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  • 1 Post By Mami2101

Thema: Frühchen,junge Mama ,Depressionen ,Voten

  1. #1
    Colin07112013 ist offline Stranger
    Registriert seit
    12.02.2014
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    1

    Daumen hoch Frühchen,junge Mama ,Depressionen ,Voten

    Hallo,
    Ich bin neu hier und möchte mir mal einiges von der Seele schreiben und hoffe , dass ich wichtige Tipps etc. von euch bekommen könnte ?..

    Erst einmal zu mir ...
    Ich möchte keine Vorurteile etc. hören ,ich habe mich für den kleinen Racker nun einmal entschieden.

    Also ich bin gerade einmal 19 Jahren und bin Schülerin der bbs 1 in Göttingen und habe letztes Jahr ende Mai erfahren ,dass ich schwanger bin , der schock sass und ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte. Ich habe stets verhütet und trotzdem passierte es.

    Naja ich habe neben der schule immer gearbeitet und es hat mir viel Spass gemacht. Ich brauchte eine ganze Woche um darauf klar zukommen. Meine Frauenärztin sagte mir ich sei schon in der dritten Woche und ich soll mich bitte entscheiden ,dafür hatte ich noch etwas zeit.
    Nun gut ich sagte meinen Eltern ,dass ich schwanger sei und die Reaktionen waren nicht gerade klasse ,trotzdem standen sie hinter mir und meinten es ist ganz allein meine Entscheidung ob ich es behalten möchte oder nicht. Sie werden mich immer unterstützen. Oh Gott meine Eltern sind wirklich klasse.
    Ich hatte mein Fachabi in der Tasche ,aber trotzdem hatte ich ja vor das normale Abitur nach drei Jahren abzuschliessen und war völlig hin und her gerissen und war nur noch am heulen.
    Mein freund war der einzige der sich richtig dolle freute.
    Seine Eltern nahmen das nicht ganz so toll auf , sie waren völlig überfordert damit und ich bekam nur dumme Sprüche und musste mir ehrlich viel anhören.
    Ich war fertig mit den nerven. Theoretisch konnte ich es nicht behalten , ich hatte nichts richtiges in der Hand , habe nicht einmal eine Ausbildung oder sowas. Ich hatte doch noch alles vor mir. Ich redete viel mit meinen Eltern und sie meinten jedes mal , auch wenn es zu früh ist , wir würden das alles schaffen. Meine Eltern arbeiten beide auf Vollzeit und zudem haben wir 6 Pferde und ja.
    Naja ich ging alles im Kopf durch und stellte mir fragen was wäre wenn und wie wäre es und all sowas.Es war überhaupt nicht leicht.
    Nach zwei Wochen war ich wieder bei meiner Frauenärztin und sie korrigierte sich eig wäre ich da in der 5 Woche gewesen doch sie meinte es sieht stark nach der 7 Woche aus im Übergang zur 8 Woche , mir rannte die zeit davon.
    Ich war die ganze zeit gegen ein Kind ,ich fühlte mich überhaupt nicht bereit für den grossen schritt.
    Naja nun gut , ich entschied mich in der 10 Woche für das Kind.
    Meine Eltern waren so happy , mein Vater war so glücklich ,er konnte es gar nicht abwarten , er war der erste der Sachen für den kleinen kaufte.
    Die Schwangerschaft lief gut, ich besuchte weiter die schule und machte Yoga mit der klasse. Alle unterstützten mich.
    Doch dann war der 20 .Oktober und meine Frauenärztin meinte ich soll sehr vorsichtig sein und mich viel schonen , da der kleine schon richtig lag und rutschte immer weiter runter. Ich war vorsichtiger , schlief mehr und fühlte mich blendet , mir gefiel mein Bauch. Es war ein tolles Gefühl.
    Ich hatte im Oktober/November viele Vorstellungsgespräche und bewerbungstest und kam trotz Bauch echt weit.am 07. November hatte ich die nacht starke schmerzen , klar der kleine drehte sich viel ,aber das kannte ich ja schon. Doch iwas war anders. Ich war zwar völlig gelassen ,doch ich ging nachts duschen um mein kleinen zu beruhigen , viele kirschkernkissen legte ich auf meinen Bauch , doch das hielt nicht lange an. Gegen 5 Uhr morgens weckte ich meinen freund . Ich sagte vor zwei stunden , wenn er weiter so schlafen würde ,verpasst er alles.
