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Thema: An alle Frühchenmamas !!!

  1. #281
    Wichi ist offline Member
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    Standard Max, 09.06.2009 in der 27SSW

    und ich bin so froh das wir bis jetzt alles so gut geschafft haben.

  2. #282
    pinnau06 ist offline Stranger
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    Standard Re: emeline nelly geb.4.06.06 31.ssw

    hi,
    mein Name ist Claudia und unsere Tochter wurde 31+2 geboren und wg Befruchtungstermin runtergestuft auf 29+2.Wir bekamen Katharina am 23.12 mit nach Hause und nun ist sie 4 monate alt. 57cm und 4105g. ich habe immer noch viel angst und bin sehr besorgt.sie hat noch 2 löcher im herzen - die aber zuwachsen können. wir haben kg und frühförderung.
    meine kleine kämpfer-prinzessin
    lg
    claudia und katharina

  3. #283
    Avatar von vici1234
    vici1234 ist offline newbie
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    Standard Niklas, 28+5 SSW

    Hallo!!! 29 09 06
    ich bin ganz froh, dass ich euch gefunden habe! so kann auch ich es einmal von meiner seele schreiben
    Niklas kam genau 12 Wochen zu früh auf die Welt. ich kam wegen wehentätigkeit ins krankenhaus. alle zwei minuten waren sie da. für mich war dass wie in einem film. die hebammen und ärzte rannten als wäre so furchtbar dass man am besten die zeit aufhalten müsste. damals vorknapp 4 jahren war das. ich habe es gar nicht realisiert was da geschah. für mich war das nicht echt. es durfte ja auch noch nicht soweit sein. das ging nicht in meinem kopf rein. ich hatte ja noch vier wochen zu arbeiten. und dann war ich erst im mutterschutz.
    aber nein er wollte raus! genau 1390g und 37 cm lang. ku 26cm! in der nacht bekam er eine lungenblutung und musste intubiert werden. eine welt brach zusammen. ich durfte mich doch noch nicht mama nennen. ich habe doch mein kind nicht bei mir. warum sagt ein jeder mutter zu mir. mit so einer ehre darf ich mich doch nicht bezeichnen! dann sagten mir die ärzte was noch alles geschehen kann. mit was ich noch alles rechnen muss in den nächsten tagen. also rechnete ich mit allen. nur nie das er nicht mehr bei mir sein könnte. an das darf man nicht denken. nie im leben.
    die 14 tage vergingen ganz gut und es gab bis mit dem darm keine komplikationen mehr. jetzt musste er nur noch wachsen und mit den apnoen aufhören.nach 8 wochen bekamen wir ihn mit einem überwachungsgerät nach hause. und nun ist er knapp vier jahre und kerngesund!!! ich wünsche allen frühcheneltern: möge das glück auch bei ihnen sein, so wie wir es gehabt haben!!!!:) :) :) :)
    Geändert von vici1234 (26.04.2010 um 17:50 Uhr)

  4. #284
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!
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    Standard Drillinge, SSW 33+4

    Aus einem anderen Thread von mir rauskopiert, den vollständigen Bericht findet ihr hier:

    http://www.eltern.de/foren/zwillings...icht-lang.html

    5. Der Tag der Geburt und der Tag danach

    Nach Auskunft am Abend vor dem Kaiserschnitt sollte ich morgens um 8.00 Uhr in meinem Zimmer abgeholt werden. Ich bat daher darum, morgens um 7.00 Uhr geweckt zu werden, damit ich noch in Ruhe duschen gehen kann. Mein Mann wollte dann auch um 8.00 Uhr da sein.

    Erstaunlicherweise schlief ich in der Nacht sehr gut, damit hatte ich zuvor nicht gerechnet. Morgens um 7.00 Uhr kam dann auch die diensthabende Hebamme herein, ich dachte zu wecken.. Statt dessen legt sie mir den OP-Kittel, Thrombose-Strümpfe und Haube auf das Bett und sagt zur mir, ich solle das jetzt anziehen, man nähme mich dann jetzt mit. Das jetzt musste dann etwas verschoben werden, weil ich zumindest erst noch einmal auf die Toilette musste und meinen Mann anrief, das es jetzt doch eher losginge. Danach half mir die Hebamme in die Thrombose-Strümpfe und brachte mich zur OP-Vorbereitung runter in den Kreißsaal. Dort stieß dann auch mein Mann zu uns.

