Hallo!
Ich bin ganz neu hier, 34 Jahre jung und stolze Mama einer 14jährigen Tochter und eines 18 Monate alten Sohnes. Mein Mann und ich sind seit 17 Jahren zusammen und grundsätzlich leben wir in einer glücklichen Partnerschaft, wäre da nicht dieses eine Thema, weshalb es immer wieder Streit gibt...
Ich fange einfach mal ganz von vorne an...
Wir sind, wie schon gesagt, seit 17 Jahren zusammen und vor 14 Jahren kam, nicht ganz so geplant, aber innig geliebt, unsere Tochter zur Welt. Wir sind erst in der Schwangerschaft zusammen gezogen und am Anfang war es oft schwierig, aber mit der Zeit haben wir uns gut eingespielt und alles lief super. Da ich erst danach eine Ausbildung gemacht habe und mich beruflich etablieren wollte, war ein 2. Kind lange kein Thema bei uns. Wir waren glücklich mit unserer kleinen Familie und mein Mann ist eher ein überzeugtes Einzelkind...
Doch nachdem wir uns einiges aufgebaut haben wurde die Stimme nach einem 2. Kind immer lauter, wenn anfangs auch nur bei mir. Wir führten viele Gespräche und irgendwann war auch mein Mann bereit für ein 2. Baby. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er es zu diesem Zeitpunkt wirklich wollte oder mir zuliebe zugestimmt hat, aber nach einigen Schicksalsschlägen und einer Fehlgeburt in der 15.SSW war auch er sich sicher, das ein 2. Kind die richtige Entscheidung ist. Genau 1 Jahr später hatten wir dann unser Äffchen das erste Mal im Arm und ich war mir schnell sicher, dass es das noch nicht gewesen ist.
Ich habe meinem Mann von Anfang an gesagt, dass ich für den kleinen gerne ein Geschwisterchen hätte, wo der Altersunterschied nicht so groß ist, wie bei unserer großen. Versteht mich bitte nicht falsch, sie ist die beste große Schwester, die man sich wünschen kann, aber 13 Jahre Altersunterschied machen in einer Geschwisterbeziehung viel aus. Beide haben niemanden mit den gleichen Interessen oder ähnlichen Problemen mit den Eltern, über die man sich gemeinsam ärgern kann. Die große ist gerade mitten in der Pubertät und der kleine steht noch ganz am Anfang...
Die Große meinte letztens zu mir, dass ein Geschwisterkind in ihrem Alter das einzige ist, was ihr in ihrer Kindheit gefehlt hat bzw. immer noch fehlt, völlig unabhängig davon, wie viel wir mit ihr unternommen haben und wie viele Freundinnen sie hat.
Ich selbst habe 3 Geschwister und mich nicht immer gut mit ihnen verstanden und dennoch weiß ich genau, was sie meint, man hat einfach immer einen "Verbündeten"!
Mein Mann möchte aber auf gar keinen Fall noch ein Baby, er sagt, dass 2 doch reichen und alles gut so ist, wie es ist.
Ich soll dankbar sein, dass beide gesund sind und wir jetzt den Lebensstandart haben, den wir haben. Er meint, dass ein 3. Kind finanzielle Einbußen bedeutet und wir uns vieles nicht mehr leisten könnten, außerdem wird es dann räumlich auch zu eng.
Ich kann ja verstehen, dass er Bedenken hat, auch wenn ich diese nicht unbedingt teile, denn wir haben beide gute Jobs, wohnen in einem Haus mit 150qm und können jeden Monat eine größere Summe zur Seite packen, so dass auch der Engpass einer erneuten Elternzeit gut zu überstehen wäre.
Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, denn ich liebe meinen Mann und unsere Familie und möchte sie auf keinen Fall gefährden, aber der Wunsch nach einem 3. Baby wird nicht schwächer und hat mir schon viele verheulte Nächte beschert.
Vielleicht war jemand von euch in einer ähnlichen Situation und hat Tipps, wie man das Problem lösen kann, denn einen Kompromiss gibt es da wohl kaum...