Seite 10 von 10 ErsteErste ... 8910
Ergebnis 91 bis 100 von 100
Like Tree8gefällt dies

Thema: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

  1. #91
    Avatar von LaSelly
    LaSelly ist offline Poweruser

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Ja, ich habe in Peking entbunden- in einer schweineteuren chinesisch-amerikanischen Privatklinik. Medizinisch waren die ok und die Betreuung in den Tagen nach der Geburt war super, aber die Geburt an sich...

    Angst muss du keine haben- es war nicht dramatisch oder so, aber ich fühle mich betrogen, denn eigentlich lief bei mir allen vorbildmäßig und hätte das Ding für eine super schöne Entbindung gehabt....
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/62193.gif

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/71060.gif

    Mit den neuen AGBs auf Eltern.de bin ich NICHT einverstanden. Ich gestatte nicht meine Bilder/Texte zu vervielfältigen, in anderen Medien zu veröffentlichen oder an Dritte weiterzugeben.

  2. #92
    Avatar von rote_hosen
    rote_hosen ist offline *schwanger*

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Zitat Zitat von SabineMama1973 Beitrag anzeigen
    Liebe Sholice,

    ich habe jetzt hier nicht alle Einzelheiten gelesen. Glaube aber verstanden zu haben, dass Dir schlimmes wiederfahren ist, während der Geburt. 1. Bearbeite es bitte mit professioneller Hilfe, 2. verallgemeinere bitte nicht.

    Ich habe mich kürzlich gewundert, dass sich in einem anderen Forum eine völlig verstörte Erstschwangere gemeldet hat, die diese Dinge, welche Du hier schreibst, kolportierte. Alle wunderten sich, wo sie das her hatte und sie musste von zig Leuten, die alle sehr schöne Geburten in Kliniken erlebten, beruhigt werden. Ich finds nicht gut, dass hier Frauen echt Angst gemacht wird und die sich vorstellen, dass JEDE vaginale Geburt mit wer weiß welchem Missbrauch einher geht. Bitte auch mal an soetwas denken, wenn man seine Berichte schreibt.

    lieber Gruß
    Sabine
    Das würde ich so unterschrieben. Vor allem sich proffessionelle Hilfe holen und die Geburt verarbeiten.

    Ich hatte auch ein traumatisches Geburts"erlebnis", aber vergewaltigt habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gefühlt. MAn kann aber mit Hilfe das Ganze bearbeiten und mit dem KApitel abschließen. ICh freue mich auf die ENtbindung meines zweiten Kindes sogar.

  3. #93
    werwardas ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Die Diskussion ist ja nun schon einige Wochen alt, aber ich habe sie gerade erst entdeckt und vielleicht mag ja noch jemand was dazu lesen.

    Puh. Also. Ich habe überlegt, ob ich das Ganze mit persönlichen oder eher mit professionellen Augen ansehen soll. Ich tu einfach mal beides.

    Zuerst die distanzierte Draufsicht:
    Sholice eröffnet einen Thread, der offensichtlich dazu dient, Informationen zu einem bestimmten Thema publik zu machen und Betroffenen das Gespräch hierüber anzubieten.
    Antworten kommen fast (!) ausschließlich von Nichtbetroffenen und befassen sich nicht mit dem Thema des Threads, sondern damit, der Diskussion über dieses Thema sowie dem Verbreiten von Informationen darüber jegliche Legitimität abzusprechen.
    Die Argumentation ist durchweg irrational - damit meine ich folgendes:

    1- Die geposteten Info-Artikel werden allesamt zusammengefaßt zu der Aussage: "Medizinische Geburtshilfe oder alles, was bei einer Geburt unangenehm/schmerzhaft ist, ist in jeder Hinsicht identisch mit einer Vergewaltigung." - Das ist irrational, weil keiner der Artikel diese Aussage beinhaltet.

    2- Das scheint den betreffenden Diskussionsteilnehmerinnen andererseits auch eigentlich klar zu sein, weil sie an anderer Stelle dann doch wieder anerkennen, daß es um die Gefühle von Betroffenen geht. Denen sie in auffallend aggressiver Weise die Legitimität absprechen. Dieses Anerkennen der Tatsache, daß es in den Artikel um die Gefühle von Betroffenen geht und nicht um die Absichten der GeburtshelferInnen, steht im Widerspruch zu Punkt 1 ("Aussage der Artikel: Geburtshilfe=Vergewaltigung"). Der Widerspruch wird an keiner Stelle thematisiert, es geht den Teilnehmerinnen also nicht um eine differenzierte Sicht der Dinge, sondern darum, eine bestimmte Meinung um jeden Preis durchzudrücken. Auch das ist ein Zeichen von Irrationalität.

    3- Die allgemein anerkannten Regeln der Logik werden nicht anerkannt: Wenn man für eine Behauptung EIN Beispiel findet, dann ist bewiesen, daß diese Behauptung MANCHMAL zutrifft; nicht jedoch, daß sie IMMER zutrifft. Beispiel: Ich habe gestern ein rotes Eichhörnchen gesehen. Beweist das, daß alle Eichhörnchen rot sind? Natürlich nicht. Ich habe bisher NUR rote Eichhörnchen gesehen, und das waren insgesamt sehr viele über einen Zeitraum von über 30 Jahren. Beweist DAS, daß ALLE Eichhörnchen rot sind? Natürlich nicht. (Es gibt auch schwarze und braune, auch wenn weder ich selbst noch irgendeine meiner Bekannten so eins je persönlich gesehen hat.) Bei Eichhörnchen leuchtet das jedem ein. Bei Geburtserfahrungen bleiben die Regeln der Logik aber dieselben, denn sie sind mathematischer Natur und daher themenunabhängig. "MEINE Geburtserfahrung war o.k." oder "ICH hatte eine schlimme Geburtserfahrung, habe das aber nicht als Vergewaltigung empfunden" - das bedeutet nur, daß diese Frauen vom Thema "Birthrape" eben nicht betroffen sind; es beweist aber nicht, daß es diese Erfahrung überhaupt nicht gibt.

