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Thema: Meine Frau will keinen Sex mehr

  1. #201
    Avatar von Gero
    Gero ist offline alter Süd-Wessie-Sack

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Yep, lass Dich beraten - oder was auch immer - aber finde jetzt erst mal zu Dir.
    Wenn Du zu mehr innerer Stärke gefunden hast, hilft das Dir - und evtl auch Euch!
    cosima und viola5 gefällt dies.

  2. #202
    SchmoozePal ist offline newbie

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    Das Problem nur: sie sieht das nicht so! Sie scheint kein Interesse daran zu haben eine GEMEINSAME Lösung zu finden! Da kann ich tun und lassen was ich will.
    Hallo verzweifelterMann,

    ich kann nachvollziehen, dass es sich so anfühlt, aber es ist sicher nicht egal, was Du tust oder lässt.

    Wenn ich das hier bisher richtig verstanden habe, sagt sie nicht, was in ihr vorgeht und Du konntest es Dir auch anderweitig nicht erschließen.
    Dass man den Eindruck hat, es wäre egal was man tut, ist häufig ein Zeichen, dass man versucht das falsche Problem zu lösen. Mehr Einsatz führt nur zu mehr Erschöpfung, Frust und somit Verzweiflung.

    Du kannst nicht etwas (nicht) tun, um bei ihr etwas (nicht) zu bewirken, weil Du einfach nicht weist, was es in ihr (nicht) bewirkt.
    Da helfen letztlich auch alle Spekulationen hier im Forum nichts, weil es eben keiner - außer Deiner Frau - wirklich wissen kann.
    Und so wie Du ihr Verhalten beschreibst, weiß sie es möglicherweise selbst nicht - zumindest nicht bewusst.
    Vielleicht ist sie selbst mit der Situation und/oder sich unzufrieden, aber was nicht sein darf, das nicht sein kann.
    Und dann neigen Menschen auch gerne dazu einfache Probleme zu lösen oder sich auf unlösbare zu konzentrieren, um sich von den wirklichen abzulenken (vor Prüfungen war die Unordnung zuhause immer ein viel kritischeres Problem, als die Prüfungsvorbereitung ...)


    Es bleibt also nur die Sisyphus-Arbeit es herauszufinden. Etwas, das dabei helfen kann, ist einfachen Antworten schwer zu machen. Keine Ja/Nein-Fragen, also z.B. "Was bedrückt Dich?" statt "Wie geht es Dir? Gut" oder "Geht es Dir gut? Ja/Nein"), nochmal nachfragen ("Wie meinst Du das?"), nochmal nachfragen ("Ich habe das so verstanden, dass ...").
    Deiner Beschreibung nach ist bei ihr vielleicht noch mehr zu tun, aber auch Du wirst noch einige Selbstschau vor Dir haben.

    Erste Hürde: Wenn sie sich mit dem Thema nicht auseinander setzen will, dann will sie es vermutlich erst recht nicht mit jemandem anderem (auch/gerade nicht mit Dir oder einem Therapeuten). Und das "Thema" ist aller Wahrscheinlichkeit nicht Sex sondern geht wesentlich tiefer (zumal sich die Situation über Jahre entwickelt hat).
    Würde z.B. erklären, warum es Gespräche über Sex nerven (weil sie ganz andere Sorgen hat) und warum Du da keinen Fortschritt siehst, weil Du gegen das falsche Problem anrennst.
    => Innehalten. Dich nochmal sortieren, welches Problem Du eigentlich angehst. Weitermachen. (Nach Bedarf wiederholen.)

    Zweite Hürde: Über Probleme reden, sich öffnen, macht auch immer irgendwo verletzlich. Das gilt schon für den ersten Schritt, sie nur sich selbst einzugestehen. Da gehört schon einiges an Vertrauen dazu, sich von anderen ein Problem "einreden" zu lassen. Eigentlich wäre der Partner genau der richtige, von dem man sich alles sagen lassen kann und dem man alles sagen kann. Dieses "Grundvertrauen" hat bei Euch offensichtlich einen Knacks.
    => Üblicherweise schafft man Vertauen indem man dem anderen gegenüber ehrlich und offen ist, berechenbar und konsequent. Mache ihr (wenn nötig immer wieder) klar, dass Du zu ihr stehst (ohne Vorbedingung). Gehe das Risiko ein, ihr gegenüber verletzlich zu sein, damit sie es umgekehrt auch sein kann.

