Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Peschi ist offline Veteran
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    1.393

    Standard Risiko der Unterversorgung

    Hallo Ines,

    mein Mann und ich stehen kurz vor unserer dritten ICSI.

    Nach einer biochemischen Schwangerschaft (HCG 49) im Juni waren wir zur Gerinnungsuntersuchung, wo auch eine molekulargenetische Untersuchung durchgeführt wurde.
    Dabei wurden keine trombophilen Risikofaktoren gefunden, jedoch:
    "die molekulargenetischen Untersuchungen ergaben den dd-Genotyp des Angiotensin-Converting-Enzyme (ace) Insertion/deletion (i/d)-polymorphismus.
    dieser geht mit einer vermehrten Rezidivrate für Präeklampsien und fetaler Wachstumsretardierung einher und beeinflusst den maternalen uteroplacentaren und fetalen umbilikalen Blutfluß negativ."

    Unsere KIWU hat nach mir Absprache mit dem untersuchenden Institut eine Heparinprophylaxe ab der Implantation nahegelegt, da hierzu eine positive Studie vorliegt.

    Wie kann ich mir eine Schwangerschaft unter diesen Vorzeichen vorstellen? Wie oft und wie engmaschig wird kontrolliert und untersucht? Muss ich mit einem Beschäftigungsverbot rechnen? (Ich bin selbstständig und bekomme kein Krankengeld)
    Kann eine solche Schwangerschaft bis zur 40. Woche ausgetragen werden? Muss ich in einem Klinikum mit neonatalem Zentrum entbinden, oder käme auch das einfache Dorfkrankenhaus in Frage?

    Vielen Dank im Voraus!

    Peschi
    Kinderwunsch seit 2008
    1. ICSI 03/2013 negativ
    Kassenwechsel & Hochzeit 2014
    2. ICSI 05/15 positiv * biochemische Schwangerschaft
    3. ICSI 10/15 Abbruch, nur zwei Follis
    4. ICSI 12/15 positiv, * Missed Abortion 10.SSW
    2016: Warten, bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat,
    erneuter Kassenwechsel
    5. ICSI 02-03/2017: negativ
    04/17-06/07: Killerzellendiagnostik
    6. ICSI: Start 2.6. 2017
    Abbruch 10.06., nur drei Follis
    7. ICSI: negativ

    Instagram: reproduktiv.beeintraechtigt

  2. #2
    Hebamme_Ines ist offline Optimistin
    Registriert seit
    02.06.2015
    Beiträge
    362

    Standard Re: Risiko der Unterversorgung

    Hallo Peschi!

    Die Forschung nach den Ursachen von schwangerschaftsbedingten Erkrankungen gibt es, solange es die Geburtshilfe gibt. Die Präeklampsien, früher EPH-Gestosen genannt, blieben dabei lange rätselhaft.
    Nun gibt es tatsächlich genetisch bedingte Anhaltspunkte. Dieser Anhaltspunkt wurde bei dir diagnostiziert.
    Es ist aber erstmal nur ein Anhaltspunkt. Eine Wahrscheinlichkeit zum Auftreten einer Präeklampsien besteht. Alles kann- nichts muss.
    Nun, eine Präeklampsien geht mit einem Bluthochdruck und Eiweissausscheidungen im Urin einher. Früher zählte man noch Ödeme hinzu.
    Eine Schwangerschaft mit Präeklampsie kann körperlich belastend sein. Schonung, Stressvermeidung und gute Ernährung sind angesagt. Die Schwangerschaft wird engmaschig mit Ultraschall und Blutuntersuchungen überwacht. Je nach Schwangerschaftsverlauf und Wachstum des Kindes. Auch kann ein stationärer Aufenthalt erforderlich werden, wenn ZB blutdrucksenkende Medikamente gegeben werden müssen oder das Kind engmaschiger überwacht werden muss mit CTG oder Ultraschall. Die große Gefahr besteht in einem eklamptischen Krampf- Anfall, den man unbedingt vermeiden möchte. Auf jeden Fall solltest du dich in ein Krankenhaus der Maximalversorgung begeben.
    Wie gesagt, alles kann- nichts muss!
    Die Schwangerschaft kann psychisch und psychisch belastend sein, vor allem durch Sorge um das Kind. Gerade deswegen ist eine engmaschige Überwachung wichtig. Einerseits ist es gut, vorher zu wissen, was auf einen zukommen kann, andererseits verunsichert es einen total. Da man vom jetzigen Zeitpunkt nicht genau weiß, was wirklich passiert, rate ich dir, die prophylaktischen Maßnahmen zu ergreifen und abzuwarten.
    Ich hoffe, dass es mit der ICSI klappt. Das alleine ist eigentlich schon belastend genug... Alles, alles Gute auf deinem Weg zum Wunschkind,
    Hebamme Ines

  3. #3
    Peschi ist offline Veteran
    Registriert seit
    27.09.2008
    Beiträge
    1.393

    Standard Re: Risiko der Unterversorgung

    Liebe Ines,

    danke für die ausführliche und ehrliche Antwort!
    LG
    Peschi
    Kinderwunsch seit 2008
    1. ICSI 03/2013 negativ
    Kassenwechsel & Hochzeit 2014
    2. ICSI 05/15 positiv * biochemische Schwangerschaft
    3. ICSI 10/15 Abbruch, nur zwei Follis
    4. ICSI 12/15 positiv, * Missed Abortion 10.SSW
    2016: Warten, bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat,
    erneuter Kassenwechsel
    5. ICSI 02-03/2017: negativ
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    6. ICSI: Start 2.6. 2017
    Abbruch 10.06., nur drei Follis
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