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  1. #1
    Minihasilein ist offline Stranger
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    Standard Mit 37. SSW Kind noch in Querlage, wie stehen die Chancen für eine Drehung?

    Hallo liebe Ines,

    gerade eben bin ich über den Newsletter von Eltern.de auf dieses Forum gestoßen und habe nun direkt mal eine Frage nach deiner Erfahrung. Ich finde es toll, dass du das hier so für uns werdende Mama's machst! Danke dafür!

    Ich bin ab morgen in der 37. SSW. mit meiner 2. Tochter. Meine erste Tochter ist gerade 26 Monate alt geworden, mein Sonnenschein. Bei ihr war die Schwangerschaft unkompliziert, alles soweit prima. Gegen Ende wurde es spannend. In den letzten 4 Wochen habe ich einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt, der aber mit Ernährung gut im Griff war (ich war damals sehr stark übergewichtig). Eben wegen dem Gestationsdiabetes sollte 5 Tage nach eigentlichem ET eingeleitet werden. Bis dahin war meine kleine Maus nicht im Becken. Am Tag der EInleitung platzte am frühen Morgen die Fruchtblase. Nach einigen Stunden wurde mit Wehentropf nachgeholfen, der auch zu Wehen führte (hauptsächlich vom Rücken ausgehend). Nach 4 Stunden Wehen (alle 2min für ne Minute) war zwar so "außenrum" einiges voran gegangen, jedoch lag meine Maus immer noch nicht im Becken. Man konnte ihr Köpfchen auf der Symphyse tasten. Der Oberarzt meinte, es würde wohl nix mehr werden, er rät zum Kaiserschnitt. Zumal dazukam, dass meine Maus ein Sterngucker war. So stimmten wir zu und es wurde ein Kaiserschnitt. Das lief alles soweit gut. Das mal vorab.

    Nun wie gesagt ab morgen 37. Woche mit meiner 2. Maus. Die Schwangerschaft war nicht so unkompliziert wie die erste. Es fing damit an, dass mein Mann uns wegen einer anderen Frau verlassen hat, als ich im 4. Monat war. Psychisch war und ist das immer noch sehr schwierig. Ich vermute, dass die Probleme daraus resultieren. Ich bin extrem verspannt, nehme massiv viel Magnesium, da ich ständig Krämpfe in Händen, Füßen, Beinen, Bauch, ... eigentlich überall (hauptsächlich aber Füße und Hände). 12 Tabletten (3 verschiedene Produkte (Mg-oxid, Mg-carbonat, Mg-Aspartat oder so ähnlich) über 3-4x täglich. Oft brauchte ich auch zusätzliche Dosen, jetzt scheint es seit paar Tagen besser zu werden. Beim Feinultraschall wurde dann festgestellt, dass der Gefäßwiderstand meinerseits zu hoch sei und dadurch die Durchblutung zu meiner Maus schlecht. Seitdem zusätzlich ASS 100 (bis kurz vor Silvester), bei der Kontrolle war es etwas besser. Zusätzlich war dann der Hb abgesunken, also noch Eisen, aber das ist ja häufig. Da ich trotz der hohen Magnesiumgabe immer noch sehr verspannt im ganzen Körper war und mir jede noch so leichte Übungen schmerzten, fing ich an zur Osteopathie zu gehen, was ich als sehr hilfreich empfand.
    Ob das alles relevant für meine Frage ist, weiß ich nicht, ich schreib es mal lieber mit dazu.
    Mein Töchterchen liegt nun also immer noch in Querlage, auch immer noch sehr weit oben. Meine Hebamme war am 31.12. bei mir und war nicht so sehr voller Hoffnung, dass sie sich noch dreht und senkt. Ich habe vor der 2. Schwangerschaft einiges abgenommen, war zwar immer noch übergewichtig, aber nicht mehr so sehr. Habe aber jetzt schon relativ gut zugenommen (aber alle sagen, sei gut im Rahmen). Nun meine Frage, wie denn aus deiner Erfahrung meine Chancen stehen, dass sie meine Maus noch richtig dreht und diesmal auch ins Becken rutscht. Ich habe ziemlich oft starke stechende SChmerzen an der Kaierschnittnarbe. In meiner Familie (mütterlicherseits) sind starke Verwachsungen nach Narben bekannt und ich frage mich, ob meine Maus vielleicht irgendwie gehindert wird, sich richtig zu drehen und ins Becken zu rutschen? Andererseits ist es ja die zweite Schwangerschaft und da soll es ja auch erst unter der Geburt manchmal soweit kommen? Allerdings habe ich große Angst vor irgendwelchen Komplikationen. Außer meiner Mama ist keiner meiner Familie hier und ich muß ja auch für meine andere Tochter stark sein. So bin ich jetzt hin und hergerissen, ob ich auf eine natürliche Geburt bestehen soll oder man lieber ggf. schon einen Kaiserschnitt plant. Am Montag habe ich Termin in der Geburtsklinik, aber deine Meinung würde mich sehr interessieren.

    Entschuldige bitte meinen Roman, aber ich denke, dass die Geschichte drumherum vielleicht auch etwas zur Beurteilung beiträgt.
    Mein Mann und ich sind beide 33 Jahre alt.
    Verheiratet sind wir seit 28.04.2012
    Beruf: Kinderkrankenschwester & Diabetesberaterin
    Wir wohnen im wunderschönen Berchtesgaden
    MeinZyklus is seit jeher sehr unregelmäßig, etwa um die 30-35 Tage.

  2. #2
    Hebamme_Ines ist offline Optimistin
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    Standard Re: Mit 37. SSW Kind noch in Querlage, wie stehen die Chancen für eine Drehung?

    Liebe Minihasilein!

    Ersteinmal vielen Dank für das schöne Kompliment. Und dann vielen Dank für deine Ausführlichkeit. Das hilft sehr, sich ein Bild zu machen.

    Nun, da hast du ja einen ganz schönen Ritt hinter dir in den vergangenen Wochen...
    Es gibt durchaus die Möglichkeit, das Kind zu wenden oder es durch Moxibustion in eine Längslage zu bekommen. Wichtig ist immer, dass es keine Hindernisse gibt, wie zB eine ungünstige Placentalokalisation, Nabelschnurumschlingung, Myome oder Septen. Auch muss sichergestellt sein, dass die Größenverhältnisse stimmen. Da du nun schon einen Kaiserschnitt bei relativem Missverhältnis zwischen Kind und Becken hattest, wirst du wahrscheinlich immerwieder genau in diese Kategorie einsortiert werden. Und auch nicht jede Klinik führt Wendungen durch. Niemand kann dir ein Versprechen geben, ob das Kind spontan kommt, wenn es dann vorher gewendet werden konnte... Aber grundsätzlich kommt es auf einen Versuch an.
    Die osteopathische Vorbereitung finde ich dazu sehr gut.

    Ich wünsche dir alles Gute,
    herzlichst Hebamme Ines

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