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Thema: Ich will keinen Sex mehr...

  1. #21
    Zero. ist offline Malandro

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von magnus8. Beitrag anzeigen
    Was mir an Deiner Position völlig suspekt ist, ist die Verknüpfung von Körpergewicht und Respekt.
    Das kann ich verstehen. Die Grundlage meiner Position ist, dass ich Körper und Seele nicht trenne. Für mich ist es nicht so, dass der Mensch einen Körper HAT, sondern sein Körper IST. Es ist also nicht so, dass der Mensch in einem Gehäuse wohnt, dass er eben irgendwann abwirft, um dann in ein andere umzuziehen, sondern das Äußere ist Teil seiner Persönlichkeit und damit der Entwicklung dieser Persönlichkeit. Kannst Du mir folgen? Ist klar, was für Konsequenzen das im Fühlen und Denken hat?

    Niemand muss jemanden, der massives Übergewicht mit sich herumschleppt, sexy finden.
    Das ist jedem unbenommen. Zur Prophylaxe gegen weitere Fragen, in denen ich Unterstellungstendenzen mitschwingen fühle: Ich kritisiere selbstverständlich nicht Menschen, die Gesundheitsprobleme haben, Cortison einnehmen müssen, eine fettreiche Diät essen MÜSSEN. Ich meine Leute, die gedankenlos darauflos fressen, sich gehen lassen, denen das völlig egal ist, wie sie sich selber ruinieren.

    Respekt hat der jemand meines Erachtens dennoch verdient.
    Es sei denn, er würde ihn durch Anderes aufs Spiel setzen.
    Meines Erachtens eben nicht. Für mich ist das Inkaufnehmen des Aufgehens wie ein Hefekloß kein rein kosmetischer Makel, der aber innere Werte nicht berührt, sondern ich empfinde das als Ausdruck einer selbstschädigenden Geisteshaltung und Unachtsamkeit.

    Konkret:
    Ich kann Respekt vor jemanden haben, der fett ist.
    Wenn dieser jemand aber z.B. im Pulk mit anderen einen Dritten mobbt, ist er schon weg, dieser Respekt.
    OK, verstanden.

    Die Frage ist: Was ist respektabel?
    Worauf geht mein Respekt für mich und der für andere zurück?
    Welche Werte habe ich?
    Das wäre einen eigenen Thread wert.

    Und wer ist für mich dann respektabler: Michael Moore, Peter Ustinov oder Charlton Heston und Silvio Berlusconi?
    Ah, eine Extremwertbetrachtung? Gut, ich bemerkte schon, dass ein Mensch nicht in Geist und Körper zu zerlegen ist, sondern beides eine Einheit bildet. Also kann ein Peter Ustinov bewusst seinen geistigen Aspekt betonen unter Inkaufnahme einer Schädigung seines körperlichen Aspekts. Das empfinde ich als bedenklich und traurig, denn es wäre schön gewesen, einen gesünderen Peter Ustinov noch ein paar Jahre länger unter den Lebenden weilen zu sehen. Und deswegen wäre es gut gewesen, wenn er besser mit sich umgegangen wäre, denn er litt an Diabetes und Ischialgie, was sich durch eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung vielleicht hätte vermeiden aber sicher hätte hinauszögern lassen. Selbstverständlich habe ich Peter Ustinov respektiert.

    Bei Berlusconi empfinde ich es andersherum: Auch er ist eine Einheit, betont aber Äußerlichkeiten, achtet wohl sehr auf seinen Körper, aber auf Kosten des geistigen Aspekts. Und mit dem, was er tut, verwirkt er selbstverständlich auch bei mir jeden Respekt.

    Menschen, die kämpfen, imponieren mir.
    Wobei ich schon einen Unterschied mache, wofür sie kämpfen.
    Wenn der Kampf um das Idealgewicht alle anderen Kämpfe unwichtig werden lässt, bringe ich bestenfalls Mitgefühl auf.
    Vielleicht ist aber jetzt angekommen, dass der Kampf um meinen Körper und um meine Gesundheit nicht auf den rein äußerlichen Aspekt begrenzt ist. Das Zulassen des Verfalls des Körpers habe ich im Zusammenhang empfunden, dass ich auch meinen Geist habe schleifen lassen.
    Ich habe den Beginn des Abnehmens also als Beginn einer umfassenden "Reconquista" meines ganzen Lebens verstanden, Erkenntnis im Laufe einer mehrjährigen Psychotherapie.

