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Thema: Ich will keinen Sex mehr...

  1. #31
    Zero. ist offline Malandro

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    Standard Re: @ Zero

    ich habe dich auch VOR diesem beitrag verstanden. JETZT. noch vor ein paar monaten hätte es mich tief getroffen.
    Zum einen ist damit auch klar, dass Du gar nicht gemeint warst... so oder so hilft es aber hier wohl niemandem, verbal die Axt im Walde zu geben...
    du hast recht,wer ist xy mit seinem evtl. unbedachten kommentar,dass es so überwiegt vom gehalt der aussage.
    Und wie kann man diesen xy diese Macht, die ihnen nicht zusteht, entziehen? Ich wünsche Dir, dass Du es wirksam herausfindest.

    bei mir liegt es evtl. oder ganz sicher tiefer.
    Ganz sicher tiefer. Sag ich als jemand, der jahrelange Therapie hinter sich hat.
    meine erzeugerin hat mich zeit meines lebens als fette sau,häßliches,dickes schwein etc tituliert. niemals habe ich mich als schön empfunden.immer als zu dick.
    Die Bezeichnung Deiner Mam als "meine Erzeugerin" spricht ja schon für sich. So einen Titel erwirbt man sich bei seinem Kind sicher nicht honoris causa..
    mit 16 und 54kg schleppte sie mich zur ernährungsberatung,die mich ablehnten(selbstverständlich) und wo ich zuhause slim fast bis zum erbrechen machen musste. in der zeit fing mein heimlich essen an. mein wahllos stopfen.
    Mit 16 und 54kg fett? Ich denke mal, es war eher Deine Erzeugerin, die man hätte wohin schleppen sollen, oder?
    Ich habe mit 16 50kg gewogen und das was definitiv Untergewicht. Deswegen musste ich als Kind zu Aufpäppelungskuren und es wurde versucht, mich mit Beruhigungsmitteln ruhig zu stellen, damit ich nicht alles gleich wieder "abtobe". Ich habe damals Schokolade gefressen wie Brot, aber ich habe am Tag auch gut 30km mit dem Fahrrad zurückgelegt und als ich ein Moped bekam, habe ich jeden Woche zusätzlich zum Schulsport 2x Judo und 2x Karate gehabt. Bei der Army haben sie mich 3 Wochen in den San-Bereich gesteckt, um mich aufzupäppeln, ich wog 54kg.. alles für die Katz. Ich war "Hungerhaken", "Spargeltarzan" und "KZ-Opfer", also die Komplimente flogen ziemlich tief...
    es gibt so viel "häßliches,tiefgehendes",soviel schreckgespenster aus 18 jahren mit meinen erzeugern,die mich so verändert haben,dass ich in der phase der depression gefressen habe. aus trotz. aus dem wissen,die(erzeugerin) findet mich eh fett egal was ich mache,dann ist es auch schon egal. mein ps<chologe beschrieb es als mein einzig mögliches auflehnen gegen dieser situation in der ich aufwuchs.
    Au weia. Ich schätze mal, die Ansprache dieser Leute war wohl nicht das einzige alptraumhafte Geschehen, was Du überleben musstest? Hat die Therapie Dir da helfen können?
    meine erkrankung spielte mir dann zusätzlich einen streich.
    ich kann kh nicht verstoffwechseln,wie gesunde. zudem ist mein kompletter metabolismus aus dem gleichgewicht gekommen. ich habe einen irrsinnig langsamen stoffwechsel und eine über jahre fast nicht beherrschbare sd -unterfunktion.
    es ist für mich unheimlich schwer abzunehmen. es ist möglich ja. aber es ist ein unglaublicher kampf. und seelisch instabil habe ich das in der vollen härte nicht geschafft.
    und neun jahre hormontherapie haben ihr übriges getan.
    Bei mir wendete sich das Blatt dann so ab 35. Dazu kam ein Lebenswandel, der die Zunahme begünstigte, also Streß, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und irgendwann auch mal Frust und Depressionen. Aber ich habe allenfalls mit dem normalen Jo-Jo-Effekt und eigener Inkonsequenz zu tun, meine Brandrede gilt also hauptsächlich mir selber.
    Brandrede war sogar schon mal erfolgreich: Ich hatte mit 15 einen Schulfreund, der recht moppelig war und alleweil neue Kleidung kaufen musste, von mal zu mal größer. Der buk sich selber Kuchen, den er dann mit in die Schule nahm und als Pausenmahlzeit aß, sofern er keine Süßigkeiten dabei hatte. Und zu Hause gab es jeden Nachmittag Kaffee und Kuchen und seine liebe Mam fragte immer fürsorglich, ob wir denn nicht noch ein Stück wollten...
    Mein Schulfreund litt unter seinem Spitznamen er schwitzte bei der kleinsten Anstrengung und wirksame Deos vertrug er nicht. Ich habe ihm ein paar Male in der Form und Wortwahl was gesagt, die ein freundlicher Umgang miteinander gebietet. Das half aber nix. Aber irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und es gab Klartext, gegen den meine unfreundlichen Beiträge hier noch die reinsten Poesiealbums-Einträge wären. Er hat mich, wie erwartet, auf der Stelle rausgeschmissen und mir die Freundschaft gekündigt.
    14 Tage später kam er aber wieder mit dem Radl zur Schule und ließ das Mofa stehen, er hatte Brot, Obst und Gemüse als Verpflegung. Auf sein nachmittägliches Stück Kuchen mochte er nicht verzichten, aber eben 1 Stück und nicht deren drei oder den halben Kuchen. Dann fragte er, ob er mal mit zum Judo kommen könnte, später auch zum Karate.
    Ein Jahr später sah er dann schon ganz anders aus. Normalfigur, die er bis heute hielt.

