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Thema: Wo ist die Liebe und der Sex.....

  1. #11
    Soraya78 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von Ligsio Beitrag anzeigen
    Und genau das verstehe ich irgendwie nicht. Okay, evtl. ist das ein grundlegender Unterschied zwischen Männern und Frauen, aber würde meine Frau mich um Zärtlichkeiten, Streicheleinheiten oder irgendwas sexuelles bitten, würde ich dem sofort nachkommen. Zum einen, weil ich es gerne tun würde, zum anderen weil ich sie ja auch Liebe. Das wäre für mich auch nicht anstrengend, und man könnte mich auch Nachts dafür wachmachen. ^^
    Du verstehst es nicht? Ich erkläre Dir gerne den Unterschied.
    Du tust es gerne, weil Du sie liebst.
    Wenn die Gefühle Deiner Frau von den Alltagsproblemen überlagert sind, dann tut sie es nicht gerne.
    Dann bist Du nicht ihr begehrenswerter Mann, sondern der Typ, der den Müll nicht rausträgt, sie wie eine Putzfrau behandelt und nur freundlich ist, wenn er mal rüberrutschen will.
    Und wenn sie so fühlt, weil sie es so wahrnimmt, dann widert es sie an, Dich zu berühren und Dir sexuelle Dienste zu erweisen.

    Zitat Zitat von Ligsio Beitrag anzeigen
    Ich Liebe meine Frau, und bin auch in Gewissen bereichen Stolz auf Sie. Aber halt nicht in allen, und das zeige ich dann auch. Für mich wäre ein wenig mehr Sex schon meine Problem-Lösung. Ich muss dann wohl mal herausfinden, was die ihre wäre.

    Es gab eine Zeit da hat meine Frau mir mehrmals am Tag gesagt, das sie mich Liebt. So oft, das es mir teilweise schon auf die Nerven ging. Ich bin mit den Worten "Ich Liebe Dich" wesentlich sparsamer, weil auch das was besonderes ist.
    >In gewissen Bereichen< das liest sich übel.
    Du wirst ihr das sicher ganz genau so rüber bringen, wie Du das hier schreibst.

    Ich würde ihr empfehlen, sich eine Arbeit zu suchen. Losgelöst davon, ob ihr das Geld braucht oder nicht.
    Dann bekommt sie wenigstens dort das positive Feedback, was sie anscheinend dringend braucht.

    Wenn eine Frau mit Gefühlsbekundungen sparsam wird, dann wird es gefährlich.
    Im übrigen unterstelle ich mal, würdest Du sie tatsächlich lieben, wüßtest Du um ihre Probleme.
    Aber Du scheinst Dich kein Stück für SIE als Mensch zu interessieren, nur ihr Körper erweckt Aufmerksamkeit.
    Kein Wunder, dass sie keine Lust mehr auf Dich hat, wenn Deine Freundlichkeit an Bedingungen geknüpft ist.
    Da hilft sie lieber dem Nachbar, der ihr aufrichtig dankbar ist und ihr ein ehrliches, bedingungsloses Lächeln schenkt.

  2. #12
    Avatar von WillyWeber
    WillyWeber ist offline Dummbatz

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von Soraya78 Beitrag anzeigen
    Du tust es gerne, weil Du sie liebst.
    Wenn die Gefühle Deiner Frau von den Alltagsproblemen überlagert sind, dann tut sie es nicht gerne.
    Dann bist Du nicht ihr begehrenswerter Mann, sondern der Typ, der den Müll nicht rausträgt, sie wie eine Putzfrau behandelt und nur freundlich ist, wenn er mal rüberrutschen will.
    Und wenn sie so fühlt, weil sie es so wahrnimmt, dann widert es sie an, Dich zu berühren und Dir sexuelle Dienste zu erweisen.
    Wenn ich eure Diskussion so lese finde ich, dass ihr wohl nie zueinander finden werdet. Das Problem haben viele Paare und meist stellt es sich eben genau so dar, wie es hier aufgezeigt wird.
    Der Mann hat Bedürfnisse, die Frau auch.
    Der Mann will Sex, die Frau Anerkennung.
    Der Mann fühlt sich zurückgewiesen, die Frau nicht ernst genommen.

