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Thema: Beschäftigungsverbot

  1. #1
    Fantadose ist offline Member
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    Standard Beschäftigungsverbot

    Hallo ich habe auch eine Frage zum Beschäftigungsverbot,
    Ich arbeite in einer Krankenhaus Großküche und bin in der 18SSW.
    Am Anfang ging es mir recht gut und habe auf diverse Mutterschutzansprüche verzichtet. Arbeiten vor 6:00, arbeite an Sonn- und Feiertagen, ich stehe viel. Alleine über 3 Stunden an Portionierungsband. Ich strecke Hebe und beuge mich ständig. Lasten von über 5 kg sind normal und unumgänglich zu heben. Arbeitet mit Chemikalien ( bodenreinigung), außerdem schiebe und ziehe ich schwere Essenswägen die von Station komme, diese reinige ich auch von innen. In diesen waren alle Tabletts von Patienten auf Station (keiner weiß welche Erkrankung diese haben) natürlich trage ich Handschuhe aber die sind billig und reißen ständig.

    Ich hatte den Deal mit dem Küchenchef das es ein geben und nehmen ist. Ich mach was ich mir zumute dafür Kommt er mir entgegen wenn ich mal ein extra Pause benötige.

    Jetzt ist es so das dass alles nicht funktioniert. Ich habe schon in der 8SSW gesagt das ich einen Drehstuhl benötige um am Portionierungsband langfristig arbeiten zu können. Zur Zeit sitze ich auf einem viel zu niedrigen Schreibtischstuhl mit dem ich kaum sehe was auf dem Band passiert undicht ständig aufstehen muss. Der Chef hat keine Zeit oder Lust mir einen Ordentlichen Stuhl zu besorgen.

    Außerdem muss ich mir blöde Kommentare der Küchenfrauen anhören weil ich überhaupt einen Stuhl habe oder wenn ich mal nicht beim Wagen schieben und säubern helfe. Dann wird gleich gefragt wo ich bin und was ich mache. Früher bei ihnen gab es sowas nicht.

    Ich hab alles bis jetzt bei meiner Frauenärztin runtergespielt weil ich gerne so lange wie möglich arbeiten wollte. Was will ich den bis April Zuhause. Am mittlerweile denke ich das dass alles mir und dem Baby schadet.

    Ich habe Angst dass wenn ich jetzt zu meiner Ärztin gehe ich nicht ernst genommen werde und es heißt das ich keinen Bock Aufarbeitung habe. Was wirklich nicht so ist.

    Soll ich mich evtl an den Betriebsarzt wenden oder eher an meine Frauenärztin. Und habe ich überhaupt eine Chance auf ein Beschäftigungsverbot? Ich hab mehrfach gelesen dass das heutzutage schwierig ist.

    Vielen Dank im vorraus.

  2. #2
    Illi81 ist offline Veteran
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Ich würde der FÄ sagen, wie es ist und dass du das auf Dauer nicht kannst, ausserdem hast du in der SS Rechte, ansonsten kannst du dich an die Berufsgenossenschaft wenden und deinen Arbeitsplatz überprüfen lassen. Ich hab ab dem 4. Monat nur noch 4 Std. Täglich gearbeitet, weil ich eine stehende Tätigkeit hab. Ab der 22.Woche darfst du laut MuSchutzG bei einer stehenden Tätigkeit soweieso nicht mehr länger als 4 Stunden täglich arbeiten.
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  3. #3
    minimy ist offline old hand
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Zitat Zitat von Fantadose Beitrag anzeigen
    Hallo ich habe auch eine Frage zum Beschäftigungsverbot,
    Ich arbeite in einer Krankenhaus Großküche und bin in der 18SSW.
    Am Anfang ging es mir recht gut und habe auf diverse Mutterschutzansprüche verzichtet. Arbeiten vor 6:00, arbeite an Sonn- und Feiertagen, ich stehe viel. Alleine über 3 Stunden an Portionierungsband. Ich strecke Hebe und beuge mich ständig. Lasten von über 5 kg sind normal und unumgänglich zu heben. Arbeitet mit Chemikalien ( bodenreinigung), außerdem schiebe und ziehe ich schwere Essenswägen die von Station komme, diese reinige ich auch von innen. In diesen waren alle Tabletts von Patienten auf Station (keiner weiß welche Erkrankung diese haben) natürlich trage ich Handschuhe aber die sind billig und reißen ständig.