    nichts desto trotz,wäre ich wieder die ,die ich war. die ich jetzt auf fotos sehe und als tatsächlich schlank sehen kann.
    Was man auf Fotos von früher von sich sieht, erreichen wohl die wenigsten... ich will das auch gar nicht, denn Untergewicht erscheint mir ebenso schlecht, wie Übergewicht.

    ich hemme mich selbst und das tut mir weh und ärgert mich.
    Das finde ich auch schade und wünsche Dir, dass Du da einen Ausweg findest.

    sehr gerne wäre ich wieder das wilde biest im bett. aber als doppel-moppel komme ich mir so dermaßen deplatziert vor.
    Ich denke, das Ziel, was Du Dir gesteckt hast, ist im Sinne Deiner Gesundheit und Lebenserwartung sicher erstrebenswert. Du hast aber keinen Pakt mit dem Teufel mit Deinem Blut unterschrieben, demzufolge Du entweder in drei Wochen 30kg abnimmst, andernfalls ihm Deine Seele anheimfällt? Na also, bleib auf Deinem Weg, aber lass Dich nicht hetzen!
    Eine Verpflichtung zur Askese und Selbstkasteiung ergibt sich daraus aber ganz sicher nicht.
    Ich neige dazu, dem Leben Dinge, die es so nicht bietet, zur Not auch abzutrotzen... nur Mühsal und Plackerei bei ständigem Verzicht und Aufschub war nie meins und wird es auch nicht. Wenn Du aber das, was Du Dir wünschst, haben kannst, weil Dein Mann ohne Wenn und Aber zu Dir hält, warum willst Du dann nicht annehmen, was das Leben Dir bietet?
    Warum auf etwas verzichten, was einem ja letztlich auch Kraft mit auf den Weg gibt?

    LG und Alles Gute
    Zero
    Ordem e Progresso

  2. #32
    Avatar von lacustris
    lacustris ist offline Sag ich nicht, sag ich ..

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    Standard @ -DatBloemsche-