    In Deinem Anfangspost klang es dann auch sehr nach "jetzt muss sie aber auch was tun".
    Das ist wahrscheinlich sogar berechtigt, hilft Dir aber nicht weiter. Man öffnet sich nicht, weil man muss, sondern weil man will.
    Ich hatte cosima hauptsächlich widersprochen, weil es meine Meinung nach eben nicht hilfreich ist sich gedanklich auf "es ist an dem einen" und "der andere muss" einzulassen. Diese Denke führt eher zu Konfrontation als zu gemeinsamen Lösungen.

    "Liebe, Sex und Geborgenheit" (aus Deinem Anfangspost) sind - meiner Meinung nach - keine überzogenen Ansprüche, aber man kann sie halt nicht "erzwingen" oder sich verdienen, sondern nur "geschenkt bekommen" (zumindest den Sex, von dem ich meine, dass Du ihn willst).

    Womit wir wieder bei Deinem Grundproblem wären ... wie schafft ihr es dahin zu kommen, dass ihr Euch gegenseitig alle diese Geschenke machen wollt?

    Du hast ja schon einiges geändert und konzentrierst Dich mehr auf Deine Familie und Beziehung.
    Weiter so! Aber nicht, weil Du ein Ziel hast, sondern weil Du es gerne tust.
    Wenn Du keine Gegenleistung erwartest, ist es auch keine Enttäuschung, wenn sie ausbleibt.
    Und eigentlich sollte es auch nicht um "Gegenleistung" gehen (ist ja keine Firma, wo am Ende ein und Ausgaben stimmen müssen), sondern darum gerne etwas für den anderen zu tun, einfach so.

    Ist natürlich leichter gesagt als getan.
    Und Sex kann man leider nicht so einfach geben, wenn der andere nicht bereit ist, ihn anzunehmen.
    Vielleicht wird deshalb so oft Sex als Problem wahrgenommen, denn Liebe und Geborgenheit kann man auch schon mal unverbindlich geben oder annehmen (auch wenn das nicht wirklich sinnvoll ist). Aber beim Sex muss man Farbe bekennen, der ist schwer nur "über sich ergehen zu lassen" (geschlechtsunabhängig).

    Ich habe es noch nicht geschafft alle Beiträge zu lesen, daher Entschuldigung, falls ich eine schon genannte Idee wiederhole:
    Wenn Dir Sex so wichtig ist (was ich durchaus verstehen kann), wäre ein Kompromiss, Geben und Nehmen zu trennen - einmal verwöhnst nur Du sie, ein andermal nur sie Dich.
    Es "nur Dir zuliebe" zu tun ist zwar nicht die beste Grundlage, aber "Dir zuliebe" klingt auch nicht, als wäre es ihr völlig egal. Wenn sie nur gibt, könnte es für sie einfacher - idealerweise angenehm - sein. Es gibt so viele Varianten, da müsste eigentlich auch eine dabei, die es für sie "akzeptabel" und für Dich vielleicht sogar interessanter machen könnten.
    Umgekehrt kann es auch einfacher sein, nur anzunehmen, sich bewundern und verwöhnen zu lassen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was im Gegenzug erwartet wird.
    Und wenn hier der Erwartungsdruck genommen ist, ist vielleicht anderes auch leichter anzugehen.

    Ist immer etwas schwierig in eine laufende Diskussion einzusteigen, aber vielleicht ist ja irgendein Gedanke dabei, der Dir weiter hilft.

    Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen,

    SP

  3. #203
    verzweifelterMann ist offline VerzweifelterMann

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von SchmoozePal Beitrag anzeigen
    Hallo verzweifelterMann,

    ich kann nachvollziehen, dass es sich so anfühlt, aber es ist sicher nicht egal, was Du tust oder lässt.

    Wenn ich das hier bisher richtig verstanden habe, sagt sie nicht, was in ihr vorgeht und Du konntest es Dir auch anderweitig nicht erschließen.
    Dass man den Eindruck hat, es wäre egal was man tut, ist häufig ein Zeichen, dass man versucht das falsche Problem zu lösen. Mehr Einsatz führt nur zu mehr Erschöpfung, Frust und somit Verzweiflung.

