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Thema: Vorsorge Risikoschwangerschaft

  1. #1
    Avatar von benjavi
    benjavi ist offline überglücklich
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    Standard Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Also, ich weiß nicht ob ich den Titel für mein Thema richtig gewählt habe. Aber Wurst.

    Ich bin neu im Forum unter den Frühchen-Mamas. Eigentlich bin ich schon länger im Eltern-Forum aber
    mit der zweiten Schwangerschaft und frühen Geburt unseres Sohnes war ich hier erstmal raus.

    Ich habe eine normale erste Schwangerschaft erlebt und eine heftige zweite.
    In der zweiten hatte ich sehr früh Probleme. Schmerzen, Blutungen, etliche Krankheitssymptome etc.
    Bis in der 21. SSW ein vorzeitiger Blasensprung alles auf den Kopf stellte.
    Ich lag bis 28+5 und bekam dann eine Sectio.

    Auf der Intensiv hat unser Schatz alles wunderbar gemacht, sodass er 35+5 entlassen wurde. Jetzt ist er 1 Jahr 4 Monate alt und fängt an zu laufen. Alles in Ordnung. Natürlich haben wir auf der Intensiv Höhen und Tiefen erlebt aber immer ging alles gut aus.

    Wir wünschen uns ein drittes Kind. Das haben wir bereits vor unserem ersten Buben im Kopf gehabt aber nach unserem Frühchen wegen dem doch sehr hohen Risiko verworfen.

    Doch irgendwie merke ich, dass wir noch nicht "komplett" sind.

    Aber die Angst sitzt tief. Ich würde gerne von euch wissen wollen, wie die engmaschige Vorsorge in der Risikoschwangerschaft aussieht und ob man tatsächlich etwas zur Vorbeugung machen kann.

    "Leider" gab es keinen Grund, warum die Blase gesprungen ist. Ich hatte einen 5cm langen MM und Stein hart. Ich hatte keine Infektion.

    Ich weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Auf der einen Seite, super! Vielleicht ist die Chance höher, dass es sich nicht mehr wiederholt auf der anderen, blöd, weil ich keine Ahnung habe, was ich zur Vorsorge machen soll.

    LG benjavi
    Geändert von benjavi (23.01.2015 um 21:25 Uhr) Grund: fehler


  2. #2
    BeSe ist offline glückliche 2fach-Mama
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Hallo benjavi,

    *hihi, vermutlich sind wir heute allein hier im Forum*

    Sprich doch vor einer möglichen neuen SS bereits mit deinem Frauenarzt, was er als möglich ansieht... viell. aller 2 WO zum Termin, jedes Mal einen Ultraschall machen, ...

    Auf jeden Fall warst du schon mal im richtigen Krankenhaus!

    Anderen wird in der 21. SSW gesagt, nach nem Blasensprung geht nix mehr und Kind hat keine Überlebenschance und das war's dann... ich finde das immer krass - denn auch deine Geschichte zeigt ja, dass es funktionieren kann!

    Bei uns steht fest, dass trotz der 2 komplizierten SS noch eine 3. folgen soll - nur das wann is no ungeklärt... von mir aus, wenn die Kleine ca. 1 Jahr alt is, von meinem Mann aus, wenn der Große trocken is (damit er ni doppelte Arbeit hat, wenn ich wieder mal paar Tage ins Krankenhaus müsste) - vielleicht treffen wir uns irgendwo dazwischen... wer weiß...

    Ich war und bin mit "meinem" Krankenhaus jedenfalls auch zufrieden und werde da bleiben...

    Hast du ansonsten mal gegoogelt, was noch als mögliche Ursache in Frage hätte kommen können (sollte man ja sonst ni machen...)? U. a. auch Druckerhöhung durch z. B. Erhöhung der Fruchtwassermenge... das könnte man ja beim US feststellen, oder auch die Querlage des Kindes...

    Wünsch dir (euch) jedenfalls alles erdenklich Gute.

    Grüßle
    BeSe

    PS: den anderen Thread eröffne ich gerne mal - nur nicht mehr heute, meine Kleine is grad wieder wach geworden daher "Guts Nächtle"
    Sohnemann 1 geboren am 31.12.2012 in der 28. SSW
    Töchterchen 2 geboren am 18.09.2014 in der 41. SSW

  3. #3
    Avatar von benjavi
    benjavi ist offline überglücklich
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Hihi, du hast recht. Wir sind heute wohl allein hier. :-)

    Ich habe mit vielen Frauenärzten gesprochen. Alle Aussagen laufen auf "es war blöd gelaufen" hinaus.
    Ich hatte nach meiner ersten SS einen Verdacht auf Asherman-Syndrom aber nach einer Hysteroskopie hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Da ich aber immer noch keine Blutungen habe, wird sich das Fragezeichen wohl nicht aufklären lassen. Bei einem nächsten Kinderwunsch wird man mir bestimmt ähnliches sagen. Es kann, muss aber nicht passieren.