    Zitat Zitat von -DatBloemsche- Beitrag anzeigen
    es ist für mich unheimlich schwer abzunehmen. es ist möglich ja. aber es ist ein unglaublicher kampf.
    und neun jahre hormontherapie haben ihr übriges getan.
    Ja, das kenne ich leider auch. Ich war noch nie schlank, im Gegensatz zu meinen Eltern und meinen Geschwistern, die alle vier immer mehr oder wenig normalgewichtig waren.
    Als ich meinen Mann kennenlernte, war ich 19 und wog um die 80kg. Massive Hormonstörungen ließen mein Gewicht nochmals um rund 10 kg steigen. Wegen unseres Kinderwunsches nahm ich von 1983 bis 1987 eine zu hoch dosierte Hormontherapie, wie sich später herausstellte. Schwanger wurde ich nicht, dafür nahm ich in diesen 4 Jahren rund 40 kg zu. Am Ende brachte ich 130 kg auf die Waage, ein Kind hatten wir nicht, dafür eine satte Ehekrise.
    Ich brach die Therapie ab, wir schafften uns einen Hund an und bekamen 1995 ein Pflegekind, das wir 1997 adoptieren konnten.
    Meine Mutter fiel 1991 ins Wachkoma, mein Mann (Spastiker mit Epilepsie) hatte mehrere schwere Anfälle, mein Vater hatte seinen 2. Infarkt und eine lebensbedrohliche Herz-OP. Eine Woche nach der Taufe unseres Sohnes starb meine Mutter nach 6 Jahren Wachkoma. 6 Wochen vorher verlor ich meine beste Freundin durch einen fürchterlichen Autounfall.
    In diesen Jahren hatte ich keinerlei Kraft zum Abnehmen.
    Aber danach ging es bergauf und ich habe bis jetzt peu a peu rund 30 kg abgenommen. Ohne Diäten-Jojo, sondern durch eine ordentliche Ernährung und Bewegung. Ich ging mehrere Jahre in ein Fitness-Studio, wozu ich leider durch meinen Vollzeit-Job, Haus und Garten sowie meinen alten Schwiegerpapa keine Zeit mehr habe. Aber ich fahre viel Rad und so konnte ich mein Gewicht auf ein erträgliches Maß reduzieren. Natürlich wünsche ich mir, daß ich im Laufe der Jahre noch so bis 80kg herunterkäme, aber mir geht es soweit gut. Mein Mann stand all die Jahre immer zu mir, auch wenn ich es ihm wahrlich nicht immer leicht mache.

  3. #33
    Avatar von -DatBloemsche-
    -DatBloemsche- ist offline Hand in Hand ins Glück!

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    Standard Re: @ -DatBloemsche-

    danke,lacustris
    ich weiß,wovon du schreibst. und du hast meine volle hochachtung für deinen erfolg.


    Zitat Zitat von lacustris Beitrag anzeigen
    Ja, das kenne ich leider auch. Ich war noch nie schlank, im Gegensatz zu meinen Eltern und meinen Geschwistern, die alle vier immer mehr oder wenig normalgewichtig waren.
    Als ich meinen Mann kennenlernte, war ich 19 und wog um die 80kg. Massive Hormonstörungen ließen mein Gewicht nochmals um rund 10 kg steigen. Wegen unseres Kinderwunsches nahm ich von 1983 bis 1987 eine zu hoch dosierte Hormontherapie, wie sich später herausstellte. Schwanger wurde ich nicht, dafür nahm ich in diesen 4 Jahren rund 40 kg zu. Am Ende brachte ich 130 kg auf die Waage, ein Kind hatten wir nicht, dafür eine satte Ehekrise.
    Ich brach die Therapie ab, wir schafften uns einen Hund an und bekamen 1995 ein Pflegekind, das wir 1997 adoptieren konnten.
    Meine Mutter fiel 1991 ins Wachkoma, mein Mann (Spastiker mit Epilepsie) hatte mehrere schwere Anfälle, mein Vater hatte seinen 2. Infarkt und eine lebensbedrohliche Herz-OP. Eine Woche nach der Taufe unseres Sohnes starb meine Mutter nach 6 Jahren Wachkoma. 6 Wochen vorher verlor ich meine beste Freundin durch einen fürchterlichen Autounfall.
    In diesen Jahren hatte ich keinerlei Kraft zum Abnehmen.
    Aber danach ging es bergauf und ich habe bis jetzt peu a peu rund 30 kg abgenommen. Ohne Diäten-Jojo, sondern durch eine ordentliche Ernährung und Bewegung. Ich ging mehrere Jahre in ein Fitness-Studio, wozu ich leider durch meinen Vollzeit-Job, Haus und Garten sowie meinen alten Schwiegerpapa keine Zeit mehr habe. Aber ich fahre viel Rad und so konnte ich mein Gewicht auf ein erträgliches Maß reduzieren. Natürlich wünsche ich mir, daß ich im Laufe der Jahre noch so bis 80kg herunterkäme, aber mir geht es soweit gut. Mein Mann stand all die Jahre immer zu mir, auch wenn ich es ihm wahrlich nicht immer leicht mache.
    Moshi ist weltbeste Löwenkrümel-Binotante es

  4. #34
    Avatar von Tsts
    Tsts ist offline Schienenverkehrsexperte

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    Standard Re: Ich will keinen Sex mehr...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Naja, das kann man so nicht schreiben.