    Es ist also vielleicht angekommen, dass es mir um mehr geht, als um die Zahl auf einer Waage oder ein Bandmaß. Wenn jemand anfängt, um sich selber zu kämpfen und dann auf dem Weg ist, dann kämpft er, dafür mein Respekt... das ist das, worauf ich hinauswollte. Eine auschließliche Fokussierung auf den körperlichen Aspekt ist aber sicher auch ein Irrweg.

    LG

    Zero
    Ordem e Progresso

  2. #22
    Avatar von -DatBloemsche-
    -DatBloemsche- ist offline Hand in Hand ins Glück!

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von Pilar Beitrag anzeigen
    wie sich jemand, der mehr wiegt und vielleicht nicht mit so einem dicken Panzer ausgestattet ist, wohl beim Lesen dieser Zeilen fühlt?
    jupp.
    ich wiege knapp über hundert kilo,leide auch darunter und suche sicher keine ausreden. es ist einfach schwer,diese masse abzunehmen.
    aber eines kann ich sagen,ohne frage passe ich neben meinem mann händchenhaltend oder umschlungen auf den gehweg.und gott sei dank schämt er sich nicht für mich.


    wer zeitweise keine lust auf sex hatte,wegen der körperlichen ausmaße war ICH.
    eben wegen solcher kommentare ,wie die von zero,die sich in mein hirn einbläuen. die mich schämen lassen.
    die mich hemmen. und selbst die große liebe und leidenschaft meines mannes konnte das nicht vollends gesunden.
    Moshi ist weltbeste Löwenkrümel-Binotante es

  3. #23
    luna97 Gast

    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von -DatBloemsche- Beitrag anzeigen
    jupp.
    ich wiege knapp über hundert kilo,leide auch darunter und suche sicher keine ausreden. es ist einfach schwer,diese masse abzunehmen.
    aber eines kann ich sagen,ohne frage passe ich neben meinem mann händchenhaltend oder umschlungen auf den gehweg.und gott sei dank schämt er sich nicht für mich.


    wer zeitweise keine lust auf sex hatte,wegen der körperlichen ausmaße war ICH.
    eben wegen solcher kommentare ,wie die von zero,die sich in mein hirn einbläuen. die mich schämen lassen.
    die mich hemmen. und selbst die große liebe und leidenschaft meines mannes konnte das nicht vollends gesunden.
    Und hattest du nie den Ehrgeiz etwas für dein Wohlbefinden und deine Ausstrahlung zu tun?
    Warum ist das so schwer?
    Hat es nicht auch mit Respekt vor dem Partner zu tun, sich nicht so gehen zu lassen?
    Ich verstehe es wirklich nicht.

  4. #24
    Avatar von -DatBloemsche-
    -DatBloemsche- ist offline Hand in Hand ins Glück!

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von luna97 Beitrag anzeigen
    Und hattest du nie den Ehrgeiz etwas für dein Wohlbefinden und deine Ausstrahlung zu tun?
    Warum ist das so schwer?
    Hat es nicht auch mit Respekt vor dem Partner zu tun, sich nicht so gehen zu lassen?
    Ich verstehe es wirklich nicht.
    mein mann und ich haben uns kennengelernt in der blüte unseres lebens
    ich wog zu der zeit 58kg bei 172 und fuhr jeden tag rennrad. er war auch lesitungssportler und gestählt.
    krank war ich zu dem zeitpunkt schon lange,aber aufgrund meines alters und eines medikamentes war meine erkrankung so gut wie eingedämmt.
    im laufe der jahre habe ich (im nachhinein betrachtet) sicher eine depression gehabt und habe keinen sport mehr gemacht und geFRESSEN(diese zeit kann ich mir ankreiden.) ich nahm zu und wog 76kg.
    als dann unser kinderwunsch aufkam,entglitt alles und ich nahm rasend schnell zu. ohne ein äusseres fress-zutun von mir.
    ich war/bin(zeitweise natürlich immer noch) sehr unglücklich,voller selbsthass.

