Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Mehlylein ist offline am kuscheln
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    Standard Nochmal Beikost!!!

    Hey Mädels,

    da unsere Große eine chronische Obstipation (Verstopfung) hat war ich gestern mit ihr bei einem abschließenden Gespräch bei einem Kinderarzt der sich auf Ernährung, Darmgeschichten usw spezialisiert hat.
    (Bei der Großen ist es übrigens wahrscheinlich organisch und liegt nicht an der Ernährung)

    Da dachte ich, aus aktuellem Anlass nutze ich mal die Chance und frage wie das mit Baby und Beikost ist. Besonders ja da unsere kleine Johanna ein Frühchen ist.

    Er meinte, dass ein Baby rein körperlich gar nicht in der Lage ist feste Nahrung (z. B. Möhren) richtig zu verdauen. Es ist sogar schädlich ihm das vor dem 5. Monat zu geben. Da der Darm damit nicht umgehen kann und es zu Koliken, Darmverschlingungen usw kommen kann.
    Bei einigen Krankheiten wird sogar vermutet, dass zu frühe Beikost dazu geführt hat.

    Es ist völlig normal, dass ein Baby Interesse daran hat wenn die Eltern essen. Das heißt aber nicht das sie soweit sind das auch zu tun.

    Wenn man (frühestens ab dem 5. Monat!!) mit der Beikost anfängt, soll man diese AUF JEDEN FALL auf dem Löffel geben und NICHT in der Flasche.
    Das ist schädlich für die Zähne und man kann damit auch nicht testen, ob das Baby schon bereit für die Beikost ist.
    Man zwingt das Kleine dann praktisch die Möhren, Kürbis etc. zu essen auch wenn es noch nicht so weit ist.

    Bei Frühchen ist es tatsächlich so, dass man ihr Alter erst ab dem Zeitpunkt des ET´s rechnet.
    Bedeutet unsere Johanna darf erst mit 6 1/2 Monaten zum ersten Mal Brei bekommen. Und sogar das kann noch zu früh sein, da der Darm nicht die Chance hatte sich so wie im Mutterleib zu entwickeln. Er musste seine Tätigkeit viel zu früh aufnehmen.


    Viele von den Sachen wusste ich auch nicht und hab sie leider auch bei unserer Großen scheinbar falsch gemacht

    Deshalb dachte ich, ich stell das hier mal ein, weil hier ja auch die Beikost-Debatte lief
    Maya *13.03.2009, 32. SSW wg. Präklampsie & HELLP
    45 cm und 1800 Gramm
    Johanna *09.09.2011, 34. SSW vorz. Blasensprung
    45 cm und 2390 Gramm

    Unser Fotoalbum
    http://www.eltern.de/foren/members/1...lbums-506.html

  2. #2
    Avatar von Frau_Smok
    Frau_Smok ist offline Drachenbändiger
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Find ich super dass du das schreibst! Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, dass es mal ein Umdenken gibt bei denen, die immer noch der Meinung sind Beikost so früh wie möglich einzuführen)

  3. #3
    Avatar von minnimi
    minnimi ist offline Rabenmutter
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Zitat Zitat von Mehlylein Beitrag anzeigen

    Es ist völlig normal, dass ein Baby Interesse daran hat wenn die Eltern essen. Das heißt aber nicht das sie soweit sind das auch zu tun.

    Genau: Sie interessieren sich ja auch sonst für alles, was Mama und Papa tun - Kochen, Schminken, Rasieren, Zähneputzen, Lesen, ...


    Bei Frühchen ist es tatsächlich so, dass man ihr Alter erst ab dem Zeitpunkt des ET´s rechnet.
    Guter Kinderarzt! So einen hatten wir auch, jetzt hat er leider die Praxis abgegeben an ein Fossil...

  4. #4
    Mehlylein ist offline am kuscheln
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Leider hat der auch keine richtige Praxis :(
    Er übernimmt nur Fälle mit chronischen Darm- und Magenerkrankungen bei Kindern.

    Aber er hat mir seine Nummer gegeben und wenn ich irgendwas wissen will dann darf ich gerne anrufen :D
    Maya *13.03.2009, 32. SSW wg. Präklampsie & HELLP
    45 cm und 1800 Gramm
    Johanna *09.09.2011, 34. SSW vorz. Blasensprung
    45 cm und 2390 Gramm

    Unser Fotoalbum
    http://www.eltern.de/foren/members/1...lbums-506.html

  5. #5
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Hi,

    Frühchen sind nach wie vor ein heikles Thema, da man an Frühchen auch wenig testet. Allerdings stelle ich mir schon die Frage, warum du einem Arzt vertraust.

    Die Kinderärzte meiner Frühchen hatten kaum eine Ahnung, da wurden die Bewegungen und Reflexe überprüft rein nach dem ET. Klar, das ist alles schon 12 und zehn Jahre her, aber ich glaube kaum, dass sich vieles in der Ausbildung von KIA seither verbessert hat.

