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  1. #1
    GalateaBine ist offline Stranger
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    Standard 39 Jahre alt, 2 FG, Ängste und was nun

    Hallo,

    ich habe versucht im Titel alles unterzubringen, was mich beschäftigt.

    Ich bin derzeit nach meiner 2. FG krank geschrieben. Vor ein paar Wochen hatte ich mich noch so gefreut, dass ich wieder schwanger bin, aber es war auf dem US leider nur eine Fruchthöhle zu sehen. In der 6. SSW hieß es noch, dass das normal ist, aber ich hatte schon kein gutes Gefühl, habe dieses aber auf die 1. FG geschoben. Bei der nächsten Untersuchung in der 9. SSW war immer noch nichts zu sehen und ich bekam einen Tag davor schon leichte Blutungen.
    Jetzt habe ich 4 Wochen gewartet und die Fruchthöhle selber ausgetragen. Die Zeit bis dahin war nicht leicht, aber ich wollte nicht zur Ausschabung, da ich mir sicher war, dass es zum einen für meinen Körper besser ist und zum anderen für meine Seele. Das habe ich bei der 1. FG auch so gemacht, leider ging damals nicht alles ab und ich musste doch noch zur Ausschabung. Dieses Mal war wenigstens dahingehend alles gut.

    Aber war hilft das alles, wenn man sich danach so leer fühlt und manchmal das Gefühl hat nicht mehr atmen zu können?

    Derzeit quäle ich mich neben der Trauer und dem Gefühl vom Leben mal wieder verar...t worden zu sein mit starken Verlustängsten herum. Mein Partner musste heute leider für eine Woche wegfahren und seit diesem Moment falle ich nur noch in ein tiefes Loch. Ich habe Angst das ihm etwas passiert, das ich ihn auch noch verliere. Ich versuche die Leere mit Essen zu kompensieren, was wahrscheinlich für den Wunsch einer erneuten Schwangerschaft auch nicht gut ist.

    Ich bin jetzt 39, hatte die 1. FG mit 38 und das Herzchen ist in der 9. SSW stehen geblieben. Ich habe das Gefühl mir rennt die Zeit davon.

    Kennt Ihr auch diese ganzen Ängste, die Wut und die Verzweiflung? Was hilft dagegen? Ich möchte ein Kind, aber das rauf und runter der Gefühle ist bald zuviel für mich.

    Ich bin für jeden Tipp/Hinweis dankbar, der mich aus der Verzweiflung bringt oder mich wenigstens etwas beruhigt.

    Liebe Grüße
    GalateaBine

  2. #2
    Romy784 ist offline enthusiast
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    Standard Re: 39 Jahre alt, 2 FG, Ängste und was nun

    Liebe GalateaBine,

    ich kann total gut nachempfinden, wie du dich gerade fühlst.
    Auch ich habe drei FG's hinter mir und etliche Probleme in den Schwangerschaften gehabt.
    Ich weiss mittlerweile, dass die seelischen Schmerzen die Schlimmsten sind und man in ein sehr tiefes Loch fallen kann....
    Hast du dich schon einmal richtig durch checken lassen?
    Folgendes hab ich nach den FG s getan:
    Gebährmutter Spiegelung, Spermien meines Mannes getestet, ganz wichtig schauen ob eine Blutgerinnungsstörung vorliegt, auch wichtig ist das Gelbkörperhormon zu checken.
    Es hat sich dann herausgestellt, dass ich eine Gelbkörperhormonschwäche habe und das für viele FG s verantwortlich ist, hierzu bekam ich dann Utrogest verschrieben, ausserdem hab ich eine Gerinnungsstörung und musste täglich spritzen.
    Nachdem alles eingestellt war, konnte ich meine Tochter austragen.
    :-)
    Hatte zwar massive andere Probleme,
    die hatten dann aber nichts mehr damit zu tun.

    Wichtig ist, und ich weiss das ist schwer, die Hoffnung nicht zu verlieren.