    Ich weiß, wie blöd das jetzt klingt, aber das reicht mir nicht. Ich wünschte ich könnte das Risiko bei einer weiteren SS auf ein Minimum reduzieren. Aber wer wünscht sich das nicht.

    Ansonsten kann es wohl auch eine vermehrte Fruchtwassermenge gewesen sein. Nur leider kann das keiner mehr so richtig nachvollziehen. Es wurde vor dem Blasensprung eine Plazenta praevia diagnostiziert. Aber als ich zwei Wochen vor dem Blasensprung mit Blutungen in einem anderen Krankenhaus war, hat man mir gesagt, dass die Plazenta zwar nahe dem MM liegt aber nicht gefährlich. Da behalten hatten sie mich aber nicht. Das war ein echt blödes Krankenhaus.

    In dem Krankenhaus, in dem ich mit Blasensprung eingeliefert wurde, hat man sehr gut reagiert. Liegender Transport, Antibiotikum, CTG und dauernde Überwachung mit Ultraschall. Es lief gut. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es Ärzte gibt, die in so einer Situation sofort alles abschreiben. Ich hatte auch einen Assistenzarzt der zu mir kam und meinte, ich soll mich darauf einstellen mich vom Kind zu verabschieden. Heftige Aussage in so einer Situation. Es kann auch anders kommen.

    Mal sehen, was noch kommt. Ich freue mich auf jeden Fall auf einen Erfahrungsaustausch.

    LG benjavi

  4. #4
    Avatar von Tanja2409
    Tanja2409 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    das problem ist, wenn keiner weiss, warum, kann auch keiner sagen, was man zur vorbeugung machen kann.

    der arzt der dir das mit dem verabschieden gesagt hat, war zwar unsensibel, aber statistisch gesehen, hattet ihr echt viel glück bzw sind zur richtigen zeit die richtigen massnahmen ergriffen worden. er war halt einfach nur ehrlich zu dir. ich persönlich finde das besser, als angelogen zu werden.

    die wahrscheinlichkeit für so einen frühen blasensprung sind sehr gering, die wahrscheinlichkeit das sich das so wiederholt aber auch.

    100% sicherheit wirst du leider nicht bekommen. bei einer zervixinsuffuziens kann man viel zur vorbeugung machen, bei einem spontanen blasensprung ohne ursache nicht. man wird wohl vermehrt in der nächsten SS auf infektionen untersuchen und die fruchtwassermenge genau im auge behalten.

    ich denke du musst es auf dich zukommen lassen.

  5. #5
    Avatar von benjavi
    benjavi ist offline überglücklich
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Zitat Zitat von Tanja2409 Beitrag anzeigen
    das problem ist, wenn keiner weiss, warum, kann auch keiner sagen, was man zur vorbeugung machen kann.

    der arzt der dir das mit dem verabschieden gesagt hat, war zwar unsensibel, aber statistisch gesehen, hattet ihr echt viel glück bzw sind zur richtigen zeit die richtigen massnahmen ergriffen worden. er war halt einfach nur ehrlich zu dir. ich persönlich finde das besser, als angelogen zu werden.

    die wahrscheinlichkeit für so einen frühen blasensprung sind sehr gering, die wahrscheinlichkeit das sich das so wiederholt aber auch.

    100% sicherheit wirst du leider nicht bekommen. bei einer zervixinsuffuziens kann man viel zur vorbeugung machen, bei einem spontanen blasensprung ohne ursache nicht. man wird wohl vermehrt in der nächsten SS auf infektionen untersuchen und die fruchtwassermenge genau im auge behalten.

    ich denke du musst es auf dich zukommen lassen.
    da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich bin sehr lange davon ausgegangen, dass es eine Infektion war. Ich hatte erhöhte Entzündungswerte im Blut aber das kam wohl nicht durch eine Infektion.
    Ich kann mich an einen Index 14 der Fruchtwassermenge bei der Aufnahmeuntersuchung beim Blasensprung erinnern und dass die Ärztin meinte, es wäre sehr viel für die 20/21 SSW.

    Aber es sind alles nur Spekulationen. Mir ist bewusst, dass heute keiner mehr sagen kann, woran es lag und ob das noch einmal passieren kann. Bei einer Frühgeburt gibt es ein 25% iges Risiko einer erneuten Frühgeburt. Aber darin sind alle
    Ursachen zusammengefasst.

    Das der Arzt nur ehrlich war, trage ich ihm nicht nach. Ich weiß, dass er eigentlich Recht gehabt haben müsste. Er selbst
    kam in der 24. SSW in mein Zimmer, gab mir die Lungenreifespritze und sagte mir, wie sehr er sich darüber freute, dass ich noch da war und Krümel auch.