    Ich hatte den Deal mit dem Küchenchef das es ein geben und nehmen ist. Ich mach was ich mir zumute dafür Kommt er mir entgegen wenn ich mal ein extra Pause benötige.

    Jetzt ist es so das dass alles nicht funktioniert. Ich habe schon in der 8SSW gesagt das ich einen Drehstuhl benötige um am Portionierungsband langfristig arbeiten zu können. Zur Zeit sitze ich auf einem viel zu niedrigen Schreibtischstuhl mit dem ich kaum sehe was auf dem Band passiert undicht ständig aufstehen muss. Der Chef hat keine Zeit oder Lust mir einen Ordentlichen Stuhl zu besorgen.

    Außerdem muss ich mir blöde Kommentare der Küchenfrauen anhören weil ich überhaupt einen Stuhl habe oder wenn ich mal nicht beim Wagen schieben und säubern helfe. Dann wird gleich gefragt wo ich bin und was ich mache. Früher bei ihnen gab es sowas nicht.

    Ich hab alles bis jetzt bei meiner Frauenärztin runtergespielt weil ich gerne so lange wie möglich arbeiten wollte. Was will ich den bis April Zuhause. Am mittlerweile denke ich das dass alles mir und dem Baby schadet.

    Ich habe Angst dass wenn ich jetzt zu meiner Ärztin gehe ich nicht ernst genommen werde und es heißt das ich keinen Bock Aufarbeitung habe. Was wirklich nicht so ist.

    Soll ich mich evtl an den Betriebsarzt wenden oder eher an meine Frauenärztin. Und habe ich überhaupt eine Chance auf ein Beschäftigungsverbot? Ich hab mehrfach gelesen dass das heutzutage schwierig ist.

    Vielen Dank im vorraus.
    hallo, ich komme aus der gastronomie und hatte auch viele probleme was die arbeit angeht (unter anderem ständig blutungen) mein fa hat mir das bv erst ausgestellt nach dem festgestellt wurde, das es für mein betrieb kein betriebsarzt gint (zu kleiner betrieb) grundsätzlich musst du das mit dem Betriebsarzt klären, und der musst dir auch bei keiner besserung das bv ausstellen. beim fa gibt es da wohl probleme, da sie das der kk begründen muss.
    viel glück und alles gute

  4. #4
    HebammeMarlies ist offline Hebamme
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Hallo, oh wie klasse!! Das ist ja mehr als ich dazu sagen kann ;.)
    "Man muß in der Geburtshilfe viel wissen,
    um wenig zu tun."

    Professor Dr. Dr. Willibald Pschyrembel
    (1901 - 1987), deutscher Frauenarzt und Gelehrter

    In diesem Sinne: Grüße von der Hebamme

  5. #5
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist gerade online Legende
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Zitat Zitat von minimy Beitrag anzeigen
    hallo, ich komme aus der gastronomie und hatte auch viele probleme was die arbeit angeht (unter anderem ständig blutungen) mein fa hat mir das bv erst ausgestellt nach dem festgestellt wurde, das es für mein betrieb kein betriebsarzt gint (zu kleiner betrieb) grundsätzlich musst du das mit dem Betriebsarzt klären, und der musst dir auch bei keiner besserung das bv ausstellen. beim fa gibt es da wohl probleme, da sie das der kk begründen muss.
    viel glück und alles gute
    Jeder Arzt kann ein Beschäftigungsverbot ausstellen und wenn ich sehe wer aus welchen Gründen eines erhält, dann kann ich nicht glauben, dass das Argument mit der "problematischen Begründung" einen so hohen Wahrheitsgehalt hat. An den Finanzen ändert sich doch nicht, ganz egal ob ein Arzt oder der Arbeitgeber das BV aussprechen: Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt weiter und kann dieses von der Ausgleichskasse erstattet bekommen (vorausgesetzt er hat einbezahlt).