    ich habe in meiner therapie aber gelernt,dass ich VOR einer gewichtsabnahme erst viele dicke mauern einzureißen habe. ich habe in vielen sitzungen daran gearbeitet die gründe zu beheben,meine kindheit aufzuarbeiten.
    jetzt steht zwischen einem schlanken ich und mir nur noch der wille und die erkrankung. um wirklich sehr abzunehmen müsste ich sehr,sehr viele opfer aufbringen.

    ich habe bereits von schwankend zwischen 120 und 117 auf aktuell 103 abgenommen.
    ein traum wäre 90 kg zu wiegen. womit ich in augen vieler menschen immer noch undiszipliniert,ohne respekt und letztlich viel zu fett wäre.
    Moshi ist weltbeste Löwenkrümel-Binotante es

  5. #25
    luna97 Gast

    Standard Re: @ Zero

    [QUOTE=-DatBloemsche-;19548042]
    mein mann und ich haben uns kennengelernt in der blüte unseres lebens
    ich wog zu der zeit 58kg bei 172 und fuhr jeden tag rennrad. er war auch lesitungssportler und gestählt.
    Das hört sich noch gut an.

    krank war ich zu dem zeitpunkt schon lange,aber aufgrund meines alters und eines medikamentes war meine erkrankung so gut wie eingedämmt.
    im laufe der jahre habe ich (im nachhinein betrachtet) sicher eine depression gehabt und habe keinen sport mehr gemacht und geFRESSEN(diese zeit kann ich mir ankreiden.) ich nahm zu und wog 76kg.
    als dann unser kinderwunsch aufkam,entglitt alles und ich nahm rasend schnell zu. ohne ein äusseres fress-zutun von mir.
    Einfach so ohne übermäßige Nahrungszufuhr?
    Lag das an der Krankheit?

    ich war/bin(zeitweise natürlich immer noch) sehr unglücklich,voller selbsthass.
    Das könnte Motivation sein, was zu tun, oder?

    ich habe in meiner therapie aber gelernt,dass ich VOR einer gewichtsabnahme erst viele dicke mauern einzureißen habe. ich habe in vielen sitzungen daran gearbeitet die gründe zu beheben,meine kindheit aufzuarbeiten.
    jetzt steht zwischen einem schlanken ich und mir nur noch der wille und die erkrankung. um wirklich sehr abzunehmen müsste ich sehr,sehr viele opfer aufbringen.
    Klingt nach einem Zusammenhang zwischen seelischem Ungleichgewicht und Gewichtszunahme.
    Wie so oft.
    Hat dein Mann denn Verständnis?
    Ich finde gut, daß du in Therapie bist und an dem Problem arbeitest.
    Nur Abnehmen allein wird ja nicht möglich sein ohne gleichzeitige Aufarbeitung psychischer Probleme, wie ich dich verstehe.

    ich habe bereits von schwankend zwischen 120 und 117 auf aktuell 103 abgenommen.
    Dann hattest du dich ja verdoppelt.
    Herzlichen Glückwunsch erstmal zum Teilerfolg.
    Wie siehts bei Euch denn mit der Erotik aus?

    ein traum wäre 90 kg zu wiegen. womit ich in augen vieler menschen immer noch undiszipliniert,ohne respekt und letztlich viel zu fett wäre.
    wenn du das schaffst, RESPEKT!
    Danke für deine offene Antwort.
    Für mich ist das alles eine völlig fremde Welt mit BMI 19.
    Viel Glück bei allem!

  6. #26
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ich will keinen Sex mehr...