    4- Einige dieser Nichtbetroffenen erwähnen in ihren Erfahrungsberichten genau die Faktoren, die auch in den Artikeln genannt wurden als Faktoren, die dazu führen, daß es eben NICHT zum Empfinden von "birthrape" kommt. Sie bestätigen also inhaltlich die Artikel - behaupten aber im selben Atemzug, diese mit ihrer Erfahrung zu widerlegen (was auch wieder irrational ist).
    Beispiele: "Ich konnte jeder Maßnahme widersprechen." "Ich wurde vor jedem Eingriff gefragt oder taktvoll informiert." "In dem Moment mußte es sehr schnell gehen und man konnte mich nicht fragen, aber hinterher gab es ein langes Gespräch, in dem mir alles erklärt wurde/ in dem sich die Hebamme entschuldigte".
    Genau DAS sind die Maßnahmen, die der letzte der Infoartikel ausdrücklich empfiehlt, damit es NICHT zur Erfahrung von "birthrape" kommt.

    Es wäre sehr wünschenswert, daß diese Maßnahmen in JEDEM Krankenhaus beachtet werden. Das ist aber nun mal nicht der Fall. Und das liegt genau daran, daß "birth rape" ein Tabuthema ist und daher auch unter Klinikpersonal nicht gezielt vorbeugende Aufklärung und Fortbildung stattfinden kann. Außer in den Krankenhäusern, wo man es eben NICHT tabuisiert, sondern offen und selbstkritisch darüber spricht, statt dem in diesem Thread mehrfach vorkommenden Argument anzuhängen:

    5- "Die Patientin ist IMMER selbst schuld". Hier werden von den Diskussionsteilnehmerinnen wieder eigene, individuelle Erlebnisse verallgemeinert und positive Erfahrungen vollständig dem eigenen Verhalten zugeschrieben. Mit der Schlußfolgerung: "Wer etwas Negatives erlebt hat, hätte sich halt so toll verhalten sollen wie ich." Betroffenen wird also pauschal vorgeworfen, sie hätten sich über den Verlauf und mögliche Komplikationen einer Geburt nicht informiert und/oder sie hätten während der Geburt keine Fragen gestellt oder es mutwillig unterlassen, ihre Bedürfnisse zu äußern. Wenn sie all dies aber getan hätten, dann wäre es nicht zum Empfinden von "birthrape" gekommen. - RICHTIG daran ist: WENN das Verhalten des medizinischen Personals es zugelassen hätte, Eingriffe zu verweigern, Bedürfnisse zu äußern etc., DANN wäre es nicht zum Empfinden von "birthrape" gekommen. Anders als bei den Geburten der nichtbetroffenen Diskussionsteilnehmerinnen war das aber bei den BETROFFENEN eben NICHT möglich. Es GIBT eben nun mal die Situationen: daß Eingriffe NICHT angekündigt werden, obwohl es zeitlich sehr gut möglich gewesen wäre. Daß mit einem Kaiserschnitt gedroht wird ("wenn Sie nicht kooperieren, müssen wir einen KS machen" - das beinhaltet die Drohung einer Vollnarkose. Flucht ist während der Geburt unmöglich, ein Nein wird als mangelnde Kooperation gewertet, die ja gerade den KS begründen soll). Daß Gliedmaßen festgeschnallt werden (wie soll man sich in dem Moment dagegen wehren, wenn "Nein" nicht akzeptiert wird?). Daß ein Dammschnitt, oder das Öffnen der Fruchtblase, oder das gewaltsame Stimulieren des Muttermundes NICHT angekündigt werden und daß auf Schmerzens- oder Protestschreie mit groben Zurechtweisungen oder Anzüglichkeiten reagiert wird. Daß Frauen durch wüste Beschimpfungen eingschüchtert werden. All das gibt es und dies sind die Faktoren, die Frauen zu von "birth rape" Betroffenen machen können. Es geht hier also nicht um die medizinische Maßnahme an sich, sondern um das WIE. Und es geht nicht um den normalen Kontrollverlust, der mit jeder Geburt einhergeht, sondern um die grobe Mißachtung der Würde der betroffenen Frau durch medizinisches Personal.

    6- "Dann geh halt nicht ins Krankenhaus": Von Frauen, die sich selbst als gut informiert und aufgeklärt darstellen, ist dies ebenfalls ein irrationales Argument, da sie eigentlich wissen sollten, daß es sehr viele Fälle gibt, in denen das Krankenhaus unabdingbar ist. "Wo war dein Mann" ist auch kein Argument, sondern lediglich ein persönlicher Angriff: Nicht alle Väter wollen oder können dabeisein, aus verschiedensten Gründen. Wenn es schwierig wird, werden sie in einigen KH auch sowieso hinausgeschickt. Und auch Männer sind nicht immun gegen Einschüchterungen und Drohungen. Was sollen sie tun, wenn man weder ihren Protest noch den ihrer Frau ernstnimmt - die Polizei in den Kreißsaal rufen? Den Arzt oder die Hebamme tätlich angreifen? Allerdings kann die Erfahrung, daß auch der eigene Mann einem nicht geholfen hat, zur traumatischen Qualität des Erlebnisses stark beitragen und die Beziehung sehr belasten. Übrigens sind auch Männer manchmal von Geburtserlebnissen traumatisiert.

