können die Ergebnisse gar nicht mehr bewältigen, teilweise müssen die Leute eine Woche auf ihr Ergebnis warten...

    Jetzt wurden im Raum Paris und in anderen Städten schon spezielle Zentren eingerichtet, die für Leute mit einem Rezept fürs Testen reserviert sind. Dadurch sollen dringende Fälle wieder Priorität haben: Kontakpersonen und Erkrankte mit Symptomen.

  7. #7
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    Das ist ein interessantes Thema. Unsere Schüler haben Chrome-books und haben das ganze vorige Halbjahr geübt, was die digitalen Fähigkeiten angeht. Auch ohne Corona war das vorgesehen. Aber wir haben dann noch etwas extra geübt, haben jeden Schüler drauf vorbereitet, sich mit "google meet" anschliessen zu können. Kamera und Mikrofon haben die Chrome-books offensichtlich. Wir haben ja nur eine Handvoll Schüler, höchstens 12, im Moment nur 5, weil es eigentlich eine Therapie-Einrichtung mit Schule ist. Natürlich können wir uns mehr den Schülern widmen. Es ist auch sehr unterschiedlich. Manche sind sehr technisch, andere haben grosse Probleme damit. Wir hatten im Frühjahr überlegt, wie wir weitermachen können, falls es zu Schulschliessungen kommt. Inzwischen haben wir nur zwei ältere Lehrer zu Hause, die dann auf Distanz unterrichten. Meine andere Kollegin hat auch gestern von zu Hause unterrichtet, weil sie nicht ganz gesund war.

    Wir haben auch gemerkt, dass man da nicht automatisch eine interaktive Situation hat. Es gibt technische Lösungen, aber die muss man sich erst einmal erarbeiten. Und eigentlich sollten Lehrer inzwischen so weit sein, einige dieser anwenden zu können. Wir sollen ja eigentlich mit den Google-funktionen arbeiten, d.h. google classroom z.B. Aber da wir eine digitale Platform haben, also eine mit Material, statt Schulbüchern, brauchen wir eigentlich kaum etwas anderes. Diese Platformen müssen ja spezifisch für ein Land, eine Sprache sein, und sich vor allem auch nach dem Lehrplan richten. Auf jeden Fall haben wir da auch Kommunikationsmöglichkeiten mit den Schülern. D.h. wir können ihnen schreiben, welche Aufgaben sie machen sollen und auch einen Link dahin schicken. Und sie können sogar Aufsätze direkt dort schreiben und sie digital abgeben. Dann kann man als Lehrer das lesen, Kommentare schreiben, und auch schreiben, ob es ausreichend ist. Ich sehe da alles, was der Schüler gemacht hat - sogar wie viele Male er/sie getestet hat. Manche probieren einfach aus, aber das sieht man dann auch.

    Unsere Schüler schreiben dann auch in google drive und teilen mit uns, so das wir es lesen können. Und auch ein paar andere Funktionen, z.B. "presentation" (ähnlich wie power point) benutzen wir schon mal. Und halt google meet. Classroom kann man haben um für Planung und sonstige Infos, und neuerdings kann man von dort auch zur Platform linken mit der wir arbeiten. Dann haben wir noch ein Programm (school soft) wo wir hauptsächlich die Anwesenheit der Schüler registieren, und Zeugnisnoten. Dort kann man auch ganz Planungen haben, einzelne Unterrichtsstunden oder das ganze Halbjahr, oder auch Ergebnisse aufschreiben. Das Problem für uns ist gerade, dass wir so mindestens drei verschiedene Systeme haben und dass wir dann zeitweise alles dreifach produziert haben, was etwas unnötig ist.