    Zitat Zitat von Yuppiduuu Beitrag anzeigen
    Vielleicht steckt Jemand hier in einer ähnlichen Situation wie ich.
    Ich hatte seit jeher eine Schwäche für schlanke bzw. Frauen mit "Fleisch auf den Knochen". Starkes Übergewicht finde ich absolut abturnend - sexuell gesehen.
    Als meine Frau und ich uns kennenlernten war sie, von der Optik her, die schärfste Frau mit der ich jemals etwas hatte. Aber bereits vom "Start" weg hat sie Figurmäßig kaum auf sich geachtet.
    Als wir 2 Jahre später heirateten hatte sie schon (lt. eigener Aussage) 10 Kilo mehr auf den Knochen. Beim ersten Kind hat sie dann überhaupt nicht mehr auf sich geachtet und über 30 Kilo zugenommen.
    Nicht weil es medizinische Ursachen gab. Sie konnte endlich einmal Essen soviel sie wollte...
    Bis heute hat sie nie mehr abgenommen, es auch nicht einmal ernsthaft versucht.
    Obwohl ich sie immer noch liebe, versuche ich mich um Sex herumzudrücken wo es nur geht. Ich finde "dick" einfach gänzlich unerotisch, nein eher sogar abstossend.
    Wie gesagt nur wenn es um Sex geht. Ich habe z.B. eine sehr gute Freundin, die auch stark übergewichtig ist. Da ist mir das egal, weil wir eben kein Paar sind und Sexuelles kein Thema.
    Meine Frau ist übrigens der Meinung, das man seinen Partner immer attraktiv zu finden hat, egal was er aus sich macht.
    Bin ich in meiner Ansicht unfair ihr gegenüber? Man kann ja nichts dafür was man mag und was nicht! Wie denkt ihr darüber?
    Mir würde es umgekehrt genaus gehen.
    Wenn ich einen schlanken, durchtrainierten Mann kennenlerne und drei Jahre später habe ich einen dicken Kerl daheim der sich gehen lässt, dann hätte ich wohl auch keine Lust auf Sex.

    Ich frag mich aber schon was da passiert ist.
    Du schreibst sie hätte von Anfang an "figurmäßig" nicht auf sich geachtet. Allein das finde ich schon alarmierend, hat sie denn ihr Gewicht als ihr euch kennengelernt habt nur gehalten weil sie permanent darauf "geachtet" hat?
    Sowas ist fürchterlich und das hält kein Mensch auf Dauer durch. Ich weiss auch nicht ob Du glücklicher mit einer Frau wärst, die zwar optisch Deinen Vorstellungen entspricht, das aber nur erreichen kann indem sie täglich hungert.

    Wie ist das jetzt? Was frustriert sie so dass sie so extrem futtert? Ist es das Leben mit Kindern, als Hausfrau?
    Wie läuft das zwischen euch ab, unterstützt Du sie, ward ihr mal zur Beratung?

    Obwohl ich Dich verstehe wirst Du Deine Ehe mit "ich hab keine Lust, sie ist zu fett" nicht aufrechterhalten können

  7. #27
    Zero. ist offline Malandro

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von -DatBloemsche- Beitrag anzeigen
    jupp.
    ich wiege knapp über hundert kilo,leide auch darunter und suche sicher keine ausreden. es ist einfach schwer,diese masse abzunehmen.
    In der Tat. Ich habe 10kg weg und mir scheint es, die nächsten sind viel schwerer.

    aber eines kann ich sagen,ohne frage passe ich neben meinem mann händchenhaltend oder umschlungen auf den gehweg.und gott sei dank schämt er sich nicht für mich.
    Von schämen war nie die Rede, davon halte ich nichts. Ich hatte aber ein Bild frisch vor Augen, zwei amerikanische Touristen, die sich sich auf dem Gehweg wankend Hamburger reinstopften und an denen ich nicht vorbeikam.

    wer zeitweise keine lust auf sex hatte,wegen der körperlichen ausmaße war ICH.
    eben wegen solcher kommentare ,wie die von zero,die sich in mein hirn einbläuen. die mich schämen lassen.
    Was nur dann können, wenn sie in Deinem Inneren auf Resonnanz treffen.

    die mich hemmen. und selbst die große liebe und leidenschaft meines mannes konnte das nicht vollends gesunden
    An der Stelle wünschte ich allen, sie könnten von der Thematik hier unabhängig etwas lernen, nämlich, die Kommentare anderer gegen die ihrer Lieben abzuwägen und letzteren zu glauben. Wer bin denn ich in Deinem Leben, wer wäre jeder andere in Deinem Leben, Kinder ausgenommen, gegen Deinen Mann? Nichts, nada!

