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  1. #11
    luna77 ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Resekt, dass du das alles so nüchtern - eigentlich schon humorvoll siehst!

    Ich kann das aber nicht!

    Natürlich liebe ich meine Kinder und sehr alles positive an ihnen - jedoch hat das nichts mit dem Umstand der frühzeitigen Geburt und die damit entstandenen Komplikationen zu tun!





















  2. #12
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Hi,

    ich finde es so schade, dass Du und Luna 77, also ihr, so sehr mit der Frühgeburt hardert.

    Klar kommen wir auf keinen gemeinsamen Nenner, ich bin immer gern Frau über meinen Körper, ich wollte immer wissen was der Körper macht, warum er was macht und wollte mich damit verstehen.

    Ich war immer schon sehr selbstbewußt, ich mochte nie wegen meiner Schwangerschaften von irgendwas ausgegrenzt werden. Für mich war schwanger sein nur das Mittel zum Zweck.

    Aber was ist denn Schwangerschaft für Dich? Was genau findest Du daran so schön? Würde mich mal interessieren, denn ich wollte immer nur funktionieren, aber ich denke das war für Dich nicht wichtig.

    VG

  3. #13
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Hey,

    Du mußt mit Deinem Partner reden, wofür hast Du ihn sonst?

    Ich habe leicht reden, meine Kinder sind schon fast 17, 8, 6 und vier Jahre alt, da macht man sich über Frühchen nicht mehr den Kopf, da geht es um Schule, Kindergarten, Ausbildung und Studienplatz, das wird Dir in ein paar Jahren nicht anders gehen, aber Dein Frühchen ist noch zu frisch.

    Mein Vater und mein Schwager sind auch als Frühchen geboren worden, mein Vater im siebten Monat 1926 geb., der wurde zwischen warmgehaltenen Backsteinen auf einem Schiff aufgepäppelt. Was meine Großmutter empfand weiß ich leider nicht, sie verstarb vor meiner Geburt, aber irgendwie hat sie es geschafft dieses Frühchen durchzubringen. Davor und danach hat sie keine Kinder mehr bekommen.

    Auch Frühchen kommen und gehen ihren Weg.

    Wenn Du selbst nicht weiter kommst finde ich es wichtig, dass Du Dir Hilfe suchst, was Du ja hier auch schon machst. Vielleicht langt es hier aber einfach nicht.

    Manchmal ist psychologische Hilfe einfach der bessere Weg, aber ich verstehe trotzdem nicht, warum Du mit Deinem Partner nicht reden kannst. Für solche Situationen ist doch ein Partner da, oder irre ich mich da fatal?

    VG

  4. #14
    Gast

    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    das ist eine sehr gute frage, die mir meine psychologin auch schon gestellt hat!

    ich empfand das gefühl, ein/zwei baby(s) im bauch zu haben sooooo schön, so innig. dabei habe ich mich, zumindest bei meiner tocher, trotz eines bauchumfangs von 125cm, nie krank oder ausgeschlossen gefühlt. ich habe mich einfach nur saugut gefühlt. auch wenn ich die morgentliche übelkeit bis in den 7. monat zog, aber alleine das gefühl, ein baby im bauch zu haben, entschädigte mich dafür.

    meine psychologin meint, ich bin ein mensch, der intensive bindungen braucht. vielleicht deshalb? keine ahnung... ich fand es bis vor kurzem noch sehr normal, eine schwangerschaft zu genießen, meinte also, meine stimmung hat so jede frau. aber ich merkte schon vor monaten, dass es auch frauen gibt, die das nüchterner sehen, als mittel zum zweck. das ist völlig in ordnung.

    für mich ist nur nicht nacchvollziehbar, was du schönes an der neo-zeit fandest? für mich war die fahrt jeden tag dorthin der reinste horrortrip. ob es ihnen gut geht? neue hiobsbotschaften? einen schritt zurück?

    und ich empfand es furchtbar, anfangs keinen innigen körperkontakt zu haben. das fehlt mich auch.

    natürlich merke ich, dass es mit den jahren besser/anders wird. wie du schon luna schreibst, deine kinder sind fit und gesund. vielleicht haben wir einfach noch angst, was da noch alles kommen kann?

