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Thema: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

  1. #1

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    Standard Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Ich habe 2007 dort meine Tochter per geplanten Kaiserschnitt bekommen. Ich hatte mich für das Bürgerhospital entschieden, weil es eine gute medizinische Versorgung mit Neonatologie und Kinderärztes vor Ort gab. Dieser Eingriff lief auch gut, wenn auch etwas chaotisch ab.
    Allerdings war die Wochenstation völlig überfüllt (das versprochene Familienzimmer war nicht zu bekommen). Mit viel Glück und eigener Zuzahlung bin ich ein Zweibettzimmer gelegt wurden, allerdings hatten wir auch eine Nacht zu dritt, da keine anderen Betten mehr frei waren. Schon mit zwei Betten + Babys war das Zimmer unruhig, aber zu dritt der Horror. Kaum Platz und überhaupt keine Ruhe. Furchtbar! Die Betreuung war auch sehr schlecht. Man füllte sich alleingelassen und nicht ernst genommen. Bei meinem Milcheinschuss bat mein Mann eine Schwester zu meinem Bett zu kommen, da ich aufgrund des Fiebers und der Schmerzen in der Brust und vom Kaiserschnitt nicht bis ins Stillzimmer laufen konnte. Die Antwort war knapp: Ich soll ins Stillzimmer kommen, wenn ich Hilfe brauche! Es wurde mir übrigens überhaupt nicht mit Stillen geholfen. Nicht mal eine Stillposition oder so wurden mir gezeigt. Und das obwohl ich mich mehrfach an die Schwestern gewandt habe und sage-und-schreibe deswegen 3 Stunden im Stillzimmer ohne Beachtung gesessen habe. Das Ergebnis: Unsere Kleine verweigerte irgendwann das Anlegen, nahm immer mehr ab (bis unter 2900 Gramm) und sollte dann sogar eine Magensonde erhalten. Meine Milch ist fast versiegt und es hat lange gedauert, bis ich zusammen mit meiner Hebamme zu Hause dann alles "im Griff" hatte.
    Auch für meinen Mann war der Besuch nur mittelmäßig - unbequemes Mobiliar (harte Holzstühle), keine Privatsphäre und lange Parkplatzsuche!
    Ich bin dann nach 3 Tagen (trotz Kaiserschnitt!) auf eigene Verantwortung nach Hause gegangen. Dort hatte ich es wesentlich bequemer, ruhiger und mit den anfänglichen Probelemen war ich genauso gut beraten (oder eher besser durch die Betreuung durch meine Hebamme).
    :oS

    PS: Bin leider nicht die einzigste, die solche negativen Erfahrungen gemacht hat. Viele "Mitpatienten" beschwerten sich ebenfalls und auch im Internet kann man viele ähnliche Erfahrungsberichte lesen. Schade!
    Geändert von Prinzessin-Isabell (12.07.2009 um 19:05 Uhr)

  2. #2
    ccdgap Gast

    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Leider kann das Personal nicht steuern wie viele Patienten kommen und so kann es leider leicht mal zu einer Überbelegung kommen. Ein Krankenhaus kann ja auch niemanden wegschicken. Wenn jemand kommt, dann muss er auch aufgenommen werden und die Größe einer Station berechnet sich ja nach der durchschnittlichen Belegung, was meist auch reicht.

    Das Verhalten der Schwestern ist natürlich eine andere Sache. Klar, wenn viel los ist, ist man gehetzt und hat nicht besonders viel Zeit für individuelle Betreuung, allerdings sollte ein Betreuung und Unterstützung immer vorhanden sein.

    Meine Mama arbeitet auf der Entbindungsstation auf der ich im Oktober liegen werde. Bei denen kommt es auch ab und an mal vor, dass wirklich übermäßig viel los ist. Sie sagt das aber auch ihren Patientinnen und erklärt, dass deswegen leider nicht so viel Zeit für jeden ist. Das kommt bei den Patienten gut an und ich finde das auch nicht schlecht. Wenn man weiß was los ist, dann ist man auch nicht so verärgert, wenn die Schwester mal nicht ganz so schnell da ist. Allerdings würde meine Mama nie jemanden einfach so links liegen lassen, wie Du es beschreibst! Die Arbeit die nötig ist muss einfach getan werden! Kann gut sein, dass man nicht so viel Zeit hat sich ewig an ein Bett zu setzten und mit einer Patientin noch etwas Small Talk zu halten, aber die grundlegenden Dinge müssen drin sein!

    An Deiner Stelle würde ich in so einem Fall einen Brief an die Krankenhausleitung schreiben! Da geht es jetzt nicht darum, dass Du jemandem eins reinwürgen sollst, sondern darum, dass sowas nicht in Ordnung ist und sich nicht´s ändern wird, wenn nie jemand etwas sagt.
    Schreib Deine ganzen Erfahrungen und Empfindungen auf und bitte auch ganz klar um eine Stellungnahme diesbezüglich!
    Es liegt ja jetzt leider etwas zurück, deswegen geht es für diesen Fall leider nicht mehr, aber solltest Du nochmal solche Erfahrungen machen oder von jemandem hören der solche Erfahrungen gemacht hat, dann würde ich das auf jeden Fall machen oder dazu raten!
    Geändert von ccdgap (05.08.2009 um 22:26 Uhr)

  3. #3
    Kreszenzia Gast

    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    trotz voller Kreißsäle und überfüllter Wochenstation kann man nett behandelt und gut umsorgt werden- hab ich zumindest so erlebt. In einer Münchener Uniklinik!