    Du kannst nicht etwas (nicht) tun, um bei ihr etwas (nicht) zu bewirken, weil Du einfach nicht weist, was es in ihr (nicht) bewirkt.
    Da helfen letztlich auch alle Spekulationen hier im Forum nichts, weil es eben keiner - außer Deiner Frau - wirklich wissen kann.
    Und so wie Du ihr Verhalten beschreibst, weiß sie es möglicherweise selbst nicht - zumindest nicht bewusst.
    Vielleicht ist sie selbst mit der Situation und/oder sich unzufrieden, aber was nicht sein darf, das nicht sein kann.
    Und dann neigen Menschen auch gerne dazu einfache Probleme zu lösen oder sich auf unlösbare zu konzentrieren, um sich von den wirklichen abzulenken (vor Prüfungen war die Unordnung zuhause immer ein viel kritischeres Problem, als die Prüfungsvorbereitung ...)


    Es bleibt also nur die Sisyphus-Arbeit es herauszufinden. Etwas, das dabei helfen kann, ist einfachen Antworten schwer zu machen. Keine Ja/Nein-Fragen, also z.B. "Was bedrückt Dich?" statt "Wie geht es Dir? Gut" oder "Geht es Dir gut? Ja/Nein"), nochmal nachfragen ("Wie meinst Du das?"), nochmal nachfragen ("Ich habe das so verstanden, dass ...").
    Deiner Beschreibung nach ist bei ihr vielleicht noch mehr zu tun, aber auch Du wirst noch einige Selbstschau vor Dir haben.

    Erste Hürde: Wenn sie sich mit dem Thema nicht auseinander setzen will, dann will sie es vermutlich erst recht nicht mit jemandem anderem (auch/gerade nicht mit Dir oder einem Therapeuten). Und das "Thema" ist aller Wahrscheinlichkeit nicht Sex sondern geht wesentlich tiefer (zumal sich die Situation über Jahre entwickelt hat).
    Würde z.B. erklären, warum es Gespräche über Sex nerven (weil sie ganz andere Sorgen hat) und warum Du da keinen Fortschritt siehst, weil Du gegen das falsche Problem anrennst.
    => Innehalten. Dich nochmal sortieren, welches Problem Du eigentlich angehst. Weitermachen. (Nach Bedarf wiederholen.)

    Zweite Hürde: Über Probleme reden, sich öffnen, macht auch immer irgendwo verletzlich. Das gilt schon für den ersten Schritt, sie nur sich selbst einzugestehen. Da gehört schon einiges an Vertrauen dazu, sich von anderen ein Problem "einreden" zu lassen. Eigentlich wäre der Partner genau der richtige, von dem man sich alles sagen lassen kann und dem man alles sagen kann. Dieses "Grundvertrauen" hat bei Euch offensichtlich einen Knacks.
    => Üblicherweise schafft man Vertauen indem man dem anderen gegenüber ehrlich und offen ist, berechenbar und konsequent. Mache ihr (wenn nötig immer wieder) klar, dass Du zu ihr stehst (ohne Vorbedingung). Gehe das Risiko ein, ihr gegenüber verletzlich zu sein, damit sie es umgekehrt auch sein kann.

    In Deinem Anfangspost klang es dann auch sehr nach "jetzt muss sie aber auch was tun".
    Das ist wahrscheinlich sogar berechtigt, hilft Dir aber nicht weiter. Man öffnet sich nicht, weil man muss, sondern weil man will.
    Ich hatte cosima hauptsächlich widersprochen, weil es meine Meinung nach eben nicht hilfreich ist sich gedanklich auf "es ist an dem einen" und "der andere muss" einzulassen. Diese Denke führt eher zu Konfrontation als zu gemeinsamen Lösungen.

    "Liebe, Sex und Geborgenheit" (aus Deinem Anfangspost) sind - meiner Meinung nach - keine überzogenen Ansprüche, aber man kann sie halt nicht "erzwingen" oder sich verdienen, sondern nur "geschenkt bekommen" (zumindest den Sex, von dem ich meine, dass Du ihn willst).

    Womit wir wieder bei Deinem Grundproblem wären ... wie schafft ihr es dahin zu kommen, dass ihr Euch gegenseitig alle diese Geschenke machen wollt?

    Du hast ja schon einiges geändert und konzentrierst Dich mehr auf Deine Familie und Beziehung.
    Weiter so! Aber nicht, weil Du ein Ziel hast, sondern weil Du es gerne tust.
    Wenn Du keine Gegenleistung erwartest, ist es auch keine Enttäuschung, wenn sie ausbleibt.
    Und eigentlich sollte es auch nicht um "Gegenleistung" gehen (ist ja keine Firma, wo am Ende ein und Ausgaben stimmen müssen), sondern darum gerne etwas für den anderen zu tun, einfach so.