    Du stellst es jetzt so dar, dass das Problem primär beim Mann liegt.
    Ich finde, es liegt eines gutes Stückweit auch bei der Frau. So wenig, wie er sich in ihre Lage versetzen kann, kann sie sich in seine hineinfinden.
    Er wäre bereit für sie auch Sex zu leisten, wenn er keine wirkliche Lust hätte, weil er das Gefühl des Zurückgewiesenwerdens kennt und weiss, wie schlecht sich das anfühlt.
    Sie ist offenbar nicht bereit, etwas Sexuelles für ihn zu tun, was ihr keinen Spass bereitet oder sie nicht mag.
    Er, so schreibt er zumindest, würde aber genau das für sie tun.

    Wer ist denn jetzt unempathisch?

    Das Problem liegt für mich an beiden Partnern.
    Fakt ist, dass der Frust steigt. M.E. lässt es sich auch nicht damit lösen, dass er zurücksteckt, damit sie keinen Druck verspürt und letztlich ihre Ruhe hat. Sein Bedürfnis nach Sex sehe ich ebenso werthaltig, wie das ihre nach keinem Sex.
    In meinem Fall hat es zur Trennung geführt.

    Spannend an dem Punkt, dass plötzlich jegliche Sexvarianten gegangen wären, wenn ich mich wieder für meine Frau entschieden hätte. Zumindest in der Trennungsphase. Was danach gekommen wäre, hätte ich wieder eingelenkt, steht in den Sternen.

    Warum also können Frauen an dem Punkt so lange an ihrer Aversion festhalten, bis es richtig knallt und dann, mit Reue im Hintergrund, geht plötzlich all das, worüber man vorher jahrelang diskutiert und sich gegenseitig frustriert hat.

    Gestehen wir doch dem TE zu, dass er frustriert ist und nicht die alleinige Verantwortung für die Misere trägt. Die tragen bei einem Paar dann doch beide. Keiner hätte es je zu der aktuellen Situation kommen lassen müssen. Frühzeitig hätte man einlenken bzw. die Notbremse ziehen können.
    Das ist offenbar weder von der einen, noch von der anderen Seite geschehen.

    Jetzt gilt es, einen Mittelweg zu finden oder sich einzugestehen, dass man nicht (mehr) zusammen passt und dann auch die Konsequenzen trägt.



    Im übrigen unterstelle ich mal, würdest Du sie tatsächlich lieben, wüßtest Du um ihre Probleme.
    Das erscheint mir zu einfach.
    Wo steht, dass sie ihm ihre Gedanken, Empfindungen, Defizite explizit beschrieben hat?

    Aber Du scheinst Dich kein Stück für SIE als Mensch zu interessieren, nur ihr Körper erweckt Aufmerksamkeit.
    Weibliche Logik bzw. Unterstellung. Wo steht das genau?

    So wie du das beschreibst, interessiert sie sich ja auch nicht (mehr) für ihn.
    Was also jetzt? Trennung?


    Kein Wunder, dass sie keine Lust mehr auf Dich hat, wenn Deine Freundlichkeit an Bedingungen geknüpft ist.

    Jede Beziehung ist irgendwie an Bedingungen geknüpft und ein Geben und Nehmen. Jede auf ihre Weise.


    Da hilft sie lieber dem Nachbar, der ihr aufrichtig dankbar ist und ihr ein ehrliches, bedingungsloses Lächeln schenkt.
    Wer gibt dir die Gewissheit?
    Vielleicht denkt er im Hintergrund auch daran, mit ihr Sex haben zu wollen.
    Der Nachbar ist doch auch ein Mann...
    cosima, El-Rey, weisserrabe2001 und 1 anderen gefällt dies.
    lg Willy


    "Euer Gott stellt einen Apfelbaum mitten in einen Garten und sagt: 'Macht, was euch Spaß macht, Leute, oh, aber esst keinen Apfel.' O Wunder, o Wunder, sie essen natürlich einen, und er springt hinter einem Busch hervor und schreit: 'Hab ich euch endlich!'"
    (Ford Prefect, "The Restaurant at the end of the Universe" Douglas Adams)

  3. #13
    cosima ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Hier kann ich Willy nur uneingeschränkt recht geben.