    In meiner ersten Schwangerschaft hat "Stress" und "Gefährdung der Gesundheit" als Begründung völlig ausgereicht.

  6. #6
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist gerade online Legende
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Zitat Zitat von Fantadose Beitrag anzeigen
    Hallo ich habe auch eine Frage zum Beschäftigungsverbot,
    Ich arbeite in einer Krankenhaus Großküche und bin in der 18SSW.
    Am Anfang ging es mir recht gut und habe auf diverse Mutterschutzansprüche verzichtet. Arbeiten vor 6:00, arbeite an Sonn- und Feiertagen, ich stehe viel. Alleine über 3 Stunden an Portionierungsband. Ich strecke Hebe und beuge mich ständig. Lasten von über 5 kg sind normal und unumgänglich zu heben. Arbeitet mit Chemikalien ( bodenreinigung), außerdem schiebe und ziehe ich schwere Essenswägen die von Station komme, diese reinige ich auch von innen. In diesen waren alle Tabletts von Patienten auf Station (keiner weiß welche Erkrankung diese haben) natürlich trage ich Handschuhe aber die sind billig und reißen ständig.

    Ich hatte den Deal mit dem Küchenchef das es ein geben und nehmen ist. Ich mach was ich mir zumute dafür Kommt er mir entgegen wenn ich mal ein extra Pause benötige.

    Jetzt ist es so das dass alles nicht funktioniert. Ich habe schon in der 8SSW gesagt das ich einen Drehstuhl benötige um am Portionierungsband langfristig arbeiten zu können. Zur Zeit sitze ich auf einem viel zu niedrigen Schreibtischstuhl mit dem ich kaum sehe was auf dem Band passiert undicht ständig aufstehen muss. Der Chef hat keine Zeit oder Lust mir einen Ordentlichen Stuhl zu besorgen.

    Außerdem muss ich mir blöde Kommentare der Küchenfrauen anhören weil ich überhaupt einen Stuhl habe oder wenn ich mal nicht beim Wagen schieben und säubern helfe. Dann wird gleich gefragt wo ich bin und was ich mache. Früher bei ihnen gab es sowas nicht.

    Ich hab alles bis jetzt bei meiner Frauenärztin runtergespielt weil ich gerne so lange wie möglich arbeiten wollte. Was will ich den bis April Zuhause. Am mittlerweile denke ich das dass alles mir und dem Baby schadet.

    Ich habe Angst dass wenn ich jetzt zu meiner Ärztin gehe ich nicht ernst genommen werde und es heißt das ich keinen Bock Aufarbeitung habe. Was wirklich nicht so ist.

    Soll ich mich evtl an den Betriebsarzt wenden oder eher an meine Frauenärztin. Und habe ich überhaupt eine Chance auf ein Beschäftigungsverbot? Ich hab mehrfach gelesen dass das heutzutage schwierig ist.

    Vielen Dank im vorraus.
    Wenn Du keine Hoffnung auf Verbesserung Deiner Arbeitsbedingungen hast, dann würde ich an Deiner Stelle zur Frauenärztin gehen und genau das sagen, was Du hier geschrieben hast.

    Andernfalls würde ich mich an meinen Arbeitgeber wenden und meine Rechte einfordern anstatt stillschweigend die Belastungen hinzunehmen.

