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  1. #1
    Florima ist offline old hand
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    Standard Fragen über fragen

    Da mein kleiner höchstwahrscheinlich laut Ärztin früher geholt werden muß, dank Plazenta preavia totalis, habe ich viele fragen.

    1.) Wie lange sind die kleinen ca. im KKH?

    2.)WIe ist der alltag im KKH?

    3.) Kann man kommen und gehen wann man möchte?

    4.) Wie ist das mit den Stillen?

    5.) Welche Komplikationen können auftreten?

  2. #2
    inisharose ist offline enthusiast
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    Standard Re: Fragen über fragen

    Hallo,

    erst einmal drücke ich dir natürlich gaaaanz doll die Daumen, dass der Kleine noch möglichst lange im Bauch bleiben darf. Was genau beinhaltet deine Diagnose?


    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    Da mein kleiner höchstwahrscheinlich laut Ärztin früher geholt werden muß, dank Plazenta preavia totalis, habe ich viele fragen.

    1.) Wie lange sind die kleinen ca. im KKH?
    Das ist sicher von KH zu KH etwas unterschiedlich. Hauptsächlich kommt es natürlich auf das Allgemeinbefinden der Kleinen an. Sie müssen z.B. ihre Körperwärme selbst regulieren und Nahrung selbstständig zu sich nehmen können. Ein "Entlassungsgewicht" gibt es bei uns in der Klinik nicht. Es muss halt zu sehen sein, dass die Kleinen kontinuierlich zunehmen. Merle wurde mit 2085g nach 22 Tagen entlassen (Geburtsgewicht: 1490).


    2.)WIe ist der alltag im KKH?

    Sicher auch unterschiedlich. Bei uns gabs feste Versorgungszeiten. Manche Babys bekamen sechs, manche acht Mahlzeiten. Wir wurden über diese Zeiten informiert und konnten diese dann übernehmen, sobald Merle aus dem Inkubator ins Wärmebettchen gezogen war. Das war bei ihr nach 5 Tagen.

    Ich selbst war noch eine Woche nach Dem KS in der Klinik, danach bin ich täglich zu zwei Versorgungszeiten hingefahren.


    3.) Kann man kommen und gehen wann man möchte?

    Bei uns war es so.

    4.) Wie ist das mit den Stillen?

    Wurde bei uns leider nicht wirklich unterstützt. Merle durfte ich erst nach 10 Tagen das erste Mal anlegen - da war der Zug schon beinahe abgefahren. Auch wenn Frühchen oftmals noch zu schwach sind zum Saugen, brauchen sie dennoch die Möglichkeit und das "Gefühl als ob". Es gibt ein tolles Hilfsmittel von Medela - ein Brusternährungsset. Googel doch mal. Wenn du das von Anfang an nutzt bzw. sobald du Milch hast, stehen die Chancen super, dass es mit dem Stillen klappt.

    5.) Welche Komplikationen können auftreten?
    Dazu kann ich in deiner Situation leider nichts sagen - die Ärzte werden dich da sicher aufklären.

    Frühchenmama werden ist mit Sicherheit keine Wunschvostellung. Vorteilhaft bei dir ist jedoch, dass du schon jetzt weißt, das du damit rechnen musst und dir somit schon im Vorfeld Gedanken machen kannst, und doch etwas "planen", wie z.B. hier deine Fragen loswerden. Das hätte mir sicher gerade insbesondere in Hinsicht auf's Stillen sehr geholfen. Hat bei uns leider im Nachhinein nicht geklappt. Alles was ich Merle dennoch geben kann, ist neben gaaanz viel Liebe Muttermilch - das Pumpen habe ich voll im Tagesablauf integriert.

    Die alles Gute und ich bin gespannt, was du weiterhin berichtest!

  3. #3
    Florima ist offline old hand
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    Standard Re: Fragen über fragen

    [QUOTE=inisharose;19557652]Hallo,

    erst einmal drücke ich dir natürlich gaaaanz doll die Daumen, dass der Kleine noch möglichst lange im Bauch bleiben darf. Was genau beinhaltet deine Diagnose?