    Wenn einer keine oder wenig Lust hat, der andere mehr bzw. viel, dann ist das einer der kritischsten Punkte in einer Partnerschaft.
    Und da hat auch keiner recht oder unrecht.
    Vor allem ist das ein Punkt, bei dem es für die wenigsten Paare ok ist, wenn einer sich ausserhalb sucht was ihm fehlt.
    Die wenigsten können und wollen eine offene Beziehung führen.
    Was bei allen anderen Punkten, Sport, Hobbys, Freunden, Muskgeschmack... geht, ist eben bei Sex nur selten möglich.

    Viele flüchten sich dann in Resignation, in Vorwürfe, auch in Heimlichkeiten, in Affären.

    Ich halte das alles nicht für zielführend.

    Für mich ist ganz klar:
    Ich habe Lust, ich habe Lust auf Varianten, ich habe (vermutlich) nur dieses Leben und ich wil nicht auf Dauer auf meine Lust verzichten. Das ist so, das ist Fakt.

    Und diese Überlegung würde ich auch jedem empfehlen.

    Fast immer ist es ja bei Trennungen so, dass zumindest einer sagt: Hätte ich das nur viel früher gemacht.
    weisserrabe2001 gefällt dies

  4. #14
    advena ist offline Legende

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Ich hab mich mal so quer durchgelesen und mir fallen dazu zwei Stichwörter/Sätze ein:
    1.) Anerkennung
    2.) Sexualität steht nie für sich allein, sondern ist ein Spiegel der Beziehung

    Du schreibst, dass Deine Frau sich für Hinz und Kunz ins Zeug legt, aber zuhause praktisch nichts mehr macht, nicht kocht, ihren Haushalt nicht schafft etc. Während Du die Kohle heranschaffst und sogar noch kochst.

    Jeder Mensch sucht Anerkennung seiner selbst. Sie bekommt von Nachbarn und sonstigen Bedürftigen Anerkennung für ihre gute Tat. Anerkennung, die sie offensichtlich von dir anscheineinend nicht bekommt. Bzw. sie hat das Gefühl es nicht zu bekommen, zumindest nicht in dem Maße wie sie esfür sich braucht. Es soll gesehen werden, was sie leistet. Zugegeben, da hat man es als nicht berufstätige Hausfrau schwer, ich weiß selber, dass man nur mit Haushalt und ein bisschen Kinder - zudem wenndiese aus dem Kleinkindalter entwachsen sind, viel viel Zeit hat. Darum kann sie ja für alle mögliche Leut in die Bresche springen.
    Warum arbeitet Deine Frau nicht?
    Inwieweit Du ihr die Anerkennung verweigerst oder nicht, vermag ich nicht zu sagen, aber es scheint da auf alle Fälle eine Schieflage zu geben. Sie ist finanziell abhängig (ein nicht zu unterschätzender Faktor, auch ich kam damit nicht zurecht und habe mir das nur nie eingestanden) Du verweigerst ihr die Anerkennung, sie betrachtet Sex als Dienstleistung, die sie zu leisten hat, weil sie ja abhängig ist von Dir. Verkürzt formuliert.

    Und dieses Geflecht an unausgesprochenen Erwartungen, Erwartungshaltungen, Emotionen - das muss man erstmal zur Sprache bringen. Ich habe lange gebraucht um mir einzugestehen, dass es für mich ein riesen Problem ist, von meinem Mann finanziell abhängig zu sein. Ich hab zwar etwas Teilzeit gearbeitet, aber nicht in dem Maße, dass es mich alleine ernährt hat.
    Mein Mann hat den Haushalt nicht abgefangen, das blieb an mir alleine hängen. Er hat dagegen mit Rückzug reagiert und nur noch sein eigenes Ding gemacht. War genauso unserer Ehe Tod. Wir haben es letztlich auch nicht gepackt.