    Ich gebe mir zum Beispiel auch keine Mühe gesichert nicht hinsichtlich des Gewichts (wäre eh schwierig mit Schilddrüsenunterfunktion, Lähmungen im Bein und einem kaputten Rücken, soll heißen, Abnehmen durch Nulldiät wäre die einzige Lösung, denn Sport ist nicht mehr drinnen) und auch nicht hinsichtlich des Stylings - aber ich würde nie sagen, mein Partner muss mich so mögen, wie ich ausschauen. Ich sage eher, wenn er es nicht mag, ist die Tür doch offen in Richtung Süden, ums mal salopp auszudrücken.

    Wobei ich Glück habe - mein Mann steht auf dicke Frauen (das merke ich dran, welchen Typen er auf der Straße nachschaut ) - und sein einziger Kommentar zu meinen DocMartens oder der Tatsache, dass ich zum Ausgehen das Geld in die Tasche der Jeans stopfe und gesichert nie ein Handtascherl mit Taschentüchern und Nagelfeile dabeihabe, ist "Was für eine Frau habe ich da bloß geheiratet?"
    Dann paßt es doch. Toll für Euch.

  5. #35
    Avatar von Tsts
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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von -DatBloemsche- Beitrag anzeigen
    ich habe bereits von schwankend zwischen 120 und 117 auf aktuell 103 abgenommen.
    ein traum wäre 90 kg zu wiegen. womit ich in augen vieler menschen immer noch undiszipliniert,ohne respekt und letztlich viel zu fett wäre.
    Du sprichst einen ganz wichtigen Aspekt an:

    Oft, sehr oft, steht hinter einer erheblichen Gewichtszunahme eine Depression. "Essen" macht dabei weniger unglücklich, aber dummerweise dicker, was die Depression weiter verstärkt.

    Umsteuern ist dabei schwierig. Aber eigentlich solltest du doch sämtliche Voraussetzungen haben, um umzusteuern:

    Du warst Leistungssportlerin in einer Ausdauersportart. Dann kennst du die Grundzüge der Trainingslehre. Du weißt, dass bei Ausdauerleistungen (also auch nach ein paar Stunden auf dem Rennrad) die Pfunde schmelzen und die Stimmung steigt. Du weißt, dass man viele Gründe finden kann, um keinen Sport zu treiben, aber du weißt auch, dass es Freude bereitet, wenn man sich durchgerungen hat.

    Rennradeln geht auch mit deutlichem Übergewicht. Sieht vielleicht nicht ganz so schick aus, wie es bei dir früher ausgesehen haben wird, aber das kommt wieder. Du wirst nicht verlernt haben, wie man ein Fahrrad bedient und statt auf Alpenpässen trainierst du am Anfang eben im Flachen. Du mußt ja nicht mit einem 35er Schnitt starten. 20 km/h tun es am Anfang auch. Nach 5 Stunden bist du auch 100 km geradelt.

    Unter der Woche mal zur Morgenstunde ins Schwimmbad und dann wird das schon.

    Dein Körper wird noch "wissen", wie er auf die Leistungsanforderung zu reagieren hat. Das ist "gespeichert" und muss nur "abgerufen" werden. Ganz automatisch stellt sich dein Appetit um. Der Stoffwechsel wird gesteigert, du fühlst dich besser...

    Und ich kann mir vorstellen, dass sich auch dein Mann freuen würde, wenn Ihr in einiger Zeit wieder gemeinsam radeln könnt.