    Ist natürlich leichter gesagt als getan.
    Und Sex kann man leider nicht so einfach geben, wenn der andere nicht bereit ist, ihn anzunehmen.
    Vielleicht wird deshalb so oft Sex als Problem wahrgenommen, denn Liebe und Geborgenheit kann man auch schon mal unverbindlich geben oder annehmen (auch wenn das nicht wirklich sinnvoll ist). Aber beim Sex muss man Farbe bekennen, der ist schwer nur "über sich ergehen zu lassen" (geschlechtsunabhängig).

    Ich habe es noch nicht geschafft alle Beiträge zu lesen, daher Entschuldigung, falls ich eine schon genannte Idee wiederhole:
    Wenn Dir Sex so wichtig ist (was ich durchaus verstehen kann), wäre ein Kompromiss, Geben und Nehmen zu trennen - einmal verwöhnst nur Du sie, ein andermal nur sie Dich.
    Es "nur Dir zuliebe" zu tun ist zwar nicht die beste Grundlage, aber "Dir zuliebe" klingt auch nicht, als wäre es ihr völlig egal. Wenn sie nur gibt, könnte es für sie einfacher - idealerweise angenehm - sein. Es gibt so viele Varianten, da müsste eigentlich auch eine dabei, die es für sie "akzeptabel" und für Dich vielleicht sogar interessanter machen könnten.
    Umgekehrt kann es auch einfacher sein, nur anzunehmen, sich bewundern und verwöhnen zu lassen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was im Gegenzug erwartet wird.
    Und wenn hier der Erwartungsdruck genommen ist, ist vielleicht anderes auch leichter anzugehen.

    Ist immer etwas schwierig in eine laufende Diskussion einzusteigen, aber vielleicht ist ja irgendein Gedanke dabei, der Dir weiter hilft.

    Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen,

    SP
    Ja, du hast ganz sicher recht. Nur leider unternimmt sie keinerlei Anstrengungen die Situation zu verbessern. Nicht mal verbal. Ich habe täglich mehr den Eindruck es ist ihr alles egal. Meine Probleme interessieren sie nicht. Dass unsere Beziehung und Ehe dadurch massiv in Gefahr ist interessiert sie auch nicht. Was soll ich denn noch denken? Ich renne permanent gegen Wände. Mittlerweile habe ich meine Anstrengungen eingestellt. Ich kann einfach nicht mehr. Wenn sie solche Probleme damit hat (mit mir hat), dann kann ich es wohl auch nicht ändern. Sie weiß von meinen Problemen, wie sehr mir das ganze zusetzt. Das schlimmste ist ihr Desinteresse. Langfristig bedeutet dies das Ende unserer Ehe. Aber diese scheint in ihrer Prioritätenliste auch nicht sehr weit oben zu stehen. Sie scheint auch ohne mich glücklich und zufrieden zu sein, ich komme mir eigentlich nur wie ein Störkörper vor der das Geld ranschafft.

    Wenn sie nicht in der Lage ist eine „normale“ Beziehung zu führen, oder wenigstens dies zu versucht, dann soll sie ohne mich glücklich werden (bleiben).

  4. #204
    SchmoozePal ist offline newbie

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    Ja, du hast ganz sicher recht.
    Mit welchem Teil?
    So aus der Ferne wäre es schon unglaublich, in Allem recht zu haben ...
    Es ging mir hauptsächlich darum, ein paar Gedanken ins Spiel zu bringen, die Dir vielleicht weiter helfen.

    Nur leider unternimmt sie keinerlei Anstrengungen die Situation zu verbessern. Nicht mal verbal.
    Keine Verbesserung ist für Dich in dieser Situation - verständlicherweise eigentlich schon eine Verschlechterung, da es Dir dabei zunehmend schlechter geht.
    Andererseits unternimmt sie ja auch keine Anstrengungen es zu verschlimmern oder Eure Beziehung zu beenden?
    Ohne zu wissen, was wirklich in ihr vorgeht, könnte das auch "wer nichts macht, macht nichts falsch" sein. Stimmt natürlich nicht, aber immer wieder gerne genommen, wenn man z.B. von einer Situation überfordert ist.

    Ich habe täglich mehr den Eindruck es ist ihr alles egal. Meine Probleme interessieren sie nicht.
    Es wäre es schon verwunderlich, wenn ihr Familie und Beziehung wirklich völlig egal wären. Wenn ich Dich recht verstanden habe, hatte ihr ja durchaus vor den schlechten Zeiten auch gute Zeiten?

