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Thema: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

  1. #11
    Nordlicht2000 Gast

    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Ich finde, im Nebensatz erwähnte unschöne Begleiterscheinungen wie "wenig Parkplätze" als Anlass zu nehmen, um über die Verwöhntheit von TE oder SchreiberInnen zu überlegen, daneben.

    Im Hauptpunkt ging und geht es doch um gute oder eben schlechte Versorgung.

    Ich habe vor kurzem nicht ganz so heftige Erfahrungen in einem Hamburger Krankenhaus machen dürfen. Ich habe selbst in einer Klinik gearbeitet, schaue deshalb anders auf das Personal und bemühe mich, eine einfache, "pflegeleichte" Patientin zu sein.

    Erlebt habe ich:
    - An verschiedenen Tagen je einen neuen Stationsarzt (an sich nicht schlimm, nur wenn jeder meinen Befund anders interprätiert und sich gar nicht oder falsch äußert, wird es schlimm).
    - Schwestern, die PatientInnen mit Baby 1 Stunde lang nachts klingeln lassen (die Klingel und das dauernde Schreien des Babys im Zimmer neben an ging die ganze Nacht. Dazwischen hat das Kleine gehustet, ich maße mir nun mal kein medizinisches Urteil an, ob es "nur" geschrien hat)
    - Schwestern, die grundsätzlich erst nach 30 Minuten minimum auch tagsüber im Zimmer erscheinen (ich lag in einem Zimmer mit einer Patientin mit akuter Gefahr von Frühwehen/Fehlgeburt und war selbst nicht besser dran). Gesagt wurde, dass man sich melden soll, wenns schmerzt oder man Hilfe braucht....da habe ich mich gefragt, ob die auch so schnell sind, wenn wir statt der Klingel am BEtt, die Klingel im Bad gezogen hätten)

    - sehr, sehr unterschiedlich motiviertes Personal: einseits Schwestern, die nebenbei beim Blutdruckmessen kurz mit drei freundlichen Sätzen überprüft haben, ob die Patientin noch fragen hat und die auch einen Arzt vorbereiten auf Fragen (Visite) oder nacherklären. Andererseits Schwestern, die einem die Akte auf das Bett knallen mit den Worten "beeilen sie sich, die Ärztin wartet in der Diagnostik schon auf sie" (zu einer Patientin, der am Vortag noch gesagt wurde, dass man noch nicht weiß, ob man sie mit dem Bett oder dem Rollstuhl rüberrollen soll, WEIL SIE NICHT SO VIEL GEHEN SOLL!)

    - Ärzte, die Befunde vorlesen und es dann der Patientin überlassen, zu überlegen, welche Prognose sich daraus ergibt (soll ich das dann über Wikipedia herausfinden???)
    - Unterbrochene Untersuchungstermine (Feinultraschall), weil die Ärtzin leider wegen Personalmangel parallel immer wieder in den OP-Saal muss (ging ja nur um die Kleinigkeit, ob eine Fehlgeburt droht und wie die Lage der Myome ist = ob KS notwendig ist, ob Komplikationen demnächst auftreten, woher die sehr hohen Entzündungswerte im Blut kommen)
    - Widersprüchliche Aussagen bezüglich der Schwere der vorliegenden Komplikation

    Einiges kann ich durch Personalmangel entschuldigen. Aber Kommunikationsfehler (eine Schicht weiß nicht was die andere tut, wichtige Medikation muss die Patientin selbst ansagen und überprüfen, dass diese notiert ist, weil ansonsten nichtmal ein ordenliches Aufnahmegespräch stattfindet -- und auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kennen....) und PatientInnen in einer Untersuchung wegen geplanter OP liegenlassen, nachdem man ihr einen schlechten Befund um die Ohren gehauen hat, finde ich sowas von unprofessionell. Andere Ärzte/Schwestern können es ja auch mit ihrer begrenzten Zeit anders/besser vormachen.