    7- schließlich wird die Posterin der Artikel pathologisiert (sinngemäß "wir hier sind normal und reden nicht über so was; wenn du drüber reden willst, bist du psychisch gestört; rede mit einem Psychotherapeuten damit, so ein Thema gehört nicht in die Öffentlichkeit.")

    Zum Abschluß bleibt nun die Frage: WARUM so heftige und so irrationale Reaktionen von Nichtbetroffenen auf das bloße Posten informativer Artikel als Angebot an Betroffene (!)?
    Es ist deutlich erkennbar, daß es sich um eine Abwehrreaktion handelt.
    Einen Grund dafür kann ich nur vermuten, die anderen offenbaren die Schreiberinnen selbst.

    Vermutung: Ein sehr häufiger psychologischer Effekt, dessen Name mir im Moment nicht einfällt und der darin besteht, daß übermächtige Instanzen pauschal und unhinterfragbar als benevolent definiert werden. Der Sinn dahinter ist der, daß es für sehr viele Menschen unerträglich ist, sich der Realität zu stellen, daß Instanzen, die (wirklich oder vermeintlich) mächtiger sind als man selbst, es vielleicht nicht immer nur gut mit einem meinen. Schließlich ist das ja auch wirklich eine bedrohliche Situation: Ich fühle mich jemandem ausgeliefert, und der hat nicht NUR mein Bestes im Sinn (das heißt nicht, daß es unbedingt ein Verbrecher sein muß, der einem schaden will. Vielleicht sind ihm einfach nur in einigen Punkten andere Überlegungen noch wichtiger als mein Wohlergehen). Übrigens denken die meisten Menschen so (dazu gibt es Untersuchungen); Versagen der Autoritäten schreiben sie dann unvermeidbarem Schicksal oder sich selbst zu. So zu denken, ist auch in gewisser Weise sinnvoll (und daher normal, nicht krankhaft) , da man sich in der Haltung wiegen kann "ein Mächtiger meint es gut mit mir, ich bin geborgen". Leider verhindert diese Haltung aber die Auseinandersetzung mit Problemen und die Arbeit an deren Lösung.

    Was die Schreiberinnen selbst mehrfach erwähnen, ist das "Angstmachen". Gerade diese Frauen, die zur Vermeidung traumatischer Erfahrungen dringend dazu raten, sich auch über mögliche Komplikationen und Eingriffe bei der Geburt zu informieren, erklären das Verbreiten von Informationen über eine bestimmte Art von Problem bei der Geburt für illegitim. Das paßt nicht zusammen. Wenn die Aufklärung über entwürdigendes Verhalten von GeburtshelferInnen als eine Möglichkeit "Angstmacherei" ist, was ist dann die Aufklärung über einen möglichen Notkaiserschnitt, über den möglichen Einsatz von Zange oder Saugglocke, über den möglichen negativen Effekt von wehenfördernden Mitteln? Ist das nicht auc Angstmacherei? Gerade das sind doch die Dinge, vor denen sich viele Schwangere fürchten - manche so sehr, daß sie lieber einen Kaiserschnitt wollen. Und dabei kommt all das doch nun wirklich nicht bei jeder Geburt vor, warum sollte man also Panik verbreiten vor Dingen, die die meisten gar nicht erleben werden? Sollte man nicht lieber ausschließlich ideale Geburtsverläufe beschreiben, um niemandem Angst zu machen?
    Nein, denn es ist wichtig, auf mögliche Komplikationen und Eingriffe vorbereitet zu sein, um psychisch besser damit umgehen zu können, wenn es denn passieren sollte. Und selbstverständlich muß es möglich sein, über solche Erfahrungen offen zu sprechen - nicht nur beim Psychotherapeuten, auch z.B. in diesem Forum - und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, um besser damit klarzukommen.
    Nun wird das Thema "birthrape" vorsichtshalber noch nicht einmal unter "Schwangerschaft und Geburt" gepostet, sondern unter "Wochenbett" - an die gerichtet also, die die Geburt bereits HINTER sich haben; an mögliche Betroffene also. Und wenn die sich darüber austauschen, dann ist das Angstmacherei? Wem macht es Angst?
    Antwort: Den nichtbetroffenen DiskussionsteilnehmerInnen in diesem Thread. Über die Gründe möchte ich nicht spekulieren. Vielleicht hat es bei manchen mit eigenen Gewalterfahrungen zu tun. Oder mit der obengenannten Unerträglichkeit der Vorstellung, daß eine übermächtige Instanz nicht vollständig benevolent (oder auch nur vollständig kompetent) sein könnte. Oder mit überbordender Angst vor Kontrollverlust.
    Letzteres ist sehr wahrscheinlich bei den Teilnehmerinnen, die das "falsche Verhalten" der Betroffenen sowie ihr eigenes "richtiges Verhalten" in den Vordergrund stellen. In der Weise, WIE sie das tun, sagen sie mit anderen Worten: "JEDE Gebärende hat es in der Hand, ob sie sich vom medizinischen Personal überwältigt fühlt oder nicht, es hängt nur von ihrem eigenen Verhalten ab". Das bedeutet auch: "MIR könnte so etwas niemals passieren." (Bei manchen noch unterstrichen durch die Behauptung, Betroffene seien psychisch unnormal, anders als man selbst natürlich.) Diese Einstellung ist insofern sinnvoll, als sie stark dazu beiträgt, eigene unangenehme Erfahrungen als sinnvoll und als "letztlich doch nicht so schlimm" einordnen zu können, da man letztlich irgendwie doch die Kontrolle hatte oder zumindest im Nachhinein hat (indem man sagt "es war notwendig und ich HÄTTE zugestimmt"). (Das ist auch der Grund, warum Opfer von tatsächlicher Vergewaltigung oder sexuellem Mißbrauch so häufig sich selbst die Schuld geben: es erscheint ihnen immer noch erträglicher als anzuerkennen, daß sie vollständig machtlos waren.)
    Ich will damit NICHT behaupten, daß diese Diskussionsteilnehmerinnen in Wirklichkeit Opfer von "birthrape" sind und es nur nicht zugeben wollen. Wenn sie sagen, daß es für sie letztlich o.k. war, dann glaube ich das auch. Nur: Schon allein die VORSTELLUNG, daß es eben auch anders hätte sein können, daß man selbst hätte Opfer sein können (oder es bei der nächsten Geburt sein könnte), oder eben auch das Ankratzen des festgefügten Weltbildes, daß der Gott in Weiß ALLES AUSSCHLIESSLICH zum Wohl seiner Patienten tut, löst so extreme Furcht aus, daß einfach NICHT SEIN KANN, WAS NICHT SEIN DARF. Und deswegen wird das Thema mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln abgewehrt.