    Dass unsere Beziehung und Ehe dadurch massiv in Gefahr ist interessiert sie auch nicht. Was soll ich denn noch denken? Ich renne permanent gegen Wände. Mittlerweile habe ich meine Anstrengungen eingestellt. Ich kann einfach nicht mehr.
    Nicht länger schmerzhaft und nutzlos gegen Wände rennen klingt vernünftig.
    Das Gefühl nicht mehr zu können ist auch verständlich, aber solange es noch nicht vorbei ist, traue ich Dir zu durchzuhalten.

    Wenn sie solche Probleme damit hat (mit mir hat), dann kann ich es wohl auch nicht ändern.
    Jein; wenn sie nichts ändern will, kannst Du sie natürlich nicht zwingen ...

    Sie weiß von meinen Problemen, wie sehr mir das ganze zusetzt. Das schlimmste ist ihr Desinteresse.
    ... aber wissen ist nicht erleben und Desinteresse umso schwieriger, je betroffener man ist.
    Also wenn etwas passiert, das Dir zusetzt, sagst/erklärst/zeigst Du ihr das (unmittelbar) und hat das erkennbare Auswirkungen für sie?
    Schwierig, ein Beispiel zu finden, da das sehr von Euch beiden und der Situation abhängt.
    Du hattest von zusammen/getrennt schlafen geschrieben ... da könnte Dir etwas durchaus so zusetzen, dass akut Abstand/Nähe brauchst und es deswegen diese Nacht genau andersrum ist.
    Ziel dabei ist wohlgemerkt nicht, sich willkürlich etwas auszudenken, sondern vielmehr ihr Verhalten seine natürlichen Folgen haben zu lassen, statt Last auf Dich zu nehmen. Also im Beispiel nicht im Gästezimmer leiden, sondern im Ehebett schlummern (oder hoffentlich nicht schlechter schlafen) und sie überlegen lassen, wie sie mit der Situation umgeht.

    Langfristig bedeutet dies das Ende unserer Ehe. Aber diese scheint in ihrer Prioritätenliste auch nicht sehr weit oben zu stehen.
    Prioritäten sind ein komische Sache. Oft setzen wir unsere Prioritäten gar nicht nach dem, was uns wichtig ist.
    Wenn man keine Sorge hat, dass am Auto was sein könnte, hat z.B. Wartung oft keine sehr hohe Priorität, auch wenn alternativlos auf das Auto angewiesen ist.

    Sie scheint auch ohne mich glücklich und zufrieden zu sein, ich komme mir eigentlich nur wie ein Störkörper vor der das Geld ranschafft.
    Ist sie denn ohne Dich? Ich hatte das so verstanden, dass sie Dich schon noch hat, solange es nicht intim wird?
    Das Geld ran schaffen ist dabei aber nicht Dein Problem, oder? Sondern das Störkörper sein?
    Wie/bei was störst Du denn? Sind da Situationen dabei, wo Du einfach stumpf sein kannst und das Stören ausleben oder die Situation übernehmen? Siehe oben, nicht das Störkörpergefühl in Dich hineinfressen, sondern die Situation nutzen, damit sie ihre Position hinterfragen muss.
    Beruflich müsstest Du doch mit Besprechungen/Kundengesprächen/... zu tun haben, wo man Dich in eine ähnliche Position ("Störkörper") zu bringen versucht, um einen Vorteil zu erlangen. Wie gehst Du damit um?

    Wenn sie nicht in der Lage ist eine „normale“ Beziehung zu führen, oder wenigstens dies zu versucht, dann soll sie ohne mich glücklich werden (bleiben).
    Was wäre, wenn sie gar nicht ohne Dich glücklich werden kann/will, sondern genau so, wie es gerade ist?
    Wenn ohne Dich also unglücklich bedeuten würde?

    SP

  5. #205
    verzweifelterMann ist offline VerzweifelterMann

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von SchmoozePal Beitrag anzeigen
    Mit welchem Teil?
    So aus der Ferne wäre es schon unglaublich, in Allem recht zu haben ...
    Es ging mir hauptsächlich darum, ein paar Gedanken ins Spiel zu bringen, die Dir vielleicht weiter helfen.