    Mich irritiert ein wenig dieses dogmatische Denken, dass ein Kind nur gesund wird, wenn man sich an die Vorgaben von "Experten" hält, was du gern vermitteln möchtest, was auch andere gern vermitteln möchten.

    VG

    Tecumseh


    Zitat Zitat von Mehlylein Beitrag anzeigen
    Hey Mädels,

    da unsere Große eine chronische Obstipation (Verstopfung) hat war ich gestern mit ihr bei einem abschließenden Gespräch bei einem Kinderarzt der sich auf Ernährung, Darmgeschichten usw spezialisiert hat.
    (Bei der Großen ist es übrigens wahrscheinlich organisch und liegt nicht an der Ernährung)

    Da dachte ich, aus aktuellem Anlass nutze ich mal die Chance und frage wie das mit Baby und Beikost ist. Besonders ja da unsere kleine Johanna ein Frühchen ist.

    Er meinte, dass ein Baby rein körperlich gar nicht in der Lage ist feste Nahrung (z. B. Möhren) richtig zu verdauen. Es ist sogar schädlich ihm das vor dem 5. Monat zu geben. Da der Darm damit nicht umgehen kann und es zu Koliken, Darmverschlingungen usw kommen kann.
    Bei einigen Krankheiten wird sogar vermutet, dass zu frühe Beikost dazu geführt hat.

    Es ist völlig normal, dass ein Baby Interesse daran hat wenn die Eltern essen. Das heißt aber nicht das sie soweit sind das auch zu tun.

    Wenn man (frühestens ab dem 5. Monat!!) mit der Beikost anfängt, soll man diese AUF JEDEN FALL auf dem Löffel geben und NICHT in der Flasche.
    Das ist schädlich für die Zähne und man kann damit auch nicht testen, ob das Baby schon bereit für die Beikost ist.
    Man zwingt das Kleine dann praktisch die Möhren, Kürbis etc. zu essen auch wenn es noch nicht so weit ist.

    Bei Frühchen ist es tatsächlich so, dass man ihr Alter erst ab dem Zeitpunkt des ET´s rechnet.
    Bedeutet unsere Johanna darf erst mit 6 1/2 Monaten zum ersten Mal Brei bekommen. Und sogar das kann noch zu früh sein, da der Darm nicht die Chance hatte sich so wie im Mutterleib zu entwickeln. Er musste seine Tätigkeit viel zu früh aufnehmen.


    Viele von den Sachen wusste ich auch nicht und hab sie leider auch bei unserer Großen scheinbar falsch gemacht

    Deshalb dachte ich, ich stell das hier mal ein, weil hier ja auch die Beikost-Debatte lief

  6. #6
    Avatar von KatjaM
    KatjaM ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Hi,

    Frühchen sind nach wie vor ein heikles Thema, da man an Frühchen auch wenig testet. Allerdings stelle ich mir schon die Frage, warum du einem Arzt vertraust.
    Du hast vermutlich nicht richtig gelesen, es handelt sich hier um einen experten für Ernährung und Darmerkrankungen, nicht einen "normalen" Kinderarzt.

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Mich irritiert ein wenig dieses dogmatische Denken, dass ein Kind nur gesund wird, wenn man sich an die Vorgaben von "Experten" hält, was du gern vermitteln möchtest, was auch andere gern vermitteln möchten.
    VG Tecumseh
    Es geht hier doch nicht darum, ob man sich an die Vorgaben von Experten hält, sondern, dass man gerade bei Frühchen besonders vorsichtig mit dem Thema Beikost umgehen sollten, was mir sehr logisch erscheint. Es hat noch keinem Kind geschadet, etwas langsamer und vorsichtiger an die Sache ranzugehen, aber sicher schon vielen, bei dem dies zu früh und zu schnell geschehen ist.

  7. #7
    Spionin ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Danke...

    Mein Bauchgefühl wird damit also bestätigt :D

    Tecumseh2: die KiÄ, die meine kleine Tochter betreut haben, waren alle top. Das Studium mag sich vielleicht nicht groß geändert haben, das weiß ich nicht, aber ich kenne einige Fortbildungen, und die sind meist sehr gut. Und gut besucht

    Zitat Zitat von Mehlylein Beitrag anzeigen
    Hey Mädels,

    da unsere Große eine chronische Obstipation (Verstopfung) hat war ich gestern mit ihr bei einem abschließenden Gespräch bei einem Kinderarzt der sich auf Ernährung, Darmgeschichten usw spezialisiert hat.
    (Bei der Großen ist es übrigens wahrscheinlich organisch und liegt nicht an der Ernährung)

    Da dachte ich, aus aktuellem Anlass nutze ich mal die Chance und frage wie das mit Baby und Beikost ist. Besonders ja da unsere kleine Johanna ein Frühchen ist.

    Er meinte, dass ein Baby rein körperlich gar nicht in der Lage ist feste Nahrung (z. B. Möhren) richtig zu verdauen. Es ist sogar schädlich ihm das vor dem 5. Monat zu geben. Da der Darm damit nicht umgehen kann und es zu Koliken, Darmverschlingungen usw kommen kann.
    Bei einigen Krankheiten wird sogar vermutet, dass zu frühe Beikost dazu geführt hat.