    Man kann nie die Sexualität isoliert verbessern, zuerst muss die Beziehung wieder auf andere Beine gestellt werden. Insofern ist Dein empfinden, dass Du Dich nicht mehr wirklich geliebt fühlst, aufgrund der gerinen Sexfrequenz, nicht ganz abwegig, wenn auch nicht alleinig zutreffend.
    Beide Parteien müssen sich eingestehen, wo es an den Befindlichkeiten tatsächlich hakt. Was sich im eigenen (!) Leben ändern muss, damit man wieder in der Lage ist eine glückliche Beziehung zu führen. Dieser Prozess kann auch durchaus dazu führen, dass eine Beziehung beendet wird, weil man merkt, dass die Vorstellungen nicht mehr zusammenpassen.

  5. #15
    Ligsio ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von squirtle Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Du da was noch nicht richtig verstanden. Mit Bestätigung, Anerkennung und Zuwendung sind nicht körperliche Zärtlichkeiten und Komplimente über ihren Arsch oder ihre Brüste gemeint, um mal deutlich zu werden. Und mit "geben" auch nicht.

    In welchen Bereichen bist Du stolz auf sie, die NICHTS mit ihren körperlichen Vorzügen zu tun haben? Und wie zeigst Du ihr das, außer durch Brüste streicheln und zärtliches Massieren? Wie erfährt sie von Dir, dass Du sie als Partnerin auf Augenhöhe schätzt? Und dass Du sie nicht nur als Sexobjekt betrachtest, das ärgerlicherweise seinen Pflichten nicht nachkommt, obwohl das doch ihr Job wäre.

    In erster Linie ging es mir in meinen Postings um den Sex, logisch das man dann hier nur Stichwörter wie "Titten" und "Ärsche" vorwegig liest. Das ist aber nicht abwertend gemeint.

    Zitat Zitat von squirtle Beitrag anzeigen
    In jedem Deiner Beiträge äußerst Du Dich sehr abfällig über sie. Du machst ja sogar ihre Hilfsbereitschaft bei den alten Leutchen in der Nachbarschaft schlecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich von Dir als Mensch respektiert und echt geliebt fühlt. Sorry.
    Wo bitte mache ich die Hilfsbereitschaft schlecht ? Ich kritisiere lediglich (Salopp gesagt) das sie lieber 5 Stunden Rasenmähen würde, als mir kurz Befriedigung zu verschaffen, da sie mich ja liebt.



    Zitat Zitat von Soraya78 Beitrag anzeigen
    Du verstehst es nicht? Ich erkläre Dir gerne den Unterschied.
    Du tust es gerne, weil Du sie liebst.
    Wenn die Gefühle Deiner Frau von den Alltagsproblemen überlagert sind, dann tut sie es nicht gerne.
    Dann bist Du nicht ihr begehrenswerter Mann, sondern der Typ, der den Müll nicht rausträgt, sie wie eine Putzfrau behandelt und nur freundlich ist, wenn er mal rüberrutschen will.
    Und wenn sie so fühlt, weil sie es so wahrnimmt, dann widert es sie an, Dich zu berühren und Dir sexuelle Dienste zu erweisen.
    Ich bin mir sehr sicher das es soweit bei uns noch nicht ist.


    Zitat Zitat von Soraya78 Beitrag anzeigen

    Im übrigen unterstelle ich mal, würdest Du sie tatsächlich lieben, wüßtest Du um ihre Probleme.
    Mit der Aussage lehnst Du dich aber sehr weit aus dem Fenster. Wenn es so einfach wäre, würden wir solche Foren nicht brauchen. Ich schätze mich mal einfach so ein, das ich kein Ehe-A-Loch bin, der nur Sex von seiner Frau will. Aber im Kern geht es mir in meinen Postings gerade zufällig nur um diesen.
    Geändert von Ligsio (14.11.2013 um 12:07 Uhr)

  6. #16
    zweitnickX Gast

    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von Ligsio Beitrag anzeigen
    Ich kritisiere lediglich (Salopp gesagt) das sie lieber 5 Stunden Rasenmähen würde, als mir kurz Befriedigung zu verschaffen, da sie mich ja liebt.
    Kannst Du Dir nicht mal selbst kurz Befriedigung verschaffen? Sorry, aber bittest Du Deine Frau so darum? Also in etwa: Schatz (oder such Dir was anderes raus), kannst Du mich bitte mal kurz befriedigen? Oder wie darf ich mir das vorstellen?

