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Thema: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

  1. #1
    Tiffany88 ist offline Stranger
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    Standard Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Ich bin schon etwas länger hier im Forum, allerdings nicht aktiv.

    Kurz zu meiner Person, ich Mitte 20, gelernte Industriekauffrau, arbeite aber nach einer langen gesundheitsbedingten Pause nun im Einzelhandel für 8 € / Stunde (vereinbart waren 11 €). Komme So auf rund 850 € netto. Mein Freund hat vor kurzem eine neue Stelle angetreten und wird auf durchschnittlich 1200-1400 € kommen. Wir sind noch nicht verheiratet, und jeder zahlt sein Zeugs. Miete, Nebenkosten, Telefon etc. 50/50, und jeder 175 € Haushaltsgeld pro Monat. Das beinhaltet Lebensmittel aller Art und Getränke außer Alkoholisches (da ich aber auch nichts trinke, finde ich das nur fair) sowie Hygieneartikel, Shampoo etc. , Pflegeprodukte und Waschmittel.

    Nun zum eigentlichen Thema. Das Haushaltsgeld von 350 € reicht eigentlich nie. Wir haben das Budget zum Jahresanfang schon um 50 € erhöht, aber es kommt immer noch nicht hin (unter 380-400€ kommen wir selten aus). So viel will ich auf Dauer aber nicht hinlegen (habe unterm Strich einfach weniger als mein Schatz und muss eh schon sehen wie ich hin komm). Wir machen unseren großen Wocheneinkauf bei Aldi (70-85%) Rest meist bei Real (Waschmittel, Shampoos etc. was es bei Aldi eben nicht gibt). Wir kaufen viel frisch, saisonal, 1x Fleisch/geflügel und 1x Fisch pro Woche wenig Wurst und Käse. Unser Speiseplan ist immer so eingeteilt das auf ein teures Essen (Fleisch/ Fisch) ein günstiges Essen folgt (Nudeln, Kartoffeln etc.) Ich achte zudem immer sehr darauf keine überteuerten Marken zu kaufen (Ausnahme Hygieneartikel und Waschmittel aufgrund von Unverträglichkeiten). Wir kochen immer so das nichts über bleibt bzw. über gebliebenes gut eingefroren werden kann, sodas möglichst wenig in der Tonne landet. Den einzigen Luxus den wir uns leisten sind meist täglich frische Brötchen vom Bäcker (ich bin einfach kein Brotesser, schon gar kein 2-3 Tage altes, war aber auch nie anders).

    Zum Problem. Da wir so langsam mal Themen Hochzeit und Nachwuchs angehen möchten, würde ich einfach gern mal was beiseite legen was derzeit so nicht geht.

    Würde mich freuen hilfreiche Tipps von euch zu bekommen, was Ihr so anstellt um besser mit dem Haushaltsgeld hinzukommen. Wo wann evtl. was ändern könnte?

    Und falls noch wer Tipps hätte wie man seinem Partner dahin kriegt das er aufhört teure Marken zu kaufen, nur weil er die zu Hause (Eltern sind Akademiker mit sehr guten Einkommen) immer hatte, wäre ich echt dankbar.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    holt euch ein haushaltsbuch oder schreibt ein frisches mathe-heft dafür. geht zur finanzberatung, die schuldnerberatung der freien träger und der verbraucherzentale beraten auch prophylaktisch. macht euch einen finanzplan. es gibt viele dinge, die man machen kann, um zu gucken, wo noch sparpotiental steckt. wenn es nicht reicht, bleibt noch der gang zum amt wegen wohngeld oder h4 aufstocker. aber spätestens dann müsst ihr eure finanzlage geklärt und offen gelegt haben. besser, ihr tut es erstmal für euch privat und klärt das problem intern.
    es gibt ja noch die möglichkeit von bezahlten überstunden, vertretungen und nebentätigkeiten. da könntet ihr mal gucken, was noch geht. solange keine kinder im spiel sind, würde es zuminest theoretisch machbar sein.

    viel erfolg!

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Zitat Zitat von Tiffany88 Beitrag anzeigen
    Wo wann evtl. was ändern könnte?