    Im Kreißsaal wurde ich dann zunächst rasiert und musste dann doch noch wieder einen Moment warten. Dann ging es ab zur OP-Schleuse, wo ich mich kurz von meinem Mann trennen musste, der sich zunächst umziehen musste. Im OP traf ich ihn dann ganz in grün, mit Haube und Mundschutz wieder.

    Im OP traf ich dann auch einen sehr netten Anästhesisten. Dieser legte sehr geschickt die Spinal-Anästhesie, traf direkt beim ersten Versuch und er war auch bis auf etwas Druck kaum etwas zu spüren. Anschließend legte ich mich wieder auf den Tisch, ein Arm wurde festgeschnallt, der andere blieb frei. Mein Mann saß auf der einen Seite neben meinem Kopf, der Anästhesist auf der anderen. Der Anästhesist erklärte uns dann die ganze Zeit, was auf der anderen Seite des Vorhangs so passierte. Dachten wir zumindest... Er beschrieb die ganze Zeit, wie jetzt desinfiziert würde, dann wurde es etwas kalt, angeblich ein Test, ob alles gefühllos wäre, dann ruckelte etwas, angeblich eine Überprüfung, wie die Kinder liegen... dann meinte er nur, jetzt ginge es los und keine zwei Sekunden später hörte ich das erste Kind meckern. Der Anästhesist hatte die ganze Zeit erzählt um mich abzulenken, während schon längst operiert wurde. Die Ablenkung hat super geholfen, Nervosität kam gar nicht erst auf und ich konnte den ersten Schrei von Mäuserich richtig genießen! Die erste Hebamme kam dann mit Mäuserich auf dem Arm zu mir, ich durfte ihn kurz streicheln und dann ging sie anscheinend mit ihm raus.

    Von mir und meinem Mann unbemerkt ging sie jedoch um den Tisch herum und eine andere Hebamme zeigte ihn mir ein zweites Mal als das zweite Kind. Dieses war jedoch schon längst draußen beim Kinderarzt und wurde dort behandelt, weil sie leider nicht spontan anfing zu atmen und kurz bebeutelt werden musste. Um mich nicht zu beunruhigen, wurde uns daher Mäuserich ein zweites Mal gezeigt. Das dritte Kind und zweite Mädel kam direkt hinterher, die Mädels wurden in der selben Minute geboren

    Das „ausgelassene“ Kind wurde uns dann vor Abschluss der OP auch noch gezeigt, da war sie dann auch fit und atmete selbstständig.

    Nur erst mal die offiziellen Maße:
    Mäuserich 48 cm 2.330 g
    Maus 47 cm 2.120 g
    Mäuschen 46 cm 2.280 g

    Vom OP aus wurden Mäuserich und Maus direkt auf die Intensivstation der nebenliegenden Kinderklinik gebracht, Mäuschen verbrachte die erste Nacht auf der Frühchenintensiv in der Frauenklinik.

    Mein Mann blieb zunächst erst noch etwas bei mir, während ich zur Beobachtung im Kreißsaal blieb. Als man mich dann auf mein Zimmer brachte, ging er erst einmal unsere Kinder besuchen.

    Beim Zurückbringen auf das Zimmer kam dann leider eine nicht ganz so schöne Überraschung. Vor dem Kaiserschnitt hieß es, das ich nach der OP wieder in mein altes Zimmer käme, da ich ja nicht auf die Wöchnerinnenstation müsste, da die Kinder ja nicht bei mir wären. Da ich mich mit meiner Zimmernachbarin so gut verstand, wollte man uns nicht auseinanderreißen. Aufgrund dieser Aussage hatte ich keine Sachen zusammengepackt, alles lag mehr oder weniger ordentlich im Nachtisch und im Kleiderschrank. Leider wurde das Bett dann wohl doch für eine Schwangere benötigt, ich kam doch auf die Wöchnerinnenstation, der Inhalt meines Schrankes lag komplett einfach auf dem zweite Bett, der Nachtisch war komplett runtergebracht worden. Statt abschalten zu können lag ich also in einem ziemlich unaufgeräumten Zimmer und konnte mich selbst verständlicherweise nicht darum kümmern. Das hat dann später mein Mann erledigt, nachdem er bei den Kindern war.