    Keine Verbesserung ist für Dich in dieser Situation - verständlicherweise eigentlich schon eine Verschlechterung, da es Dir dabei zunehmend schlechter geht.
    Andererseits unternimmt sie ja auch keine Anstrengungen es zu verschlimmern oder Eure Beziehung zu beenden?
    Ohne zu wissen, was wirklich in ihr vorgeht, könnte das auch "wer nichts macht, macht nichts falsch" sein. Stimmt natürlich nicht, aber immer wieder gerne genommen, wenn man z.B. von einer Situation überfordert ist.



    Es wäre es schon verwunderlich, wenn ihr Familie und Beziehung wirklich völlig egal wären. Wenn ich Dich recht verstanden habe, hatte ihr ja durchaus vor den schlechten Zeiten auch gute Zeiten
    SP
    Ich meinte du hast recht mit deinen Interpretationen und den möglichen Ursachen.

    Natürlich hatten wir vorher auch gute Zeiten, schließlich haben wir geheiratet und zwei Kinder. Wobei ich mittlerweile sehr viel hinterfrage.

  6. #206
    verzweifelterMann ist offline VerzweifelterMann

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von SchmoozePal Beitrag anzeigen
    Nicht länger schmerzhaft und nutzlos gegen Wände rennen klingt vernünftig.
    Das Gefühl nicht mehr zu können ist auch verständlich, aber solange es noch nicht vorbei ist, traue ich Dir zu durchzuhalten.

    Jein; wenn sie nichts ändern will, kannst Du sie natürlich nicht zwingen ...
    SP
    Ich renne nicht mehr gegen Wände, weil ich meine Anstrengungen eingestellt habe, weil ich resigniert habe. Natürlich, wenn sie nichts ändern WILL, und den Eindruck habe ich nunmal, kann ich sie nicht zwingen.

  7. #207
    verzweifelterMann ist offline VerzweifelterMann

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von SchmoozePal Beitrag anzeigen
    Prioritäten sind ein komische Sache. Oft setzen wir unsere Prioritäten gar nicht nach dem, was uns wichtig ist.
    Wenn man keine Sorge hat, dass am Auto was sein könnte, hat z.B. Wartung oft keine sehr hohe Priorität, auch wenn alternativlos auf das Auto angewiesen ist.



    Ist sie denn ohne Dich? Ich hatte das so verstanden, dass sie Dich schon noch hat, solange es nicht intim wird?
    Das Geld ran schaffen ist dabei aber nicht Dein Problem, oder? Sondern das Störkörper sein?
    Wie/bei was störst Du denn? Sind da Situationen dabei, wo Du einfach stumpf sein kannst und das Stören ausleben oder die Situation übernehmen? Siehe oben, nicht das Störkörpergefühl in Dich hineinfressen, sondern die Situation nutzen, damit sie ihre Position hinterfragen muss.
    Beruflich müsstest Du doch mit Besprechungen/Kundengesprächen/... zu tun haben, wo man Dich in eine ähnliche Position ("Störkörper") zu bringen versucht, um einen Vorteil zu erlangen. Wie gehst Du damit um?
    SP
    Wenn ich ein Auto habe das zunehmend schlechter läuft kann ich das ignorieren. Wenn dies aber bloß noch auf einem Zylinder läuft und auseinander fällt? Wenn gehe ich in die Werkstatt? Wann fange ich an zu reparieren und zu investieren? Es sei denn mir ist es egal. Wenn ich ohne Auto genauso gut klar komme und mir die notwendige Investitionen zu hoch wäre, lass ich es halt kaputt gehen.

    Wobei ich störe? Ich kann das nicht an einem Konkreten Beispiel fest machen. Im täglichen Leben. Und vor allem bei meinen „Forderungen und Erwartungen“ nach liebe und Geborgenheit.

  8. #208
    verzweifelterMann ist offline VerzweifelterMann

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von SchmoozePal Beitrag anzeigen
    Was wäre, wenn sie gar nicht ohne Dich glücklich werden kann/will, sondern genau so, wie es gerade ist?
    Wenn ohne Dich also unglücklich bedeuten würde?

    SP
    WENN das so wäre sollte sie ganz schnell etwas ändern, denn so geht man nicht mit seinem Partner um den man möglicherweise noch liebt, bzw. mit der Beziehung an der einem noch was liegt! So verhält man sich wenn man den Partner wegtreiben will.