    Klar, das sind nur meine persönlichen Vermutungen und Beobachtungen und vielleicht liege ich völlig falsch. Aber mir ist unverständlich, warum man sich als Nichtbetroffene nicht einfach aus so einem Thread heraushält, statt die Diskussion unter Betroffenen zu verhindern (was ja sehr erfolgreich gelungen ist).

    Nun kommt der persönlichere Teil (falls überhaupt noch wer liest).
    Da ja viele hier gerne mit Beispielen agieren, nenne ich mein eigenes Beispiel.
    Es zeigt, daß eine Geburt von der Gebärenden durchaus mit Vergewaltigung assoziert werden KANN, und zwar auch dann, wenn es ganz offenkundig ist, daß das medizinische Personal selbstverständlich nicht aktiv etwas Böses im Schilde führte, sondern teilweise einfach andere Prioritäten als das Wohlergehen von Mutter und Kind hatte, teilweise nur unzureichend in der Lage war, die Mutter als verantwortliches Subjekt wahrzunehmen, und teilweise mangels genügender Aufgeklärtheit sich einfach ungeschickt verhalten hat.

    Also zu Vorgeschichte.
    Als erstes sollte man wissen, daß ich mit 4 oder 5 Jahren einmal von Jugendlichen sexuell mißbraucht wurde, indem diese mit einem Gegenstand an mir herumstocherten. Ob das nun ganz genau eine Vergewaltigung war oder nicht, sei dahingestellt, jedenfalls war es ein massivier Übergriff, der meine Kindheit und Jugend belastet hat; jedoch ohne daß mir dies bewußt war, da ich das Geschehen verdrängt hatte. Als Erwachsene hat es mich nicht mehr belastet und ich habe mit meinem Mann völlig unbeschwerte Sexualität erlebt.

    Zweitens sollte man wissen, daß ich mich während der Schwangerschaft ziemlich eigehend mit dem Thema Geburt beschäftigt hatte. Leider war es durweg unehrliche, idealisierende Literatur, was ich aber nicht wissen konnte. Denn fundiert war sie schon, nur eben einseitig. Das heißt: Es wurde sehr gründlich und wissenschaftlich begründet über die Nachteile und Risiken von CTG, PDA, Geburtseinleitung aufgeklärt. Ein Kaiserschnitt wurde als unbedingt zu vereidender worst case dargestellt. Dieser sei allerdings nur in ganz wenigen Fällen wirklich notwendig, und in diesen Fällen würde man es durchweg schon vorher wissen (z.B. bestimmte Lageanomalien des Kindes oder Krankheiten der Mutter usw.); in allen anderen Fällen sei es Versagen der Geburtshelfer durch zu viele, zu schnelle Eingriffe in das natürliche Geschehen sowie Versagen der Gebärenden durch zu wenig Geduld, zu wenig Vertrauen in ihren Körper, zu wenig Wissen, zu große Hörigkeit gegenüber den Ärzten. Allerhöchstens am Rande wurde mal erwähnt "naja, es KANN auch unerwartet ein KS notwendig werden, aber das ist so selten, darüber brauchen wir gar nicht zu reden und eigentlich war man dann halt doch im falschen KH".
    Im Geburtsvorbereitungskurs wurde dieselbe Schiene gefahren. Die Hebamme hatte ich mir übrigens ausgesucht, weil sie vor Ort als besonders kompetent galt. Sehr große Auswahl gab es aber auch nicht (nicht jeder lebt in einer Großstadt).

