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  1. #21
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    Ihr könnt mich gerne berichtigen, aber ich verstehe das Problem nicht ganz:

    Im Mutterschutz bekommt man sein Nettogehalt ausbezahlt, ohne dafür zu arbeiten. Das sind regulär 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt, richtig? Wenn vor der Geburt wegen Frühgeburt nicht alle 6 Wochen genommen werden, werden sie hinten drangehängt, richtig?

    Elterngeld sind nur 67% des Nettos. Warum fahrt ihr dann mit Elterngeld besser als mit Mutterschutzgeld?

    Mir ist klar, dass bei einem Frühchen (alles vor SSW36) die ersten Wochen nach der Geburt nicht mit der Zeit mit einem reif geborenen Baby zu vergleichen sind, aber es gibt doch bei allen Kindern so viel Unwägbarkeiten -- wie soll man das einheitlich regeln außer über bestimmte Zeitpunkte?

    Was genau ist also so ungerecht an der Regelung? Oder sollte es generell einen "Härtefallbonus" geben?
    Also, Bei uns ist es so. Anna kam 14 Wochen zu früh. Ich habe also ab Geburt das Mutterschaftsgeld bekommen. Insgesamt also 18 Wochen. Danach dann das Elterngeld. Aber hier eben nur noch 7 Monate weil es ja verrechnet wird. Wenn Anna Termin gerecht gekommen wäre hätte ich 14 Wochen Mutterschaftsgeld bekommen und dann volle 10 Monate Elterngeld. Also fehlen mir ganz einfach über 2 Monate Geld. Man rechnet ja schon ein wenig vor der Geburt wielange das Elterngeld reicht etc. und wie lange man da dann zuhause bleiben kann.
    Die 2-3 Monate was mir fehlt an Geld macht sich ganz einfach bemerkbar. Zudem ist die Situation ja nicht vergleichbar. Ich habe 3 Monate im KH verbracht bei Anna, also fast die ganze Zeit in der ich das Mutterschaftsgeld bezogen habe. Das Elterngeld soll ja dazu da sein um Eltern es zu erleichtern das ein Gehalt wegfällt und sie erst einmal zu hause bleiben können. Nur bei uns war es so das ich gezwungenermaßen auch einfach 2 Jahre Elternzeit nehmen musste da es nicht absehbar war wie sich Anna entwickelt ob behinderungen bleiben etc. Da schaust Du schon wenn plötzlich über 2 Monate Elterngeld einfach fehlen mit denen Du gerechnet hast.
    Klar muss eine Regelung sein und man muss einen gewissen Termin nehmen. Nur so ist es wirklich einfach ungerecht. Zudem was hat das Elterngeld eigentlich überhaupt mit dem Mutterschaftsgeld zu tun und da zu suchen? Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung des Arbeitgebers und der KK. Da hat der Gesetzgeber von dem das Elterngeld kommt eigentlich gar nichts zu suchen, somit dürfte meiner Meinung nach das eh eigentlich gar nicht vgerrechnet werden.
    Dieses Gesetzt wurde gemacht und schnell schnell, nicht bedacht das nicht immer alles nach 0815 läuft, sondern eben es auch Fälle gibt, bei denen Eltern damit einfach benachteiligt werden. Meiner Meinung nach sollte das Elterngeld in Anschluss auf das Mutterschaftsgeld volle 12 bzw. 14 Monate gezahlt werden. Dann ist es egal wer wann zu früh oder irgendwie zur Welt gekommen ist.

    LG
    Krümel mit 830g, SSW 26+0

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    Denken ist allen erlaubt,
    vielen bleibt es erspart.

    Curt Goetz

  2. #22
    spice30 ist offline addict
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    ja, das wäre natürlich das allerbeste! . Oder eben ab errechnetem ET (aber das würde die "Übertragerinnen" benachteiligen).Aber ob sich das durchsetzen lässt..