  5. #15
    Gast

    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    mein mann ist mir auch die wichtigste stütze überhaupt. natürlich reden wir, er weiß genau, wie es mir geht.

    aber das reicht mir nicht, nicht, wenn es um die psychische seite geht

    ich will mich mit mir beschäftigen und rausfinden, warum mich das alles so aus der bahn wirft. denn nur so kann ich es wohl ändern und wieder die werden, die ich war.

  6. #16
    Avatar von Claudia_Felix
    Claudia_Felix ist offline old hand
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Hallo,

    Du bist nicht bekloppt!!

    Felix hatte im Mai Geburtstag und ist 3 Jahre geworden...für mich ist das immer noch ein zwiespältiger Tag!

    Ich denke jedesmal an die Ereignisse zurück, lasse den Tag Revue passieren..

    Aber: danach kann ich meinen Hasen in der Arm nehmen...viel schlechter geht es mir in der Nacht vom 17. auf den 18.7., denn da wurde mein erster Sohn geboren und ich durfte ihn leider nicht lebend kennen lernen.
    Da heule ich jedes Jahr Rotz und Wasser!

    Weisst Du, was mir geholfen hat...ich habe ein Buch über beide Kinder geschrieben, einfach alles was passierte aufgeschrieben. Das war oft sehr sehr schmerzhaft, hat aber letztendlich sehr zur Bewältigung beitragen.

    Die Neo- Zeit als schön...ich weiss nicht, das geht bei mir gar nicht...ich hatte jedesmal soo Angst! Bei uns war sehr lange nicht klar, ob er es schafft!

    LG

    Claudia

  7. #17
    Avatar von Bubamara
    Bubamara ist offline addict
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    Böse Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    :confused:
    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen

    Meine beiden nächsten Kinder hatten erbarmen mit mir und kamen als Frühchen und mit Not-Sectio zur Welt. Was besseres hätte mir gar nicht passieren können.

    :confused:

    Also bei allem Respekt! Ist es nicht das Beste wenn die kleinen Würmchen termingerecht und gesund zur Welt kommen???? Ich verstehe nicht ganz wie man so etwas schreiben kann! Ich hätte mir 1000mal lieber eine normale, schmerzhafte, lange, schwierige etc. Geburt gewünscht, als das durchzumachen was mir passiert ist und was viele hier schreiben!

    Mein Kleiner kam in der 31. SSW zur Welt nachdem sich bei mir eine Schwangerschaftsvergiftung entwickelte. Es war die schrecklichste Zeit meines Lebens den kleinen Zwerg da so im Brutkasten liegen zu sehen mit all den Schläuchen und Kanülen! Und natürlich denkt man sein ganzes Leben an so ein Erlebnis. Mein Baby war 5 Wochen in der Klinik, die 40 km entfernt war und ich bin jeden Tag hingefahren. Also ich kann schon verstehen, dass man da auch noch nach einem Jahr zu knabbern hat.

    Der erste Geburtstag ist bei uns auch noch nicht so weit entfernt und mir war schon etwas mulmig zumute, obwohl ich eigentlich das Schlimmste schon verkraftet habe.

    Was mich am meisten bedrückt hat, war, dass ich anfangs keine Gefühle zeigen konnte. Mir tat der kleine Wurm zwar sehr leid, aber innerlich war ich kalt. Ich dachte immer, dass er es sowieso nicht schafft, und dass ich ja eigentlich kein krankes Kind möchte und warum so etwas ausgerechnet mir passieren muss. Das hat mich lange beschäftigt und ich hatte lange Schuldgefühle deswegen.

    Heute geht es uns sehr gut. Ich liebe meinen Kleinen abgöttisch und ich bin sooooo dankbar dass mein Kleiner gesund ist und sich so super entwickelt. Aber die Angst bleibt natürlich. Ich bin schon etwas überfürsorglich was so normale Erkältungen und Infekte betrifft. Auch wenn ich an ein zweites Kind denke, hab ich Angst dass es wieder so passiert. Naja, wahrscheinlich dauert alles seine Zeit bis man so etwas verkraftet.

    Deshalb kann ich es absolut nicht verstehen, wenn man schreibt "Was besseres hätte mir gar nicht passieren können."
    Was meinst Du wie eine Mutter darüber denkt, die ihr Kinde wegen der Frühgeburtlichkeit verloren hat? Oder bleibende Schäden vorhanden sind??
    Auch wenn eine Schwangerschaft und vor allem die Geburt kein Klacks sind, sollte es doch immer das Wichtigste sein, dass die Babys gesund sind!