    Der Beschwerdebrief an die Klinik läuft, allerdings warte ich bis nach der Geburt, da diese Klinik leider eine der wenigen mit Level 1 Versorgung für Frühgeborene hat. Meine Wunschklinik nimmt erst ab der 32. Woche auf. Sollte unser Kind früher kommen, sieht man sich "zweimal" und ich muss wieder in die Chaotenklinik...wovor mir echt graust. Es gibt noch mehr Level 1-Kliniken in Hamburg, nur die meisten gehören zum selben Konzern wie diese....

    Übrigens auch im Hinblick darauf, dass ich bei der Geburt dann einen KS machen lassen muss und entsprechend noch hilfloser ausgeliefert bin, werde ich sehr nervös und bin froh, dass ich zumindest ab der 32. SSW meine Beleghebamme mit dabei habe und somit nicht auf örtliches Personal angewiesen bin (wenn es um Stillen und Anlegen geht, ansonsten schon)

    Da ich Erstgebärende bin, weiß ich doch nicht, was "normal" ist...und erwarte vom medizinischen Personal zumindest eine kurze Aufklärung.
    Hatte vor Jahren eine Varizenop (Vollnarkose) am Bein, da war es standard, den Patienten zu sagen, dass das Gehen weh tun wird, worauf sie achten müssen und was sie melden müssen.
    Bei einer anderen OP (Schilddrüse) wurde ich nach der OP mit zwei Schläuchen im Hals auf Station ins Bett gelegt und habe Alpträume gehabt und mich nicht aufs Klo getraut, weil sich keiner herabgelassen hat, mir mal kurz zu sagen, wie fest diese Schläuche sind und das ich durchaus mich bewegen kann, ohne die unabsichtlich herauszureissen.

    Meist spart man durch knappe, gezielte Info eben die Zeit, die sonst wieder durch unnötige Unsicherheit (und damit viel Nachfragen) verschwendet wird. Und sowohl Ärzte als auch Schwestern sollten doch wohl die FAQ in ihrem jeweiligen Bereich kennen...in meinem Bereich (nicht Neonatologie) gab es auch einige Angstfragen, die regelmäßig immer wieder kamen. Die hat man dann einfach am Anfang mit abgefrühstückt, hatte dadurch einen mündigen, informierten Patienten und damit selbst auch Arbeitserleichterung.
    Geändert von Nordlicht2000 (03.01.2014 um 09:30 Uhr)

  2. #12
    volpe ist offline Stranger

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Es ist ja hier eher unüblich, dass zurückgepostet wird, ich mach's trotzdem mal:

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Ich finde, im Nebensatz erwähnte unschöne Begleiterscheinungen wie "wenig Parkplätze" als Anlass zu nehmen, um über die Verwöhntheit von TE oder SchreiberInnen zu überlegen, daneben.
    Wenn Sie mein Posting gelesen haben, dann ist Ihnen sicher aufgefallen, dass es nicht nur um die Parkplätze ging. Sie verkürzen meine Kritik zugunsten Ihrer. Finde ich auch 'daneben'.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Im Hauptpunkt ging und geht es doch um gute oder eben schlechte Versorgung.
    Hier stimme ich Ihnen voll und ganz zu.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Ich habe selbst in einer Klinik gearbeitet, schaue deshalb anders auf das Personal und bemühe mich, eine einfache, "pflegeleichte" Patientin zu sein.
    Ich finde z.B. nicht, dass es darum geht 'pflegeleicht' zu sein. In meiner Kritik ging es darum, den Rahmen Krankenhaus angemessen zu nutzen. Das kann auch bedeuten, dass man das Personal volljammert, weil es einem schlecht geht. Es muss nicht 'runtergeschluckt' werden oder so, aber das Verhalten sollte eben angemessen sein. Ich bin im Krankenhaus kein 'Kunde', sondern eine bedürftige Person. Meine Bedürfnisse konkurrieren aber mit denen meiner MitpatientInnen um die Zeit des Personals. Wenn Sie wirklich im Krankenhaus gearbeitet haben (und ich meine nun nicht in der Verwaltung oder so), dann ist Ihnen die Verknappung von Arbeitskräften durch die 'Verbetriebswirtschaftung' sicher bekannt.