    Darum habe ich im Anliegen die Ansprüche schon mal zurückgeschraubt und bemängelt, dass bei termingerecht geborenen Kindern die 6 Wochen vor der Geburt nicht angerechnet werden, werden sie aber wegen Frühgeburtlichkeit hinten dran gehängt, dann schon. Also hat man insgesamt bis zu 6 Wochen weniger, und das unverschuldet und bei erhöhten Belastungen. Lies doch das Anliegen unter direktzu.de/Ursula von der Leyen, da hab ich es genauer beschrieben (und stimm gleich dafür, wenn es Dich überzeugt )

    Oder lies mal hier http://www.eltern.de/foren/mein-baby...r%FChchen.html, da habe ich die gleiche Frage auch schon mal ausführlich beantwortet.
    Geändert von spice30 (05.05.2009 um 21:31 Uhr)

  3. #23
    spice30 ist offline addict
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    Neues bzgl. der Petition: Ich habe Post vom Petitionsausschuss des Bundestages bekommen, die Petition (inhaltlich ziemlich gleich wie mein Anliegen an vdL, welches aber leider wohl nicht mehr genug Stimmen erhält :() wird nicht veröffentlicht, da es schon viele Petitionen gleichen Inhaltes gebe, die mit meiner gleichzeitig verhandelt werden. Ich werde dann über das Ergebnis informiert (und gebe es an euch weiter :)) Also vielleicht tut sich doch noch was...

  4. #24
    bernadette ist offline Legende
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    Zitat Zitat von sonnenschein1977 Beitrag anzeigen
    Also, Bei uns ist es so. Anna kam 14 Wochen zu früh. Ich habe also ab Geburt das Mutterschaftsgeld bekommen. Insgesamt also 18 Wochen. Danach dann das Elterngeld. Aber hier eben nur noch 7 Monate weil es ja verrechnet wird. Wenn Anna Termin gerecht gekommen wäre hätte ich 14 Wochen Mutterschaftsgeld bekommen und dann volle 10 Monate Elterngeld. Also fehlen mir ganz einfach über 2 Monate Geld. Man rechnet ja schon ein wenig vor der Geburt wielange das Elterngeld reicht etc. und wie lange man da dann zuhause bleiben kann.
    Die 2-3 Monate was mir fehlt an Geld macht sich ganz einfach bemerkbar. Zudem ist die Situation ja nicht vergleichbar. Ich habe 3 Monate im KH verbracht bei Anna, also fast die ganze Zeit in der ich das Mutterschaftsgeld bezogen habe. Das Elterngeld soll ja dazu da sein um Eltern es zu erleichtern das ein Gehalt wegfällt und sie erst einmal zu hause bleiben können. Nur bei uns war es so das ich gezwungenermaßen auch einfach 2 Jahre Elternzeit nehmen musste da es nicht absehbar war wie sich Anna entwickelt ob behinderungen bleiben etc. Da schaust Du schon wenn plötzlich über 2 Monate Elterngeld einfach fehlen mit denen Du gerechnet hast.
    Klar muss eine Regelung sein und man muss einen gewissen Termin nehmen. Nur so ist es wirklich einfach ungerecht. Zudem was hat das Elterngeld eigentlich überhaupt mit dem Mutterschaftsgeld zu tun und da zu suchen? Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung des Arbeitgebers und der KK. Da hat der Gesetzgeber von dem das Elterngeld kommt eigentlich gar nichts zu suchen, somit dürfte meiner Meinung nach das eh eigentlich gar nicht vgerrechnet werden.
    Dieses Gesetzt wurde gemacht und schnell schnell, nicht bedacht das nicht immer alles nach 0815 läuft, sondern eben es auch Fälle gibt, bei denen Eltern damit einfach benachteiligt werden. Meiner Meinung nach sollte das Elterngeld in Anschluss auf das Mutterschaftsgeld volle 12 bzw. 14 Monate gezahlt werden. Dann ist es egal wer wann zu früh oder irgendwie zur Welt gekommen ist.

