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  1. #21
    malwine123 ist offline Stranger
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    Standard Re: Erneute stille Geburt

    Habe dir eine PN geschrieben.

  2. #22
    Ludi81 ist offline Stranger
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    Standard Re: Erneute stille Geburt

    Hallo Sarah,
    das muss sehr schlimm sein 6 Fehlgeburten zu erleiden. Mir wurde schon der Boden unter den Füßen weggezogen bei 2 stillen Geburten. Wir haben unsere Chromosomen untersuchen lassen, war aber alles ohne Befund. Spermiogramm haben wir nicht gemacht, da ich ja schwanger werde. WIr versuchen es jetzt seit 1 Jahr wieder, aber es hat noch nicht wieder geklappt. Ich vermute mein Körper brauchte mal eine Auszeit.
    Habt Ihr schon ein gesundes Kind oder seid Ihr wie wir noch kinderlos? Wie alt bist Du?
    Liebe Grüße
    Kerstin

  3. #23
    jasmin23 ist offline Stranger
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    Standard Re: Erneute stille Geburt

    Liebe Ludi,
    vielen Dank für deine ehrlichen Worte, es tut mir so unendlich leid was ihr erleiden musstet!
    Wie geht es dir im Moment, kurz vor Weihnachten? Ich hoffe das es ganz ganz schnell klappt, das auch ihr ein kleines Wunder in den Arm nehmen dürft. Aber du hast Recht, dein Körper brauchte vielleicht mal eine Auszeit und er wird bereit sein, wenn er bereit ist.
    Ich würde dir gerne auch meine Geschichte erzählen, auch wenn das nicht so einfach ist. Vielleicht können wir uns ja noch etwas austauschen, das würde mich sehr freuen!

    Wir haben bereits einen tollen Sohn, er ist 16 Monate alt und sollte Ende Mai nächsten Jahres ein großer Bruder werden. Leider kam am vergangenen Mittwoch alles anders… Ich hatte gegen Abend minimale Blutungen und habe direkt meine Hebamme kontaktiert. Ich konnte auch direkt zu ihr kommen und sie hat versucht den Herzschlag abzuhören, leider ohne Erfolg. Sie hat mir daher geraten ins Krankenhaus zu fahren um dort per Ultraschall zu prüfen was mit unserem Kind ist. Bereits auf dem Weg zum Krankenhaus war mir klar das es keine guten Nachrichten sein werden, die uns im Krankenhaus erwarten. Dort angekommen mussten wir leider 2 1/2 Stunden warten, da im Kreißsaal so viel los war. In der Situation ist man natürlich von der Leistung des Personals nicht gerade begeistert, wir können aber nachvollziehen das Frauen die gerade ein Kind zur Welt bringen absolute Priorität haben!
    Während des Wartens wurden die Blutungen immer schlimmer und als dann auch noch richtige Blutklumpen hinzukamen, war jede Hoffnung dahin.
    Bei der Untersuchung sagte mir die sehr liebe Ärztin, dass sie leider keinen Herzschlag erkennen könne und wir daher operieren müssten. Zuerst ein Schock, aber da mein Kopf wusste das dies die einzig richtige Option ist, annehmbar. Ich wurde dann auf die Operation vorbereitet und es sollte direkt zur Ausschabung gehen, da ich bereits viel Blut verloren hatte. Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Oberarzt hatten sie sich aber doch aufgrund der SSW 16 für eine Ausstoßung des Kindes entschieden. Ich hatte also eine stille Geburt vor mir, aber auch hier wusste ich dass diese Entscheidung für meinen Körper besser war. Ich ging noch zwei Mal zur Toilette und sollte dann an den Wehentropf angeschlossen werden. Es ging in ein anderes Zimmer und mein Mann und ich konnten uns auf den Abschied vorbereiten.
    Ich hatte keine Schmerzen, bis irgendwann die Plazenta ausgestoßen wurde, leider fehlte unser Baby. Nach einer erneuten Stunde des Wartens und einem Ultraschall war klar, ich hatte mein Kind in der Toilette verloren. Bis heute weiß ich nicht wie ich mir diesem Gedanken umgehen soll…
    Es ging dann direkt in den OP um die Ausschabung vorzunehmen. Mittlerweile war es schon früher Morgen und ich konnte mich noch kurz auf der Station erholen, bevor der Krankenhausalltag wieder weiterging. Gegen Mittag haben mich dann meine zwei Männer wieder abgeholt und als ich meinen kleinen Schatz in die Arme schließen konnte, war ich unendlich dankbar!
    Wieder zu Hause kann ich der Trauer um unser verlorenes Kind endlich Raum geben, es wird aber sicher einige Zeit dauern bis man wieder im normalen Leben angekommen ist. Ich hatte bereits 2013 eine Eileiterschwangerschaft, bei der eine Not-OP durchgeführt werden musste. Damals wusste ich nichts von der Schwangerschaft und ich war froh noch am Leben zu sein, jetzt ist es eine andere Situation. Wir haben uns auf unser zweites Kind gefreut und müssen nun diesen Verlust verarbeiten.
    Ich weiß das ich mit der Trauer in einigen Zeit besser umgehen kann und auch einen erneuten Schwangerschaft nichts im Wege steht. Und ich weiß auch, dass die Schwangerschaft nicht ohne Grund abgebrochen wurde. Irgendetwas stimmte nicht mit unserem Baby. Leider kann es nicht mehr untersucht werden, aber vermutlich gibt es in den wenigstens Fällen eine Erklärung. Trotz allem tut es unendlich weh und meinem Körper fehlt ein Stück!