  7. #17
    Sabine2001 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Wenn ich eure Diskussion so lese finde ich, dass ihr wohl nie zueinander finden werdet. Das Problem haben viele Paare und meist stellt es sich eben genau so dar, wie es hier aufgezeigt wird.
    Der Mann hat Bedürfnisse, die Frau auch.
    Der Mann will Sex, die Frau Anerkennung.
    Der Mann fühlt sich zurückgewiesen, die Frau nicht ernst genommen.

    Du stellst es jetzt so dar, dass das Problem primär beim Mann liegt.
    Ich finde, es liegt eines gutes Stückweit auch bei der Frau. So wenig, wie er sich in ihre Lage versetzen kann, kann sie sich in seine hineinfinden.
    Er wäre bereit für sie auch Sex zu leisten, wenn er keine wirkliche Lust hätte, weil er das Gefühl des Zurückgewiesenwerdens kennt und weiss, wie schlecht sich das anfühlt.
    Das soll genau was bringen? Sie hat zur Zeit keine Lust auf ihn.

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Sie ist offenbar nicht bereit, etwas Sexuelles für ihn zu tun, was ihr keinen Spass bereitet oder sie nicht mag.
    Er, so schreibt er zumindest, würde aber genau das für sie tun.

    Wer ist denn jetzt unempathisch?
    Wenn jemand nicht kapiert, dass es nichts bringt ein Bedürfnis stillen zu wollen, das nicht existiert, dann derjenige.

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Das Problem liegt für mich an beiden Partnern.
    Fakt ist, dass der Frust steigt. M.E. lässt es sich auch nicht damit lösen, dass er zurücksteckt, damit sie keinen Druck verspürt und letztlich ihre Ruhe hat. Sein Bedürfnis nach Sex sehe ich ebenso werthaltig, wie das ihre nach keinem Sex.
    In meinem Fall hat es zur Trennung geführt.
    Wo hat jemand gefordert, dass er sexuell zurückstecken soll? Es wurde allerdings von mehreren Frauen erwähnt, dass sie, wenn ihr Partner sich so geben würde wie der TE hier rüberkommt, auch keine Lust mehr auf ihn hätten. Mir würde es übrigens auch so gehen.

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Spannend an dem Punkt, dass plötzlich jegliche Sexvarianten gegangen wären, wenn ich mich wieder für meine Frau entschieden hätte. Zumindest in der Trennungsphase. Was danach gekommen wäre, hätte ich wieder eingelenkt, steht in den Sternen.

    Warum also können Frauen an dem Punkt so lange an ihrer Aversion festhalten, bis es richtig knallt und dann, mit Reue im Hintergrund, geht plötzlich all das, worüber man vorher jahrelang diskutiert und sich gegenseitig frustriert hat.

    Gestehen wir doch dem TE zu, dass er frustriert ist und nicht die alleinige Verantwortung für die Misere trägt. Die tragen bei einem Paar dann doch beide. Keiner hätte es je zu der aktuellen Situation kommen lassen müssen. Frühzeitig hätte man einlenken bzw. die Notbremse ziehen können.
    Das ist offenbar weder von der einen, noch von der anderen Seite geschehen.
    Oder es ist nicht angekommen. Das gibt es auch.

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Jetzt gilt es, einen Mittelweg zu finden oder sich einzugestehen, dass man nicht (mehr) zusammen passt und dann auch die Konsequenzen trägt.

    Das erscheint mir zu einfach.
    Wo steht, dass sie ihm ihre Gedanken, Empfindungen, Defizite explizit beschrieben hat?
    Es steht zumindest nirgends, dass er versucht in diesem Bereich Antworten zu finden.


    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Weibliche Logik bzw. Unterstellung. Wo steht das genau?
    Es geht darum was nicht da steht. Ich kann keine Stelle finden, an der steht welche Eigenschaften er an seiner Frau schätzt abgesehen vom Potential sexueller Befriedigung.

