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Thema: Vorwürfe

  1. #1
    mietzmietz ist offline lala
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    Standard Vorwürfe

    Sagt mal, macht ihr euch auch manchmal Vorwürfe, dass euer Kind eher kam?

    Je älter die Kleine wird, desto mehr denke ich darüber nach,

    ich habe in der 35SSW auf einen Kaiserschnitt bestanden, ich konnte nicht mehr und wurde mit Penicilin vollgepumpt, laut Kinderärzte hätte sie nicht länger drin bleiben dürfen.

    Heute denke ich oft, ob ich nicht doch noch 1-2 Wochen durchhalten hätte können

    In der Entbindungsklinik hatte ich das Gefühl, dass man mich verurteilte, das macht mir sehr zu schaffen.

    Jedoch hatte man erst nach Geburt festgestellt, dass eine Vergiftung vorlag, die wohl danach auch vertuscht worden war!
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  2. #2
    Gast

    Standard Re: Vorwürfe

    Hm vorwürfe...Klar denk ich oft drüber nach warum ausgerechnet meine Plazenta mein Kind nicht richtig versorgen konnte. Aber das Gefühl überwiegt das ich froh bin das sie geholt wurde statt das sie mir im Bauch gestorben wäre. Zur Zeit spielt das "hätte ich doch noch länger" keine Rolle. Aber wer weiss, vielleicht kommen die Gedanken einmal wieder.

  3. #3
    Avatar von Nicemama
    Nicemama ist offline old hand
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    Standard Re: Vorwürfe

    ich denke auch öfter mal nach ob man nicht doch was machen hätte können das er länger drinnen bleibt(er wurde in der 31.ssw geholt wegen ner schwangerschaftsvergiftung von mir),aber ich denke,hauptsache er lebt und er ist gesund...

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Vorwürfe

    ich versteh dich voll und ganz!!

    ich mach mir heute nach 4 yahren immer noch vorwürfe.. auch wenn ich eigtl keine schuld habe.. (sagen die ärzte)... die ärzte konnten mir nie wirklich sagen warum und wieso ich zu viel fruchtwasser hatte... war auch bei der genetiksprechstunde und alles... aber keiner weiß es... hab nich geraucht, nur zu silvester n schlcuk sekt genippt.. und ansonsten war auch alles in ordnung.. auch alle werte... hatte in der 25. ssw schon nen bauch von der 38.^^

    aber das schlimmste is eigtl, dass mir die ärzte nicht sagen können, ob das bei der nächsten ss wieder passiert oder nicht.... ich möcht so gern noch mindestens ein kind.. aber ich hab mega angst vor der ss...

    *fühl dich gedrückt
    und es war schon richtig so..
    was hätte dir das gebarcht, wenn de dich da weiter gequält hättest.. das hätte dein wurm im bauch gemerkt un nach der ss hätte das sicher auch kein vorteil gehabt!!

  5. #5
    Avatar von innamama
    innamama ist offline working mum
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    Standard Re: Vorwürfe

    nein, vorwürfe nicht, das wäre auch falsch. es liegen immer gründe für frühgeburten vor. aber traurig ja, auch nach fast vier jahren noch. ich hatte ein schweres hellp, unser sohn wurde in 28+2 notgeholt und wir beide haben nur knapp überlebt. von daher überwiegt dann letztlich doch der gedanke, glücklich davon gekommen zu sein

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Vorwürfe

    Ich mache mir auch oft Gedanken darüber...

    Ich hatte eine schwere SS-Hepatose und mir gings echt besch....ich weiß nicht ob ich länger ausgehalten hätte, wäre zu gefährlich für den Kleinen und für mich geworden. Die Leberwerte von uns beiden waren sehr schlecht und wir verbrachten beide Tage auf der ITS....bin also auch froh, das wir beide leben, trotz schwierigen Start.