    Nachdem nachmittags die Anästhesie nachließ, fing es doch langsam aber sicher immer mehr an zu schmerzen. Das habe ich aber zunächst noch ignoriert, gegen Abend dann aber doch nach einem Schmerzmittel gefragt. Da man erst genauer mit dem Anästhesisten Rücksprache halten wollte, bekam ich zunächst nur eine Paracetamol, die aber nicht sehr lange half.

    Nachdem ich abends das erste Mal aufgestanden und selbst zur Toilette gegangen war, ging mein Mann dann nach Hause. Am nächsten Morgen wollte er früh wieder da sein.. Im Laufe des Abends wurden die Schmerzen immer schlimmer und waren nach einiger Zeit kaum noch auszuhalten. Ein stärkeres Schmerzmittel wurde mir gegeben, half aber kaum. Daraufhin riefen die Schwestern dann eine Ärztin zur Kontrolle herbei, die eine Verdickung im Bereich der OP-Wunde feststellte und eine US-Untersuchung veranlasste. Dabei wurde eine starke Nachblutung festgestellt, die eine Nachoperation erforderlich machte. Die Gebärmutter hatte sich durch die Überdehnung nicht ausreichend zusammengezogen, so das es immer weiter in den Bauchraum blutete.

    Von der US-Untersuchung sollte ich direkt in den OP gebracht werden, statt dessen bogen die Schwestern zwischendurch ab und brachten mich in den Kreißsaal, wo ich von einer Hebamme beobachtet wurde. Ein Not-Kaiserschnitt war dazwischengekommen, der in diesem Moment natürlich absolut Vorrang hatte. Ich wurde solange mit einer Flüssigkeits-Infusion wegen des Blutverlustes und einem starken intravenösen Schmerzmittel stabilisiert. Gleichzeitig fragte man mich, ob man meinen Mann anrufen solle. Das verneinte ich, das es mittlerweile fast Mitternacht war und er ja auch einen langen Tag gehabt hatte. Ich dachte mir, das es reicht, wenn er am nächsten Morgen davon erfährt. Rechtzeitig zur OP wäre er sowieso nicht dagewesen.

    Im OP traf ich dann den selben Anästhesisten wie vormittags, der tatsächlich immer noch im Dienst war. Er fragte mich, ob ich wieder eine Spinal-Anästhesie wolle oder lieber eine Vollnarkose. Da ich nur noch schlafen wollte, bat ich um eine Vollnarkose.

    Am nächsten Morgen kam ich im Aufwachzimmer zu mir und fror schrecklich. Ein Pfleger kam dann und baute über mir eine Decke mit einem Heizgebläse auf, das ich super angenehm fand. Danach bekam ich auch etwas zu trinken, wurde ihm Bett gewaschen und eine Zahnbürste brachte man mir auch. Gleichzeitig bekam ich eine Blutkonserve und Kochsalzlösung. Bis gegen Mittag schlief ich immer wieder ein, während die Infusionen liefen.

    Mittags kam dann auch mein Mann. Er war zunächst bei den Kindern gewesen. Mäuserich lag noch auf der Intensiv-Station, die beiden Mädchen schon zusammen auf der normalen Neugeborenen-Station, allerdings auch noch im Brutkasten. Leider war niemand auf die Idee gekommen, meinem Mann zu sagen, wo ich bin, so das er freudig morgens in mein Zimmer kam und sich ziemlich erschrak, als ich nicht da war. Erst nach einigem Rückfragen erfuhr er, das man mich nachts noch einmal operiert hatte und ich im Aufwachzimmer war.

    Erst nach zwei Blutkonserven und diverser anderer Flüssigkeit kam ich gegen Abend wieder zurück auf mein Zimmer, immer noch ziemlich schlapp. Bisher hatte ich meine Kinder abgesehen von dem kurzen Moment im OP nur auf Polaroid-Fotos gesehen, die mein Mann mir mitgebracht hatte. Auf meine Nachfrage erklärte man mir auch, das ich frühestens am nächsten Tag zu meinen Kindern dürfe, da ich durch den Blutverlust ziemlich geschwächt sei. Mein Mann war währenddessen nachmittags schon mit den Omas und Opas, meiner Schwester und seiner Tante bei den Kindern gewesen, nur ich kannte sie noch nicht! Statt dessen fing ich dann abends an, Milch abzupumpen und ließ mich auch nachts alle drei Stunden von den Schwestern wecken. Anfangs lief es nur spärlich, doch beim vierten Mal abpumpen kamen immerhin schon 50 ml zusammen.