    Aber: Das rechtfertigt meine verbalen Berserkerläufe nicht. Daher und dafür bitte ich um Entschuldigung.

    LG

    Zero

    PS: Meine Beiträge von heute mittag sind hoffentlich geeignet, das, was ich eigentlich empfinde, zu erhellen. Jemand, der trotz Krankheit erfolgreich kämpft, hat gleich meinen doppelten Respekt... obgleich das im Grunde egal ist, wichtig ist der, den man selber vor sich hat. Sollte aber gesagt sein.
    Ordem e Progresso

  8. #28
    Avatar von -DatBloemsche-
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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von Zero. Beitrag anzeigen
    In der Tat. Ich habe 10kg weg und mir scheint es, die nächsten sind viel schwerer.



    Von schämen war nie die Rede, davon halte ich nichts. Ich hatte aber ein Bild frisch vor Augen, zwei amerikanische Touristen, die sich sich auf dem Gehweg wankend Hamburger reinstopften und an denen ich nicht vorbeikam.



    Was nur dann können, wenn sie in Deinem Inneren auf Resonnanz treffen.



    An der Stelle wünschte ich allen, sie könnten von der Thematik hier unabhängig etwas lernen, nämlich, die Kommentare anderer gegen die ihrer Lieben abzuwägen und letzteren zu glauben. Wer bin denn ich in Deinem Leben, wer wäre jeder andere in Deinem Leben, Kinder ausgenommen, gegen Deinen Mann? Nichts, nada!

    Aber: Das rechtfertigt meine verbalen Berserkerläufe nicht. Daher und dafür bitte ich um Entschuldigung.

    LG

    Zero

    PS: Meine Beiträge von heute mittag sind hoffentlich geeignet, das, was ich eigentlich empfinde, zu erhellen. Jemand, der trotz Krankheit erfolgreich kämpft, hat gleich meinen doppelten Respekt... obgleich das im Grunde egal ist, wichtig ist der, den man selber vor sich hat. Sollte aber gesagt sein.
    ich habe dich auch VOR diesem beitrag verstanden. JETZT. noch vor ein paar monaten hätte es mich tief getroffen.

    du hast recht,wer ist xy mit seinem evtl. unbedachten kommentar,dass es so überwiegt vom gehalt der aussage.
    bei mir liegt es evtl. oder ganz sicher tiefer.
    meine erzeugerin hat mich zeit meines lebens als fette sau,häßliches,dickes schwein etc tituliert. niemals habe ich mich als schön empfunden.immer als zu dick.
    mit 16 und 54kg schleppte sie mich zur ernährungsberatung,die mich ablehnten(selbstverständlich) und wo ich zuhause slim fast bis zum erbrechen machen musste. in der zeit fing mein heimlich essen an. mein wahllos stopfen.
    es gibt so viel "häßliches,tiefgehendes",soviel schreckgespenster aus 18 jahren mit meinen erzeugern,die mich so verändert haben,dass ich in der phase der depression gefressen habe. aus trotz. aus dem wissen,die(erzeugerin) findet mich eh fett egal was ich mache,dann ist es auch schon egal. mein ps<chologe beschrieb es als mein einzig mögliches auflehnen gegen dieser situation in der ich aufwuchs.
    meine erkrankung spielte mir dann zusätzlich einen streich.
    ich kann kh nicht verstoffwechseln,wie gesunde. zudem ist mein kompletter metabolismus aus dem gleichgewicht gekommen. ich habe einen irrsinnig langsamen stoffwechsel und eine über jahre fast nicht beherrschbare sd -unterfunktion.
    hier mal ein ausschnitt aus einer wissenschaftlichen studie zu meiner erkrankung:
    Bei PCOS-Patientinnen scheinen nicht nur die absolute Menge zugeführter Kalorien, sondern die Zusammensetzung der Nahrung, körperliche Aktivität und insbesondere genetische Faktoren die Adipositas zu beeinflussen. Eine Studie von Wright et. al. (2004) zeigte, dass normalgewichtige Frauen mit PCOS im Mittel weniger Kalorien zu sich nahmen als normalgewichtige Frauen ohne PCOS. Ein Vergleich unterschiedlicher PCOS-Populationen ergab, dass die Prävalenz einer Adipositas in Italien unter PCOS-Frauen niedriger ist als in den Vereinigten Staaten, obwohl die Gesamtmenge an zugeführten Kalorien sich nicht signifikant unterschied (Carmina et. al. 2003). Die Ernährung unterschied sich lediglich in dem höheren Anteil gesättigter Fettsäuren bei den amerikanischen Patientinnen.