    Die Diagnose heißt auf gut deutsch das die Plazenta vollständig den Muttermund bedeckt, je nach dem wieviel und wie die Lage ist hat man mit komplikationen zu rechnen.

    Bei mir ist es so das die Plazenta von der Vorderwand bis zur Hinterwand sich ausdehnt und auch teilweise in den Gebärmutterhals hinein reicht. Auf der seite der Vorderwand ist sie sogar noch aus wie ne Schnecke.

    D.h. bei mir können zur jeder zeit Blutungen, durch den Wachstum, entstehen, auch eine Blutung hinter der Plazenta die man als Schwangere nicht bemerken kann ist bei mir möglich.
    Hinzu kommt dann noch ne evtl. unterversorgung des Kindes etc.

    Ärztin hofft ja das wir bis zur 31-32 Woche durch halten, ich wiederum strebe eine Entbindung, Kaiserschnitt, erst in der 38 Woche an.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Fragen über fragen

    Ich will nicht alles wiederholen was inisharose schon geschrieben hat, deshalb nur ergänzend 2 tipps:

    Besuche doch vorab eine Neointensivstation. Ich wusste auch das ich ein Frühchen bekomme und habe mir mit meinem Mann die Station vorab angesehen, habe viel erklärt bekommen und durfte jederzeit immer wieder Fragen stellen. Und es tat ungemein gut, als erstes fremde Babys in Inkubatoren zu sehen statt mein eigenes.

    Ansonsten kann ich diese Bücher hier empfehlen: Frühgeborene - zu klein zum Leben?: Geborgenheit und Liebe von Anfang an - Die Methode Marcovich: Amazon.de: Marina Marcovich, Theresia Maria de de Jong: Bücher

    Frühgeborene: Rat und Hilfe für betroffene Eltern: Amazon.de: Gerhard Jorch: Bücher

  5. #5
    Missy_123 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Fragen über fragen

    In der Med Hochschule bei uns wurden wir entlassen, sobald Mini- Maus alleine getrunken hat ( ohne Magensonde) und die Temp halten konnte.
    Die haben dort gesagt, alles was nach der 30 SSW kommt, sei heute schon Routine.
    Es ist zwar, wie Florima sagte, keine Wunschvorstellung Frühchenmama zu werden, aber Kopf hoch! Bei uns ist es jetzt 4,5 Jahre her und wir haben es wieder gewagt. Denn es hat sich einfach gelohnt!
    Mit w *03/2007 und m *12/2009
    Und stolze Patentante seit *01/2011 mit m

  6. #6
    Lamuna ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Fragen über fragen

    Hallo!

    Wir haben mit 36+0 ein wirklich spätes "Frühchen" und es lief eigentlich ganz gut. Top APGAR Werte, er durfte direkt mit ins Zimmer und nach der bei uns übrlichen Woche nach KS durften wir nach Hause. Gelb war er nur leicht, Therapien, Wärmebett und Co nicht nötig (nur wämer anziehen als "normal"). Einzig zum Stillen war er zu schwach und wir mussten die Flasche geben (es gab dann die ersten 4 Wochen abgepumpte Mumi, danach bin ich auf Formula umgestiegen). Alles in allem hats gut geklappt und der kleine ist zwar immer noch ein eher leichtes Kind, aber die KiÄ ist vollkommen zufrieden.

    Drücke dir ganz feste die Daumen, dass dein Baby so lange es geht im Bauch bleiben darf/kann und es höchstens ein spätes Frühchen wird!

  7. #7
    BatziMama ist offline old hand
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    Standard Re: Fragen über fragen

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    Da mein kleiner höchstwahrscheinlich laut Ärztin früher geholt werden muß, dank Plazenta preavia totalis, habe ich viele fragen.

    1.) Wie lange sind die kleinen ca. im KKH?

    Ich habe ein spätes Frühchen bei 35+5 bekommen, insgesamt waren wir 10 tage im KKH, da er anfangs nicht vernünftig geatmet hat und durch die extreme Gelbsucht auch sehr trinkfaul war

    2.)WIe ist der alltag im KKH?
    in meinen augen war der Alltag sehr unpersönlich. mir hat halt einfach die Rückzugsmöglichkeit gefehlt mit meinem Kind auf der Intensiv. Ich war auf der Wochenstation, aber wurde von Ärzten, Hebammen usw. nur mit essen versorgt, war ja eigentlich schon entlassen...

