1. #21
    luna77 ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Ich fand die Zeit in der Robin in der Klinik war fürchterlich - ich knabbere heute noch daran!

    Am schlimmsten war für mich jedesmal der Abschied und die Heimfahrt - ich bin mir wie eine Rabenmutter vorgekommen.

    Zu Hause hab ich nichts mehr auf die Reihe bekommen, hab oft Stundenlang nur geweint.
    Ich hab heute noch - über 11 Monate später immer noch das Gefühl viel "verpaßt" zu haben!





















  2. #22
    tanjakopp ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Hallo,
    das Gefühl kenne ich. Als unsere Kleine am 10.10.2006 in der 29. Woche per Kaiserschnitt geholt wurde, musste sie natürlich noch auf der frühchenstation (für 7 Wochen) bleiben. ich bin in der zeit auch immer hin- und hergependelt, da mein jüngster Sohn (damals 18 Monate) mich auch brauchte. Ich habe mich immer wie eine Rabenmutter gefühlt, weil ich das Gefühl hatte, keinem meiner Kinder gerecht zu werden. Vormittags war ich immer bei meiner Kleinen in der Klinik. Die zeit mit ihr habe ich immer sehr genossen und fand es schrecklich, mittags wieder zu fahren. ich habe aber jeden Abend dort angerufen und gefragt, wie es ihr geht. das hat mir etwas geholfen. Meine beiden Ältesten Söhne (damals 19 Jhare und 15 Jahre) hatten kaum etwas von mir.

  3. #23
    Ulrike3erMami ist offline Stranger
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Hallo Alex,
    ich heiße Ulrike bin 29 Jahre alt und habe 3 Kinder. Lara 5 1/2 (zum Termin geboren), Carolina 3 3/4 ( 36+1 geb.) und unser Nästäkchen Tim 4 Mon (33+0 geb.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Für mich war die Zeit auch sehr schlimm. Besonders auch der Spagat zwischen den Kindern zu Hause und dem Kleinen in der Klinik. Ich konnte allerdings bei meinem Tim im Krankenhaus bleiben und die beiden Mädels wurden von den Omas und vom Papa versorgt.
    Zu meiner Geschichte: Ich hatte in der ganzen Schwangerschaft Probleme mit Wehen und Blutungen, die allerdings nie sehr ernst genommen wurden. Irgendwie hatte ich in der ganzen Schwangerschaft eine Vorahnung die dann auch eingetroffen ist- ein Blasensprung 9 Wochen und 2 Tage vor dem ET. Ich bin dann mit einem 2cm geöffneten Muttermund mir dem Krankenwagen ins Krankenhaus gekommen. dort hab ich dann gleich die Lungenreife bekommen, da die Ärtzte davon ausgingen das der Kleine in den nächsten Stunden auf die Welt kommen würde. Zu unser aller Erstaunen konnte die Schwangerschaft doch noch 16 Tage mit Wehenhemmer und 3 verschiedenen Antibiotika erhalten werden. Diese Zeit war sehr schlimm für mich, da ich die Medikamente nicht gut vertragen habe und auch die trennung von meiner Familie war sehr schlimm. Am 24.02. kam dann unser Tim spontan in der 33+0 Woche mit 45 cm und 2210 gr.zur Welt. Er wurde dann auf die Neo verlegt und brauchte zum Glück nur 1 Tag CPAP. Auch sonst hatte er keine Probleme- er mußte nur das Essen lernen. Nach 15 Tagen durften wir dann endlich nach Hause.
    Unsere Geschichte ist sicherlich nicht eine der schlimmsten, dennoch leide ich noch ziehmlich unter dem Erlebten und habe große Probleme alles zu verarbeiten. Bis jetzt ist der Alltag immer noch nicht eingekehrt, aber jedes mal wenn mich der Kleine anlacht ist wird alles ein bischen besser.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe das der Kleine bald entlassen wird!

  4. #24
    ALEX.andra ist offline Stranger
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Hallo Ulrike,

    je mehr Erfahrungen ich in diesem Forum lese, umso mehr wird mir bewusst, dass wir irgendwie alle die gleichen Sorgen und Ängste haben, egal in welcher SSW das Kind geboren wird. Und es hilft mir schon ein wenig die ganze Sache zu akzeptieren, ein Risikokind geboren zu haben. Was ich ein wenig in unserer Klinik vermisse, ist ein Angebot, dass Frühcheneltern in der Zeit nach der Geburt von Ärzten oder Psychologen betreut werden. In der Beziehung fühle ich mich ein weing allein gelassen. Ich bin der Meinung für eine Frühchenmutter ist es schon etwas anders, ihr Kind auf diese Weise zu bekommen. (Besonders wenn die Entbindung von einer Minute auf die anderes entschieden wird und mann gar keine Zeit hat sich darauf vorzubereiten.) In meinem Bekanntenkreis war (ist) jemand schwanger und hat einen Tag vor mir den ET. Um ehrlich zu sein, gehe ich ihr ein wenig aus dem Weg, weil ich irgendwie den Anblick von ihrem Babybauch nicht ertrage - den hätte ich ja normalerweise jetzt auch noch - aber mein Kind ist mittlerweile schon fast 2 Monate alt.
    Nachher fahre ich wieder zu meinem Kleinen - heute entscheidet sich, wann er nach Hause darf.....