  7. #7
    dolphin100 ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Vorwürfe

    Irgendwie mach ich mir schon öfters Gedanken, ob ich etwas hätte machen können. Bei mir war ja vermutlich ein kleiner Riss in der Fruchblase. Und ich war vorher auch beim Doc, weil ich da Gefühl hatte Fruchtwasser zu verlieren. Meine Hebamme hatte ich auch angesprochen. Der Doc hatte auch nen Test gemacht. Da war nichts.

    Manchmal denke ich dann auch, hätte ich dringlicher auf irgendetwas bestehen sollen??? Aber auf was. Und ob dann Antibiotika bei dem Baby angekommen wären, das weiß man auch nicht. Ich bin einfach nur glücklich, dass meine Maus da ist und lebt.

  8. #8
    Kassiopeia78 ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Vorwürfe

    Hach, mein erster Post hier – wie aufregend ;-)

    Ich habe einen ganz vortrefflichen Sündenbock für mein Geburtsdrama und die Frühgeburt: meinen Ex-FA.

    Der hat mich in 30 SSW gerade 4 x gesehen, war nicht in der Lage, ein granatenschlechtes CTG in der 24. SSW richtig zu deuten und hat (im Nachhinein) den Vogel mit seiner Aussage „ das wird bestimmt ein Junge, die Beine sind proportional zum Körper etwas zu kurz“ beim 2. US abgeschossen.

    Das Ende vom Lied war eine Plazentainsuffizienz mit viel zu viel Fruchtwasser, was kurz vor knapp Gott sei Dank im KH noch erkannt wurde. Die Ärzte dort haben sofort reagiert und die Kleine bei 31+1 mit 1155 g geholt.

    Klar bin ich einfach nur froh, dass sie noch rechtzeitig geholt werden konnte, aber ich bin auch ganz schön wütend, weil die Unterversorgung wirklich früher hätte erkannt werden können und mit etwas Ruhe hätte die Lütte noch eine Weile weiter im Fruchtwasser planschen können, anstatt den ganzen Stress mit Intensiv usw. mitmachen zu müssen.

    Aber egal: Alles wird gut!!!

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Vorwürfe

    Zitat Zitat von Kassiopeia78 Beitrag anzeigen
    Hach, mein erster Post hier – wie aufregend ;-)

    Ich habe einen ganz vortrefflichen Sündenbock für mein Geburtsdrama und die Frühgeburt: meinen Ex-FA.

    Der hat mich in 30 SSW gerade 4 x gesehen, war nicht in der Lage, ein granatenschlechtes CTG in der 24. SSW richtig zu deuten und hat (im Nachhinein) den Vogel mit seiner Aussage „ das wird bestimmt ein Junge, die Beine sind proportional zum Körper etwas zu kurz“ beim 2. US abgeschossen.

    Das Ende vom Lied war eine Plazentainsuffizienz mit viel zu viel Fruchtwasser, was kurz vor knapp Gott sei Dank im KH noch erkannt wurde. Die Ärzte dort haben sofort reagiert und die Kleine bei 31+1 mit 1155 g geholt.

    Klar bin ich einfach nur froh, dass sie noch rechtzeitig geholt werden konnte, aber ich bin auch ganz schön wütend, weil die Unterversorgung wirklich früher hätte erkannt werden können und mit etwas Ruhe hätte die Lütte noch eine Weile weiter im Fruchtwasser planschen können, anstatt den ganzen Stress mit Intensiv usw. mitmachen zu müssen.

    Aber egal: Alles wird gut!!!
    erstma glückwunsch zum ersten post

    und dann hoff ich doch du hast yetz den FA gewechselt.............. :kater:
    weil geht ya ma gar nich!!

    wünsch euch alles gute für die zukunft :)

  10. #10
    mietzmietz ist offline lala
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    Standard Re: Vorwürfe

    Hallihallo erstmal,

    ja, ich sehe mein Frauenarzt und die Hebammen auch als Sündenbock an!

    Der Frauenarzt lies mir in der 28 SSW einen Nierenstäbchen wegen gestauter Niere setzen, der andere Arzt aus der Praxis sagte später am Krankenhausbett, das wäre ein Teufelteil.

