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  1. #1
    Preterm ist offline newbie
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    41

    Standard Agression und Unzufriedenheit

    Hallo Zusammen,

    unsere Tochter nun fast drei Jahre (kor), chronologisch 3 3/12, ein Frühgeborenes aus der 24 + SSW wird von Aggressionen, Wut und Unzufriedenheit gequält. Dieser Zustand dauert nun schon mehrere Jahre an um begann sich ab dem 9. (kor) Lebensmonat stetig zu steigern.
    Stets hieß es immer nur, dass das eine Art Trotzphase sei, etwas früh aber sonst nicht weiter bedenklich. Doch dazu muss man sagen, dass sie sich auch diesem zarten Alter bereits Autoaggressiv verhielt. Sie kratze sich und schlug mit dem Kopf gegen das Bett oder den Boden. Und später richtete sich ihre Aggression auch gegen uns. Mittlerweile schlägt sie mit dem Kopf nach Hinten aus und hat mich bereits zweimal so getroffen, dass ich ins Krankenhaus zu einer kurzen Inspektion musste. Meine Oberlippe war komplett aufgeplatz und innen gerissen, meine Zähne schmerzten sehr und muss nun einen Schutz tragen. Dann erwischte sie mich auf dem Brustbein was zu Atemeinschränkungen führte. Alles durch ihren Schlag mit dem Hinterkopf ausgelöst.
    Andererseits kann sie auch sehr lieb kann, kann sich sehr gut konzentrieren und hat auch keine Entwicklungsrückstände.
    Ihr Verhalten zeigt sich hauptsächlich zu Hause im Kindergarten haben sie von der Aggression noch nie etwas gesehen.
    Nun wollte ich euch fragen, ob ihr dieses Verhalten von euren Kindern Kind und wie ihr damit umgeht, welche Therapien möglich sind und wie ich ihr vielleicht besser helfen kannn nicht in die Aggression zu verfallen?

    Wir sind sehr ratlos und inzwischen auch ihre Psychologin. Wir haben bereits mehere durch auch stationäre Aufenthalte, aber nichts schlug gut an. Doch über eines sind sie sich einig, es ist kein Trotz im üblichen Sinne. Ihre Wutausbrüche geschehen unter anderen Motiven.

    Ich danke euch für das Lesen meines Anliegens und vielleicht habt ihr einen Rat oder einfach nur eure Geschichten für mich.

    Alles Liebe,
    Preterm

  2. #2
    Avatar von eneib
    eneib ist offline unperfekte zweifachmama
    Registriert seit
    28.04.2010
    Beiträge
    1.378

    Standard Re: Agression und Unzufriedenheit

    Ich habe 2 (eher späte) Frühchen. Meine Tochter (34+0) ist ein Sonnenschein vor dem Herrn, mein Großer (35+5) ist durchaus eine Herausforderung was seine Erziehung angeht.

    Ich hatte lange ein diffuses Gefühl, dass er ein Problem hat, konnte es aber nie greifen. Als er im Alter deiner Tochter war habe ich mir Hilfe geholt. Allerdings nicht beim Psychologen sondern beim Ergo-Therapeuten.
    Die Therapeutin stellte fest, dass er u.a. ein massives Problem mit der Körperwahrnehmung hatte, das nach ca. 6 Monaten Ergotherapie behoben war. Zudem hat er eine sehr geringe Frustrationstoleranz, ist kognitiv unglaublich weit entwickelt (das Thema Hochbegabung stand schon mal im Raum), hängt von der emotionalen Reife allerdings hinterher. Alles zusammen ist das eine durchaus anspruchsvolle Mischung!
    Aber: jetzt nach 1 1/2 Jahren Arbeit mit Ergotherapie etc. (ich bekomme ebenfalls erziehungsberatende Unterstützung) bekomme ich durchaus positives Feedback sodass ich dem Schulstart nächstes Jahr halbwegs entspannt entgegen sehe.