    LG
    Erziehungs-/Elterngeld und Mutterschutzgeld sind schon immer verrechnet worden. Warum?

    Ein/e Hausfrau/mann bekommt ab Geburt Elterngeld, insges. max. 14 Monate

    Eine Arbeitnehmerin bekommt mind. 2 Monate nach der Geburt Mutterschutzgeld und dann max. 12 Monate Elterngeld.

    Am Ende ist in beiden Fällen das Kind max. 14 Monate alt. Da ist die Gleichberechtigung.

    Würde das Elterngeld erst NACH dem Mutterschutz beginnen, wären Hausfrauen/männer benachteiligt.

    Auch ein termingerecht geborenes Kind kann gesundheitliche Probleme haben, die nicht über das Thema "Frühchen" aufgefangen werden.

    Es wäre hier wieder die Berücksichtigung von Tausenden von Einzelfällen, die am Ende mehr Ungerechtigkeit schafft.

  5. #25
    spice30 ist offline addict
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    aber die 6 Wochen Mutterschutzgeld vor der Geburt werden bei Arbeitnehmerinnen mit normaler Schwangerschaft auch nicht angerechnet, obwohl Hausfrauen davon nichts haben. Das ist dann nicht ungerecht? Ich finde schon, dass ein Frühchen zumindest in dieser Zeit als "noch nicht geboren" behandelt werden sollte (ist es ja von seinem Entwicklungsstand her auch nicht, und der Inkubator ist ja sozusagen Gebärmutterersatz).
    Wirklich gerecht wäre, wenn auch Hausfrauen von der Krankenkasse das Mutterschaftsgeld (13 EUR /Tag) bekommen würden.

  6. #26
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    Erziehungs-/Elterngeld und Mutterschutzgeld sind schon immer verrechnet worden. Warum?

    Ein/e Hausfrau/mann bekommt ab Geburt Elterngeld, insges. max. 14 Monate

    Eine Arbeitnehmerin bekommt mind. 2 Monate nach der Geburt Mutterschutzgeld und dann max. 12 Monate Elterngeld.

    Am Ende ist in beiden Fällen das Kind max. 14 Monate alt. Da ist die Gleichberechtigung.

    Würde das Elterngeld erst NACH dem Mutterschutz beginnen, wären Hausfrauen/männer benachteiligt.

    Auch ein termingerecht geborenes Kind kann gesundheitliche Probleme haben, die nicht über das Thema "Frühchen" aufgefangen werden.

    Es wäre hier wieder die Berücksichtigung von Tausenden von Einzelfällen, die am Ende mehr Ungerechtigkeit schafft.
    Hier ist es auch noch mal sehr gut erklärt....

    Petition Elterngeld
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    Curt Goetz

  7. #27
    bernadette ist offline Legende
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    Standard Re: Elterngeld bei FRühchen

    Zitat Zitat von spice30 Beitrag anzeigen
    aber die 6 Wochen Mutterschutzgeld vor der Geburt werden bei Arbeitnehmerinnen mit normaler Schwangerschaft auch nicht angerechnet, obwohl Hausfrauen davon nichts haben. Das ist dann nicht ungerecht? Ich finde schon, dass ein Frühchen zumindest in dieser Zeit als "noch nicht geboren" behandelt werden sollte (ist es ja von seinem Entwicklungsstand her auch nicht, und der Inkubator ist ja sozusagen Gebärmutterersatz).
    Wirklich gerecht wäre, wenn auch Hausfrauen von der Krankenkasse das Mutterschaftsgeld (13 EUR /Tag) bekommen würden.
    Gab es ja auch eine Weile.
    Aber: Mutterschutzgeld ist ein Nettolohnersatz. Eine Hausfrau verdient kein Geld, ergo bekommt sie keinen Lohnersatz.
    Dass Hausfrauen Elterngeld bekommen, ist durch die "Betreuungskomponente" zu erklären: Wäre seine Arbeit ganz oder teilweise zugunsten der Kinderbetreuung aufgibt, wird finanziell unterstützt.

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