    Nun erlaube ich mir, zu Ihren Erlebnissen Stellung zu nehmen:

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - An verschiedenen Tagen je einen neuen Stationsarzt (an sich nicht schlimm, nur wenn jeder meinen Befund anders interprätiert und sich gar nicht oder falsch äußert, wird es schlimm).
    Das sind Punkte, die mich auch nerven würden, wenn man als PatientIn das Gefühl hat, die Linke weiss nicht, was die Rechte tut. Interpretationen sollten bei Befunden aber nicht notwendig sein.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - Schwestern, die PatientInnen mit Baby 1 Stunde lang nachts klingeln lassen (die Klingel und das dauernde Schreien des Babys im Zimmer neben an ging die ganze Nacht. Dazwischen hat das Kleine gehustet, ich maße mir nun mal kein medizinisches Urteil an, ob es "nur" geschrien hat)
    Haben Sie denn bei der Schwester mal nachgefragt, was da los war und warum niemand der Frau und ihrem Kind helfen konnte? Gab es einen noch dringendenderen Fall? Wenn 2 Pflegekräfte für 40 Mütter mit Ihren Kindern zuständig sind, dann kann's eng werden. Nach nem Kaiserschnitt ist Pflege ja mitunter aufwändig.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - Schwestern, die grundsätzlich erst nach 30 Minuten minimum auch tagsüber im Zimmer erscheinen (ich lag in einem Zimmer mit einer Patientin mit akuter Gefahr von Frühwehen/Fehlgeburt und war selbst nicht besser dran). Gesagt wurde, dass man sich melden soll, wenns schmerzt oder man Hilfe braucht....da habe ich mich gefragt, ob die auch so schnell sind, wenn wir statt der Klingel am BEtt, die Klingel im Bad gezogen hätten)
    Das ist im Prinzip der gleiche Kritikpunkt. Ob Sie nun um 02 Uhr oder um 14 Uhr klingeln. Was würden Sie für sich als angemessene Reaktionszeit empfinden? Und wieviel Geld wären Sie denn bereit für so einen Service auszugeben? (Und Sie haben wirklich mal in so einem Krankenhaus gearbeitet? Wie schnell waren Sie denn selbst immer und jederzeit?)