    Liebe Grüße
    Simone
    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    VG
    [/B]
    [/COLOR]
    Geändert von Bubamara (08.08.2007 um 15:53 Uhr)

  8. #18
    Avatar von Hannahmama
    Hannahmama ist offline Familienbild
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Ich kann Dich auch nicht verstehen. Wirklich nicht.

    Fast erhoffe ich mir schon, an dem Punkt, an dem Du jetzt bist nie anzukommen. Mir ist klar, dass ich das ganze akzeptieren lernen muss, und es dann auch sicherlich einfacher wird damit um zugehen. Aber ich glaube es wäre falsch das ganze als Glück zu empfinden.

    Ich sage mir, dass es was besonderes ist... das ich gesehen habe wie ihre Haut immer undurchscheinender wurde... wie ihre kleinen Ohren langsam Formen annahmen. Das ist etwas was alle Mamis von "Normal"geburten nicht sehen. Es tröstet mich ein wenig über den ganzen Schmerz und Kummer und das Verlorene hinweg... Es lernt mich akzeptieren. Aber wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich mir nie wieder ein Frühchen wünschen, und die Angst das ganze nochmal zu erleben lässt mich manchmal in meinen Plänen erstarren.

    Trotzdem denke ich, dass wir ein weiteres Kind haben werden. Uns das Beste dafür wünschen werden und alles andere akzeptieren müssen. Aber nie niemals möchte ich freiwillig diese Hölle nochmal durchleben.

    Du schreibst, Du wolltest in der Schwangerschaft funktionieren. Ich hatte nach der Schwangerschaft das Gefühl genau das nicht geschafft zu haben. Ich habe nicht funktioniert, ich habe es nicht geschafft einem Kind für 40 Wochen meinen Körper als zuhause zu geben. Ist das nicht die Funktion in der Schwangerschaft. Ein Kind über diesen von der Natur gegebenen Zeitraum (+/- einiger Tage) in sich zutragen? Ich hatte lange Schuldgefühle, das Gefühl versagt zu haben. Darüber bin ich denke solangsam hinaus.

    Ich wünsche Dir alles Gute. Jeder hat seinen Weg damit klarzukommen, und ich will Deinen nicht verurteilen. Nur sagen, dass es nicht der richtige für mich ist, den habe ich noch nicht gefunden.
    :D Dark-Chocolate-Destruction-Sister von Sugarmice :D

    grds steht grundsätzlich ja unter Strafe

    may those who love me, love me, and those, who don´t, may god turn their hearts, and if he can´t may he turn their ankles, so I can see them by their limping (angelehnt an einen irischen Segensspruch (?))

  9. #19
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Hi,

    ich denke das ist der Knackpunkt bei vielen Frauen

    <Du schreibst, Du wolltest in der Schwangerschaft funktionieren. Ich hatte nach der Schwangerschaft das Gefühl genau das nicht geschafft zu haben. Ich habe nicht funktioniert, ich habe es nicht geschafft einem Kind für 40 Wochen meinen Körper als zuhause zu geben. Ist das nicht die Funktion in der Schwangerschaft. Ein Kind über diesen von der Natur gegebenen Zeitraum (+/- einiger Tage) in sich zutragen? Ich hatte lange Schuldgefühle, das Gefühl versagt zu haben. Darüber bin ich denke solangsam hinaus.>

    Den Punkt hatte ich nicht, oder habe ihn geschickt untedrückt, verdrängt, keine Ahnung. Mir war es wichtiger nach den Frühgeburten wieder zu funktionieren und für meine Kinder da zu sein und da bekam ich halt super Unterstützung vom Krankenhauspersonal, nur ich habe vielleicht leicht reden, meine Kinder sind trotz der frühen Geburten 31. und 29.SSW mit je über 1000g zur Welt gekommen. Da war schon alles dran und fertig und selbst die Lunge funktionierte.

    Ich wünsche Dir alles Gute und eine bessere nächste Schwangerschaft als die erste.

    Bei meinem vierten Kind wurde dann 2x die Woche eine Doppler-Sonographie gemacht, damit es während der Schwangerschaft nicht unterversorgt ist. Vielleicht könnte das Dir helfen, damit Du nicht wieder ein Frühchen bekommst?

