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Thema: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

  1. #1
    Avatar von lilalaune141110
    lilalaune141110 ist offline Carpal Tunnel

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    Unglücklich Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Hallo,
    ich habe eine Frage bezüglich Beikost. Bisher hatte ich vor meine Tochter auf jeden Fall min. 5 Monate voll und ausschliesslich zu stillen und dann mit Baby geführter Beikost anzufangen wenn die Kleine Interesse am Essen zeigt.

    Leider habe ich selber ziemlich schlimm Heuschnupfen mit Kreuzallergie auf div. Lebensmittel und auch Neurodermitis liegt in meiner Familie.
    Die Kleine hat seit einiger Zeit schon einen Ausschlag auf der rechten Wange der in Zusammenhang mit Milcheiweiss zu stehen scheint. Sprich immer wenn ich an einem Tag vermehrt Milchprodukte oder gar Käse esse hat sie eine knallrote Wange (so kleine Pickelchen), die aber nicht zu jucken scheint. Eine Heilpraktikerin schrieb mir calcium carbonicum auf und riet mir Milchprodukte einzuschränken. Gestern habe ich dann komplett auf Milchprodukte verzichtet und heute war die Rötung fast komplett weg aber leider hatten sich einige Pickelchen auf dem Hals gebildet (Heilpraktikerin tippt auf Erstverschlimmerung)

    Jetzt war ich heute beim Kinderarzt und laut ihm hat die Maus wohl ein Ekzem/leichte Form von Neurodermitis. Milcheiweissallergie wäre äusserst selten und wohl ein Problem, da ich das Calcium der Kuhmilch beim stillen bräuchte. Der Arzt empfiehlt nun auf jeden Fall mit Beginn des 5.Lebensmonates mit Beikost in Form von Brei anzufangen. Vor allem auch im Hinblick auf meine Allergien. Allerdings schliesst er nicht aus, dass es das Milcheiweiss sein könnte. Ich solle beobachten.

    Leider habe ich zu meiner Nachsorgehebamme kein sehr gutes Verhältnis gehabt weswegen ich hier gerne eine zweite Meinung hören würde.

    1.Ist es wirklich nötig im Hinblick auf meine Allergien (Heuschnupfen auf Hasel, Birke, Gräser, Erle mit Kreuzallergie Apfel, Nektarine, Pfirsich, etwas Birne, Haselnuss, Mandel und Soja) bereits mit dem 5.Lebensmonat mit Brei zu beginnen? (Das wäre ja schon in drei Wochen!)

    2.Wenn nicht und ich Baby geführte Beikost machen kann, muss ich speziell auf etwas achten aufgrund meiner Allergien?

    3.Sollte eine Milcheiweissallergie vorliegen, kann sich das wirklich schlecht auf meine Milch auswirken? Was kann ich dagegen tun? Woher bekomme ich Calcium? (Gegen Soja bin ich allergisch)

    Danke schonmal im Voraus!
    Geändert von lilalaune141110 (17.01.2013 um 14:24 Uhr)
    '12, '14, '18

  2. #2

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    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Ich fange mal mit dem leichtesten Thema an:

    zu 3. ausgewählte Nahrungsmittel, die Calcium liefern, findest du hier http://www.was-wir-essen.de/download...ensmitteln.pdf
    Als Stillende solltest du auf 1000mg/Tag kommen, wie jeder Erwachsene auch. Sollte es nicht über Milchprodukte machbar sein, kann man auch CalciumBrauseTabletten einnehmen.
    Warum nun gerade das Calcium aus der Kuhmilch so wichtig wäre, verstehe wer will. Aber vielleicht hat Hebamme Marlies die Lösung.

    zu 2. auch nen schöner Artikel zu allergiegefährdete Babys und Ernährung, von einer Oecotrophologin geschrieben und erschienen 2011 in der Zeitschrift "Hebamme". Hier -> https://www.thieme.de/detailseiten/e...454007_011.pdf
    Ansonsten sollte dein Kind auch alles probieren worauf du allergisch bist, muss halt dein Männe zubereiten.

    zu 1. schwierig, schwierig zu beantworten, weil gleich wieder alle aus dem Stillforum den Beitrag stürmen werden. Also wie auch aus dem obengenannten Artikel hervorgeht, sagt man, das das beste Fenster für eine Beikostbeginn auch bei allergiegefährdeten Kindern nach vollendetem 4 Monat, im 5.-7.Monat, liegt. Bester Schutz wäre wohl das weitere Stillen. Wichtig ist jedoch die Beikostreife.


    Ich bin ähnlich geplagt (Pollenallergien und zig Kreuzallergien/Nahrungsmittel) und werde 5 Monate vollstillen. Dann hoffe ich der Kleine ist beikostreif und werde mit Beikost, in dem Falle Breien beginnen. Äpfel, Birnen etc muss der Papa zubereiten und ich werd mich an dem Artikel orientieren.


    zu den übrigen Fragen/Themen hab ich echt keine fundierte Antwort ich weiß nur, daß Kuhmilchproteine über die Muttermilch auf Kind übergehen können und ein Kind zwar nie selbst Kuhmilch getrunken hat, aber trotzdem allergisch darauf sein kann bzw. sensibilisiert ist.
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  3. #3
    HebammeMarlies ist offline Hebamme

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    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Hallo, das ist ja eine Superantwort.

    Warum angeblich Kalzium aus der Kuhmlich wichtig ist, kann ich mir aber auch nicht erkären. Man kann den Bedarf auch anders decken. Ich hoffe die Gemüse und Co aus der oben verlinkten Tabelle sind "essbar". Bei Brausetabletten ist es wichtig eine vernünftige Qualität zu kaufen.
    "Man muß in der Geburtshilfe viel wissen,
    um wenig zu tun."