    Und falls noch wer Tipps hätte wie man seinem Partner dahin kriegt das er aufhört teure Marken zu kaufen, nur weil er die zu Hause (Eltern sind Akademiker mit sehr guten Einkommen) immer hatte, wäre ich echt dankbar.
    Warum verdient dein Partner min. ein Drittel mehr als du, beteiligt sich aber zu 50% an den Kosten? Wird die Differenz zu deinem Einkommen für euch angelegt, z.B. als Startkapital für Wohneigentum? Ansonsten würde ich mir nämlich beizeiten überlegen, ob ich mit diesem Partner eine Familie gründen wollte. Ich finde es angebracht wenn eine Beziehung so fest ist, dass man an Ehe und Kinder denkt, auch die Finanzen so zu regeln, dass es gerecht für beide ist. Das hieße für mich entweder: Beide Einkommen kommen in eine Kasse und dann wird zusammen daraus gezahlt. Oder, wenn man eigene Konten beibehalten möchte, dein Partner beteiligt sich mit höheren Beiträgen an Miete und Haushaltsführung.

    Mir erscheint das Haushaltgeld nicht sonderlich hoch. Wir sind zu viert und brauchen min. des Doppelte, das klappt aber auch nur in sparsamen Monaten, in denen kaum was außer der Reihe gekauft wird.

    Also bevor ich mir Gedanken darüber machen würde, wie ich noch etwas von dem ohnehin knappen Geld an die Seite legen könnte, würde ich mir Gedanken darüber machen, wie gerecht die derzeitige Aufteilung überhaupt ist.

    Wsa die Markenprodukte angeht, da hilft nur Aufklärung und probieren. Die Waren sind ja nicht schlechter, oft sogar von den gleichen Herstellern produziert, sondern haben halt auch ein geringeres Werbebudget. Ich finde viele Noname Produkte sogar besser als Markenware. Andere kaufe ich wiederum ausschließlich von bewährten Marken. Da solltet ihr euch einfach austauschen. Was ist ihm sehr wichtig, worauf kann er verzichten. Möchte er weiterhin Markenprodukte, dann geht das eben nicht für 175€/Monat, dann muss er eben mehr in die Kasse zahlen.

    Langfristig kann ich dir auch nur empfehlen, dich um einen angemesseneren Job zu bemühen. Schreib Bewerbungen. Mit 8€ kannst du dir doch auf Dauer nie etwas Gescheites leisten. Dafür hast du doch nicht deine Ausbildung abgeschlossen, oder?
    weisserrabe2001 gefällt dies

  4. #4
    Herbstgefluester ist offline enthusiast
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    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Wir sind zu zweit (bald zu dritt) und unser Haushaltsgeld liegt (dank guter Menüplanung) diesen Monat bei 500 Euro. Davon nehm ich 50 Euro und mein Mann noch mal 50 Euro für Mittags wenn wir auf der Arbeit sind, also kaufe ich von den 400 Euro ein. Es klappt besser seitdem ich alleine für die Einkäufe zuständig bin, da eine Person einen besseren Überblick meiner Meinung nach behält und keine Sachen doppelt gekauft werden. Ich mache einen Wochenplan und geh nur einmal die Woche einkaufen (Freitag), so vermeide ich auch unnötige Käufe. Ebenso am Freitag bekomme ich die Ökokiste mit frischem Obst/Gemüse/Milch. Das ist zwar etwas teuer, aber es ist es uns wert. Würde ich das im Discounter kaufen könnten wir eventuell noch sparen.

  5. #5
    Herbstgefluester ist offline enthusiast
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    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Nochmal zu deiner Überschrift. Wenn du nicht nur im Haushaltsbudget Geld sparen möchtest, schau mal ob du bei der Versicherung noch sparen kannst. Das hat bei uns noch mal 100 Euro (Auto) eingebracht. Frag auch mal bei deinem Telefonanbieter nach und nenne einen günstigeren Tarif der Konkurrenz und da sind auch noch einmal ein paar Euro drin. Bestimmte Produkte die wir benutzen kaufe ich auf Vorat wenn diese im Angebot sind. Kleinvieh macht schließlich auch Mist. Ich würde einfach mal gezielt über alle Posten gehen. Wir haben auch eine Liste mit den Monaten angelegt um zu sehen was dieses Jahr auf uns zukommt um das Geld beiseite zu legen (z.B. KFZ-Steuer im März, Hausratsversicherung im Juli, Tüv im August, etc.). Wir legen das Geld für die Autoversicherung jeden Monat bei Seite und nehmen den Rabatt am Jahresanfang mit und zahlen auf einmal (macht noch mal 30 Euro aus als vierteljährlich zu zahlen).