    Ich war die ganze nacht nicht wach und ich durfte mir Sachen anhören wie ,mach einfach die Augen zu das wird schon und stell dich nicht so an. Um halb 6 rief ich meine mama an und meinte sie soll schnell zu uns kommen. Ich drehte mich nur noch im Bett ich hatte solche schmerzen , da ich auch alle 7 min wehen hatte :(
    Als meine mama da war ,rufte sie sofort den Krankenwagen und packte eine Tasche fürs krankenhaus. Alle waren völlig aufgelöst ,doch ich war immer noch ruhig , ich dachte mir so ,dass alles ok sei und der kleine nur falsch liegt und weiss nicht wie er schlafen möchte.
    Um 6:40 Uhr war der Krankenwagen bei uns und los ging es, meine wehen wurden immer schlimmer ,alle 2 Minuten. Trotzdem war ich ruhig ,da ich dachte die untersuchen mich im kh und sagen mir das ich nach 4 h wieder gehen kann.
    Im Krankenwagen haben sie ein Ultraschall gemacht ,da war wohl alles ok. Der Arzt sagte es sei alles gut.der Muttermund war zu.
    Im Krankenhaus war plötzlich alles anders. Der Muttermund öffnete sich auf 7,5 cm und man spürte einen Knoten im Bauch. Ich fing an zu heulen und meinte das kann alles nicht sein , der kleine hat noch so viel zeit. Dann fing ich stark an zu bluten , ich sass auf diesen Stuhl und es tropfte alles rasend runter und ich heulte und heulte und fragte was los sei und der Arzt war panisch und schrie nur schnell , ruft das Ärzte Team wir müssen operieren .ich fragte warum , ich habe doch noch 10 Wochen zeit. Die Hebamme hielt meine Hand und sagte das op Team kommt gleich ,das wird alles ganz schnell gehen ,hab keine angst, wir müssen das tun sonst geht ihr beide drauf und da war es dann vorbei ich heulte immer kräftiger und fragte was ich falsch gemacht habe ,wie konnte das passieren , warum jetzt, es tat mir alles so leid , ich entschuldigte mich so oft und redete die letzten paar Minuten mit dem kleinen im Bauch das es mir leid tut und ich doch eine normale Geburt wollte ,ich hatte es mir so gewünscht. Die letzten Minuten vergingen und die spritze kam für die Vollnarkose und sagte zu meinen kleinen wir sehen uns nachher und das wohl auf. Ich liebe dich. Und dann war ich weg. Ich wusste nicht ,dass es um mich so schlecht aus sah, ich blutete wohl sehr stark und verlor zu viel Blut , der kleine kam um 7:15 Uhr auf die Welt und mein papa und sein papa haben ihn zu erst gehört und gesehen. Ich war noch drei stunden im op. Mein freund soll wohl oft nachgefragt haben und nie eine Antwort bekommen haben.Mein Vater und meine Mutter waren völlig fertig. Und Karsten mein Freund heulte und machte sich vorwürfe. Nach der Operation lag ich im Kreissaal zum aufwachen ,weil nirgends platz war. Meine ersten Worte waren , ich habe Hunger und fing an zu weinen ,weil mein bauch weg war , ich verstand das alles nicht und heulte und heulte. Ich war so fertig.Mir wurde mein kleiner weggenommen und ich durfte ihn nicht einmal sehen. Im Kreissaal bekam ich zwei Mütter mit die eine lag links und die andere rechts und bekamen beide an diesem Tag ihr Kind , es war fürchterlich für mich ,weil ich alles mit bekam. Ich heulte und wollte meinen Spatz sehen. Ich wollte aus diesem Kreissaal raus. Es war der Horror , mein Bauch weg , ich konnte nicht kaufen ,durfte nicht essen ,einfach nichts. 12 h später sah ich meinen kleinen. Er lag auf der Intensiv-Station in einem Brutkarsten und war angestöpselt an ganz vielen Geräten , ich konnte meine Tränen nicht auf halten . Er war so klein , einfach putzig , nicht einmal die Pampers passte. Die Ärzte sagten bisher ist alles in Ordnung , er sei nur zu klein.
