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  1. #1
    JaWe86 ist offline Stranger
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    1

    Standard Blutungen in der Schwangerschaft - Triploidie

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und dieser Beitrag wird wahrscheinlich mein erster und einziger Beitrag bleiben.
    Ich möchte nur unsere Geschichte im „Internet“ niederschreiben um ggf. anderen betroffenen Eltern oder Ärzten zu helfen. Wir wären damals froh gewesen, uns hätte jemand den Denkanstoß gegeben...

    In einem Pausenzyklus zwischen zwei Inseminationen wurde ich spontan schwanger. Entgegen der Aussagen der Ärzte im Kinderwunschzentrum entstand unser „Sechser im Lotto“ auf natürlichem Weg.
    Meine damalige Frauenärztin führte alle 4 Wochen mit ihrem etwas in die Jahre gekommenen Ultraschallgerät die Vorsorgeuntersuchungen durch. Nach der Untersuchung in der 12. SSW sprachen wir sie auf weitere Vorsorgeuntersuchungen wie z.B. den Harmonytest an. Sie würde uns nicht dazu raten, da alles nach einer gesunden Schwangerschaft aussehen würde und sie sich eben auch die Nackenfalte kurz angeschaut hätte. Sie wäre unauffällig gewesen.
    In der 14. SSW bekam ich leichte Schmierblutungen. Auch dort sagte sie, dass damit jede 4. Frau zu kämpfen hätte.
    Von da an lag ich insgesamt 5 Wochen im nahe gelegenen Krankenhaus. Die Blutungen wurden immer wieder extrem stark. Auch Koagel gingen immer wieder ab. Dort wurde uns gesagt, dass die Plazenta tief sitzen würde und diese sich wahrscheinlich im Laufe der Schwangerschaft nach oben verwächst. Die Blutungen beruhigten sich auch immer wieder, kamen aber auch sehr heftig wieder zurück.
    Die Ärzte könnten in dieser frühen Schwangerschaft leider nichts tun und gaben mir Magnesium zum Entspannen der Gebärmutter, Progestan um eine Fehlgeburt zu verhindern und Bryophyllum um Wehen zu verhindern.
    In der 20. SSW wurde nach mehrmaligem Bitten endlich ein Screening von einem älteren DEGUM-Stufe 2 ausgebildeten Arzt gemacht. Er schalte unseren Sohn 2 Stunden und diagnostizierte das er zu klein wäre. Teilweise läge er unterhalb der Toleranzzonen. Auch die Organe wurden lange untersucht, allerdings würde er keine Auffälligkeiten sehen.
    Wir wurden endlich zur Feindiagnostik in eine Uniklinik überwiesen.
    Nach einer Woche Wartezeit führten dort drei DEGUM-Stufe 3 ausgebildete Fachärzte eine Ultraschalluntersuchung durch. Schon nach wenigen Minuten wurden Auffälligkeiten an der Organen und auch der Extremitäten festgestellt. Zu 90% würde es sich um eine Triploidie handeln. Wir waren entsetzt. So viele Ärzte hatten sich unser Kind fast täglich am Ultraschall angeschaut und nichts gesehen ?!
    Durch diese Art der Chromosomstörung war unser Kind nicht lebensfähig. Häufig sterben diese Kinder schon in der Frühschwangerschaft, extrem selten überlebt ein Kind den ersten Monat nach der Geburt. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.
    Zur 100%igen Abklärung wurde eine Fruchtwasserpunktion im Anschluss durchgeführt. Das Fruchtwasser was abgezogen wurde, war mit Blut vermischt.
    In 10 Tagen sollten wir zur nächsten Untersuchung kommen und wurden wieder nach Hause geschickt. Auf der Fahrt platzte mir allerdings die Fruchtblase, sodass wir am nächsten Tag wieder in die Uniklinik fuhren.
    Unser kleiner Sohn wurde wenige Tage später still geboren.
    Das Ergebnis der Fruchtwasseruntersuchung bestätigte den Verdacht der Ärzte.
    Im Nachhinein gestanden viele Ärzte das Ihnen diese starken Blutungen auffällig vorkamen und das dies oft mit einer Chromosomstörung einher ginge.
    In den sieben Wochen kam aber niemand auf die Idee näher dabei zu schauen.

    Auch wenn dieser Beitrag relativ emotionslos geschrieben wurde, sollte er dazu dienen das vielleicht auch Ärzte aus dieser Geschichte lernen und bei Ratlosigkeit eher an einen Spezialisten überweisen.

    Wir haben uns als Eltern zwei Monate später genetisch untersuchen lassen, warten aber seid über 4 1/2 Monaten auf das Ergebnis.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Blutungen in der Schwangerschaft - Triploidie

    Liebe JaWe,
    es tut mir sehr leid, dass ihr einen solchen Verlust erleiden musstest. Vielleicht könntest Du Eure Geschichte noch im Pränataldiagnostikforum hier posten - da sind oft viele Eltern die in einer sorgenvollen Schwangerschaft Hilfe suchen und eine Userin ist eine sehr fähige Humangenetikerin, die auch auf ähnliche Geschichten verweist.

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