    Liebe Grüße
    Alex

  5. #25
    Avatar von acardo
    acardo ist offline addict
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Hallo Alex,

    ich hatte bereitss oben schonmal geantwortet. Jedoch wollte ich mal einen aktuellen Gefühlsstand von mir loswerden. Vielleicht baut es ein wenig auf.

    Mir ging es genauso wie du in deinem letzten Beitrag schilderst. Das du deiner Bekannten aus dem Weg gehst kann ich gut nachvollziehen, denn der Anblick von Schwangeren tat mir sehr weh. Als ich zur Nachsorge bei meiner FÄ war, ist mir wieder alles hoch gekommen, vor allem weil ich dort gleich drei Schwangere gesehen habe. Mir wurde von ihr professionelle Hilfe angeboten, die ich vorerst abgelehnt habe ... So, eigentlich wollte ich ja was anderes berichten: Vor 2 Wochen war mein eigentlicher ET. Von einem Tag auf den anderen, also am ET, ging es mir bedeutend besser. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich nicht mehr denken kann, dass ich doch noch schwanger wäre. Hinzu kommt dass unser Sonnenschein nun wie ein "normales" Neugeborenes aussieht und benimmt ;-). Seitdem habe ich keinen einzigen Rückfall mehr gehabt und erfreue mich meinem Mutterdasein. Hoffentlich bleibe ich so stabil. Dies wünsche ich auch dir und allen anderen in der selben ituation von ganzem Herzen.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du ihn sehr bald zu Hause hrzlich Willkommen heißen darfst. Erst dann beginnt die richtig stressige aber wunderschöne Zeit. Dies wird dir helfen, ein wenig nach vorne schauen zu können und das Gechehene ein wenig hinter dir zu lassen. Zumindest war es bei mir so.

    Ach ja, vielleicht hat das SPZ einige Gesprächsangebote oder es gibt ein Frühchen-Eltern-Treff, wo man sich vor Ort austauschen kann.

    Da ich sehr lange Zeit im Krankenhaus verbracht habe und viele Frühchenmamas kennengelernt habe, haben wir eine "Frühchen-Krabbel-Gruppe" gegründet. Wir wollen uns nun regelmäßig treffen und uns austauschen. Irgendwann können dann auch die Kinder miteinander spielen etc. Wir sitzen ja alle im selben Boot und haben gleiche Sorgen und Ängste. Vielleicht bekommst du ja auch so eine Gruppe zusammen!?

    LG und alles Gute
    karya

  6. #26
    ALEX.andra ist offline Stranger
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    ...es stimmt schon, wenn ich mir hier mal ein wenig den Frust von der Seele schreiben kann geht es mir auch schon ein wenig besser. Vor allem, weil mich jemand versteht, der das gleiche durchmachen musste. Unser erster Entlassungtermin ( gestern ) ist leider geplatzt, da unser Kleiner eine Atempause mit HF-Abfall und Sättigungsabfall hatte. Die Schwestern haben aber fetsgestellt, dass ihm das nur in Bauchlage passiert. Seit dem liegt er nur noch auf dem Rücken und auf der Seite und hatte seit Samstag auch keinen Abfall mehr. Heute hat er noch eine Bluttransfusion bekommen und wenn er die gut verträgt und sonst nichts weiter passiert, können wir in Samstag mit nehmen. An unserer Klinik gibt es auch eine Gruppe von Frühchen Eltern, die nennen sich Kleine Löwen. Dort gibt es einmal im Monat ein Frühchen-Frühstück (ist denke ich so ne Art Gesprächsrunde) dort werde ich mich mal anmelden. Auch habe ich mich mit einer anderen Mama angefreundet, die aus meiner Nähe ist. Wir werden den Kontakt auch nach der Entlassung beibehalten.