    Nach 16 h bekam ich endlich ein Bett ,bei anderen Frauen. Und musste ohne Kind einschlafen ,dass ging überhaupt nicht , ich war völlig fertig und machte mir starke vorwürfe. Die nächsten Tage kämpfte ich mit meinen Körper um schnell wieder fit zu werden und konnte nach 1,5 tagen alleine laufen und auf Toilette ,die Schmerzen waren mir egal. Ich wurde zwar mit Bett zu meinen Kleinen gefahren ,doch die Bettschieber Waren talentlos -.- ,jede ecke wurde mitgenommen und keine Rücksicht auf mich genommen ,es tat so mega weh ,wenn die irgendwo gegen gefahren sind. Deswegen musste ich schnell auf die beine kommen. Das schaffte ich auch recht gut. Ich pumpte ab ,um für den kleinen da zu sein und ihn das nötigste zu geben was ich kann. Ich war happy,dass abpumpen klappte gut , ich pumpte alle 4 h um die 240ml ab , klar der kleine hat nicht so viel getrunken ,doch das haben die eingefroren für später , ich sammelte einen gewaltigen Vorrat an.
    Er machte die ersten Tage einen nicht so guten Eindruck , er nahm ab , bekam Gelbsucht etc. Er nahm wirklich alles mit. Das schöne war er konnte schon selbstständig atmen. Er war kern gesund. Nach 10 tagen kam er auf die 0132 Station und dort war es schon alles angenehmer. Er machte zwar wirklich viel durch , ich möchte das auch nicht alles aufschreiben ,da ich jetzt schon wieder heule wenn ich darüber schreibe.Der Arzt redete mit mir oft und sagt ,ich soll froh sein das wir so schnell gehandelt haben , 1 h später und ich wäre drauf gegangen. Dem kleinen ging es wohl besser als mir.
    Aber das war mir egal. Der kleine war das wichtigste solange es ihm gut ging ,ging es mir auch gut. Er entwickelte sich gut. Ich pumpte fleissig ab und war jeden tag 4-5 mal da und das dann um die 4-6 h , ich wollte nichts verpassen , ich schlief bei ihm oft ein. Dann an einem dezembermorgen kam ich völlig glücklich zur Klinik und dann kam die Nachricht wir mussten ihn reanimieren. Ich brach in tränen aus. Wie gehts ihm jetzt? Schafft er es? Wie konnte das passieren ? Keine Antwort. So ein Rückschlag , erst hiess es in zwei Wochen könnten wir ihn mit nach hause nehmen und dann war das nach dem Vorfall weiter geschoben wurden.die Mitarbeiter machten das alle toll , die Ärzte waren super. Er nahm gut zu und schlief viel , er schlief sogar beim essen ein. Er war so süss.
    Drei tage vor dem abreisetag wurde uns bescheid gesagt ,das wir ihn am 19.12.2013 mit nach hause nehmen können. Es war so ein tolles Gefühl. Wir waren so glücklich. Er hat es endlich geschafft , nach vielen Wochen der Angst und Sorgen.
    Ich habe es bis heute nicht wirklich verdaut :( Ich sehe ihn an und bin überglücklich das alles so glatt abgelaufen ist. Trotzdem quälen mich die Träume.Ich kann mir ein leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.Zur schule gehe ich nicht mehr , erst hiess es ich darf ihn mitnehmen und dann , ne die meisten Lehrer unterstützen so etwas nicht. Ich hatte für drei tage eine Aufpasserin und zwei tage hätte ich ihn mit nehmen müssen ,aber das wurde nicht akzeptiert. Erst sichert mir jeder zu es sei kein Problem und dann das. Na gut ich habe ab dem 01.08 eine ausbildungsstelle und habe mein Fachabi ,aber trotzdem finde ich das so ungerecht, ich kämpfte mich durch war für meinen Sohn und alle da und kämpfte um eine ausbildungsstelle und lernte und lernte damit ich mein abi im april bestehe und dann kommt sowas.
    Ich bin froh das ich nicht mehr zur schule gehe und mich voll auf den kleinen konzentriere , jede Minute ist so wertvoll mit ihm.

