Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    GrüneErbsen ist offline Stranger
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    Standard droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Liebes Forum,

    Ich schreibe hier, weil ich mir euren Rat erhoffe.
    Ich hatte jahrelang unerkannt endometriose. Diese ist entfernt worden, alles wieder durchgängig. Jetzt bin ich direkt nach der OP schwanger geworden und konnte mein Glück kaum fassen nach all den Jahren Hoffen Monat für Monat.
    Bin jetzt 6+2 und war vor zwei Tagen wieder zur Untersuchung bei der FÄ.
    Sie meinte es deutet alles auf eine nicht intakte ss hin. Seit der letzten Untersuchung vor einer Woche ist es kaum größer geworden. Sie meinte, sie hätte sich mehr erhofft zu sehen...mir wurde nochmal blut abgenommen.der hcg wert ist von 2700 auf 5000 gestiegen innerhalb von vier Tagen.
    Sie meinte ich solle mich schon mal drauf einstellen, dass es die nächste Zeit abgeht. Der Körper würde das selbst regeln.
    Ich bin seither in einem Gefühlschaos. Ich heule unkontrolliert und weiss nicht, was ich denken soll...will mich nicht von dem kleinen Krümel unter meinem Herzen verabschieden müssen.
    Kann mir jemand ne Richtung, ne Linie geben? Erfahrungen etc.?
    Die Ärztin sagte zwar bei starken schmerzen ins Krankenhaus jetzt über Wochenende...aber ausser den leichten schmierblutungen ( altes braunes blut), die ich seit ner Woche habe, hab ich nichts. Ich hänge in einer Grauzone und weiss gar nicht so recht, ob ich den krümel, der 3mm gross ist jetzt verliere...ob ich ihn wirklich aufgeben soll...
    Das ist eine gefühlsmässige Achterbahn.

    Hat jemand Erfahrung, kann das jemand einschätzen?

    Ich danke euch fürs Lesen und hoffe auf eure Antworten.

  2. #2
    KathyAmy ist offline Stranger
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    12

    Standard Re: droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Halli hallo...

    Tut mir leid, dass du in dieser Situation steckst, das ist wirklich total blöd, nicht zu wissen, wie es weiter geht.

    Ich hatte 2015 im Oktober eine Fehlgeburt und am 07.07. dieses Jahr auch wieder.

    Ich schreibe Dir mal, wie es bei mir so war.

    Beim ersten mal bekam ich in der 6 SSW leichte Blutungen, HCG war auch nicht okay, also wurde mir gesagt, ich solle, wenn es schlimmer wird, wieder kommen. Ich hatte die Praxis noch gar nicht ganz verlassen, da bekam ich mensartige Blutungen.

    Ich bin aber nicht wieder zum Arzt gefahren, weil ich mir eine Ausschabung auf dem Präsentierteller ersparen wollte. Also bin ich nach Hause gefahren, hatte leichte wehenartige Schmerzen (den Rest des Tages und die Nacht) und natürlich auch Gewebeabgänge. Das war Montags. Donnerstags hatte ich eh wieder einen Vorsorgetermin, da habe ich meiner Ärztin gesagt, dass sich das am Montag von selbst erledigt hat. Und so war es auch. Hätte ich das Gefühl gehabt, dass ich das nicht wuppen kann, oder meine, dass das zu viel Blut ist, was ich da verliere, wäre ich los gefahren, aber das war nicht der Fall.

    Beim 2. mal jetzt im Juli war es das gleiche. Da allerdings auch wieder Blutungen und meine FÄ wollte mir am Donnerstag für Freitags einen Termin zu Ausschabung vereinbaren, was auch passierte. Diesen Termin habe ich Freitags morgens abgesagt, denn auch diesmal wollte ich keine Ausschabung. Die Blutung ging dann nachmittags so richtig los, ohne wehenartige Schmerzen und war auch okay. Ich war abends sogar auf dem Firmenjubiläum meiner Firma.

    Ich habe schon 2 gesunde Kinder und habe die weitere Babyplanung in meinem biblischen Alter (42) von Anfang an sehr nüchtern und natürlich gesehen. Entweder es klappt, oder es klappt nicht. Mutter Natur regelt so etwas schon und was nicht okay ist, muss leider aussortiert werden.

    Mein Vorteil ist einfach, dass ich das so sehen konnte (was ich mir für eine Frau, die noch keine Kinder hat, einfach nur schrecklich vorstelle).

    Dein Frauenarzt hat recht, WENN es denn so sein sollte, kann Dein Körper das sehr gut alleine regeln und wenn du das Gefühl haben solltest, dass Dir das zu viel wird, kannst Du immer noch losfahren. Ich persönlich fand mein Zuhause in dem Moment für mich "am besten".

    Und vielleicht kannst du es ja auch ein Stück weit sehen, wie ich. Das erleichtert einiges, bevor man sich zermürbt.

    Ich wünsche Dir das allerbeste und wenn Du irgend welche Fragen hast, schreib mich gerne an.

    Fühl dich gedrückt

    LG

  3. #3
    GrüneErbsen ist offline Stranger
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    6

    Standard Re: droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Hey !
    Ich danke dir sehr für deine Antwort. Im Moment steh ich buchstäblich voll im Regen.
    Eine sau blöde Situation. Vor ner Woche bin ich wie auf Wolken geschwebt und jetzt ganz tief runter gedonnert.