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir beim nächsten Mal sehr viel bessere Erfahrungen, eine lange Schwangerschaft und eine anschließende schöne und normale Geburt.

    VG

  10. #20
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Rückblick - wie gehts euch damit?

    Hi,

    es stimmt, ich bin nicht so gepolt, dass mir enge Beziehungen sehr wichtig sind, vielleicht macht das schon einen Unterschied aus.

    Die Neo-ITS-Zeit fand ich einfach schön, weil ich wußte, dass meine Kinder dort die bestmögliche Versorgung bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihnen die nicht mehr geben kann oder geben will, nein eher nicht mehr geben kann, denn je näher der Entbindungstermin rückte umso ängstlicher wurde ich, weil ich Angst davor hatte nicht mehr selbst bestimmen zu dürfen was dann geschieht, ähnlich wie beim ersten Kind, das "normal" zu Welt kam.

    Für mich waren die Fahrten zum Krankenhaus super entspannend, ich mußte auch 1,25h fahren, aber ich fand die Zeit gut und dann die Zeit mit dem Kind, Kängurun wurde vom ersten Tag an gemacht, mit allen Kabeln und Piepern, die Zwerge wurden von mir sondiert, gewickelt, später gebadet, manchmal haben Kinderkrankenschwestern meine Kinder mit sich rumgetragen. Das alles fand ich schön.

    Nicht schön fand ich als mein erstes Frühchen das erste mal die Flasche bekam, da hat ihn die Schwester mir weggenommen und meinte sie macht das jetzt, das war einer der hilflosen Momente, wo ich hätte heulen können, zum Glück war mein Mann mit dabei, der konnte mir das rational erklären, warum das nun nicht so schlimm ist. Im Nachhinein habe ich das auch schon fast vergessen, geblieben sind die schönen Augenblicke.

    Schwestern, die sich bemühen, Ärzte, die mit einem reden, die einem alles erklären, selbst als mein zweites Frühchen verlegt wurde, weil sie Platz machen mußte, bekam ich abends gegen 21:30 Uhr einen Anruf vom zuständigen Kinderarzt auf der Neo, der mir das sofort mitteilte.

    Es war wohl nur die halbe Wahrheit, sie brauchten wohl Platz aber mein Kind hatte damals auch eine leichte Erkältung und man befürchtete wohl eine Lungenentzündung. Da lag sie dann mit einem anderen Kind auf der Neo-ITS im "Quarantänezimmer". Aber mein Kind bekommt keine Lungenentzündung, das war für mich vollkommen klar. Nach 48 Stunden war sie da auch wieder weg und auf der normalen Frühchen-Station.

    Der Kontakt und der Körperkontakt waren mir immer sehr wichtig, auch Gerüche und Geräusche, ich durfte z.B. vom ersten Tag an ein Kuscheltier oder eine Spieluhr mitbringen, die dem Frühchen dann in den Brutkasten gelegt wurde. Man riet mir dieses Kuscheltier eine Nacht bei mir zu haben, damit es meinen Geruch annimmt und so den Frühchen den Eindruck von Mama's Nähe vermittelt. Ähnlich war es mit einem kleinen Rekorder, den meine Frühchen mit im Inkubator hatten, zuerst waren da Herztöne drauf, wie sie das Kind im Mutterleib hört, später Wassergeräusche ähnlich den Geräuschen vom Baby im Fruchtwasser, wenn es bewegt wird oder sich selbst bewegt.

    Beim ersten Frühchen ist auch sofort meine Schwester angereist, durfte mit auf die Neo-ITS, hat meinen Zwerg fotographiert, das sind alles so Kleinigkeiten, die gesamt gesehen Frühchen nicht mehr als so was Außerordentliches erscheinen lassen, sondern als was normales. Das ist vielleicht das Konzept der Klinik gewesen, ist auch ein reines Kinderkrankenhaus, vielleicht geht man da mit jungen Patienten anders um, vielleicht paßte auch einfach das Kinderkrankenhaus zu mir.

    Klar können bei Frühchen noch später Schwierigkeiten auftreten, nur bei welchem Kind kann das nicht passieren?

    VG

    Out of Order: meine Schwester hat heute geheiratet - ganz klammheimlich, niemand wußte was, aber ich freue mich für sie.

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