Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Pannah ist offline Stranger

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    Unglücklich Zwar nicht ganz Ausland aber es kommt mir so vor...

    Huhu ihr alle!
    Ich hab kein passenderes Foren-Thema gefunden und deswegen frag ich jetzt Mal hier, falls ihr nen Tipp habt, wo es besser passt, nur her damit!:D

    Also wir träumen seit der Geburt von unserem ersten Sohn (2017) davon aufs Land zu ziehen und jetzt ist es wohl so weit:O bzw zum Glück erst im Sommer, denn jetzt hab ich auf einmal richtig Angst!
    Wir wohnen mit meinen Eltern in einem Haus und ich sehe, wie meine beiden Kinder und sie sich lieben! Und auch wie traurig meine Eltern sind und es bricht mir das 💓 :'(
    Es trennen uns dann knapp 400km, d.h. Mal eben rüberfahren wird nix, obwohl ich jetzt schon innerlich Pläne jeden Monat trotzdem den Weg auf mich zu nehmen, damit sie diese innige Bindung nicht verlieren.
    Ich weiß gar nicht so genau, was ich von euch hören möchte, denn das wir wegziehen werden, steht für mich fest. Auf der anderen Seite freue ich mich nämlich riesig und weiß, dass es für sie Kinder und mich perfekt sein wird ( und falls ich mich irre, steht mir ja nichts im Wege wieder wegzuziehen ), aber dass die Beziehung meiner Eltern mit den beiden darunter leidet macht mir halt Bauchschmerzen.
    Habt ihr Erfahrungen für mich? Sowohl von dauernd in die Heimat fahren, als auch davon, nicht so häufig zur Beziehungserhaltung zurück zu fahren? Und wie die Kinder das mit machen?

    Vielen Dank und einen wunderschönen Abend wünsche ich euch!:)

  2. #2
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Zwar nicht ganz Ausland aber es kommt mir so vor...

    Natürlich wird‘s Trennungsschmerz geben, aber Kinder gewöhnen sich an fast alles, weil sie sich gedanklich nicht so viel mit der Vergangenheit befassen. Hier im Forum sind einige - mich eingeschlossen -, deren Kinder die Großeltern ein oder zwei Mal im Jahr sehen; derzeit wegen Pandemie noch seltener.

    Für mich persönlich hat das Vor- und Nachteile. Im gleichen Haus mit meinen Eltern zu wohnen, wäre für mich nie in Frage gekommen. Andererseits konnte ich halt auch nie Opa und Oma schnell mal um Hilfe bitten.

    An deiner Stelle würde ich mir eher überlegen, ob dieses Landleben wirklich so „ideal“ für euch sein wird, wie du dir das jetzt vielleicht ausmalst. Wenn ich in meinen bisher 16 Jahren als Mutter was gelernt habe, dann, dass ich keineswegs weiß, was für mein Kind „ideal“ sein wird.

    Du sprichst von „wir“, aber es ist nicht klar, ob du nur dich und deine Kinder meinst oder ob da noch ein Erwachsener an Bord ist. Als Alleinerziehende würde ich nie im Leben mit Kindern in der Pampa leben wollen. Da wird jeder Einkauf und jede Erledigung zu einem logistischen Kraftakt.

    Und wie sehr seid ihr da „auf dem Land“? In einem einsam gelegenen Haus würde ich nicht mal größere Kinder mit gutem Gewissen alleine lassen. Und denen wird das auch sehr schnell langweilig, wenn du sie nicht ständig irgendwohin karren kannst - vor allem im Winter.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  3. #3
    falaffel ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Zwar nicht ganz Ausland aber es kommt mir so vor...

    Ich hatte beim Lesen ähnliche Gedanken wie du, Bilingualmom. Gibt es da einen Papa oder bist du allein, liebe TE? Wie alt sind deine Kinder?
    In einem muss ich Bilingualmon widersprechen: Kinder mögen sich an fast alles gewöhnen, ABER sie setzen sich mit der Vergangenheit durchaus auseinander. Und die TE wird ihre Eltern ja weiterhin besuchen. Es gibt die Trennung also immer wieder. Daran erinnere ich mich noch mit Grausen: Jedes Jahr das gleiche Theater, jedes Jahr der Streit mit dem Sohn. Es hat schlappe 18 Jahre gedauert, bis er die Sache etwas anders sah.
    Fraglich ist auch, wie lange die Kinder den "Landtraum" mitträumen und wann sie nach mehr Abwechslung verlangen. Und wann du die Nase voll hast, weil man für alles fahren muss.
    Ich will dir den Traum nicht madig machen, und jeder hat das Recht, seinen Lebensvorstellungen zu folgen und sie zu realisieren. Ich weiß nur nicht, wie deine Erfahrungen sind und wie gut das Ganze durchdacht ist.
    Ich bin selbst ein "Landkind", hatte als Jugendliche gründliche die Nase voll davon, bin aber doch wieder auf dem Dorf gelandet. - Aber recht zentral und mit vielem vorort. Stadt liegt mir auf Dauer nicht.
    - Und warum findet deine Selbstverwirklichung 400 km entfernt von deinen Eltern statt? Zufall, Job, Partner? Erzähl doch mal etwas mehr, damit wir die Sache besser verstehen!

    - Übrigens ist Großeltern und Verwandtschaft weit weg bei uns ein Übel, das sich aus unserer Lebenssituation ergibt. Toll findet es keiner, im Moment erst recht nicht. Dank Corona habe ich meine Eltern seit 1 1/2 Jahren nicht gesehen. Inzwischen nölt sogar mein Mann (der sonst bei Besuchen nicht immer dabei ist).