    Professor Dr. Dr. Willibald Pschyrembel
    (1901 - 1987), deutscher Frauenarzt und Gelehrter

    In diesem Sinne: Grüße von der Hebamme

  4. #4
    Avatar von lilalaune141110
    lilalaune141110 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Zitat Zitat von HebammeMarlies Beitrag anzeigen
    Hallo, das ist ja eine Superantwort.

    Warum angeblich Kalzium aus der Kuhmlich wichtig ist, kann ich mir aber auch nicht erkären. Man kann den Bedarf auch anders decken. Ich hoffe die Gemüse und Co aus der oben verlinkten Tabelle sind "essbar". Bei Brausetabletten ist es wichtig eine vernünftige Qualität zu kaufen.
    Ja die Links habe ich auch gelesen....danke surfingGirl dafür!
    Also stimmen sie den Artikeln zu, dass man gerade bei allergiegeefährdeten Kindern eher früher mit der Beikost anfangen sollte?
    '12, '14, '18

  5. #5
    HebammeMarlies ist offline Hebamme

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    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Bedingt, sehr bedingt.........
    Ich habe schon ein Problem damit, aber das würde zu weit führen. Man kann sich zum Beispiel beim Allergikerbund diesbezüglich beraten lassen
    http://www.hebamme4u.net/fileadmin/I...iko%20DAAB.pdf

    Ob diese "Methode" mit frühem Zufüttern erfolgreich ist, wird sich wahrscheinlich erst in einer Reihe von Jahren erweisen fürchte ich.
    "Man muß in der Geburtshilfe viel wissen,
    um wenig zu tun."

    Professor Dr. Dr. Willibald Pschyrembel
    (1901 - 1987), deutscher Frauenarzt und Gelehrter

    In diesem Sinne: Grüße von der Hebamme

  6. #6
    Avatar von Lavendelhonig
    Lavendelhonig ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Zitat Zitat von lilalaune141110 Beitrag anzeigen
    Ja die Links habe ich auch gelesen....danke surfingGirl dafür!
    Also stimmen sie den Artikeln zu, dass man gerade bei allergiegeefährdeten Kindern eher früher mit der Beikost anfangen sollte?
    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das eigentliche Ergebnis dieser Studie die den früheren Beikostbeginn bei allergiegefährdeten Kinderm empfiehlt, dass ein Beikostbeginn bei gleichzeitigem Weiterstillen das A und O ist.

    Weil aber wohl viele Mütter mit 6 Monaten abstillen, wurde daraus die Empfehlung (die somit eigentlich eine Missinterpretation der Studie darstellt) nach dem 4. Monat mit Beikost zu beginnen; ganz einfach weil da bei der Mehrheit das zusätzliche Stillen noch gegeben ist.

    Vielleicht fragst du wirklich noch mal im Stillforum. Da sind m.M. auch Frauen, die die Originalstudie kennen.
    Auch zu deinen Fragen wegen Milcheiweiß etc. solltest du da ganz gute Antworten bekommen.
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    "Silence is golden... unless you have a toddler. In that case, silence is very, very suspicious."

    http://global.thebump.com/tickers/ttdd270.aspx

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  7. #7
    Avatar von lilalaune141110
    lilalaune141110 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Zitat Zitat von Lavendelhonig Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das eigentliche Ergebnis dieser Studie die den früheren Beikostbeginn bei allergiegefährdeten Kinderm empfiehlt, dass ein Beikostbeginn bei gleichzeitigem Weiterstillen das A und O ist.

    Weil aber wohl viele Mütter mit 6 Monaten abstillen, wurde daraus die Empfehlung (die somit eigentlich eine Missinterpretation der Studie darstellt) nach dem 4. Monat mit Beikost zu beginnen; ganz einfach weil da bei der Mehrheit das zusätzliche Stillen noch gegeben ist.

    Vielleicht fragst du wirklich noch mal im Stillforum. Da sind m.M. auch Frauen, die die Originalstudie kennen.
    Auch zu deinen Fragen wegen Milcheiweiß etc. solltest du da ganz gute Antworten bekommen.
    Weiter stillen möchte ich sowieso! Gerne min. bis zum 1.Geburtstag. Ich habe kommende Woche die U4 und werde da den Arzt nochmal genauer fragen bzgl. BLW. Jetzt kann ich der Kleinen auf keinen Fall schon Finger food geben aber erst mit Brei anfangen und dann auf BLW umzusteigen ist auch nicht das Wahre
    '12, '14, '18

  8. #8
    raeubertochter2013 Gast

    Standard Re: Beikost, Milcheiweissallergie, BLW

    Zitat Zitat von lilalaune141110 Beitrag anzeigen
    Weiter stillen möchte ich sowieso! Gerne min. bis zum 1.Geburtstag. Ich habe kommende Woche die U4 und werde da den Arzt nochmal genauer fragen bzgl. BLW. Jetzt kann ich der Kleinen auf keinen Fall schon Finger food geben aber erst mit Brei anfangen und dann auf BLW umzusteigen ist auch nicht das Wahre
    Genau, das Weiterstillen ist der entscheidende Faktor.
    Im Prinzip ist es auch völlig egal, ob der Kontakt mit den eventuellen Allergenen in Form von Brei oder in fester Form geschieht. Wenn das Baby z.B. immer mal an Brot rumnuckelt, hat es Kontakt mit Gluten bekommen. Da muss man nicht täglich 200g glutenhaltigen Brei füttern.
    Ich denke, dass so oft Brei empfohlen wird, weil es einfach die Norm ist und jedem bekannt.