    Edit: Als ich das geschrieben hatte, wußte ich nicht, welche Krankheit dahinter steckt. Prinzipiell dürfte es aber auch so stimmen, nur dass es wohl sinnvoll wäre, wenn ein Arzt "aufpaßt". Aber wem sag ich das, das weißt du selbst.
    Geändert von Tsts (17.07.2011 um 11:44 Uhr)

  6. #36
    Avatar von Tsts
    Tsts ist offline Schienenverkehrsexperte

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von zero


    Für mich ist das alles eine völlig fremde Welt mit BMI 19.
    Viel Glück bei allem!
    Der BMI ist nicht alles. Danach wäre die meisten Zehnkämpfer und Ruderer übergewichtig und es gibt viele Leute, deren BMI im "grünen Bereich" ist, die aber trotzdem zu dick sind.

    Der BMI ist ein (ziemlich willkürlich gewähltes) statistisches Instrument. Aber wie immer mit statistischen Instrumenten: Sie zeigen allenfalls an, wo man näher hinschauen sollte.

  7. #37
    Zero. ist offline Malandro

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von Tsts Beitrag anzeigen
    Der BMI ist nicht alles. Danach wäre die meisten Zehnkämpfer und Ruderer übergewichtig und es gibt viele Leute, deren BMI im "grünen Bereich" ist, die aber trotzdem zu dick sind.

    Der BMI ist ein (ziemlich willkürlich gewähltes) statistisches Instrument. Aber wie immer mit statistischen Instrumenten: Sie zeigen allenfalls an, wo man näher hinschauen sollte.
    Wo hast Du das Zitat her? Da müsste ich mich nämlich reichlich vertippt haben, einen BMI von 19 habe ich nicht und strebe den nicht mal an, weil das schon Untergewicht wäre.

    Und Du hast recht: Nornalerweise ist der BMI nur Pi mal Fensterkreuz, weil er Statur und Trainingszustand nicht berücksichtigt.

    Aber bei einem BMI von 37 erübrigen sich - Ausnahmen, wie Suno-Ringer- derartige Feinheiten einfach... das IST viel zuviel und da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Und ich wünsche jedem/jeder die Einsicht und wo die schon reichlich vorhanden ist, Kraft und Durchhaltevermögen, etwas für sich zu tun und abzunehmen.

    Und einen guten Arzt, denn was nützt der gute Wille, wenn man´s falsch anpackt und sich mit zuviel Energie uund Wollen am Anfang etwa die Gelenke ruiniert?

    LG

    Zero
    Ordem e Progresso

  8. #38
    Avatar von -DatBloemsche-
    -DatBloemsche- ist offline Hand in Hand ins Glück!

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von Tsts Beitrag anzeigen
    Du sprichst einen ganz wichtigen Aspekt an:

    Oft, sehr oft, steht hinter einer erheblichen Gewichtszunahme eine Depression. "Essen" macht dabei weniger unglücklich, aber dummerweise dicker, was die Depression weiter verstärkt.

    Umsteuern ist dabei schwierig. Aber eigentlich solltest du doch sämtliche Voraussetzungen haben, um umzusteuern:

    Du warst Leistungssportlerin in einer Ausdauersportart. Dann kennst du die Grundzüge der Trainingslehre. Du weißt, dass bei Ausdauerleistungen (also auch nach ein paar Stunden auf dem Rennrad) die Pfunde schmelzen und die Stimmung steigt. Du weißt, dass man viele Gründe finden kann, um keinen Sport zu treiben, aber du weißt auch, dass es Freude bereitet, wenn man sich durchgerungen hat.

    Rennradeln geht auch mit deutlichem Übergewicht. Sieht vielleicht nicht ganz so schick aus, wie es bei dir früher ausgesehen haben wird, aber das kommt wieder. Du wirst nicht verlernt haben, wie man ein Fahrrad bedient und statt auf Alpenpässen trainierst du am Anfang eben im Flachen. Du mußt ja nicht mit einem 35er Schnitt starten. 20 km/h tun es am Anfang auch. Nach 5 Stunden bist du auch 100 km geradelt.

    Unter der Woche mal zur Morgenstunde ins Schwimmbad und dann wird das schon.

    Dein Körper wird noch "wissen", wie er auf die Leistungsanforderung zu reagieren hat. Das ist "gespeichert" und muss nur "abgerufen" werden. Ganz automatisch stellt sich dein Appetit um. Der Stoffwechsel wird gesteigert, du fühlst dich besser...