    es ist für mich unheimlich schwer abzunehmen. es ist möglich ja. aber es ist ein unglaublicher kampf. und seelisch instabil habe ich das in der vollen härte nicht geschafft.
    und neun jahre hormontherapie haben ihr übriges getan.

    nichts desto trotz,wäre ich wieder die ,die ich war. die ich jetzt auf fotos sehe und als tatsächlich schlank sehen kann.
    ich hemme mich selbst und das tut mir weh und ärgert mich.
    sehr gerne wäre ich wieder das wilde biest im bett. aber als doppel-moppel komme ich mir so dermaßen deplatziert vor.
    Moshi ist weltbeste Löwenkrümel-Binotante es

  9. #29
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von Zero. Beitrag anzeigen
    Jemand, der keinen Respekt vor sich selbst hat, kann auch nicht erwarten, dass andere den haben.

    LG

    Zero
    Wie kommst du drauf, dass jemand, der eventuell nicht seinen Körper als vorrangig für sein Selbstwertgefühl betrachtet (bzw. das Aussehen dieses Körpers, gemessen daran, was gerade gesellschaftstauglich ist), keinen Respekt vor sich selbst hat?

  10. #30
    Zero. ist offline Malandro

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Wie kommst du drauf, dass jemand, der eventuell nicht seinen Körper als vorrangig für sein Selbstwertgefühl betrachtet (bzw. das Aussehen dieses Körpers, gemessen daran, was gerade gesellschaftstauglich ist), keinen Respekt vor sich selbst hat?

    War ein Denkfehler, der von meiner persönlichen Einstellung ausgeht und von dem, wie ich fühlen und denken müsste, um einen BMI 37 oder auch nur die Tendenz dahin an mir selber zuzulassen.

    Kannst Du in einer meiner Antworten an magnus lesen. Das Beispiel Peter Ustinov war ein gutes Gegenbeispiel. Der hatte aber auch noch keinen BMI von 37.

    Um es aber nochmal deutlich zu sagen: Ich gehe von körperlich gesunden Menschen aus, nicht von Menschen, deren Stoffwechsel durch Krankheit oder Medikamente behindert ist oder die aufgrund körperlicher Gebrechen auch nicht mehr trainieren können.

    Bei einem BMI von 37 - und das war mein Aufhänger, nicht ein leichtes Übergewicht Marke "Winterspeck" - ist die Frage, ob das Äußere gesellschaftstauglich ist, oder nicht, auch schon völlig egal. Nicht, weil man die Grenze da wohl ohnehin schon weit hinter sich gelassen hat, sondern weil man sich mit sowas selber ruiniert.

    Es gehört wohl nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, was die Gelenke, die Wirbelsäule und das Herz-Kreislauf-System bei BMI 37 vor den Latz geknallt bekommen.

    Ein Bild zur Verdeutlichung: Für einen BMI von 37 müsste ich >40kg zunehmen. Das wären also 160 (!) 250g-Packungen Butter, die ich in mir unterbringen müsste....

    Das Motto ist hier also nicht "Wer wird Topmodel" sondern "Rette sich, wer kann" und zwar die eigene Gesundheit.



    LG

    Zero
    Ordem e Progresso

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