    Er wollte sich fast dafür entschuldigen. Das hat man ihm angesehen. Ich weiß, dass wir sehr viel Glück gehabt haben. Aber dieses Gefühl in dem Moment als er das sagte werde ich nie wieder los. Das verfolgt mich wahrscheinlich mein Leben lang.
    Der Moment, als jemand klar ausgesprochen hat, dass mein Sohn nicht überleben wird. Das war heftig.

    Wie hast du deine Entscheidung getroffen, ob du weitere Kinder möchtest. Also.. ich meine, was hat dir die Sicherheit gegeben, dass es klappen wird?

  6. #6
    Avatar von Tanja2409
    Tanja2409 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    ich hab darauf vertraut, das alles gut gehen wird. ist es im endeffekt ja auch, jede schwangerschaft ist halt anders, wobei ein weiteres mal werden wir das nicht riskieren.

    bei mir ist es ja so, das alle kinder immer leichter wurden, ich hab eine plazentainsuffiziens bei allen gehabt, die auch für die frühen geburten verantwortlich war, denn bei mir wurde bei 2 kindern eingeleitet, wie kein wachstum mehr war, das 1. frühchen kam spontan, noch wochenlanger wehenhemmung und KH aufenthalt. ich war vorbereitet, ich wusste was auch mich zukommen wird, das macht es auch einfacher. beim 3. wusste ich, wenn ich bis 35+ komme, dann kann ich glücklich sein, die mittlere wurde bei 37+5 eingeleitet und war kein frühchen, die selbe einstellung hatte ich auch beim 4. ich wusste das das kind direkt nach der entbindung auf der ITS sein wird, das ich es nur kurz bei mir im kreissaal haben werde und das ich ein zimmer will, in dem keine mutter mit baby liegt, das hat mir beim 2. schwer zu schaffen gemacht.

    früher sagte man ja die frau ist in guter hoffnung und ich denke das ist es, was man nach einem schlimmen ereignis, egal welcher art braucht, hoffnung das es nicht nochmal so kommt. wenn ich diese hoffnung nicht gehabt hätte, hätten wir nr 3+4 nicht bekommen.

    ich kann mir vorstellen, das sowas einem in erinnerung bleibt, aber ärzte sind halt manchmal einfach nur ehrlich, was ich, wie gesagt, besser finde.

  7. #7
    Avatar von benjavi
    benjavi ist offline überglücklich
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Tanja, hat man bei dir je feststellen können woher die Plazentainsuffiziens kommt? Was könnte der Grund dafür sein?

  8. #8
    Avatar von Tanja2409
    Tanja2409 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Zitat Zitat von benjavi Beitrag anzeigen
    Tanja, hat man bei dir je feststellen können woher die Plazentainsuffiziens kommt? Was könnte der Grund dafür sein?
    es gibt eine vermutung. ich hatte eine FG, wo die plazenta anlage nicht korrekt war und mein FA vermutet, das es bei den anderen SS ähnlich gewesen sein könnte. dazu hatte ich in allen SS eine störung der GM durchblutung, eine der zuführenden arterien ist nicht aufgegangen, was dann auch auswirkungen auf die plazenta haben kann. aber genau kann man das halt nicht sagen, die plazenta war bei keiner SS verkalkt bzw nicht mehr als für die SSW zu erwarten gewesen wäre.

  9. #9
    Avatar von benjavi
    benjavi ist offline überglücklich
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Zitat Zitat von Tanja2409 Beitrag anzeigen
    es gibt eine vermutung. ich hatte eine FG, wo die plazenta anlage nicht korrekt war und mein FA vermutet, das es bei den anderen SS ähnlich gewesen sein könnte. dazu hatte ich in allen SS eine störung der GM durchblutung, eine der zuführenden arterien ist nicht aufgegangen, was dann auch auswirkungen auf die plazenta haben kann. aber genau kann man das halt nicht sagen, die plazenta war bei keiner SS verkalkt bzw nicht mehr als für die SSW zu erwarten gewesen wäre.
    und hast du dennoch irgendetwas an medikamenten etc. genommen zur stabilisierung oder eine höhere überwachung (öfter einen doppler?). schließlich hast du dich ja doch 4 mal getraut.


  10. #10
    Avatar von Tanja2409
    Tanja2409 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Vorsorge Risikoschwangerschaft

    Zitat Zitat von benjavi Beitrag anzeigen
    und hast du dennoch irgendetwas an medikamenten etc. genommen zur stabilisierung oder eine höhere überwachung (öfter einen doppler?). schließlich hast du dich ja doch 4 mal getraut.
    ich hab alle 2 wochen ab der 24.SSW doppler bekommen, einmal beim FA einmal beim FD. meine FA hatte überlegt mir ASS 100 zu geben, wenn es nochmal eine unerwartete SS geben sollte, dann wird das wohl auch gemacht werden. die letzten wochen hatte ich 1x die woche US im KH auch mit doppler und alle 2 tage CTG kontrolle.

    also ja, es ist mehr vorsorge gemacht worden, als es standart ist. meine FA hat auch bei jeder VU einen US gemacht, ist ja auch kein standart.

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