  6. #6
    Herbstgefluester ist offline enthusiast
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    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Mir kommen weiterhin Ideen . Ich bin halt ein Sparfuchs. Letztes Jahr habe ich so ca. 200 Euro nebenbei verdient und mich als Wahlhelferin aufstellen lassen (Bürgermeisterwahl/Landtag/Bundestagswahl). Das ist bei uns ziemlich gut bezahlt. Außerdem lernt man seine Nachbarn kennen.

  7. #7
    Tiffany88 ist offline Stranger
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    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Beim Thema gerechte oder ungerechte Verteilung der anfallenden Kosten für den gesamten Haushalt, ist es so, dass wir bis zum Stellenwechsel meines Freundes fast gleich niedrige Einkommen hatten. Ich 800 € (Krankengeld bzw. Arbeitslosengeld) und er rund 850 € Gehalt. Sprich diese als „ungerecht“ empfundene Situation ist noch völlig neu. Neben der 50/50 Aufteilung, zahlt jeder seine BU selbst, das Fitnießstudio, die Kosten fürs Handy (bei mir max. 5 €/Monat, bei ihm 45 € leider erst kommenden Sommer kündbar) die Kosten fürs Auto (Versicherung, Sprit, Reparaturen) zahlt er alleine (wobei ich es aktuell nicht nutze, er mich dafür aber wenn’s zeitlich geht immer auf Arbeit bringt und holt). Verträge jeglicher Art prüfen wir regelmäßig, ob sie nicht durch günstigerer ersetzt werden können, besteht der derzeit aber kein einsparpotenzial.

    Zu meinem Einkommen, ich arbeite derzeit 4 Tage die Woche, sprich 32 Stunden, mehr sollte ich aus gesundheitlichen Gründen auch erst mal noch nicht (bin vor fast 1 ½ wegen einer üblen Erschöpfungsdegression aus dem Beruf ausgeschieden, und erst Ende November letzten Jahres durch ein Praktiukum wieder in einen Job gekommen). Mehrarbeit und Nebenjob sind daher erst mal kein Thema da ich einfach noch nicht fit genug bin. Was die 8€ / Stunde angehen, ist eben noch zu klären was das soll, da eben 11 € die Stunde ausgehandelt wurden (Vertrag fehlt nach 6 Wochen fester Beschäftigung aber nach wie vor) womit ich auch gut Leben könnte. Eine andere Stelle zu finden ist grad im kaufmännischen Bereich derzeit hier in der Gegend echt schwer, und wenns dann mal eine gibt nehmen Sie keine die so Ellen lange Lücken im Lebenslauf hat (ob abeitslos oder krank interessiert nicht, beides macht keinen guten Eindruck). Eine Jobalternative gibt es daher grad nicht.