    Ich habe nach wie vor diese leichten Schmierblutungen, keinerlei Beschwerden und das Blut ist dunkelbraun..
    Keine Ahnung was los ist.
    Eine Ausschabung möchte ich nach Möglichkeit genau wie du vermeiden. Da bin ich ganz bei dir. Habe jetzt schon so einiges in der Richtung gelesen und frage mich, in welchen Fällen man sich für sowas entscheidet und ob es für mich notwendig wird, wenn mein Körper das nun doch nicht selber regeln sollte. Noch lässt die von der Frauenärztin angekündigte Regel ähnliche blutung auf sich warten.
    Was kann mir passieren? Ich fühle mich irgendwie allein gelassen und hilflos...
    Und ja- für eine Frau wie mich mit fast 35 ohne Kinder ist es die Hölle auf Erden gerade.
    Ich fange immer wieder an zu heulen...nichts kann mich wirklich ablenken...keinem kann ich es mitteilen...habe Bedenken, dass es auch meine Ehe belastet...mein Mann sieht es mitlerweile viel rationeller. Kein Wunder, dieses kleine Wunder der Natur hat ja wochenlang unter meinem Herzen gelegen, nicht unter seinem.

    Ich bin dankbar hier Verständnis zu finden .
    Danke

  4. #4
    LathyMe ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Hallo,
    mir tut es total leid, was du momentan durchmachst! Leider musste ich die Erfahrung einer Fehlgeburt im Sommer machen. Es war schrecklich für mich und ist es noch. Da du in einem Forum zu diesem Thema schreibst wirst du wahrscheinlich auch eher von Erfahrungen dieser Art lesen. Die, bei denen es gut ausgegangen ist, werden sich nicht hier rumtreiben Daher sei nicht zu verunsichert (naja, nicht mehr als du natürlich schon bist), wenn dir hier von Fehlgeburten berichtet wird. Es kann natürlich passieren, aber noch ist nichts verloren. Wieviel ist es denn gewachsen? 3 mm sind, glaube ich, bei 6+0 noch vollkommen im Rahmen. Schau mal hier gibt es eine Tabelle Frauenarzt Dr. Bluni, Ennepetal - Scheitel-Steiss Da steht die durchschnittliche Größe für den entsprechenden Zeitpunkt in der SS drin und auch ein ziemlich großer Spielraum.
    Dass dir im Moment zum Heulen ist, kann ich vollkommen verstehen. Zu dem ganzen seelischen Auf und Ab kommt ja auch noch, dass du komplett unter "Hormoneinfluss" stehst. Der sorgt ohnehin dafür, dass man nah am Wasser gebaut ist.
    Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass alles gut ausgeht und ich drücke dich
    Liebe Grüße
    Lathy

  5. #5
    GrüneErbsen ist offline Stranger
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    Standard Re: droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Liebe Lathy!
    Du hast Recht, in diesem Forum schreiben logischerweise eher die, die's schon durchgemacht haben.
    So naheliegend das auch ist, so hab ich's noch nicht gesehen.
    Die FÄ meinte, sie hätte sich halt mehr erhofft zu sehen, weil es kaum gewachsen ist...eigentlich sah s genauso aus , wie eine Woche zuvor.
    Und der hcg ist auch nicht so rasant gestiegen.

    Ich danke dir für die aufbauenden Worte.
    Das ist jetzt echt ne schwierige Zeit und nächste Woche wollen wir in urlaub fahren, alles schon geplant und gebucht...zum Glück nicht allzu weit weg...

  6. #6
    GrüneErbsen ist offline Stranger
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    Standard Re: droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Ich möchte euch erzählen, wie s bei mir ausgegangen ist...
    Meine Fä hat eine Eileiterschwangerschaft quasi ausgeschlossen, keine Einwände gehabt, dass ich die Woche drauf in den Urlaub fahren würde.
    Im Urlaub bekam ich mega krämpfe, der kreislauf sackte ab, konnte mich nicht mal mehr bewegen. Ich war immer noch in dem Glauben es sei ein natürlicher Abgang.
    Bin dann mit letzter Kraft ins Krankenhaus.
    Die untersuchende Ärztin war ziemlich entrüstet...es war eine Eileiterschwangerschaft. So in der Form hätte sie das selten gesehen...es war zur mitlerweile 8. Woche komplett entwickelt und das Herz schlug. Dieses Bild werde ich nie aus meinem Kopf bekommen. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch. Als nächstes wurde die sofortige Not op eingeleitet...für mich war das ganze hochgradig lebensgefährlich!
    Der Eileiter war schon eingerissen und man hat ihn mir samt Frucht entnommen.
    Das war die Hölle auf Erden!

    Bitte passt auf euch auf. Geht lieber einmal mehr, als zu wenig. Ich war eine Woche vor der Not op noch bei der FÄ...sie hat es nicht gesehen.

  7. #7
    LathyMe ist offline journey (wo)man
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    93

    Standard Re: droht mir wirklich eine Fehlgeburt?

    Liebe Grüneerbsen,
    das tut mir so wahnsinnig leid, dass dir das passieren musste! Fühl dich ganz fest gedrückt Eine Fehlgeburt ist ein schlimmes Erlebnis. Eine Eileiterschwangerschaft habe ich zum Glück nicht erlebt, aber es muss sehr schlimm sein. So wie du es erlebt hast, ist es sicher noch schwerer zu ertragen. Nimm dir die Zeit, die du zum Trauern und Verarbeiten brauchst. Tue das, was dir gut tut. Nimm dich mit deinen Bedürfnissen so wie du bist. Was auch immer du fühlst, ist richtig. Was auch immer du denkst, ist richtig. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du alles gut überstehst und du bald ein gesundes Baby im Arm halten kannst!
    Alles Liebe

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