    Wenn alle Risiken ausgeschlossen sind, schau mal in einer Kinderwunschpraxis vorbei.
    Nach zwei Versuchen hatte es bei mir geklappt:-)

    Kannst dich gerne melden, wenn du Redebedarf hast.

    Liebe Grüße
    Romy

  3. #3
    Lola2003 ist offline Stranger
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    Standard Re: 39 Jahre alt, 2 FG, Ängste und was nun

    Hallo GalateaBine ,

    es tut mir sehr leid, was du durchmachen musstest. Ich kann es nachfühlen.
    Ich bin 40 Jahre alt, werde im November 41.

    Letzten Dezember hatte ich eine MA in der 6. Woche. Habe zwei Wochen probiert, dass es allein abgeht. Das passierte nicht, war dann mit den Nerven so am Ende, dass ich happy über die Ausschabung war. Obwohl mir geraten wurde, mindestens 3 Zyklen abzuwarten, bin ich im Januar nach einem Zyklus wieder schwanger geworden. Hatte dann wieder eine MA in der 7. Woche mit sofortiger Ausschabung.
    Diesmal wollte ich mir den Rat zu Herzen nehmen, drei Monate zu warten. Dies ist sehr schwer für Frauen in unserem Alter, weil wir immer denken, uns läuft die Zeit davon.
    Wollte die Zeit aber sinnvoll nutzen und habe mich mit Akupunktur und TCM behandeln lassen. Das ist zwar recht teuer, aber auch wirklich vielversprechend, wenn man Fehlgeburten hat. Die Ärztin, die auch eine Allgemeinmedizinerin ist, hat mich dann auch sofort an die Kinderwunschklinik überwiesen, um sämtliche Tests durchführen zu lassen (Schilddrüse, Gerinnungsstörung, Gebärmutterspiegelung, Immunologen). Die Tests waren alle unauffällig. Sie meinte, dass Fehlgeburten in unserem Alter sehr oft vorkommen, da meistens Chromosomenschäden vorliegen würden. Und sie meinte auch, dass jede Fehlgeburt den Körper schwächt und dass eine weitere Fehlgeburt unbedingt verhindert werden müsse, indem man dem Körper Zeit zur Regeneration gibt und die TCM-Medikamente wirken lässt. Da ein Ei drei Monate zur Reifung braucht, bräuchte man drei Monate, um Einfluss darauf zu nehmen. Auch seelisch konnte sie mir richtig gut helfen. Nicht nur, dass die TCM und die Akupunktur meinen Zyklus von 33 auf 28 Tage verkürzt hat, ich wurde auch sehr viel ausgeglichener und konnte die Trauer besser verarbeiten. Dazu muss ich sagen, dass ich letztes Jahr im März eine Totgeburt in der 33. Woche hatte und bei mir großer Bedarf war, was Trauer anging.
    Ich bin dann im 4. Zyklus nach der Ausschabung wieder schwanger geworden und nun in der 10. SSW. Die erste Ultraschalluntersuchung war okay, Herzschlag da und auch zeitgerechte Entwicklung. Ich weiß, dass noch einiges passieren kann, aber ich möchte dir auf jeden Fall mit auf den Weg geben, dass du die Hoffnung auf gar keinen Fall aufgeben sollst und du auch weiter kämpfen sollst für den Kinderwunsch. Es ist nicht so einfach, wenn man schon aufgrund des Alters soviel Gegenwind bekommt (Ärzte, Freunde, Familie). Es ist auch in unserem Alter alles möglich, nur ist der Berg, der vor uns liegt, ein höherer und die Hürden sind größer. Sieh zu, dass du an den Ängsten arbeitest. Das hilft dir dann auch mit deinen Verlustängsten, was deinen Partner angeht. Eine Therapie ist auch hilfreich (mache ich seit der Totgeburt). Ich drücke dir ganz fest die Daumen!
    LG

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