    Ich drücke euch alle ganz fest und wünsche euch viel Kraft. Unsere Schmetterlingskinder passen auf uns auf und ihre Seelen werden uns nie verlassen!
    Viele Grüße Jasmin

  4. #24
    Ludi81 ist offline Stranger
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    Standard Re: Erneute stille Geburt

    Hallo Jasmin,

    in Gedanken bin ich bei Deinem kleinen Kind und ich bin mir sicher, auch Dein Kind hat im Sternenhimmel ein neues Zuhause und ist immer bei Dir. Es ist immer so traurig zu lesen, wie wieviele ein Schicksalsschlag erleben müssen. Traurig, dass die Schwestern im Krankenhaus nicht reagiert haben und Du auf die normale Toilette gehen konntest. Bei beiden Geburten war es bei mir so, dass ich sobald die Blutungen anfingen, nur noch auf einen Toilettenwagen durfte, falls ich das Kind währenddessen zur Welt bringen würde.
    Wie geht es Dir jetzt? Konntest Du etwas Halt bei Familie und Freunden finden? Hast Du eine Hebamme, die sich um Dich kümmert?

    Im Moment geht es mir ganz gut. Ich war einige Male bei einem Traumatherapeuten, der hat mir geholfen loszulassen und meine Kinder gehen zu lassen. Ich war anscheinend immer noch schwanger und hatte keinen Platz gemacht für neues Leben. Auch mein Körper war immer noch nicht mit sich selbst im Reinen, aber ich merke so langsam es wird besser und hoffe, in den nächsten Monaten wieder schwanger zu werden.

    Wir versuchen es jetzt seit etwas über einem Jahr wieder und es ist schwer, weiterhin positiv zu denken und zu glauben, es klappt noch einmal.

    Dieses JAhr werden wir Weihnachten feiern, aber in die Kirche gehe ich nicht. Das würde ich nicht aushalten, die ganzen glücklichen Familien zu sehen. Letztes Jahr sind wir über Weihnachten weggefahren, das hatte uns sehr gut getan. Einfach raus aus allem und Zeit für uns haben.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Tage gut überstehst und Dein Umfeld Deine Trauer verstehen kann.

    Liebe Grüße
    Ludi81

  5. #25
    Jule090316 ist offline Stranger
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    Standard Re: Erneute stille Geburt

    Liebe Ludi,
    liebe anderen Sternenkinder-Mamas, die ihr hier gepostet habt.

    Es tut mir schrecklich leid, was ihr durchmachen musstet!
    Leider habe auch ich dieses Forum gefunden, weil ich betroffen bin. Ich habe vergangenen Mittwoch meine kleine Tochter in der 25. SSW wegen Triploidie still auf die Welt gebracht. Es traf uns mehr oder weniger aus heiterem Himmel.

    Ich hatte zwar seit Beginn der Schwangerschaft immer ein komisches Gefühl und habe mich sehr viel damit auseinandergesetzt, dass ein Kind plötzlich im Mutterleib versterben kann. Auch weit über die 12. Woche hinaus. Ich wusste nicht, woher diese Unruhe kommt. Das kannte ich so aus meiner ersten Schwangerschaft nicht. Als ich endlich langsam anfing nicht mehr darüber nachzudenken, dass ich das Kind verlieren könnte und es auch allen entferntesten Bekannten erzählt habe (man konnte es mir nocht nicht so richtig ansehen - auch das hat mich sehr stutzig gemacht), traf uns die Diagnose beim zweiten großen Ultraschall (und allen Folgeuntersuchungen) wie ein Schlag. Bis dahin war immer alles in Ordnung.

    Jetzt weiß ich überhaupt nicht, wie es weiter gehen soll. Ich fühle mich völlig verloren. Wie habt ihr es geschafft mit der Tragödie umzugehen? Habt ihr es überhaupt geschafft? Teilweise ist es ja nocht gar nicht so lange her? Und vor allem gleich zweimal, liebe Ludi, dieses Trauma zu verarbeiten, ist doch eine schier unmögliche Aufgabe.

    Ich bin sehr dankbar über den heraufkommenden Frühling und die Sonnenstrahlen, die ein wenig Leben verbreiten.
    Ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen könnten. Wie es euch jetzt geht, was euch aufheitert und was nicht. Wie ihr nach vorne schaut.

    Seid alle herzlichst gegrüßt
    Jule090316

  6. #26
    JS84 ist offline Stranger
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    Standard Re: Erneute stille Geburt

    Hallo, ich bin durch googeln hierauf gestoßen. Auch wir haben zweimal die Diagnose Triploidie bekommen. Im Januar 2017 und im August 2017. Im Januar hatte ich ein sogenanntes Windei, also eine Fruchthülle ohne Inhalt. In der 10. Woche erfolgte die Ausschabung und die anschließende Diagnose. 3 Monate später war ich wieder schwanger. Die Schwangerschaft war durch Blutungen und schlechte Blutwerte des Ersttrimesterscreenings schwierig. Bei einer Fruchtwasseruntersuchung bekamen wir die erneute Diagnose Triploidie. Unser Sohn würde in der 23 ssw still geboren. Auch uns würde gesagt, dass es kein wiederholungsrisiko gibt. Langsam zweifle ich daran. Wir haben allerdings auch eine gesunde Tochter, die mir Mut gibt.
    Auch wenn hier länger nichts geschrieben wurde, hoffe ich auf eine Antwort.
    Jenny

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