    Ich wäre gerne in ein Geburtshaus gegangen - ging aber nicht, weil das nächste einfach zu weit weg war (wie gesagt, keine Großstadt, kein Ballungsgebiet). Die Geburtsstation des lokalen KH hat aber einen sehr guten Ruf, da sie natürliche Geburten stark unterstützt.

    Letztlich hätte ich dann eh ins KH gemußt:Am ET hatte ich einen Kontrolltermin, es war ein Samstag und daher mußte ich dafür ins KH. Erst hieß es nach einem flüchtigen Blick auf mich und aufs CTG: Alles klar, Sie können gehen. Ich hatte aber gesehen, daß mein Mutterpaß gar nicht gelesen worden war und wies daher darauf hin, daß ich zu wenig Fruchtwasser hatte. Daraufhin wurde dann doch ein Ultraschall gemacht und die Ärztin sagte finster: "Das geht nicht." Gemeint war: Das FW ist viel zu wenig. Ein Gespräch darüber war nicht möglich, da sie kaum Deutsch konnte. Jedenfalls erklärte mir dann eine Schwester, daß man gerne einen Wehenbelastungstest machen würde, und ob ich denn über Nacht bleiben könne. Klar, ich rief also meinen Mann an, er brachte meine Tasche. Der Test wurde gemacht und es stellte sich heraus, daß das Kind auf Kontraktionen nicht ideal reagierte. Was das ganz genau bedeutete, hätte ich nur wissen können, wenn ich in der Lage gewesen wäre, die CTG-Kurve selbst zu deuten (und wie DAS geht, steht wohl kaum in einem Buch über Schwangerschaft außer in med. Fachliteratur. Später habe ich allerdings darauf bestanden, daß es mir so genau wie mögich erklärt wurde). Hierüber waren sich aber selbst die Ärztinnen und Hebammen uneinig. Ich blieb also erst mal da. Machte mir aber keinerlei Sorgen, da alle ganz ruhig blieben, niemand besorgt guckte und mir erst 2 Tage zuvor meine Gynäkologin erfreut versichert hatte, daß ich geburtsbereit sei und jetzt nur noch die Wehen kommen müßten und dann würde ich eine leichte Geburt haben.
    Tja, am nächsten Morgen: "Wir warten noch bis morgen früh und dann öffnen wir die Fruchtblase, das Kind muß raus". Ich war sehr skeptisch und ängstlich und äußerte dies. Ich stellte genauere Fragen: WIE wird das gemacht, und was wird danach passieren. Antwort: Dann bekommen Sie Wehen und die Geburt beginnt, Ende des Gesprächs. Später bohrte ich bei einer Hebamme nach und mußte SEHR bohren, bis sie zugab, daß diese Methode nicht immer funktioniert und das Kind dann aber schnell raus muß. Im Hintergrund hörte ich jemanden sagen "ja klar, Fruchtblase auf und dann kommt der Wehentropf und dann der Kaiserschnitt" (das war so gesagt, daß ich es eigentlich nicht hören sollte). Das Risiko war also bekannt, aber um "mich nicht zubeunruhigen" sollte es verschwiegen werden.
    Letztlich blieb ich 2 Wochen da, in denen ich zweimal täglich Mittel zur Geburtseinleitung bekam, die alle nicht wirkten (von der Fruchtblase war nie mehr die Rede - es wurde auch nicht erklärt, warum jetzt doch nicht und weil ich nicht scharf darauf war, wollte ich das Thema auch lieber nicht wieder auf den Tisch bringen).
    Ich wurde öfters mal gefragt, ob ich denn noch warten wolle, ob ich ein gutes Gefühl hätte. Als offene Frage, nicht im Ton einer versteckten Warnung oder Drohung. Und genau DAS war der Fehler. Denn nach dem, was ich heute weiß, war aufgrund der eher schlechten Herztöne meines Kindes schon bei geringfügigen Kontraktionen (ich selbst habe sie gar nicht bemerkt, und doch lösten sie teils massiven Streß beim Kind aus) ein Kaiserschnitt voraussehbar unvermeidlich und es ging nur darum, mich "nicht zu beunruhigen" sowie das Image des KH als "natürliche Geburten unterstützend" zu wahren. Das Kalkül muß gewesen sein, daß ich mich die ganze Zeit sicher und souverän fühle, dann sollte es zu echten Wehen kommen und die Geburt vaginal begonnen werden und dann sollte es einen Not-KS geben, für den ich dankbar gewesen wäre. Das war alles sehr wohlmeinend, ich sollte das Gefühl haben, daß sie alles tun, damit ich das kriege, was ich möchte.
    Was ich jedoch NICHT bekam, waren objektive und vollständige Infos, die mir eine echte Entscheidung ermöglicht hätten (und ich habe permanent gebohrt, aber wenn man keinen Anhaltspunkt für irgend etwas hat, kann man auch nicht nachfragen). Also sagte ich immer: ich will noch warten, und wurde dafür gelobt.
    Und dann wäre mein Kind plötzlich fast tot gewesen - schon das vorige CTG war schlecht und im Nachhinein betrachtet war es absolut unverantwortlich, nicht schon da einen KS zu machen, aber man schichte mich wieder in mein Zimmer zum Mittagsschlaf, danach die nächste Kontrolle, Herzschlag nur noch bei 50bpm, ich schie um Hilfe und dann wurde ich ruckzuck auf den Tisch geknallt und aufgeschnitten.