    3.) Kann man kommen und gehen wann man möchte?

    Auf Intensiv konnten mein Mann und ich rund um die Uhr
    4.) Wie ist das mit den Stillen?
    Hatte glück. ich wurde sofort zum abpumpen angehalten so dass Sohnemann die Milch per Magensonde bekam und durfte ab Tag 2 immer wieder anlegen. Nach 4 Tagen hab ich nur noch gestillt. Ich wurde dann auf meinem Zimmer angerufen, wenn der Kleine Hunger hatte und ich grad nicht da war.
    Sonst gab es feste Versorgungszeiten, in unserem FAll alle 4 Std.

    5.) Welche Komplikationen können auftreten?
    Das kommt auf dein Kind an. Manche sind härter im nehmen und ganz zäh, andere brauchen wesentlich mehr versorgung und Hilfe

    Ich dürck die ganz fest die Daumen, dass du dein Kind so lange wie möglich bei dir behältst und es froh und munter auf die Welt kommt.

  8. #8
    Avatar von Anke0171
    Anke0171 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Fragen über fragen

    Die anderen haben zwar schon geantwortet, aber da die Erlebnisse und Erfahrungen sehr unterschiedlich sind, hier auch noch meins:

    1.) Wie lange sind die kleinen ca. im KKH?
    Mein Sohn kam zwar 35+0, war aber wegen Komplikationen insges. 8 Wochen im Krankenhaus. Wir waren in der Uniklinik in Frankfurt, dort gibt es auch kein Entlassungsgewicht, sondern die Kinder wurden entlassen, wenn sie dazu in den Augen der Ärzte reif waren.

    2.)WIe ist der alltag im KKH?
    Ich durfte jederzeit zu meinem Sohn. Im Zimmer waren immer nur zwei Personen gleichzeitig erlaubt, hinein durften nur Mutter und Vater, Geschwister über 12 und die Großeltern. Andere Verwandte und Freunde konnten die Kinder vom überdachten Balkon aus durch das Fenster betrachten. Die Station war frisch renoviert, sehr gemütlich und modern. Ich durfte meinen Sohn von Anfang an (auch im Inkubator) versorgen, erst unter Anleitung, später allein. Ich durfte ihn auch baden und mit ihm in einem bequemen Liegestuhl neben dem Bett sitzen (gleich am zweiten Tag wurde mir das Würmchen nur in Windel auf die nackte Brust gelegt und von außen eingepackt, das war sehr schön).

    3.) Kann man kommen und gehen wann man möchte?
    Ja, in Frankfurt sogar mitten in der Nacht. Außerdem durfte ich von zuhause (40 km entfernt) auch nachts anrufen - manchmal hilft das, wenn man gerade mal wieder wach liegt und sich Sorgen macht.

    Der Tipp von einer anderen Schreiberin, sich die Kliniken anzuschauen, die eine Frühgeborenenstation haben, ist gut. Solange Du nicht liegen musst, wäre das eine gute Idee. Und wenn Du Dein Wunsch-KH gefunden hast, besprich das auch mit dem FA, damit er Dich entsprechend einweist, wenn Du wirklich ins KH zur Beobachtung musst.

    4.) Wie ist das mit den Stillen?
    Eine der Schwestern auf der Frühchenstation war sehr stark pro Stillen eingestellt und half, wo sie konnte. Schließlich habe ich nur drei Monate gestillt, aber das lag nicht daran, dass Sohni ein Frühchen war, sondern dass ich einfach keine Milch hatte (alles ausprobiert, von Milchbildungstee über Malzbier und Milchbildungsbällchen von der Hebamme bis hin zu Entspannungsübungen...).

    5.) Welche Komplikationen können auftreten?
    Sicherlich würde ich die Ärzte fragen, welche Risiken in DEINEM Falle bestehen, aber nicht hier fragen, was passieren könnte. Jede hier könnte Dir sicher einige mögliche Komplikationen nennen, aber das wäre sicher nicht dazu getragen, Dir Mut zu machen.