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - sehr, sehr unterschiedlich motiviertes Personal: einseits Schwestern, die nebenbei beim Blutdruckmessen kurz mit drei freundlichen Sätzen überprüft haben, ob die Patientin noch fragen hat und die auch einen Arzt vorbereiten auf Fragen (Visite) oder nacherklären. Andererseits Schwestern, die einem die Akte auf das Bett knallen mit den Worten "beeilen sie sich, die Ärztin wartet in der Diagnostik schon auf sie" (zu einer Patientin, der am Vortag noch gesagt wurde, dass man noch nicht weiß, ob man sie mit dem Bett oder dem Rollstuhl rüberrollen soll, WEIL SIE NICHT SO VIEL GEHEN SOLL!)
    Ja, so ist das im Krankenhaus. Aber auch in der Werkstatt, im Supermarkt, auf der Behörde. Auch im Strassenverkehr kann man Menschen mit sehr unterschiedlichen Motivationen und Temperamenten antreffen. Und zudem sind es ja meist die Pflegekräfte, die dann noch zusätzlich eins auf den Deckel kriegen, wenn sie das Pensum nicht erledigen, das ihnen von ärztlicher Seite, den PatientInnen, den Angehörigen und der Verwaltung aufgebürdet werden. Sie sollen alles, und ich meine alles, machen, dabei immer lächeln (zu jeder Tages- und Nachtzeit), sich ans Bett setzen und verständnisvoll sein. Und das dann auch noch für dieses extrem unangemessene Gehalt. Klingt verdächtig nach "Schwarzwaldklinik". Kennen Sie das noch? War ne Fiktion. Schon damals.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - Ärzte, die Befunde vorlesen und es dann der Patientin überlassen, zu überlegen, welche Prognose sich daraus ergibt (soll ich das dann über Wikipedia herausfinden???)
    Das ist natürlich ziemlich doof. Aber auch hier kann ich nur wieder sagen: Fragen Sie nach. Geben Sie sich mit den wenigen Informationen nicht zufrieden. Es ist doch keine Schande, wenn ich sage, dass ich etwas nicht verstanden habe.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - Unterbrochene Untersuchungstermine (Feinultraschall), weil die Ärtzin leider wegen Personalmangel parallel immer wieder in den OP-Saal muss (ging ja nur um die Kleinigkeit, ob eine Fehlgeburt droht und wie die Lage der Myome ist = ob KS notwendig ist, ob Komplikationen demnächst auftreten, woher die sehr hohen Entzündungswerte im Blut kommen)
    Ich hoffe, dass nach Ihrem Beschwerdebrief dann nicht die Ärztin ne Abmahnung kriegt, weil Sie versucht hat der Überforderung durch zu wenig Personal gerecht zu werden. Keine Ahnung, ob das gerechtfertigt war in Anbetracht Ihrer Situation, denn das muss eben die Ärztin entscheiden, was in der Situation die wichtigere Handlung war. Wünschen tut man sich jedenfalls was anderes (sicher auch die Ärztin). Ihr Bedürfnis rasch Klarheit über das weitere Vorgehen zu erhalten, verstehe ich sehr. Und, dass es nervt, wenn die Behandlung / Untersuchung mehrfach unterbrochen wird, verstehe ich auch. Fühlt sich mies an. Wenn es jemandem schlechter ging als Ihnen und die Verwaltung am Personal spart, dann werden Sie das in Ihrem Beschwerdebrief hoffentlich richtig einordnen.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    - Widersprüchliche Aussagen bezüglich der Schwere der vorliegenden Komplikation
    Im Prinzip das gleiche wie oben mit der 'Interpretation der Befunde', denke ich.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Einiges kann ich durch Personalmangel entschuldigen. Aber Kommunikationsfehler (eine Schicht weiß nicht was die andere tut, wichtige Medikation muss die Patientin selbst ansagen und überprüfen, dass diese notiert ist, weil ansonsten nichtmal ein ordenliches Aufnahmegespräch stattfindet -- und auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kennen....) und PatientInnen in einer Untersuchung wegen geplanter OP liegenlassen, nachdem man ihr einen schlechten Befund um die Ohren gehauen hat, finde ich sowas von unprofessionell. Andere Ärzte/Schwestern können es ja auch mit ihrer begrenzten Zeit anders/besser vormachen.
    Das mit den Medikamenten finde ich z.B. einen sehr wichtigen Punkt. Da man als PatientIn ja die Medikamente hingestellt bekommt, sollten das natürlich die richtigen sein. Da gibt's auch nix zu deuten und da hätte ich auch kein Verständnis. Und offensichtlich war die Ärztin oder der Arzt, der Ihnen den 'schlechten Befund' mitgeteilt und nicht ausreichend erläutert hat, nicht von der einfühlsamen Sorte. Auch hier wieder: Direkt rückmelden.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Der Beschwerdebrief an die Klinik läuft, allerdings warte ich bis nach der Geburt, da diese Klinik leider eine der wenigen mit Level 1 Versorgung für Frühgeborene hat. Meine Wunschklinik nimmt erst ab der 32. Woche auf. Sollte unser Kind früher kommen, sieht man sich "zweimal" und ich muss wieder in die Chaotenklinik...wovor mir echt graust. Es gibt noch mehr Level 1-Kliniken in Hamburg, nur die meisten gehören zum selben Konzern wie diese....
    Sinn dieses Forums ist es m.E. schon auch, dass man sich einigermaßen zivilisiert austauscht über die gemachten Erfahrungen. Welches Krankenhaus welchen Konzerns war das denn. Wie Lesende wollen natürlich nicht ins offene Messer rennen ... vielleicht sogar im wahrsten Wortsinn. Hier zeigt sich auch für mich, warum Sie nicht nachfragen oder sich direkt bei der Person beschweren: Sie haben Angst, dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen und Sie dann vielleicht noch schlechter behandelt werden. Die Angst scheint aber in dem von Ihnen beschriebenen Krankenhaus unbegründet: Das Personal wechselt täglich und Übergaben finden nicht statt. Also, nur Mut. Haben unzufriedene PatientInnen bei Ihnen im Krankenhaus Nachteile? In welchem arbeiten Sie bzw. haben Sie gearbeitet?