    Was in dieser Situation ja auch fraglos notwendig war.
    Nur: Ebensogut hätte man mir die Notwendigkeit eines KS schon 10 Tage zuvor erläutern und diesen dann in Ruhe durchführen können. Dann wäre es sehr gut möglich gewesen, mir vorher den Verlauf der OP zu erklären, mir den Blasenkatheter erst im betäubten Zustand einzuführen und vor allem mir die akute Todesangst um mein Kind zu ersparen. Und es wäre nicht nötig gewesen, sich zu fünft gleichzeitig über mich zu stürzen und alles mögliche zu machen, was normalerweise nacheinander gemacht wird. Man hätte mir die Möglichkeit geben können, selber informiert abzuwägen und dann zu sagen: "ja, unter diesen Bedingungen ist ein KS wohl unvermeidlich, dann lassen Sie uns den machen" statt hilflos um Hilfe zu brüllen.

    So, all das wäre letztlich trotzdem gut verkraftbar gewesen. Das medizinische Personal tat aber genau das NICHT, was in den zu Beginn des Threads geposteten Papieres empfohlen wird: Während die Hebammen und Ärztinnen vorher immer sehr viel Zeit mit mir verbracht haben, habe ich im Wochenbett nicht eine einzige dieser Personen wiedergesehen. Nur die Visite stippte mal kurz rein, sagte hastig : Alles o.k. bei Ihnen, wunderbar - Tür zu.
    Direkt nach der OP hatte ich einen Schock, habe mich vor Zittern im Bett hin- und hergeworfen, niemand kommentierte dies.
    In der ganzen Woche nach dem KS, die ich noch im KH war, hat niemand nur ein einziges Mal gefragt, wie es mir geht. Noch nicht mal als Höflichkeitsfloskel. Niemand hat auch nur so was gesagt wie "na das war ja ein Schreck". Ich hatte den Eindruck,d aß man von meiner Existenz nichts mehr wissen wollte, daß man meinen Fall sozusagen als Schande empfand, als Konfontation mit dem eigenen Versagen, man schämte sich und überließ mich daher mir selbst. Erst bei der Entlassungsuntersuchung bekam ich wieder einen Arzt für mehr als 5 Sekunden zu Gesicht. Er wollte den Vorfall ebenfalls übergehen, ich habe darauf bestanden, daß er mir wenigstens noch mal die CTG-Kurven aus den 2 Wochen vor der Geburt erklärt. Nicht geklärt wurde, warum man mich nicht aufgeklärt und nicht zum KS geraten hat. So weit konnte ich in dem Moment aber noch gar nicht denken, ich war ja völlig fertig und ich hatte einiges medizinische Wissen noch nicht, das ich mir im Nachhinein angeeignet habe, um zu verstehen, was passiert ist. (Ein bißchen wikipedia und ein bißchen Ingeborg Stadelmann reicht da nicht.)
    Die Herausgabe meiner Akte bzw. Kopie derselben wurde mir verweigert. Ich hätte dies einklagen müssen, dazu hatte ich nicht die Kraft. Übrigens wollte ich niemanden verklagen oder anzeigen, ich wollte das Ganze nur mit einer kompetenten Person durchsehen und erklärt bekommen.

    So, war hat das jetzt mit dem Thema Vergewaltigung zu tun? Alle haben "es nur gut gemeint". Dennoch hat dieses Erlebnis - machtlos ausgeliefert sein, daliegen, mehrere Personen machen an einem rum und schieben einem was rein und zwar sehr plötzlich und alternativlos -mein Kindheiterlebnis wieder hochgebracht und seither IST es ein Problem, das meine Ehe stark belastet. Dazu hätte es von vornherein nicht kommen müssen, wenn man mich von Anfang an für voll genommen hätte statt mich paternalistisch "nicht beunruhigen zu wollen". Und selbst im Nachhinein hätte es mich nicht bleibend beschädigen müssen, wenn irgend jemand im KH mir auch nur ein Minimum an Mitgefühl gezeigt hätte. Da dies nicht geschah, blieb bei mir derselbe Einduck hängen, der auch aufgrund des Mißbrauchserlebnisses meine Kindheit überschattet hat: "Ich bin nichts wert. Ich bin ein Stück Fleisch. Ich bin Objekt."

    Nun könnt ihr die Nase rümpfen und sagen: "Geh doch zum Arzt, du Psycho!" - Erstens habe ich meine Gründe, weshalb ich zu diesem Thema keine Therapie möchte und ich bitte diese wohlüberlegte Entscheidung (und damit meine Souveränität über mich selbst) zu respektieren. Zweitens ist Vorbeugen besser als Heilen und genau darum hätte es in diesem Thread eigentlich gehen sollen, darum geht es in den geposteten Artikeln:Daß schlechte Erfahrungen bei der Geburt nach wie vor sehr, sehr unangenehm und schlimm sind, daß aufgeklärtes und selbstkritisches medizinisches Personal (sowie Krankenhausseelssorger, Familienangehörige usw.) aber verhindern (oder mindestens viel weniger wahrscheinlich machen) kann, daß es dadurch zu einer Traumatisierung oder Retraumatisierung oder sonstigen gravierenden Schäden kommt.