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    So wie du das beschreibst, interessiert sie sich ja auch nicht (mehr) für ihn.
    Was also jetzt? Trennung?

    Jede Beziehung ist irgendwie an Bedingungen geknüpft und ein Geben und Nehmen. Jede auf ihre Weise.
    Man sollte das geben, was das Gegenüber braucht.


    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Wer gibt dir die Gewissheit?
    Vielleicht denkt er im Hintergrund auch daran, mit ihr Sex haben zu wollen.
    Der Nachbar ist doch auch ein Mann...
    Vielleicht denkt der Nachbar das aber solange sie sich auch als Mensch wahrgenommen fühlt, wird sie das nicht stören.
    squirtle und Vassago gefällt dies.

  8. #18
    Ligsio ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von zweitnickX Beitrag anzeigen
    Kannst Du Dir nicht mal selbst kurz Befriedigung verschaffen? Sorry, aber bittest Du Deine Frau so darum? Also in etwa: Schatz (oder such Dir was anderes raus), kannst Du mich bitte mal kurz befriedigen? Oder wie darf ich mir das vorstellen?
    Natürlich nicht, ich überformuliere das absichtlich so spitz damit man den Gegensatz gut erkennt, gerade im Forum.

    Ich bin kein Macho, der seine Frau mit den Worten "Hey Baby, Knie nieder und ergötze Dich an meiner Männlichkeit" zwingt.

    Noch mal ein anderes Beispiel:

    Meine Frau ekelt sich vor Sperma im Mund. Ok, ist kein Thema. Wird seit über 10+ Jahren eh nicht mehr gemacht. Ist auch nicht Schlimm, kann ich mit Leben. Ich fordere auch nichts und lege es auch nicht drauf an. Für mich gibt es bei meiner Frau keinen Ekel, ich würde alles für sie tun.

    Wenn ich jetzt mal Rentner bin, oder plötzlich ein Pflegefall werde, wird meine Frau mit allen meinen anderen Körperflüssigkeiten klar kommen müssen, oder Ekelt sie sich da auch ? (Ja, ich weiß. Das wird mir hier niemand beantworten können, das will ich auch gar nicht).

    Oder zählt hier, das "Junge, das ist eine ganz andere Situations"-Argument ?

    Damit will ich nur klarmachen: Sperma ist nun wirklich nichts schlimmes, klar es schmeckt bitter und salzig, aber ich selber bemerke diesen "Ekel" ja nun auch bei meiner Frau (weil ich, auch wenn durch meine Postings hier anscheinend ein negatives Bild projiziert wird, durchaus feinfühlig sein kann).

    Ich sehe das so, das ich mit meiner Frau eigentlich bis zu meinem Lebensende zusammen sein möchte. Da passt das Wort "Ich Ekel mich vor irgendwas bei meiner Frau" für mich nicht rein.

    Aber vielleicht sehe ich das ja auch wieder komplett falsch.
    Geändert von Ligsio (14.11.2013 um 12:30 Uhr)

  9. #19
    Avatar von Tsts
    Tsts ist offline Schienenverkehrsexperte

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von Soraya78 Beitrag anzeigen
    Im übrigen unterstelle ich mal, würdest Du sie tatsächlich lieben, wüßtest Du um ihre Probleme.
    Aber Du scheinst Dich kein Stück für SIE als Mensch zu interessieren, nur ihr Körper erweckt Aufmerksamkeit.
    Kein Wunder, dass sie keine Lust mehr auf Dich hat, wenn Deine Freundlichkeit an Bedingungen geknüpft ist.

    Diese Einstellung fährt jede Beziehung früher oder später gegen die Wand.

    Es ist nicht Aufgabe des Partners - und kann auch nicht von ihm erwartet werden - dass er weiss, was seine Partnerin fühlt, wünscht, benötigt..