  9. #209
    verzweifelterMann ist offline VerzweifelterMann

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von SchmoozePal Beitrag anzeigen
    ... aber wissen ist nicht erleben und Desinteresse umso schwieriger, je betroffener man ist.
    Also wenn etwas passiert, das Dir zusetzt, sagst/erklärst/zeigst Du ihr das (unmittelbar) und hat das erkennbare Auswirkungen für sie?
    Schwierig, ein Beispiel zu finden, da das sehr von Euch beiden und der Situation abhängt.
    Du hattest von zusammen/getrennt schlafen geschrieben ... da könnte Dir etwas durchaus so zusetzen, dass akut Abstand/Nähe brauchst und es deswegen diese Nacht genau andersrum ist.
    Ziel dabei ist wohlgemerkt nicht, sich willkürlich etwas auszudenken, sondern vielmehr ihr Verhalten seine natürlichen Folgen haben zu lassen, statt Last auf Dich zu nehmen. Also im Beispiel nicht im Gästezimmer leiden, sondern im Ehebett schlummern (oder hoffentlich nicht schlechter schlafen) und sie überlegen lassen, wie sie mit der Situation umgeht.

    SP
    Das würde niemals funktionieren, dafür sind wir schon zu distanziert, zu weit voneinander entfernt. Sie will mich nicht, sie will meine Nähe nicht, sie will ihre Ruhe. Und wenn ich versuche was dagegen zu tun gibt das nur böses Blut und wirkt sich negativ auf unseren Umgang und den mit den Kindern aus.

    Was ihr Verhalten für Auswirkungen hat weiß sie doch längst.

  10. #210
    SchmoozePal ist offline newbie

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    Standard Re: Meine Frau will keinen Sex mehr

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    (...) Wenn gehe ich in die Werkstatt? Wann fange ich an zu reparieren und zu investieren? Es sei denn mir ist es egal. Wenn ich ohne Auto genauso gut klar komme und mir die notwendige Investitionen zu hoch wäre, lass ich es halt kaputt gehen.
    Ich kenne auch das Gefühl, den Werkstattbesuch möglichst lange hinaus zu zögern, weil ich "Angst" vor der Diagnose habe.
    Bis man in der Werkstatt ist, ist es nur ein "komisches Geräusch".
    Dann ist es ein kaputtes Radlager.
    Und dann ein fette Rechnung, die man sich vielleicht gerade nicht leisten kann.
    Letztlich lasse ich mich von diesem Gefühl nicht vom Notwendigen abhalten, denn es macht die Sache nur schlimmer (teurer, gefährlicher, ...); Du klingst wie jemand, der es ähnlich handhabt.

    Ich will da mit nur sagen: Es gibt auch andere Gründe, als dass es einem egal ist.
    Siehe mein erstes Posting - eben weil es einem wichtig ist, versucht man das Problem zu ignorieren, weil man sich dem, was man schon auf sich zukommen ahnt, nicht gewachsen fühlt.
    Klar, objektiv führt den Kopf-in-den Sand-stecken nur dazu, dass die Welle vor einem sich immer höher aufbaut, bis sie irgendwann katastrophal bricht.
    Es ist allerdings auch ein Überlebensmechanismus, genau das zu tun. Wenn man das Problem nicht gefasst bekommt und/oder keinen Ausweg sieht, einfach weiter machen und hoffen.

    Ich kenne auch Fälle, da lässt man ein Auto kaputt gehen, weil man Angst hat es zu fahren.
    Der Angst will man sich nicht stellen und sie schon gar nicht anderen Preis geben, aber "Auto kaputt", das versteht jeder und ist mitfühlend.

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    WENN das so wäre sollte sie ganz schnell etwas ändern, denn so geht man nicht mit seinem Partner um den man möglicherweise noch liebt, bzw. mit der Beziehung an der einem noch was liegt! So verhält man sich wenn man den Partner wegtreiben will.
    Ist es "nur" ihr Verhalten oder will sie die Beziehung/Familie aktiv auflösen?
    Es dem anderen so lange schwer zu machen, bis er/sie die Beziehung beendet, ist ja durchaus eine Strategie: "Du hast aufgegeben, nicht ich ... ( ..ich habe Dich nur dazu getrieben)."
    Nach der gleichen Methode versuchen manche Partner aber auch, einen Beweis zu erzwingen, dass der andere zu ihnen hält. Funktioniert natürlich nicht, denn den Beweis braucht der Partner ja nur, weil er an der Beziehung zweifelt. Und keine durchgestandene Belastungsprobe kann den Zweifel beseitigen, dass die nächste dann doch schief geht ... ein Teufelskreis.