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Übrigens auch im Hinblick darauf, dass ich bei der Geburt dann einen KS machen lassen muss und entsprechend noch hilfloser ausgeliefert bin, werde ich sehr nervös und bin froh, dass ich zumindest ab der 32. SSW meine Beleghebamme mit dabei habe und somit nicht auf örtliches Personal angewiesen bin (wenn es um Stillen und Anlegen geht, ansonsten schon)
    Steht Ihnen ja frei Ihr eigenes Personal mitzubringen. Ich hab mal nen Vortrag darüber gehört, wie das in Krankenhäusern in der Türkei z.T. abläuft: 1x am Tag Visite, es muss immer ein Angehöriger vor Ort sein, der Essen von zuhause, Medikamente oder Verbandsmaterial aus der Apotheke holt. Blutspenden für Kinder werden frisch vom Personal abgezapft (der Vortragende hat gesagt, auf seiner Station gab es einen Liste, wer vom Personal welche Blutgruppe hat). DAS ist gruselig, scheint aber auch zu funktionieren. Und bezahlt wird bar!

    Eine mir bekannte Kinderärztin hat schon mehrere freiwillige Einsätze (unbezahlte in unbezahltem Urlaub) über z.B. 2 Monaten in Afrika gemacht. Da saßen dann die Angehörigen neben dem Bett des Kindes und mussten das Kind mit nem Beatmungsbeutel beatmen, weil es keine Geräte gab. Wenn die dann mal zwischendurch eingeschlafen sind, weil man sich nicht rechtzeitig abgewechselt hat, dann wurde das Kind eben nicht beatmet. Da stand nicht immer ne Person daneben und hat aufgepasst, dass das nicht passiert. Auch ziemlich gruselig.

    Ich hab es zwar schon in meinem ersten Posting geschrieben, aber ich wiederhole es jetzt trotzdem nochmal: Man kann wirklich auf jedem Niveau jammern.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Da ich Erstgebärende bin, weiß ich doch nicht, was "normal" ist...und erwarte vom medizinischen Personal zumindest eine kurze Aufklärung.
    Hatte vor Jahren eine Varizenop (Vollnarkose) am Bein, da war es standard, den Patienten zu sagen, dass das Gehen weh tun wird, worauf sie achten müssen und was sie melden müssen.
    Bei einer anderen OP (Schilddrüse) wurde ich nach der OP mit zwei Schläuchen im Hals auf Station ins Bett gelegt und habe Alpträume gehabt und mich nicht aufs Klo getraut, weil sich keiner herabgelassen hat, mir mal kurz zu sagen, wie fest diese Schläuche sind und das ich durchaus mich bewegen kann, ohne die unabsichtlich herauszureissen.
    Die Erwartung ist absolut berechtigt. Ansonsten: Direkt nachfragen bei Unklarheiten.

    Zitat Zitat von Nordlicht2000 Beitrag anzeigen
    Meist spart man durch knappe, gezielte Info eben die Zeit, die sonst wieder durch unnötige Unsicherheit (und damit viel Nachfragen) verschwendet wird. Und sowohl Ärzte als auch Schwestern sollten doch wohl die FAQ in ihrem jeweiligen Bereich kennen...in meinem Bereich (nicht Neonatologie) gab es auch einige Angstfragen, die regelmäßig immer wieder kamen. Die hat man dann einfach am Anfang mit abgefrühstückt, hatte dadurch einen mündigen, informierten Patienten und damit selbst auch Arbeitserleichterung.
    Dass Sie die 'Angstfragen' 'abgefrühstückt' haben würde mich unsicher machen. Ich hoffe, das haben Sie einfach nur so flapsig formuliert. Sie haben es schon gemerkt, ich finde nachfragen enorm wichtig und eben keine Zeitverschwendung. Aber das muss jede/r selbst wissen. Haben Sie solche Menschen wie mich dann als zusätzliche Belastung empfunden und waren genervt?

    Mit freundlichem Gruß, volpe

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