    Ich hoffe das ich einige Mütter kennenlerne die so etwas villt wuch durch gemacht haben und wir uns einfach mal austauschen könnten.

    Ich habe noch eine kleine bitte.
    Ich würde mich freuen ,wenn ihr mich unterstützt. Die Zeitung "BLICk" sucht den Wonneproppen 2013 , und och habe mich da angemeldet mit Colin. Und wünsche mir auch wenn der Name nicht stimmt , dass wir villt Wonneproppen 2013 werden. Und ich ihn später erzählen kann ,wie es dazu kam.
    Hier noch einmal der Aufruf.

    Hallo meine Lieben,
    Wir haben Colin bei der Aktion Blick Wonneproppen 2013 angemeldet. Und wir würden uns sehr freuen , wenn ihr uns beim Voten unterstützt.
    Die Bedingungen zum Voten sind ganz einfach:
    Schickt eine SmS mit

    Blick Foto 96

    an die 52020.
    Wichtig ist , dass ihr auf die korrekte Schreibweise achtet. Abgestimmt werden kann bis zum 03.März 2014 , 12:00 Uhr.
    Wir danken euch im Vorfeld für das Mitmachen. ❤

    P.s.: mehrere Votes sind auch erlaubt 😊
    Weiterleiten oder sagen wäre echt nice :)))
    Danke für deine Hilfe 😘


    Ich würde mich um viele nette Bekanntschaften freuen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Steffi

  2. #2
    Mami2101 ist offline Member
    Registriert seit
    06.09.2013
    Beiträge
    127

    Standard Re: Frühchen,junge Mama ,Depressionen ,Voten

    Hey! Ich hatte zwar kein Frühchen, aber ich komme auch aus Göttingen! Wenn du magst, kannst du mir gerne eine PN schreiben :)
    Colin07112013 gefällt dies

  3. #3
    Juliane1 ist offline Carpal Tunnel
    Registriert seit
    04.06.2010
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    3.326

    Standard Re: Frühchen,junge Mama ,Depressionen ,Voten

    Ich habe zwar zwei Frühchen-Kinder, die sich auch jeweils sehr unverhofft auf den Weg gemacht haben, aber meine Erfahrungen sind Gott sei Dank nicht so schlimm wie deine. Aber trotzdem: Jede Frühchenmutter oder auch Mütter deren Kinder unter anderen problematischen Umständen zur Welt gekommen sind, können deine Ängste verstehen. So ein Erlebnis zu verarbeiten ist schon unter günstigeren Umständen schwer, wie schwer muss es da für dich sein. Du hattest schon einen nicht ganz einfachen Start in die Schwangerschaft und wenn dann noch Probleme dazukommen, ist es doppelt schwer. Ich finde, du klingst sehr tapfer und ich bewundere deinen Mut, wie du mit der Situation umgehst. Du bist "erst" 19 und hast wirklich viel durchgemacht. Du kannst nun auch ein wenig stoltz auf dich sein, was du alles geschafft hast. Mache dir keine Vorwürfe (ich weiß, man macht es trotzdem...), sondern versuche dich daran zu erfreuen, was aus deinem Problemkind geworden ist.

    Natürlich liegt noch viel "Arbeit" vor dir, insbesondere was deine persönliche Zukunft angeht, aber du scheinst ja eine wirklich tolle Familie zu haben. Das ist nämlich mit Abstand das Wichtigste. Den einzigen Rat, den ich dir geben kann ist, nimm Hilfe an, wo auch immer sie sich anbietet! Sei es psychologischen Rat zum Verarbeiten des Erlebten oder auch bei der Betreuung des Kleinen. Dass auch du einmal zum Durchatmen kommst.

    Ich wünsche dir und deiner kleinen Familie alles erdenklich Gute, dass es nun erst einmal immer bergauf geht.

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