    Sorry, damit bin ich wieder am Anfang. Solange Du nicht herausfinden kannst, warum sie sich so verhält, kann ihr Verhalten Unterschiedlichstes bedeuten. Soll sogar Menschen geben, die ihre Beziehung "sabotieren", um sich selbst (für was auch immer) zu bestrafen (und dabei übersehen, dass es eine Kollektivstrafe wird ...).
    Kann also heißen, dass sie mit Eurer Beziehung abgeschlossen hat, kann aber auch ganz andere Ursachen haben, die möglicherweise nur indirekt mit Dir zu tun haben. Fällt Dir da irgendwas ein?

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    Wobei ich störe? Ich kann das nicht an einem Konkreten Beispiel fest machen. Im täglichen Leben. Und vor allem bei meinen „Forderungen und Erwartungen“ nach liebe und Geborgenheit.
    Als derjenige, der erwerbsbedingt weniger Anteil am Alltag hat (und Du steigerst Deinen Anteil ja erst wieder?), kann man sich schnell im Weg fühlen, weil eben jener Alltag ohne einen eingespielt ist. Ist doof, aber wenn es nur das ist, einerseits kaum zu ändern und andererseits in den Griff zu kriegen.
    Gut, dass „Forderungen und Erwartungen“ in Anführungszeichen stehen, sonst hätte ich jetzt schreiben müssen, dass man Liebe und Geborgenheit naturgemäß weder fordern noch erwarten kann.

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    Und wenn ich versuche was dagegen zu tun gibt das nur böses Blut und wirkt sich negativ auf unseren Umgang und den mit den Kindern aus.
    Nach meinen Erfahrungen mit Kindern und was ich so von (ehemaligen) Kindern gehört habe, die in solchen Situationen waren, wirkt sich das permanent auf Euren Umgang mit Euren Kindern und deren Umfeld aus; bei "bösem Blut" ist es nur ausgeprägter und/oder offensichtlicher.
    Kinder haben da eine sehr gute Wahrnehmung ... und einen guten Instinkt aus der Schusslinie zu bleiben.

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    Das würde niemals funktionieren, dafür sind wir schon zu distanziert, zu weit voneinander entfernt. Sie will mich nicht, sie will meine Nähe nicht, sie will ihre Ruhe.
    Wenn Du resigniert hast, wie Du in Deinem anderen Post geschrieben hast, und sie Dich definitiv nicht will, könnt ihr Euch der Schadensbearbeitung und -begrenzung zuwenden. Irgendwie muss es ja weitergehen und auch wenn es nicht zusammen weiter geht, müsst Ihr den Weg in die Trennung zusammen beschreiten.
    Wenn es noch nicht so weit ist, dann bring sie eben aus der Ruhe. Mach es ihr, wie schon gesagt, nicht einfach, deine Nähe nicht zu wollen. Nicht im Sinne, Dich aufzudrängen, sondern lass sie immer wieder entscheiden, dass sie etwas, das schön sein könnte und sollte, nicht will.
    Es ist anstrengend, immer wieder mit "Ich fände es schön, wenn wir gemeinsam ..." abzublitzen; es ist aber auch anstrengend, Dich immer wieder abblitzen zu lassen.
    Und manches kannst Du auch einfach - freundlich und unaufdringlich - tun und es ihr überlassen, ob sie mitmacht, sie ihre Ruhe sucht oder sie böses Blut schafft. Und wenn sie letzteres tut, kann man das auch ganz ohne eigenes böses Blut ansprechen.
    Oder am Beispiel getrennt schlafen. Erinnere ich mich recht, dass Du ins Exil bist? Warum? Wenn sie ihre Ruhe will, kann sie doch das Ehebett verlassen. Gleicher Effekt, aber ganz andere Situation für Euch beide.

    Zitat Zitat von verzweifelterMann Beitrag anzeigen
    Was ihr Verhalten für Auswirkungen hat weiß sie doch längst.
    Weiß sie und versteht sie das auch?
    Habt ihr Euch schon konkret damit auseinandergesetzt, was Trennung real für jeden einzelnen von Euch bedeutet und das in allen Aspekten des Lebens?
    Wenn Ihr Euch tatsächlich hoffnungslos entfremdet habt, zusammen bleiben also keine Option ist, ist es ja egal.
    Sie muss sich halt nur bewusst sein (Dir scheint es klar zu sein?), dass jedes Familienmitglied dabei drauf zahlen wird (und damit meiner ich nicht vorrangig finanziell).

    SP

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