    Preterm, ich denke nicht dass es mit der Frühgeburt zu tun hat. Auch normal-geborene Kinder sind Autoagressiv. Such dir einen guten Ergo-Therapeuten, und gib euch beiden Zeit und deiner Tochter viel Liebe.

    Alles Gute für Euch!
    eneib
    meine liebe bino ist Septermberkind

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    Gute Erziehung besteht darin, das man verbirgt, wieviel man von sich selber hält und wie wenig von den anderen.
    [Jean Cocteau]


  3. #3
    Gast

    Standard Re: Agression und Unzufriedenheit

    Ich habe zwar kein Frühchen, aber lange im Behinderten Bereich gearbeitet und weiß daher, dass Autoaggression die Steigerung von Fremdaggression ist. Das heißt, das es ein Fortschritt bedeutet, wenn sie "nur noch" Fremdaggressiv ist. Wichtig ist das Grundgefühl zur Aggression herauszufinden, damit kann man dann arbeiten. Also ob Trauer, Angst oder Frustration dahinterstehen. Oft natürlich auch in Kombination. Gibt es bei Euch ein SPZ, dann würde ich mich dahin wenden. aber wahrscheinlich habt ihr schon alles durch. Viel Ruhe und Kraft wünsche ich Dir.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Agression und Unzufriedenheit

    Zitat Zitat von Preterm Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    unsere Tochter nun fast drei Jahre (kor), chronologisch 3 3/12, ein Frühgeborenes aus der 24 + SSW wird von Aggressionen, Wut und Unzufriedenheit gequält. Dieser Zustand dauert nun schon mehrere Jahre an um begann sich ab dem 9. (kor) Lebensmonat stetig zu steigern.
    Stets hieß es immer nur, dass das eine Art Trotzphase sei, etwas früh aber sonst nicht weiter bedenklich. Doch dazu muss man sagen, dass sie sich auch diesem zarten Alter bereits Autoaggressiv verhielt. Sie kratze sich und schlug mit dem Kopf gegen das Bett oder den Boden. Und später richtete sich ihre Aggression auch gegen uns. Mittlerweile schlägt sie mit dem Kopf nach Hinten aus und hat mich bereits zweimal so getroffen, dass ich ins Krankenhaus zu einer kurzen Inspektion musste. Meine Oberlippe war komplett aufgeplatz und innen gerissen, meine Zähne schmerzten sehr und muss nun einen Schutz tragen. Dann erwischte sie mich auf dem Brustbein was zu Atemeinschränkungen führte. Alles durch ihren Schlag mit dem Hinterkopf ausgelöst.
    Andererseits kann sie auch sehr lieb kann, kann sich sehr gut konzentrieren und hat auch keine Entwicklungsrückstände.
    Ihr Verhalten zeigt sich hauptsächlich zu Hause im Kindergarten haben sie von der Aggression noch nie etwas gesehen.
    Nun wollte ich euch fragen, ob ihr dieses Verhalten von euren Kindern Kind und wie ihr damit umgeht, welche Therapien möglich sind und wie ich ihr vielleicht besser helfen kannn nicht in die Aggression zu verfallen?

    Wir sind sehr ratlos und inzwischen auch ihre Psychologin. Wir haben bereits mehere durch auch stationäre Aufenthalte, aber nichts schlug gut an. Doch über eines sind sie sich einig, es ist kein Trotz im üblichen Sinne. Ihre Wutausbrüche geschehen unter anderen Motiven.

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    Alles Liebe,
    Preterm
    Also das was du hier schilderst klingt für mich ganz normal ich hatte mehrere Kinder die sich so verhielten das wurde dann mit so 5 - 6 Jahren wesentlich bessern. Autoaggressiv als Kopf z.:B wo gegenschalgen ist ganz normal. Das macht jedes meiner Kinder mit so 8 - 18 Monaten. Und auch die Gewalt gegen uns Eltern kam bei dem einem Kind stärker beim andern nicht so stark zum Vorschein. Und sie haben alle diese Verhalten früher oder später abgelegt. Meine 3 Frühchen waren aber spätere so zwischen 30. und 35 Woche.

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