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  1. #1
    Daniel ist offline stranger
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    Standard Schule bei Exfrühchen

    Ich würde mich gerne mit Eltern austauschen, deren Frühchen bereits in die Grundschule gehen. Habt Ihr Probleme? Wenn ja welche? Wie geht Ihr damit um?

    Unser Sohn ist gerade acht geworden und kommt jetzt in die zweite Klasse. Er hat große Probleme mit dem Unterichtstempo und schon jetzt stand seine Versetzung auf der Kippe. Er lernt die Sachen zwar, aber er braucht einfach länger und wir sind zu seinen Nachhilfelehrern geworden.
    Die Jungs sind ihm meist zu wild. Sein Kontakt zu den Mädchen ist wesentlich besser, was ihn bei den Jungs wiederum zum Außenseiter macht.

    Unser Sohn kam in der 27+6 SSW mit 540g zur Welt. Er hat die Zeit sehr gut überstanden. Natürlich hatte er gewaltige Entwicklungsverzögerungen, hat Krankengymnastik und intensive Sprachtherapie benötigt und ist bis heute stark untergewichtig. Er hat aber bis jetzt alles gelernt und besucht eine Regelschule.
    Wir wissen nicht sicher, ob seine Probleme mit der Frühgeburt zusammen hängen, aber man vermutet das natürlich immer.

  2. #2
    Daniel ist offline stranger
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    Standard Re: Schule bei Exfrühchen

    Wir haben darüber ausführlich diskutiert. Zunächst haben wir uns für die Versetzung entschieden, weil er jetzt acht Jahre alt ist und in der ersten Klasse mit Kindern zusammen käme, die noch nicht mal sechs sind. Im Vergleich zu "normalen" Kindern hätte er damit bereits 2 Jahre verloren. Da ist die Hemmschwelle zunächst mal hoch. Außerdem ist er am Anfang der ersten Klasse auf jeden Fall unterfordert. Da werden Kennenlernspiele gemacht, die Buchstaben eingeführt, Anlaute, Endlaute u.ä. erklärt, also Sachen die er wirklich schon kann.

    Wir werden bereits nach den Herbstferien eine erste Zwischenbilanz ziehen, wie er in der Zweiten Klasse zurecht kommt. Eine Rückstufung kann jederzeit erfolgen, wenn die Klassenlehrerin und wir zu der Überzeugung gelangen, es hat keinen Sinn bzw. es entsteht eine "Qual" wie Du es nennst.

  3. #3
    doreen2408 ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Schule bei Exfrühchen

    hallo,

    mein sohn kam in der 30+2 ssw mit 1085 g und 38 cm zur welt. ist jetzt 6 jahre und von der schule zurückgestellt. haben ähnliche probleme wie ihr. er wiegt jetzt 15 kg auf 108 cm die wir nur mit wachstumshormonen erreicht haben. er ist ebenfalls entwicklungsverzögert. wir machen bobath, ergotherapie und logopädie.
    für alles was er lernt braucht er bedeutend länger. sein um 2 1/4 jahre jüngerer bruder hat ihn in der entwicklung fast eingeholt bzw. ist auf dem gleichen stand wie dominik. muß aber sagen, daß der seinem alter vorraus ist.
    ich hab echt schon angst vor der einschulung. und nächstes jahr muß er ja zur schule.

    gruß doreen

  4. #4
    Daniel ist offline stranger
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    Standard Re: Schule bei Exfrühchen

    Was die Therapien angeht, hatten wir echt Glück, weil Niklas einen Platz im integrativen Kindergarten hatte. Er bekam da Krankengymnastik und Logopädie. Er hatte allerdings noch nie eine Ergotherapie. Vielleicht war das ein Fehler, aber keiner hat das bisher ernsthaft empfohlen. Wir werden das von der Kinderärztin mal fordern. Ich bin mal gespannt, ob er anstandslos ein Rezept dafür bekommt.
    Leider kann ich Dir die Angst vor der Einschulung nicht nehmen. Für solche Kinder steht vor jedem Lernerfolg ein Kampf. Aus meiner Sicht haben sich bisher alle Kämpfe gelohnt und wir werden nicht damit aufhören.

    Viele Grüße
    Daniel

  5. #5
    Daniel ist offline stranger
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    Standard Re: Schule bei Exfrühchen

    Wo ist die Grenze zwischen etwas und stark hinterherhängen? Er hat viel gelernt im ersten Schuljahr, aber ich schätze seinen Rückstand auf etwa 2 Monate.

    Wie wohl er sich in der Klasse fühlt, ist schwer einzuschätzen, zumal seine Klasse zum Schuljahresende aufglöst wurde und auf zwei andere Klassen verteilt wird. Sicher ist nur, dass es in der dann 30 Kinder starken Klasse schwieriger wird.


    Kindheit ist ein gefährliches Pflaster. Fast keiner kommt da unbeschadet raus.

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