    Und dazu könntet auch ihr ein wenig beitragen, wenn ihr einfach anerkennen würdet, daß andere anders empfinden als ihr, daß sie alles Recht dazu haben (genau wie ihr ja auch das Recht habt, so zu fühlen, wie ihr fühlt) und daß sie sich selbstverständlich darüber austauschen oder offene Gesprächsangebote dazu machen oder darüber informieren dürfen genau wie über alle anderen möglichen Komplikationen auch. Eine Tabuisierung hingegen drängt die Betroffenen nur noch weiter in die Ecke.
    Wenn euch das Thema beunruhigt, dann steht es euch doch völlig frei, euch einfach nicht damit zu beschäftigen. Dasselbe gilt für alle Schwangeren - sie entscheiden selbst, was sie lesen wollen und was nicht und sie brauchen keine Zensurinstanz.
    sholice, yvelind und KittyCathy gefällt dies.

  4. #94
    yvelind ist offline Pooh-Bah

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Ich bin schon vor einer gefühlten Ewigkeit über diesen Thread gestolpert und habe mich als Betroffene wiedererkannt. Durch afflammen der Diskussionen hab ich es aber vermieden, zu Posten.

    Danke dir für deine Ausführungen...

    Auch ich bin 2x meines Geburtserlebnisses beraubt worden. Das 1. Mal habe ich es auf Grund der Situation für Notwendig (KS wg. BEL und Kind auf 3800g geschätzt) akzeptiert, aber das 2. Mal hat sich bei mir so tief eingebrannt, auch meine Ehe belastet (weil es tatsächlich so ist, daß dem Partner, wenn er sich nicht an vorherige Absprachen hält, weil ihm weiß gemacht wird, daß Frau und Kind in Gefahr schweben, ein Versagen vorgeworfen wird, besonders, wenn sich hinterher herausstellt, wie unnötig die bereits im Vorfeld befürchteten und dann getätigten medizinischen Eingriffe waren), daß ich dieses 3. Kind nicht in dem einzigen in erreichbarer Nähe befindlichen KH gebären möchte. Auch ein Geburtshaus gibt es hier nicht, also bleibt uns nur die Hausgeburt, zu der wir mit riesen Glück eine Hebamme gefunden haben.... Die schiefen Blicke und auch die Abwehr meiner FÄ dem gegenüber kann man sich sicher nur zu gut vorstellen, denn Kinder werden heutzutage im Krankenhaus geboren...Solch ein Risiko....Was, wenn was schief geht?....
    Ich fürchte mit meinen Erfahrungen eher die Komplikationen, die durch eine erneute Entbindung in besagtem Kh einhergehen. Ich weiß, ich war in den damaligen Situation machtlos und ich möchte mir und auch meinem Partner eine solche Erfahrung ersparen. Und dies geht nicht durch Verweigerung im KH, weil dort alle Maßnahmen als medizinisch notwendig hingestellt werden und Ich als Gebärende nicht gefragt werde (weil ja eh im Ausnahmezustend und somit angenommen, nicht Entscheidungsfähig-Entmündigen darf doch eigentlich nur ein Richter..?) sondern nur durch absolute Vermeidung einer medizinischen Notwendigkeit einer Behandlung.

    Zum Glück ist eine Geburt noch keine Krankheit und wir haben einen Weg gefunden....
    Liebe Grüsse
    yvelind
    meine Binos Chiisana hibbelt und Augenblick3 und HellerStern haben mit mir ein Septembärchen und Trinilein
    [SIZE="1"]Ich widerspreche Punkt 13.1 (2) der AGBs. Ich untersage eine Veröffentlichung meiner
    Textbeiträge in anderen Medien als diesen Online-Foren

  5. #95
    Simsalabim83 Gast

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Na, ich glaube nicht dass mein Arzt besonders aufgegeilt von dem ist, was sich da unter der Geburt abspielt. Man wird auch nicht mit Gegenständen vergewaltigt, sondern es wird untersucht und geschaut.
    Ich hatte bei beiden Geburten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl ausgeliefert zu sein.

    Eine "wirkliche" Vergewaltigung mit geburtshilfe zu vergleichen finde ich fast schon beleidigend.
    Wenn die Ärzte irgednwann rumfuhrwerken ohne alles zu kommentieren dann meist doch nur, weil es schnell gehen muss..!

  6. #96
    sholice Gast

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Zitat Zitat von Simsalabim83 Beitrag anzeigen
    Na, ich glaube nicht dass mein Arzt besonders aufgegeilt von dem ist, was sich da unter der Geburt abspielt. Man wird auch nicht mit Gegenständen vergewaltigt, sondern es wird untersucht und geschaut.
    Ich hatte bei beiden Geburten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl ausgeliefert zu sein.

    Eine "wirkliche" Vergewaltigung mit geburtshilfe zu vergleichen finde ich fast schon beleidigend.
    Wenn die Ärzte irgednwann rumfuhrwerken ohne alles zu kommentieren dann meist doch nur, weil es schnell gehen muss..!
    Sorry, aber du scheinst nicht verstanden haben worum es geht. Lies mal die Antwort vor dir, da wird es sehr gut erklärt.