    6. Die Zeit im Krankenhaus nach der Entbindung

    Auch am zweiten Tag nach dem Kaiserschnitt konnte ich leider noch nicht zu meinen Kindern. Statt dessen verbrachte ich den Tag damit Milch abzupumpen, die Glückwünsche der Verwandtschaft entgegenzunehmen, die Fotos der Kinder anzugucken, wieder Milch abzupumpen, weitere Glückwünsche entgegenzunehmen u.s.w.

    Am nächsten Vormittag durfte ich endlich zu meinen Kindern. Mein Mann fuhr mich im Rollstuhl über die Straße in die benachbarte Kinderklinik. Jetzt wusste ich auch, warum man mich nicht eher gelassen hatte! Jede kleine Unebenheit zog schmerzhaft im Bereich der OP-Wunde, so das ich die Zähne zusammenbeißen musste. Aber das war mir ziemlich egal.

    In der Kinderklinik gingen wir zunächst zu den beiden Mädels. Um auf die Station zu kommen, musste man klingeln und wurde dann von einer Schwester reingelassen. Am Eingang der Station hing ein Waschbecken, dort mussten Hände gewaschen und desinfiziert werden, anschließend musste man einen Kittel über die eigene Kleidung ziehen. Erst dann durfte man zu den Kindern.

    Die beiden Mädels schliefen friedlich in ihren Brutkästen. Beide hatten Zugänge für Infusionen am Kopf, außerdem den Schlauch für die Magensonde in der Nase und einen Sensor für die Sauerstoffsättigung und den Herzschlag am Fuß. Etwas ungewohnt der Anblick, aber nicht weiter schlimm. Wir durften die Brutkästen auch öffnen und die beiden Mädels streicheln, was wir natürlich ausgiebig taten. Ich war sehr erstaunt, wie wenig ähnlich sich die beiden Mädels sahen. Mäuschens Kopf sah ein wenig zusammengeschoben aus, außerdem hatte sie rotblonde Haare auf dem Kopf und im Gesicht noch etwas zarten Flaum, der zum streicheln geradezu einlud. Maus hatte nur ein paar fast schwarze Fuseln auf dem Kopf und ein ganz schmales Gesicht.

    Nachdem Besuch bei den Mädels gingen wir hinunter zur Intensiv, um Mäuserich zu sehen. Er brauchte noch Sauerstoffunterstützung und durfte daher noch nicht zu seinen Schwestern. Sein Gesicht im Brutkasten konnte man kaum erkennen, weil er eine Maske (CPAP) für die Sauerstoffversorgung trug, und eine Mütze, damit die Maske nicht verrutschte. Ansonsten war er ähnlich verkabelt wie die Mädels. Auch seinen Anblick fand ich nicht erschreckend, ich konnte mich ja während der Schwangerschaft innerlich darauf vorbereiten, das sie Frühchen sein würden und noch Hilfe brauchen könnten. Viel schlimmer fand ich da auf der Intensiv-Station die älteren Kinder, die krankheitsbedingt dort mit Beatmung bewusstlos lagen. Da musste ich dann immer an Räuber denken und war froh, das er gesund und munter bei den Großeltern gut versorgt war.

    Die nächsten paar Tage, die ich noch im Krankenhaus bleiben mussten, vergingen mit Milch abpumpen und Besuchen bei den Kindern, bei denen ich mich anfangs noch von meinem Mann oder meinem Vater begleiten ließ. Sobald ich durfte, übernahm ich auch das füttern und wickeln der Kleinen selbst. Das füttern selbst war recht mühsam, da sie beim saugen immer wieder einschliefen und zum Weitertrinken ermuntert werden mussten.

    Fünf Tage nach der Geburt durfte Mäuserich dann endlich hoch zu seinen Schwestern und war dann der erste, der nicht mehr im Brutkasten sondern im Wärmebettchen lag.

    Am nächsten Tag durfte ich dann auch endlich nach Hause. Ab jetzt begann für die nächste Zeit eine immer gleiche Routine. Den Vormittag verbrachte ich mit Räuber zu Hause, damit er sich wieder daran gewöhnen konnte, bevor seine Geschwister entlassen würden. Mittags brachte ich ihn zum Mittagsschlaf ins Bett und fuhr dann zu den drei Kleinen in die Kinderklinik, während meine Schwiegermutter wieder auf Räuber aufpasste. Ich kam dann rechtzeitig zurück, um Räuber abends wieder ins Bett zu bringen. Außerdem pumpte ich weiterhin im 4-Stunden-Takt Milch ab und brachte jeden Tag ca. 1,5 l Milch mit in die Kinderklinik. Räuber fand die Milchpumpe total spannend und schaute jedes Mal aufmerksam zu. Mit absoluter Begeisterung spielte er auch an dem Stärkeregler und drehte in immer hoch und runter. Keine Ahnung, ob das besonders milchfördernd war, ich war mit der abgepumpten Menge jedenfalls sehr zufrieden.

    Einige Male nahmen wir auch Räuber mit in die Klinik, damit er seine Geschwister kennen lernen konnte. Er fand die Babys im Glaskasten zwar sehr interessant, viel spannender war es aber wohl, die Schränke in deren Zimmer leer zu räumen. Die Schwestern schenkten im auch verschiedene Spritzen, mit denen er dann zufrieden spielte.

    In der Klinik mussten Mäuserich, Maus und Mäuschen verschiedenen Untersuchungen über sich ergehen lassen. Durch das Organ-Screening während der Schwangerschaft wussten wir, das bei einem der Mädels eine Nieren-Vergrößerung vorlag. Die Untersache sollte jetzt geklärt werden. Durch eine Kontrastmitteluntersuchung wurde festgestellt, das bei Mäuschen eine Doppel-Niere mit zwei Harnleitern vorlag, von denen eine verkrümmt war, so das sich der Urin zurückstaute. Im zarten Alter von 10 Tagen musste Mäuschen daher das erste Mal operiert werden, der verkrümmte Harnleiter wurde durch die Bauchdecke nach außen geleitet, so das es nicht mehr zum Rückstau kam. Weitere Untersuchungen und auch OPs sollten dann folgen, wenn Mäuschen ca. 10 kg wiegen würde.

    Die Besuche bei den Drillingen gestalteten sich nach der OP schwieriger, da Mäuschen jetzt in einem Nebengebäude in der Kinderchirurgie lag. Meist besuchte ich erst Mäuserich und Maus, fütterte die beiden und ging dann weiter zu Mäuschen. Leider war sie dann meist schon gefüttert und gesättigt, weil die Kinder dort im selben Rhythmus gefüttert wurden.

    Für Maus war die Zeit in der Klinik am unproblematischsten, nachdem sie ja den schwierigsten Start hatte. Danach war sie nur noch etwas trinkfaul und musste deswegen teilweise sondiert werden, gesundheitlich war sie aber topfit.

    Mäuserich hatte leider in dieser Zeit eine Infektion. Mitten in der Nacht erreichte uns ein Anruf, das er hoch fiebern würde und ganz schlapp wäre. Dank intravenöser Antibiotika ging es ihm am nächsten Tag aber bereits besser. Bei dem routinemäßigen Ultraschall des Gehirns ein paar Tage später wurde dann aber festgestellt, das er eine Hirnblutung ersten Grades gehabt hatte. Ob dies Auswirkungen haben könnte, konnte uns keiner genau sagen. Dies würde man im Laufe der Zeit feststellen. Netterweise wurde uns das alles im Vorbeigehen im Flur an den Kopf geworfen mit dem Hinweis, der Oberarzt würde später noch einmal ausführlich mit uns sprechen. Dieser beruhigte uns dann und meinte, die Hirnblutung wäre so klein, das er eigentlich nicht von Problemen ausgehen würde, man sollte es jedoch weiter beobachten.