  8. #8
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Ich habe hierzulande oft den Eindruck, dass Eltern die Schule v.a. als verlässlichen Babysitter sehen. Unterrichtsqualität und Schulleben interessieren sie nicht wirklich.
    Das ist hier auch so. So ein Rumgeeiere mit unterschiedlichen Anfangs- und Schlusszeiten, ausgefallenen Stunden etc. gab‘s hier aber auch noch nie. Die Zeiten sind jeden Tag gleich und planbar. Vor- und Nachbetreuung wird oft direkt in der Schule angeboten, oder die Betreuungseinrichtungen holen und bringen die Kinder.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  9. #9
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    wir machen grad ein semester online unterricht. Und es kotzt uns alle an. mathe (ihm wurde klasse 12, - pre-calc, reingedrueckt statt Klasse 11, alg 3, die nun zwischendurch fehlt, er ist 10. Klasse aber Mathe 10, alg 2, hatte er letztes Jahr) - somit unterrichtet der Gatte zusaetzlich. Ich helfe bei spanisch bzw erklaere da und lerne quasi nebenbei mit, mein letztes mal spanisch ist 15 Jahre her und war anfaengerniveau. Dann wurde ihm AP Bio und AP World History reingedrueckt. Bei beidem ist es richtig Scheisse, die Bio Lehrerin antwortet ewig nicht auf fragen, es gibt grosse probleme mit den geschichtstest (ist so multiple choice aber kein wissen abfragen, sondern immer ableitungen aus historischen texten wie den koran, bibel etc die auch genauso historisch geschrieben sind als text). dazu hiess es aus allen email, ja, schulanfang fuer online sei am 1. september. am 3. bekommen wir eine email, dass das kind knapp 20% beim progress hinterherhaengt. Wir das grosse fragezeichen. Auf rueckfrage kam nur: ach, sie wussten nicht, dass wir ihr kind in einem anderen programm haben? I'm so sorry. er sitzt somit also seit 3 wochen 10 h an sieben tagen vor diesem besch...enen laptop um die zeit aufzuholen und nebenbei haben wir dann erfahren, dass fuer geschichte ein veraltetes curriculum unterrichtet wird, von dem knapp 9000 jahre naechstes jahr nicht mehr relevant sind bei den pruefungen und man somit nun auch kein zusaetzliches lernmaterial findet, da in den buchlaeden nur die nach dem neuen curriculum verkauft werden. zu weihnachten bin ich alkoholiker ...

    achja, stoff ist lediglich zum online nachlesen, da gibts keine lehrer, die was ezaehlen als video. das ist so anders als zum ende des letzten schuljahres und nun eine riesen umstellung.

    ich seh das studium in deutschland grad floeten gehen, da die beiden ap kurse (die haben niveau eines ersten jahres an der uni/ am college - leider hat die Schule eine menge basics nicht vermittelt) den gpa in die tiefe reissen werden was nicht wieder gut zu machen ist.

    so, genug ausgelassen, mein blutdruck geht grd enorm hoch ...

  10. #10
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Corona und das Bildungssystem

    bei uns haben viele noch nicht mal internetanschluss durch die berge. das ginge nur via satellit und das koennen sich die meisten gar nicht leisten. die schule ist chronisch underfunded, somit muessen laptops etc privat angeschafft werden. ueber 30% der schueler haben freies schulessen, du siehst also wo das einkommen hier liegt. bei uns war es zur freien wahl ob online oder in die schule. kind hat sich fuer online entschieden. wie wir erfahren, wird in der schule auch sehr lax damit umgegangen, dass masken getragen werden muessen (ist vorgegebn schon per govenor). gerade vorgstern sind in der grundschule 2 faelle aufgetreten. die beiden kinder muessen zu hause bleiben, der rest der co-horts geht weiter zur schule.

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Ich kann mich teilweise TexTot anschließen: Deutschland hat da echt gepennt. Vor kurzem las ich noch in der deutschen Presse, dass hier und da überlegt werde, Tablets für die Lehrer anzuschaffen. Ich wohne ja nun wirklich am A... der Welt, und bei uns hatte nicht nur jeder Lehrer lange vor Corona einen vom Bezirk gestellten Laptop. Die Schulen bringen den Schülern inzwischen Chromebooks nach Hause. Online Lernplattformen zu nutzen, war ab Middle School schon früher Standard.

    Natürlich hängt das Umsetzen von Fernunterricht hauptsächlich vom einzelnen Lehrer ab. An Unterstützung und Weiterbildungsmöglichkeiten fehlt‘s aber nicht. Wir haben halt auch ältere Kollegen, die nicht so gut mit der Technologie zurechtkommen und sich gleichzeitig auch innerlich dagegen wehren.

    Gerade für die Kleineren ist der Fernunterricht aber objektiv nicht ideal. Bei uns soll‘s nun ab Mitte Oktober zunächst für die Grundschule wieder mit Präsenzunterricht losgehen. Es wird auch höchste Zeit, denn bei uns sind die Zahlen wegen der niedrigen Bevölkerungsdichte ohnehin niedrig.

    Viele Eltern und Lehrer haben trotzdem Angst. Andererseits haben wir aber ultraliberale Gesetze, die schon zu normalen Zeiten niemanden zwangen, ein Kind in die Schule zu schicken.

    Ich bin sehr dafür, dass die, die in die Schule wollen, das auch wieder dürfen.

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