  7. #7
    minimy ist offline old hand
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Jeder Arzt kann ein Beschäftigungsverbot ausstellen und wenn ich sehe wer aus welchen Gründen eines erhält, dann kann ich nicht glauben, dass das Argument mit der "problematischen Begründung" einen so hohen Wahrheitsgehalt hat. An den Finanzen ändert sich doch nicht, ganz egal ob ein Arzt oder der Arbeitgeber das BV aussprechen: Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt weiter und kann dieses von der Ausgleichskasse erstattet bekommen (vorausgesetzt er hat einbezahlt).

    In meiner ersten Schwangerschaft hat "Stress" und "Gefährdung der Gesundheit" als Begründung völlig ausgereicht.
    Also, da ich das ganze auch erlebt habe weiß ich wie schwer es ist ein bv zu bekommen. Natürlich gibt es auch ärzte die einfach so ein bv aussprechen. ich habe ja auch nur beschrieben wie es bei mir war und grundsätzlich ist der betriebsarzt dafür zu ständig die schwangere zu beschützen und erst dann der frauenarzt. der betriebsarzt kann die arbeitsverhältnisse ja viel besser beurteilen

  8. #8
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist gerade online Legende
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Zitat Zitat von minimy Beitrag anzeigen
    Also, da ich das ganze auch erlebt habe weiß ich wie schwer es ist ein bv zu bekommen. Natürlich gibt es auch ärzte die einfach so ein bv aussprechen. ich habe ja auch nur beschrieben wie es bei mir war und grundsätzlich ist der betriebsarzt dafür zu ständig die schwangere zu beschützen und erst dann der frauenarzt. der betriebsarzt kann die arbeitsverhältnisse ja viel besser beurteilen
    Wahrnehmung und das Empfinden von Belastungen sind individuell und subjektiv. Und wenn ich mich gestresst und unwohl fühle, dann ist es das was für mich zählt und es wird mir herzlich egal sein, wie der Betriebsarzt die Situation am Arbeitsplatz einschätzt.
    Kasja gefällt dies

  9. #9
    Avatar von NiundNa
    NiundNa ist offline addict
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Wenn alles nichts hilft meld dich krank mal für 2 Wochen, dann gehst wieder arbeiten und dann wieder eine Woche im Krankenstand falls du kein bv bekommst dann eben so....

  10. #10
    Fantadose ist offline Member
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    Standard Re: Beschäftigungsverbot

    Ich war gestern bei meinem Chef und habe gesagt dass ich ab jetzt auf alle mir zustehenden Rechte bestehe und einen Thermin bei Betriebsarzt möchte daraufhin ist er sauer geworden. Er wüsste nicht wer für uns zuständig ist und würde sich irgendwann darum kümmern. Ich sagte das ich nicht nachhause gehe bis ich einen Termin bei BA habe. Er meinte: oh da müsste ich evtl hier übernachten
    Ich bin ziemlich sauer geworden und auch laut. Darauf hat er mit deinem Chef telefoniert und mir mitgeteilt das ich zu meinem Hausarzt gehen soll und mir ein Beschäftigungsverbot holen, ich wäre von seiner Lohnliste runter, der Rest ist im Sch.... Egal. Er könne mit mir nichts mehr anfangen wenn ich meinen MuSchutz in Anspruch nehme.
    Zwei Telefonate mit meiner Krankenkasse (ob ich wirklich mein ganzes Gehalt bekomme und es keine Auswirkungen auf meine Elterngeld hat) und 2 bei meinem Hausarzt und ich hatte das Beschäftigungsverbot. Bin seit heute Zuhause und hab meinen Spinnt schon ausgeräumt. Mein Chef ist sauer und die Küchenfrauen erzählen überall ich sein zu faul zum arbeitet.
    Tja wieder was gelernt, 19 Wochen hab ich den scheiß mitgemacht und keiner Dankt es einen (außer meine beiden direkten Kolleginen) keiner sieht was ich für Risiken auf mich genommen habe. Zum Schluss bin ich trotzdem die Arbeitsfaula Schwangere.

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