    Ich erzähle Dir lieber was anderes: Mein Sohn, der mit 1390 g und 39 cm zur Welt kam ist heute 11 (bald sogar 12). Er ist trotz früher Komplikationen bei der Schwangerschaft und kurz danach ein toller Junge. Mittlerweile 1,45 m groß und 33 kg leicht, gesund, sportlich (leidenschaftlicher Fußballer) und gut in der Schule. Er fing mit 11 1/2 Monaten das Laufen an (frei, ohne Handhalten!) und ist seitdem kaum zu stoppen.

    Versuche, positiv zu denken. Ich drücke Dir fest die Daumen, dass Du es mindestens noch 4-5 Wochen (besser mehr) schaffst!!!

    Gruß,
    Anke
    "Lächeln ist das Kleingeld des Glücks." Heinz Rühmann

  9. #9
    lilialuna ist offline addict
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    Standard Re: Fragen über fragen

    Hi
    Unser Tom kam am 02.7. bei 33+ 5. Wir wohnen in Augsburg und noch ist er im Josefinum. Er war 2 Wochen auf der Frühchenintensiv, die sehr sehr familiär ist. Ich konnte jeder Zeit kommen und kuscheln und ihn auch selbst versorgen. Jetzt ist er vom der Beatmung weg und das Koffein wurde auch abgesetzt und seit Montag liegt er auf der Babynormalstation. Auch da kann ich kommen wann ich will. Da ich aber noch 2 kleine Kinder habe fahre ich immer am frühen nachmittag hin. Es gibt kein entlassungsgewicht, er muss selber atmen, essen zu den Mahlzeiten selber aufwachen und seine Temperatur halten.
    Kopf hoch das wird alles

  10. #10
    Avatar von eneib
    eneib ist offline unperfekte zweifachmama
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    Standard Re: Fragen über fragen

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    Da mein kleiner höchstwahrscheinlich laut Ärztin früher geholt werden muß, dank Plazenta preavia totalis, habe ich viele fragen.
    ich hatte exakt das gleiche, habe ab 32+3 (glaube ich) mit kurzer unterbrechung im krankenhaus gelegen und bei 34+0 mit geplantem kaiserschnitt entbunden.

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    1.) Wie lange sind die kleinen ca. im KKH?
    standard-antwort der klinik: sie bleiben bis zum eigentlichen ET im krankenhaus.
    frühere entlassung gibt's bei guter entwicklung.
    bei uns nach 2 wochen, bei 36+0. die maus hat gut getrunken und hatte ihr geburtsgewicht wieder.

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    2.)WIe ist der alltag im KKH?
    langweilig, doof. du bist eine mutter ohne kind und musst dein kind besuchen. während andere mütter sich hinlegen und schonen wenn ihr baby schläft, sitzt du neben dem bett.
    ansonsten durfte ich meine kinder (beide sind frühchen) natürlich versorgen, kuscheln etc. .

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    3.) Kann man kommen und gehen wann man möchte?
    ja.

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    4.) Wie ist das mit den Stillen?
    bei meinem sohn wollte ich nicht stillen. bei meiner tochter hab ich es versucht, stillen wurde in meiner klinik unterstützt, aber es hat nicht funktioniert.

    Zitat Zitat von Florima Beitrag anzeigen
    5.) Welche Komplikationen können auftreten?
    das kommt darauf an, wann dein kind auf die welt kommt und wie fit es ist. komplikationen können immer auftreten, auch bei normal geborenen kindern.
    derartige gedanken streichst du bitte und denkst positiv. bei meiner tochter (34+0) gab es keine. sie hatte lediglich ne neugeborenengelbsucht, wie sie auch viele andere babys haben.

    ich drücke dir die daumen, dass du bis 37+0, besser 38+0 durchhälst. und bitte: bei blutungen sofort ins krankenhaus!!!
    eneib
    meine liebe bino ist Septermberkind

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    Gute Erziehung besteht darin, das man verbirgt, wieviel man von sich selber hält und wie wenig von den anderen.
    [Jean Cocteau]


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