    Dann war ich danach ständig in der Praxis, weil ich so Schmerzen hatte,

    die Ärztin aus der Praxis (die sind zu dritt) stellte in der 29 SSW einen verkürzten Gebährmutterhals fest, ich sollte mich schonen und in ein paar Tagen zur Kontrolle kommen, 2 Tage später war ich wieder in der Praxis, ich spürte Wehen, aber auf CTG war nix, der Arzt der mir zu dem Stäbchen riet war sehr unfreundllich, fragte, ob ich nun Stammgast werden wollte und ich sollte gefälligst erst wieder zur Nächsten VU kommen,

    ich wechselte danach intern den Arzt, Ok bei der nächsten VU meinte der dann, oh weh, Gebährmutterhals bei 1,2 SOFORT IN DIE KLINIK, da war ich 32SSW,

    die Hebi sagte, 2-3 Tage kann ich wieder heim, alles nicht schlimm,

    um so überraschter war, ich, als abends die Schwester mit Lungenreife kam, ich hatte solche Angst, nur geheult und war alleine.

    In der 34 SSW war ich wieder beim Nierendoc, der das Stäbchen tauschen musste, sonst hätte ich ne Nieren-OP in der Schwangerschaft gehabt,

    zu dem Zeitpunkt waren auch oft deutliche Wehen zu sehen, schön regelmäßig, so dass ich Wehenhemmer schluckte,

    wurde aber kaum besser.

    Anfang 35SSW habe ich plötzlich Fruchtwasser verloren, der TEst war aber halb, halb, Hebamme bereitete schon alles für die OP vor (BEL) doch der Doc wollte lieber noch warten, und ich wurde 3 Tage später aus Krankenhaus entlassen,

    am Entlassungstag kam ich plötzlich nicht mehr in meine Schuhe und mir war sooooooo übel, Hebamme meinte sehr deutlich, wäre normal in der Schwangerschaftswoche.

    KS war eigentlich für 37+1 geplant gewesen, bei 36+0 war ich dann beim Urologen, der schlug die Händer über Kopf zusammen und meinte, ich brauche dringend hochdosiert Antibiotikum,

    da beschloss ich dann allem ein Ende zu bereiten,

    nach der Geburt war eigentlich soweit alles in Ordnung, 2550g 46cm,

    die Hebamme gab die Kleine der Kinderkrankenschwester des Kreisaales (ich hatte sie nicht gesehen), diese rief dann die Kinderklinik wegen kleineren Anpassungsstörungen,
    die Kinderklinik stelle einen Ausschlag fest und meinte, dass dies nur von einer Schwangerschaftsvergiftung kommen könnte,

    hatte man vergessen zu testen!

    Meinte Mutter war noch 2 Std. mit ihr im KReisaal und ich war auf dem Zimmer, mir wurde gesagt, die Kleine sei längst weg.

    Als ich sie am nächsten Tag sah, 15km entfernt in der Klinik, war alles OK, sie hatte keine Atemhilfe, keine Medikamente, musste nicht unter die Lampe...nur Glukose.

    Die Klinik hatte sie dann 10 Tage behalten, ich weiß das ist ein klaks im gegenzug was hier viele mitgemacht haben, aber es beschäftigt mich.

    In der Geburtsklinik hatte man mich mies behandelt ( bis auf 2 Schwestern) so dass ich ein schlechtes Gewissen hatte, das mein Kind schon da ist, ich hatte auch keine Geschenke bekommen.

    Die Hebamme war danach 3x bei mir zu Hause und hatte dabei nicht 1x mein Kind auf dem Arm,
    als ich ihr sagte, dass die Kleine so Knubbel im Leistenbreich habe meinte sie nur, ich sollte mal wenn es bleibt zum Kia, hat sich es nicht angeschaut (war der letzte Hebibesuch), ein paar Tage später war es ein Leistenbruch mit Eierstockeinklemmung und OP.

    Trotz, dass ich weiß, dass es viele med. Fehler gab, denkte ich heute immer mehr drüber nach wie ich behandelt wurde.

    Wer bis hier hin gekommen ist bekommt nen Schnaps
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