  7. #97
    Avatar von lilalaune141110
    lilalaune141110 ist offline Carpal Tunnel

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Klar, niemand ausser dir und zwei anderen hat verstanden worum es geht...die Meinungen aller anderen sind geprägt von einem "psychologischen Effekt" den eine Schreiberin selbst zwar nicht benennen kann (ich vermute hier, dass der Effekt auf einer Auslegung des Milgam Experimentes beruhen könnte) sich aber auf ihn beruft.
    Fakt ist doch...so wie die Ärzte in den Artikeln den Frauen in einer Geburtssituation das Empfinden der Machtlosigkeit absprechen, wird mir hier mein persönliches Empfinden der "Angstmacherei" abgesprochen mit der Begründung ich hätte nicht verstanden worum es geht!
    Simsalabim83 gefällt dies
    3.10.12
    18.8.14

    16.9.18

  8. #98
    Avatar von lilalaune141110
    lilalaune141110 ist offline Carpal Tunnel

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Zitat Zitat von werwardas Beitrag anzeigen
    Die Diskussion ist ja nun schon einige Wochen alt, aber ich habe sie gerade erst entdeckt und vielleicht mag ja noch jemand was dazu lesen.

    Puh. Also. Ich habe überlegt, ob ich das Ganze mit persönlichen oder eher mit professionellen Augen ansehen soll. Ich tu einfach mal beides.
    Ich finde nicht, dass man dich als Psycho oder sonstwas bezeichnen sollte! Du hattest ein schreckliches Geburtserlebnis und das tut mir von Herzen leid.
    Wo ich einfach die Schwierigkeit in deinem Beitrag sehe ist einerseits, dass du anscheinend nur verallgemeinerte Aussagen von Nicht-Betroffenen heraus liest.
    Anderseits hat deinem Kind genau DAS das Leben gerettet was die TE eigentlich für unnötig hält. Sie fühlte sich ja entmündigt, da man bei ihr CTG schrieb, den Muttermund tastete und ihr "Panik" machte und sie zu einem KS dängte. Mein Argument "es hätte auch schlimmer laufen können ( wie bei dir zum Beispiel)" wurde nicht bedacht sondern mit einem "hätte, wäre könnte sind KEINE Argumente für mich" bedacht!
    Schade, dass hier auch immer das Argument kommt "das ist ja ein Forum für Frauen die bereits entbunden haben". Dies ist ein freies Forum und genauso wie sich die TE das Recht raus nimmt hier ungefragt solche Sachen zu posten die (ich schätze jetzt mal) 85% der Leser als völlig unnötig empfinden, haben auch Schwangere vor der Geburt das Recht hier zu lesen und sich kritisch zu äussern.
    3.10.12
    18.8.14

    16.9.18

  9. #99
    sholice Gast

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Zitat Zitat von lilalaune141110 Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht, dass man dich als Psycho oder sonstwas bezeichnen sollte! Du hattest ein schreckliches Geburtserlebnis und das tut mir von Herzen leid.
    Wo ich einfach die Schwierigkeit in deinem Beitrag sehe ist einerseits, dass du anscheinend nur verallgemeinerte Aussagen von Nicht-Betroffenen heraus liest.
    Anderseits hat deinem Kind genau DAS das Leben gerettet was die TE eigentlich für unnötig hält. Sie fühlte sich ja entmündigt, da man bei ihr CTG schrieb, den Muttermund tastete und ihr "Panik" machte und sie zu einem KS dängte. Mein Argument "es hätte auch schlimmer laufen können ( wie bei dir zum Beispiel)" wurde nicht bedacht sondern mit einem "hätte, wäre könnte sind KEINE Argumente für mich" bedacht!
    Schade, dass hier auch immer das Argument kommt "das ist ja ein Forum für Frauen die bereits entbunden haben". Dies ist ein freies Forum und genauso wie sich die TE das Recht raus nimmt hier ungefragt solche Sachen zu posten die (ich schätze jetzt mal) 85% der Leser als völlig unnötig empfinden, haben auch Schwangere vor der Geburt das Recht hier zu lesen und sich kritisch zu äussern.
    Moment bitte, ich glaube du hast nicht richtig gelesen. Ich habe nicht geschrieben das ich mich entmündigt gefühlt habe weil man den Muttermund getastet hat, sondern weil man mich zu einer unnötigen schweren Operation mit Folgen bis heute genötigt hat und das ohne Indikation.
    Ich schrieb nur das es beim Muttermund tasten nicht darum geht das irgendwas daran für Mutter oder Kind gut ist, sondern es nur den Ärzten weiterhilft um zu wissen wie weit man ist.
    Welche Argumente denn von dir? Man kann nicht alles schön reden indem man sagt aber wenn du vaginal entbunden hättest und dann wäre es zu Komplikationen gekommen etc. Das ist "hätte, würde etc." Gerede. Denn selbst wenn es zu Komplikationen gekommen wäre dann hätte man da einen Kaiserschnitt machen können. Aber man wusste ja vorher nicht ob es zu welchen kommt. Und wenn es zu keinen gekommen wäre dann einen Kaiserschnitt einfach mal so zu machen ist wohl vollkommen der falsche Weg.
    Musst du nicht genauso sehen, aber mir reicht es das Gutachter, andere Hebammen und andere Kliniken das so sehen wie ich. Bei dem Befund und in der Situation kein Kaiserschnitt außer es kommen Komplikationen hinzu, denn mit einem unnötigen Kaiserschnitt gefährdet man sowohl Mutter als auch Kind unnötig.

  10. #100
    Yola ist offline Stranger

    User Info Menu

    Standard Re: Diskussion Birth Rape - Geburtshilfe gegen den eigenen Willen?

    Kennt jemand eine Anwältin, die Erfahrungen hat mit Gewalt, Missbracuh Vergewaltigung unter der Geburt?
    Danke,
    yola

Seite 10 von 10 ErsteErste ... 8910

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •