Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Avatar von vincent_2008
    vincent_2008 ist offline ich bin ich ;-)
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    Standard peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    hallo!

    unser sohn kam 4 wochen zu früh zur welt, der grund war ein vorzeitiger blasensprung. eigentlich kein problem, aber unter der geburt hatte ich eine vorzeitige plazentaablösung, wodurch ein notkaiserschnitt notwendig war.

    ich lese (auch hier) immer wieder "zum glück hat mein kind geatmet", unser vincent (45m, 2.500g) hatte leider nicht das glück.
    er hat nicht geatmet, hatte nur eine geringe herzfrequenz und war blass-blau. in medizinersprache heißt das peripartale asphyxie. unser apgar lautet auf bescheidene 1/4/7, der nabelschnut-ph war 7,17 wobei der venöse ph-wert unseres sohnes noch schlechter war.

    ich denke, dass sein glück im unglück war, dass ich in einer klinik mit angeschlossener kinderklinik entbunden habe und er direkt von 4 erfahrenen kinderärzten behandelt sowie direkt auf die neo-intensiv verlegt wurde. vincent hat nach einer gewissen zeit geatmet, wurde aber sediert und daher auch intubiert.
    bisher wurden 3 EEGs geschrieben. das erste war schlecht, aber da war er auch noch betäubt. das 2. EEG war normal, das 3. in summe etwas flacher. wobei unser sohn zum zeitpunkt des 3. EEGs immer noch nicht ganz bei sich war. erst 2 tage später wurde er zum richtigen kind, trank gut und selbstständig, meldete sich lautstark wenn ihm etwas fehlte.

    nach 2 wochen auf der neo-station wurden wir gesund nach hause entlassen. wir werden aber weiterhin engmaschig kontrolliert (insbesondere EEGs).
    die U3 haben wir erfolgreich bestanden und unser sohnemann trinkt so gut, dass wir jetzt von PRE auf 1er-nahrung umgestellt haben. seit seiner geburt hat er bereits 1,5kg zugelegt und vor kurzem die 4kg-marke gesprengt.

    gibt es hier noch andere mütter/väter die ähnliches durchlebt haben und mit denen ich mich, insbesondere was die langzeitfolgen angeht, austauschen kann?

    danke + viele grüße

  2. #2
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    hallo ihr beiden schön das es euch gut geht. hmm ich habe zwar nicht das gleiche durchlebt wie du aber auch schlimmes. ich war in der 32. woche wegen vorzeitigen wehen in der kilinik nach einer woche erlitt ich einen schlimmen vorderwandinfarkt. nach dem sie mich versorgten ( herzkatheter stents und morfium wegen den schlimmen schmerzen ) bekamm ich eine vollnarkose und eine not sectio gemacht(33. woche) unser glück war nür das ich die lungenreife abgeschlossen hatte per spritzen

    unser kleiner 47cm und 2420gr. wr auch total betäubt und benebelt hätte anfängliche trinkprobleme die sich dann auch in luft auf. als er 18 tag war hatte er noch eine kleine op hatte leistenhernie bds. auch das verlief super . ja nach knapp 3 wochen dürfe er auch nachhause jetzt ist er fast 6 wochen alt hatt fast 3500gr. und ist super fit. liebe grüsse manu

  3. #3
    Avatar von Hellen410
    Hellen410 ist offline enthusiast
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    Hallöchen. Was genau sind denn deine Befürchtungen??? Es hört sich doch jetzt alles prima an. Man sagt immer, dass reanimierte Kinder zur Untersuchung zum Osteopathen sollten. Wir haben das auch getan. Aber die Kinder sind einfach zu verschieden, als das man da eine Konkrete Aussage machen kann. Freut euch doch einfach, dass jetzt alles so gut aussieht und macht euch nicht verrückt, was alles noch kommen könnte. Aber natürlich sollte man die Augen offen halten.
    Liebe Grüße Eva

  4. #4
    fablinmama ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    hallo,
    ich weiß zwar nicht, ob das das selbe ist. unsere tochter kam 34.ssw und hat auch nicht geatmet, im arztbrief nannte sich das "respiratory distress syndrome", also atemnotsyndrom.ph 7,41, wobei das wohl ganz ok ist. sie wurde zwei tage intubiert. heute ist sie 14 monate alt und hat seit den ersten zwei problematischen tagen keine auffäligkeiten. mache dir nicht zu große sorgen, ich denke, die kleinen stecken das ganz gut weg.