    Mir geht es bei dem Thema eben drum mit dem Geld hin zu kommen und es nicht permanent aufzustocken (heute sind es 350 € nächsten Monat 400 € und am Ende des Jahres 500 €). Das muss doch wohl auch anders gehen, oder? Es hat nunmal nicht jeder die Möglichkeit endlos aufzustocken ohne es sich anderswo vom Mund absparen zu müssen.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Zitat Zitat von Tiffany88 Beitrag anzeigen
    Mir geht es bei dem Thema eben drum mit dem Geld hin zu kommen und es nicht permanent aufzustocken (heute sind es 350 € nächsten Monat 400 € und am Ende des Jahres 500 €). Das muss doch wohl auch anders gehen, oder? Es hat nunmal nicht jeder die Möglichkeit endlos aufzustocken ohne es sich anderswo vom Mund absparen zu müssen.
    Manche machen sich Umschläge fertig mit dem Budget für eine Woche. Dafür braucht man allerdings auch die entsprechende Disziplin, damit man sich nicht am nächsten Umschlag bedient, wenn´s knapp ist. Viel hilft auch, sich an einem Wochentag hinzusetzen, einen Essensplan + übrigen Bedarf aufzustellen, eine Einkaufsliste für die benötigten Waren zu machen und streng danach einzukaufen. Teurere Gerichte kann man nach Angeboten kochen. Ich schaue bei Fleisch z.B. fast immer was unser Metzger im Angebot hat und koche danach.
    Gerade bei Kosmetika und Putzmitteln kann man ganz viel durch Eigenmarken sparen, auch bei DM oder Rossman gibt es z.B. hypoallergene Waschmittel die gut verträglich sein sollten. Das muss man dann mal ausprobieren.
    Nach wie vor finde ich das Budget sehr sehr knapp. jedenfalls so knapp, dass man sich damit z.B. kaum ein Fitnessstudio leisten kann, sorry. Kannst dir ja ausrechen, was euch zu Verfügung steht. Wenn du 50€ für unvorhersehbare Ausgaben an die Seite packst, bleiben bei 350€/Monatsbudget noch 10 € pro Tag für 2 Personen. Da muss man schon gucken ob man sich täglich frische Brötchen erlauben kann, oder man doch lieber Brot selbst backen sollte.
    Du schreibst, dass dein Freund erst seit kurzen mehr verdient. Dann war es ja in der Vergangenheit o.k., aber nun sieht es ja anders aus und da würde ich das Ganze auch noch mal neu besprechen.
    Wenn ihr an eine Familiengründung denkt, ist demnächst ja eher noch weniger Geld da. Oder meinst du, du kannst mit angeschlagener Gesundheit neben einem Baby oder Kleinkind noch 32 Std. Arbeit wuppen? Eher nicht, oder?

  9. #9
    rastamamma ist offline Urgestein
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    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Zitat Zitat von Tiffany88 Beitrag anzeigen
    Und falls noch wer Tipps hätte wie man seinem Partner dahin kriegt das er aufhört teure Marken zu kaufen, nur weil er die zu Hause (Eltern sind Akademiker mit sehr guten Einkommen) immer hatte, wäre ich echt dankbar.
    Ich kann dir nur sagen, was meine Tochter (27, studiert derzeit) und ihr Freund (30, verdient ziemlich gut) da machen: Aus der Haushaltskasse, wo jeder 100 Euro reinlegt, werden nur die Grundnahrungsmittel und so gekauft, den Rest zahlt jeder selbst. Wer also Marken will, der kauft die, der andere beteiligt sich aber nicht dran.
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  10. #10
    rastamamma ist offline Urgestein
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    Standard Re: Sparen im Alltag, aber wie und wo???

    Zitat Zitat von Mrs.Wallace Beitrag anzeigen
    Warum verdient dein Partner min. ein Drittel mehr als du, beteiligt sich aber zu 50% an den Kosten? Wird die Differenz zu deinem Einkommen für euch angelegt, z.B. als Startkapital für Wohneigentum? Ansonsten würde ich mir nämlich beizeiten überlegen, ob ich mit diesem Partner eine Familie gründen wollte. Ich finde es angebracht wenn eine Beziehung so fest ist, dass man an Ehe und Kinder denkt, auch die Finanzen so zu regeln, dass es gerecht für beide ist. Das hieße für mich entweder: Beide Einkommen kommen in eine Kasse und dann wird zusammen daraus gezahlt. Oder, wenn man eigene Konten beibehalten möchte, dein Partner beteiligt sich mit höheren Beiträgen an Miete und Haushaltsführung.
    Das mag für dich gerecht sein - für denjenigen, der mehr verdient, aber nicht unbedingt.

    Wenn ich eine Wohnung zu zweit bewohne und denselben Wohnraum beanspruche (der Partner also kein zusätzliches Arbeitszimmer hat, das mir fehlt, oder so), dann zahle ich die Hälfte der Kosten. Nona. Schließlich verursache ich auch die Hälfte der Kosten.

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