    Was in der bisherigen Diskussion noch nicht angesprochen wurde:
    Der TE wünscht sich seinerseits etwas von seiner Partnerin, was diese mit noch so viel Anstrenung nicht erreichen kann:
    Er hätte gerne eine lustvolle Partnerin zurück, die geil auf ihn ist. "lustvoll" ist man aber entweder - oder man ist es nicht. Man kann sich nicht selbst verordnen, nunmehr lustvoll zu sein.

    Momentan scheint es in der Beziehung an gegenseitigem Respekt zu fehlen.
    Er hat keinen Respekt mehr vor ihr, weil er der Meinung ist, dass sie ihre familiären Aufgaben nicht erfüllt, die Bezeichnung "Frau" nicht verdient und sich letztlich auch im Bett zur Niete entwickelt hat.

    Sie hat keinen Respekt mehr vor ihm, weil sie den Eindruck hat, dass für ihn nur der Sex zählt und alles andere zweitrangig ist.

    Letztlich sind in ihrer Beziehung beide unglücklich. Daran kann man was ändern, aber nur dann, wenn beide dies wollen.

    Der Ansatz ist, dass beide akzeptieren, dass der Wunsch "Sex zu haben", "Geilen Sex zu haben", "täglich oder mehrmals täglich Sex zu haben", bestimmte sexuelle Praktiken auszuüben usw. genauso zu respektieren ist, wie der Wunsch, dies nicht zu haben - oder etwas ganz anderes zu wollen.

    Wenn beide Wünsche miteinander nicht zu vereinbaren sind, dann müssen beide einen Weg finden, wie sie mit dieser Situation umgehen.

    Oft verweigert der lustlose Partner jedoch jede Diskussion darüber, da er es ist, der "die Macht" hat. Also bestimmt, wann und welchen Sex beide haben. Meist führt das dazu, dass der lustvollere Partner resigniert und sich den Sex außerhalb der Beziehung sucht.

    Dies will der lustlose Partner aber gerade nicht. Daher wäre es auch in seinem Interesse, einen gemeinsamen Weg zu finden.

    Der lustvollere Partner hat übrigens KEINE Möglichkeit, alleine dafür zu sorgen, dass der andere Partner wieder lustvoller wird. Auch wenn in den einschlägigen Foren immer wieder Tipps kommen wie: Du musst sie mal entlasten, Kaufe ihr Blumen, Zeige ihr, dass sie auch ohne Sex für dich attraktiv ist usw.

    Hätte der lustlose Partner grundsätzlich Interesse am Sex mit dem lustvolleren, dann würde er ihm schon sagen, was ihn davon abhält, Sex zu haben.

    Der lustvollere Partner kann sich aber (etwas) unabhängig machen von dem Wunsch auf Sex. Letztlich ist es nicht so bedeutend, wie oft man seinen Sch.. in eine Körperöffnung der Partnerin stecken kann bzw. wie oft der Partner seinen Sch... in eine der eigenen Körperöffnungen steckt.

    Einen Orgasmus bekommt man auch unabhängig vom Partner auch alleine. Und meist zuverlässiger und schneller. Auch sollte das eigene Selbstwertgefühl nicht vom Verhalten des Partners abhängen.

    Meine Partnerin ist nicht meine Chefin, die mich für irgendein Wohlverhalten "belohnt". Umgekehrt "belohne" ich sie auch nicht für die Erfüllung irgendeines sexuellen Wunsches.
    El-Rey gefällt dies

  10. #20
    Avatar von Tsts
    Tsts ist offline Schienenverkehrsexperte

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    Standard Re: Wo ist die Liebe und der Sex.....

    Zitat Zitat von Ligsio Beitrag anzeigen
    Meine Frau ekelt sich vor Sperma im Mund.

    ...
    Ich würde mich nicht wundern, wenn sich deine Frau nicht grundsätzlich vor Sperma im Mund ekelt, sondern diesen Ekel nur dann empfindet, wenn sie Oralverkehr mit Dir hat, wenn sie in diesem Moment eigentlich darauf keine Lust hat.

    Würdet ihr Euch trennen - und hätte deine Frau dann einen Freund - dann würde ihr Sperma im Mund vielleicht nichts ausmachen. Oder sie fände es geil.
    Sabine2001 gefällt dies

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