  5. #5
    Avatar von vincent_2008
    vincent_2008 ist offline ich bin ich ;-)
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    Zitat Zitat von Hellen410 Beitrag anzeigen
    (...) Was genau sind denn deine Befürchtungen??? (...) Freut euch doch einfach, dass jetzt alles so gut aussieht und macht euch nicht verrückt, was alles noch kommen könnte. Aber natürlich sollte man die Augen offen halten.
    Liebe Grüße Eva
    hallo eva!

    genau das ist das problem: ich lasse mich viel zu schnell verrückt machen.
    der schock am 3. tag zu hören "stellen sie sich darauf ein, dass ihr kind behindert ist", ein paar tage später "das EEG ist absolut normal, alles in ordnung - ja, beim 1. EEG war er auch sediert" macht einen ganz wuschig.

    wenn man sich mit dem thema etwas intensiver befasst, dann wird einem richtig schlecht. man liest auch nur schlimmes. aber vielleicht ist das auch so, dass eben nur das schlimme aufgeschrieben/berichtet wird. ich bin eben auf der suche nach eben jenen "positiv-meldungen".

    hallo manu!

    mensch, ihr hattet aber auch viel glück!

    lungenreifungsspritzen hatte ich auch schon intus, nur durch die unterversorgung wg. der plazentaablösung hatte vincent die lebenszeichen runtergefahren. ist wohl so, wenn die babys stress haben.

    ich wünsche euch beiden eine gute besserung!!!

    hallo fablinmama!

    ja, das atemnotsydrom ist ähnlich. vincent hat auch surfactant bekommen.
    es freut mich zu lesen, dass bei euch alles gut gelaufen ist. das gibt mir viel hoffnung!

    danke + viele grüße

  6. #6
    Snyderfamily ist offline newbie
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    Hallo!
    Kann auch nicht aus eigener Erfahrung schreiben arbeite aber auf einer Neo-Intensiv...
    Also ich finde das hört sich alles ganz gut an. Der venöse Nabel ph ist immer schlechter und sooooo schlecht ist der von Vincent nicht gewesen. Klar liegt er unter dem Normwert,aber er hätte auch noch tiefer sein können. Wie lange war er beatmet?
    Das die EEG`s am Anfang nicht so gut oder auch nicht so gut beurteilbar sind, liegt daran das er ja Medikamente zur Sedierung bekam die das EEG verändern bzw beeinflussen können. Wichtig ist wie sie jetzt im Verlauf sind und da sie ja soweit okay sind scheint ihr echt Glück gehabt zu haben. Mensch nach 2 Wochen nach Hause und das bei 4 Wochen zu früh ist auch super gut. Das er so schnell wußte wie er sich um Nahrung zu "bemühen" hat und es so schnell alleine geschafft hat ist auch supi!
    Klar sicher kann man nie sein, ihr müßt geduldig abwarten wie er sich entwickelt und wenn der Arzt sagt das das EEG gut aussieht,könnt ihr das ruhig glauben.
    Und bitte vergeßt nicht das jedes Kind eine andere innere Uhr hat.
    Gruß und alles Gute Lydia

  7. #7
    Avatar von vincent_2008
    vincent_2008 ist offline ich bin ich ;-)
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    hallo lydia!

    der venöse ph-wert war knapp unter 7 ...
    er wurde in summe 1 woche beatmet, allerdings nur ganz kurz mit 100% sauerstoff und leistung, dann wurde auf ein niveau knapp über "normal-luft"/normalfrequenz hinuntergefahren.

    die medikamente mit denen er sediert war wurden nach 3 tagen abgesetzt, aber er hat dann noch lange gebraucht um sich davon zu erholen.
    zum selbständigen atmen musste man ihn etwas zwingen, denn er konnte es nachdem er extubiert war. vorher hatte er immer nochmal kleine atemabfälle. die oberärztin meinte, dass er bestimmt gegen den tubus ankämpfe. sie hat beschlossen ihn zu extubieren und danach ging es steil aufwärts! die stationsärzte hatten keinen mumm zu diesem schritt. mit dem trinken stellte er sich anfangs wieder etwas umständlich an. aber nach ein paar tagen ging es auch da radikal aufwärts.

    bisher entwickelt er sich wirklich gut.

    danke, dass auch du mir hoffnung machst!

    liebe grüße

  8. #8
    Lucielou ist offline Stranger
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    Standard Re: peripartale asphyxie - wer noch? erfahrungsaustausch.

    Hallo !
    Bin neu hier , aber habe ähnliches durchgemacht wie du ! Meine Tochter kam ebenfalls mit einer schweren Asphyxie zur Welt . Unsere Werte ähnelten euren sehr stark . Unsere Tochter ist jetzt 14 Monate alt und hat sich relativ gut entwickelt . Sie hat nur motorische Defizite , die aber zu beheben sind . Sie ist langsamer in der Entwicklung als andere Kinder , aber sie entwickelz sich stetig . Ich habe früh mit der sogenannten Frühförderung begonnen, die man beim Gesundheitsamt beantragen kann . Das hilft einem ungemein weiter . Kennst du Sowas ?
    Liebe Grüße Lucielou

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