    Und ich kann mir vorstellen, dass sich auch dein Mann freuen würde, wenn Ihr in einiger Zeit wieder gemeinsam radeln könnt.


    Edit: Als ich das geschrieben hatte, wußte ich nicht, welche Krankheit dahinter steckt. Prinzipiell dürfte es aber auch so stimmen, nur dass es wohl sinnvoll wäre, wenn ein Arzt "aufpaßt". Aber wem sag ich das, das weißt du selbst.
    hast du mit allem sehr,sehr recht.

    ich schäme mich nun auf einem rennrad. echt. meinen mann-begeisterter rennradfahrer- würde es sehr,sehr,sehr freuen.

    vielleicht muss ich über meinen eigenen schatten springen.
    Moshi ist weltbeste Löwenkrümel-Binotante es

  9. #39
    Avatar von Tsts
    Tsts ist offline Schienenverkehrsexperte

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    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von -DatBloemsche- Beitrag anzeigen
    hast du mit allem sehr,sehr recht.

    ich schäme mich nun auf einem rennrad. echt. meinen mann-begeisterter rennradfahrer- würde es sehr,sehr,sehr freuen.

    vielleicht muss ich über meinen eigenen schatten springen.
    Tu das.
    Natürlich sieht es nicht so toll aus, aber darum geht es überhaupt nicht. Du kannst sicher sein, Dein Körper weiß noch, wie es geht. Am Berg bist Du im Moment nicht die "Bergkönigin", aber "flach" wirst du nicht schlecht sein. Das Andere kommt dann automatisch.

    Eine andere Möglichkeit wäre ein Spinningkurs. Da bekommst du auch wieder das "Gefühl".

    Auch wenn ich mich wiederhole, aber es ist meiner Meinung nach wichtig:

    Du warst Leistungssportlerin und Dein Körper hat diese Phase nicht vergessen. Wenn du wieder einsteigst, dann weiß dein Körper, wie er zu reagieren hat.

    Die größere Gefahr ist, dass du mit dir unzufrieden bist, weil Du dich mit Deinen früheren Leistungen vergleichst. Dass Du darüber nachdenkst, welche Trainingseinheiten Du früher gestemmt hast. Welchen Schnitt Du früher gefahren bist.

    Ich ertappe mich auch immer wieder bei diesen Gedanken. Aber "früher" ist nicht der Vergleichsmaßstab. Wir sind älter geworden.

    Vielleicht hast Du ja dein Rennrad noch. Ansonsten kauf dir eines. Kein Tracking - Rad, sondern ein "echtes" Rennrad. Selbst dann, wenn Du keine Rennen mehr fährst. Du brauchst das "Gefühl" von früher. Das hast Du nämlich noch. Das ist nicht vergessen. Ein Tracking - Rad zieht dich runter. Es macht Dich noch langsamer. Und es motiviert Dich nicht. Du bist keine Anfängerin, Du bist eine Wiedereinsteigerin.

    Und vielleicht kaufst Du dir außer der passenden Kleidung für "jetzt" auch noch einen Einteiler für (sagen wir) Gr. 40. Wenn der Dir paßt, dann hast Du es "geschafft".

    Du weißt von früher, dass Sport auch einen ganz wichtige mentale Seite hat. Man muss sich auf "seinen" Erfolg fixieren. Dann einen Trainingsplan aufstellen, der auf dem Status Quo aufbaut. Und dann loslegen.

    Nicht zu viel auf einmal. Nicht zu schnell und dem Körper die Chance geben, sich anzupassen. Also auch Phasen der Erholung einbauen.

    Sprich mit Deinem Mann darüber.
    Ich bin mir sicher, von ihm bekommst du jede Unterstützung, die du brauchst.

    Und nicht nur Du wirst wieder Spaß daran finden.

  10. #40
    luna97 Gast

    Standard Re: @ Zero

    Zitat Zitat von Zero. Beitrag anzeigen
    Wo hast Du das Zitat her? Da müsste ich mich nämlich reichlich vertippt haben, einen BMI von 19 habe ich nicht und strebe den nicht mal an, weil das schon Untergewicht wäre.
    Das Zitat war von mir. . .

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