    Nach drei Wochen hätten wir Maus mit nach Hause nehmen können, sie trank nun ausreichend, hatte keine Sättigungsabfälle und hielt gut ihre Temperatur. Bei Mäuserich mussten wir noch warten, weil er noch Antibiotika intravenös bekam, auch Mäuschen musste wegen der OP noch bleiben. Wir entschieden uns, Maus noch solange in der Klinik zu lassen, wie Mäuserich auch noch dableiben musste und dann beide gleichzeitig mitzunehmen. Am Tag der Entlassung wurde uns dann gesagt, das wir auch Mäuschen schon mitnehmen dürften.

    Bevor wir nachmittags die drei abholten, ging ich vormittags mit Räuber zum Kinderarzt um mögliche Infekte auszuschließen. Dieser gab mir dann netterweise noch seine Handy-Nummer mit, da es Freitag war. Bei Problemen hätte ich ihn auch ruhig am Wochenende anrufen dürfen.

    Am 13.08.2004 konnten wir dann alle drei Mäuse mit nach Hause nehmen. Das Abenteuer Drillinge konnte endgültig beginnen.
    Sani_DLRG gefällt dies

  5. #285
    jaggy1979 ist offline Stranger
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    Standard Re: An alle Frühchenmamas !!!

    ich fang einfach mal an ich wurde von f- arzt ins kh geschickt und die haben mich in ein anderes kh gebracht und durch den tranzport ist die fruchtblase geplatzt und sie musten sofort kaiserschnitt machen und mein kleiner kam 3 wochen zu früh er wog 1880 gram und 42 cm groß. nach ner halben stunde wurde mir gesagt das er zu wenog weiße blutkörperchen hatt und nach magdeburg muß und ich blieb dann in aschersleben allein 4 tage und er war woanders allein jetzt hab ich angst da ich ihn nicht einmal im arm halten durfte ob er mich nicht mehr als mutter anerkennt

  6. #286
    erfrar ist offline Stranger
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    Standard Re: An alle Frühchenmamas !!!

    Erik Odin, 1480g 40 cm, Freya Clarissa 1420g 39 cm, Arne Loki 1780g 41 cm,

    Drillinge geboren in der 31 SSW. Bis zur 24. SSW alles völlig unauffällig.
    Dann beim Ultraschall im Krankenhaus wurde eine Verkürzung des Muttermundes von 4 cm auf 2cm, mit Trichterbildung diagnostiziert.
    Es folgten 10 Tage Krankenhaus, absolute Bettruhe und vorsorgliche Gabe von Wehenhemmer und Lungenreifung.
    Dann durfte ich wieder nach Hause, allerdings auch da absolute Bettruhe. Mein Mann hat weniger gearbeitet und sich wirklich rührend um Haus und Hof gekümmert. Ich durfte gerade mal auf die Toilette, sonst nix!
    Jede Woche Ultraschall im Krankenhaus. Als ich dann in der 30.SSW angekommen war, erlaubte mir die Cheffärztin dann auch wieder mal kleine Bewegungen im Haus, z.B. mal auf den Balkon setzen.
    Für mich ist klar, dass ich nur bis zur 31. SSW gekommen bin, weil ich mich strikt an die Anweisungen der Cheffärztin gehalten hatte. So schwer es mir auch viel "Bettlängrig" sein zu müssen. Aber hätte ich mich nicht daran gehalten und irgendetwas wäre vorzeitig schief gegangen, z.b. Blasensprung oder weitere Verkürzung des Muttermundes, ich hätte mir für den rest des Lebens Vorwürfe gemacht. So hatten meine Drei den best möglichen Start ins Leben und nur das zählt letztendlich.

    Wir hatten 2 Wochen Intensivstation mit anschließenden 4 Wochen Peppelstation.

    Zu Hause ging der Spass erst richtig los, Gott Lob war mein Mann das komplette Erste Jahr zu Hause in Elternzeit.
    Ich habe das gesamte erste jahr gestillt. Einen an die linke Brust, einen an die rechte Brust. Das Dritte bekam die Flasche.
    In der nächsten Runde wurde dann routiert. Ein Alptraum aber ich habe durchgehalten...
    Wir hatten das große Glück, dass unsere Drei schon mit 4 Monaten Nachts durchgeschlafen hatten.
    So war dann alles nur noch halb so schlimm :)

    Nun sind die Drei Kacker schon 1 Jahr, rennen durch die Bude und stellen nur Unfug an...aber ich liebe sie über alles...

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