    Viele Grüße
    Alex

  7. #27
    Avatar von sarazena
    sarazena ist offline old hand
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    HI,

    also ich kenne sogar noch die Daten wann ich das erste Mal im Krankenhaus gelandet bin um mir die Prognose abzuholen "Sie müssen es bir zu 30gsten Woche schaffen egal wie"..."am besten schauen Sie sich schon mal nach Prenatalzentren um"...und da war ich erst in der 23. Woche. Ich hatte eine Schwangerschaftshypertonie mit einer Minderdurchblutung der Plazenta...und zusätzlich noch das Finale mit einer Schwangerschaftsvergiftung. Ich erinnere mich ab dem Tag dieser Prognose immer noch an jeden Tag an dem ich gebetet habe dass ich es schaffe und diese Höllenangst mein Baby zu verlieren plus dem Zustand im Krankenhaus kurz vor dem KS dieses "ausgeliefert" sein und nicht mehr die KOntrolle über sich selbst zu haben.
    Letzes Jahr war es heftig da hab ich alles nochmal durchlebt heute geht es..manchmal kommen noch die Flashbacks aber dank super Freunde bei denen ich reden konnte zwar sehr sehr spät also knapp 11 Monate später..weil ich mir so lächerlich vorkam weil ja alles gut gelaufen ist und der Kleine Putzmunter ist..geht es mittlerweile.
    Jetzt kann ich mit der Erinnerung leben ohne ständig in Tränen auszubrechen.
    Denis lag 1 Woche auf FIPS mit einer Lungenentzündung und ich habe nach der Entlassung ...genau an dem Zeitpunkt als er und ich hinten im Auto saßen und endlich nach 3 Wochen nach Hasue angefangen zu weinen und habe noch 1 Woche später geweint.
    Es ist normal und es ist okay und EINEN SATZ habe ich gehasst wie DIE PEST "Siehste jetzt ist alles vorbei und es ist alles GUT gelaufen"
    Den hasse ich heute noch!

    mit Denis, 6.12.2005, Nikolausbaby 36+0 SSW
    2750g ,47cm Klein.
    Gratis dazu Maik '92, Patrick '93

  8. #28
    Avatar von innamama
    innamama ist offline working mum
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    hallo,
    ja, das kann ich gut nachvollziehen. dieses "ist doch alles gut gegangen" fand ich auch ebenso abstoßend wie "herzlichen glückwunsch". ich dachte immerzu, wozuman mir eigentloch gratuliert. jonathan kam vollkommen plötzlich per notks in 28+2 mit 789g und 33cm zur welt. mehr vogel als mensch. wir waren beide lange auf intensiv. er die restlichen zwölf wochen bis zur eigentlichen geburt in der klinik. bis auf wenig bradykardien und sättigungsabfälle hatten wir es aber in all dem emotionalen schlamassel noch halbwegs gut...
    heute, eineinhalb jahre später, ist das glücklicherweise alles in weite ferne gerückt, wenngleich ich doch denke, dass uns ein band fehlt durch den schweren anfang. aber, jona ist putzmunter, macht alles unsicher und lernt gerade laufen. da interessieren einen auch nicht mehr die oberarztsprüche à la "dies kind wird nie einen normalen kopf haben"...jaja.
    ich denke, es ist vollkommen normal, dass eine solch eine frühchengeburt aus der bahn wirft (soll im normalen fall ja auch häufig so sein) und es einen auch dann und wann einholt
    alles gute weiterhin, corinna

  9. #29
    mum2 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Erdenbürger :)
    Mein Sohn kam vor fast 2 Jahren in 32+0, hatte dann noch 7 wochen intensivstation vor sich und wir wohnten auch so weit vom kh entfernt!
    war eine ganz schwere zeit für uns und auch gerade, was du beschreibst: jeden tag nur ein paar stunden sein kind zu sehen und es dann dort zu lassen, das war das allerschlimmste für mich! ich hab abends immer im bett gelegen und gedacht: was denkt er jetzt? fühlt er sich alleine gelassen? gehts ihm gut?
    das war echt schlimm!

    aber umso schöner wenn man da ist und wenn man sie dann mit nach hause nehmen darf!!!
    freu dich auf diese zeit!

    ich wünsche dir noch viel, viel kraft und viel spaß mit dem kleinen mann...

    Liebe Grüße

  10. #30
    Kleine1979 ist offline Member
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    Standard Re: Suche ein wenig Rat....

    Hallo und herzlichen Glückwunsch zu deinem Kleinen.
    Mein Sohn kam am 1.5.07 mit 30+6 und 1010 g auf die Welt. Er war zwei Monate im KH und es war eine harte Zeit. Ich hatte mit sowas nicht gerechnet und war wie vor den Kopf geschlagen.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen und kann Dir nur den Tipp geben versuch auch irgendwie Zeit für Dich nehmen. Geh mal mit ner Freundin Kaffeetrinken oder wein Dich mal aus wenn Dir danach ist. Das tut gut und Du tankst Kraft für die schwere Zeit. Ich weiß ist leicht gesagt....

    Ich wünsch euch Alles Gute und gaaanz viel Kraft!!!!

    LG Meike

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