    Es ist völlig normal, dass ein Baby Interesse daran hat wenn die Eltern essen. Das heißt aber nicht das sie soweit sind das auch zu tun.

    Wenn man (frühestens ab dem 5. Monat!!) mit der Beikost anfängt, soll man diese AUF JEDEN FALL auf dem Löffel geben und NICHT in der Flasche.
    Das ist schädlich für die Zähne und man kann damit auch nicht testen, ob das Baby schon bereit für die Beikost ist.
    Man zwingt das Kleine dann praktisch die Möhren, Kürbis etc. zu essen auch wenn es noch nicht so weit ist.

    Bei Frühchen ist es tatsächlich so, dass man ihr Alter erst ab dem Zeitpunkt des ET´s rechnet.
    Bedeutet unsere Johanna darf erst mit 6 1/2 Monaten zum ersten Mal Brei bekommen. Und sogar das kann noch zu früh sein, da der Darm nicht die Chance hatte sich so wie im Mutterleib zu entwickeln. Er musste seine Tätigkeit viel zu früh aufnehmen.


    Viele von den Sachen wusste ich auch nicht und hab sie leider auch bei unserer Großen scheinbar falsch gemacht

    Deshalb dachte ich, ich stell das hier mal ein, weil hier ja auch die Beikost-Debatte lief

  8. #8
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Hi,

    ich finde es gut, wenn man jemanden hat dem man vertrauen kann.

    Wenn für dich Fortbildungen wichtig sind, dann ist es so.

    Ich habe gerade von einer Bekannten gelesen, dass sie ihren Zwerg im Kinderkrankenhaus abgeben musste weil es eine beidseiteige Lungenentzündung hat.

    Die Mama kann nicht dort bleiben, weil sie noch drei Kinder hat.

    Nach dem vierten Kind wollte sie sich sterilisieren lassen, das hat die Krankenkasse nicht finanziert.

    Ich finde die gesamte Situation nicht glücklich.

    VG

    Tecumseh

    Zitat Zitat von Spionin Beitrag anzeigen
    Danke...

    Mein Bauchgefühl wird damit also bestätigt :D

    Tecumseh2: die KiÄ, die meine kleine Tochter betreut haben, waren alle top. Das Studium mag sich vielleicht nicht groß geändert haben, das weiß ich nicht, aber ich kenne einige Fortbildungen, und die sind meist sehr gut. Und gut besucht

  9. #9
    Avatar von KatjaM
    KatjaM ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich finde es gut, wenn man jemanden hat dem man vertrauen kann.

    Wenn für dich Fortbildungen wichtig sind, dann ist es so.

    Ich habe gerade von einer Bekannten gelesen, dass sie ihren Zwerg im Kinderkrankenhaus abgeben musste weil es eine beidseiteige Lungenentzündung hat.

    Die Mama kann nicht dort bleiben, weil sie noch drei Kinder hat.

    Nach dem vierten Kind wollte sie sich sterilisieren lassen, das hat die Krankenkasse nicht finanziert.

    Ich finde die gesamte Situation nicht glücklich.

    VG

    Tecumseh
    So schlimm das auch sein mag, was hat das mit dem Thema Beikost bei Frühchen zu tun? kannst du uns erhellen?



    K

  10. #10
    Avatar von Anke0171
    Anke0171 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Nochmal Beikost!!!

    Tja - es hält sich eben immer noch das Gerücht, dass das, was für Erwachsene gut ist, auch für ein Baby nicht schlecht sein kann.

    Ich kann mich noch gut an die Diskussionen und dummen Sprüche erinnern, weil mein Sohn (Frühchen, 1390 g Geburtsgewicht) im 1. Lebensjahr keine Kuhmilch bekam und glutenfrei ernährt wurde. Wenn Du dann irgendwann Beikost einführst, musst Du erstmal bei allen Gläschen schauen, ob nicht doch Kekse, Sahne, Käse o.ä. drin versteckt sind! Oder gar Spinat, der ist sowas von schwer verdaulich für die Kleinen. Selbstkochen ist meistens das beste (wenn man die Zeit dazu hat, bei mehreren Kindern oder wenn man arbeitet ist das eher keine Option...).

    Und wehe Du verwehrst Deinem "armen" 6 oder 7 Monate alten Kind ein Stück Kuchen. Oder warme Kuhmilch. Das sind "nette" Gespräche mit der lieben "älteren" Verwandtschaft, ich bin froh, dass ich das lange hinter mir habe.

    Also, ich bin durchaus dafür, dass eine Mutter nach ihrem Bauchgefühl geht und nicht nach Büchern lebt. Aber Beikost bei Frühchen sollte man dringend vorsichtig angehen: Sicherlich ist zuviel Vorsicht am Anfang weniger schädlich, als etwas zu überstürzen.

    Gruß,
    Anke
    "Lächeln ist das Kleingeld des Glücks." Heinz Rühmann

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