  4. #4
    MorganLennard Gast

    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Sehe ich auch so!
    Auch bei meiner ersten Tochter war alles überfüllt, aber es wurde Platz geschaffen auf der anliegenden Station es gab halt dort keine Wickeltische aber das war verkraftbar, ich hab halt auf meinem Bett mein Kind gewickelt.
    Die Betreuung war totzdem top. Also es gibt schon Möglichkeiten und eine Zuzahlung finde ich eine Frechheit.


    LG:)

  5. #5
    ita2412 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Zitat Zitat von Prinzessin-Isabell Beitrag anzeigen
    Ich habe 2007 dort meine Tochter per geplanten Kaiserschnitt bekommen. Ich hatte mich für das Bürgerhospital entschieden, weil es eine gute medizinische Versorgung mit Neonatologie und Kinderärztes vor Ort gab. Dieser Eingriff lief auch gut, wenn auch etwas chaotisch ab.
    Allerdings war die Wochenstation völlig überfüllt (das versprochene Familienzimmer war nicht zu bekommen). Mit viel Glück und eigener Zuzahlung bin ich ein Zweibettzimmer gelegt wurden, allerdings hatten wir auch eine Nacht zu dritt, da keine anderen Betten mehr frei waren. Schon mit zwei Betten + Babys war das Zimmer unruhig, aber zu dritt der Horror. Kaum Platz und überhaupt keine Ruhe. Furchtbar! Die Betreuung war auch sehr schlecht. Man füllte sich alleingelassen und nicht ernst genommen. Bei meinem Milcheinschuss bat mein Mann eine Schwester zu meinem Bett zu kommen, da ich aufgrund des Fiebers und der Schmerzen in der Brust und vom Kaiserschnitt nicht bis ins Stillzimmer laufen konnte. Die Antwort war knapp: Ich soll ins Stillzimmer kommen, wenn ich Hilfe brauche! Es wurde mir übrigens überhaupt nicht mit Stillen geholfen. Nicht mal eine Stillposition oder so wurden mir gezeigt. Und das obwohl ich mich mehrfach an die Schwestern gewandt habe und sage-und-schreibe deswegen 3 Stunden im Stillzimmer ohne Beachtung gesessen habe. Das Ergebnis: Unsere Kleine verweigerte irgendwann das Anlegen, nahm immer mehr ab (bis unter 2900 Gramm) und sollte dann sogar eine Magensonde erhalten. Meine Milch ist fast versiegt und es hat lange gedauert, bis ich zusammen mit meiner Hebamme zu Hause dann alles "im Griff" hatte.
    Auch für meinen Mann war der Besuch nur mittelmäßig - unbequemes Mobiliar (harte Holzstühle), keine Privatsphäre und lange Parkplatzsuche!
    Ich bin dann nach 3 Tagen (trotz Kaiserschnitt!) auf eigene Verantwortung nach Hause gegangen. Dort hatte ich es wesentlich bequemer, ruhiger und mit den anfänglichen Probelemen war ich genauso gut beraten (oder eher besser durch die Betreuung durch meine Hebamme).
    :oS

    PS: Bin leider nicht die einzigste, die solche negativen Erfahrungen gemacht hat. Viele "Mitpatienten" beschwerten sich ebenfalls und auch im Internet kann man viele ähnliche Erfahrungsberichte lesen. Schade!


    meine hebamme erzählte schon, dass das bürgerhospital zur zeit das mode kh im umkreis zum entbinden ist und es deswegen immer überbelgt ist
    naja der erfahrungsbericht einer bekannten klang dann ähnlich wie deiner
    sie bekam vor ihrem kstermin wehen und dort sagte man ihr dann, sie hätten jetzt keine zeit für einen ks und haben ihr wehenhämmer gegeben
    naja als dann die fruchtblase platzte mussten sie operieren
    pflege-tochter 05/95, tochter 04/07, sternchen 12/08, sohn 01/10 und sohn 05/12

  6. #6
    Avatar von gartentante
    gartentante ist offline Zweifachmama

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Das Bürgerhospital ist schon lange eines der beliebtesten KH zum entbinden. Ich war 2008 dort und mußte leider mit Not-KS entbinden, nach vier Stunden heftigen Wehen. Von der Hebamme habe ich mich nicht so toll betreut gefühlt, aber von den Ärzten und den Schwestern auf der Wochenbettstation sehr wohl. Die waren klasse und haben mir beim Stillen sehr viel geholfen - voll war es allerdings auch!!!

    Familienzimmer versprechen die übrigens nie!!!

    Komisch, wie unterschiedlich es sein kann in einem KH.

    Ich werde dieses Mal wieder dort entbinden.

  7. #7
    Avatar von Piccadilly
    Piccadilly ist offline old hand

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Es tut mir leid das Du diese Erfahrung machen musstest!

    Ich wurde bei jan vom Geburtshaus ins Bürgerhospital verlegt und war froh das bei der eigendlichen geburt "meine" Hebammen vom Geburtshau noch dabei waren! Direkt nach der Geburt fragte mich die KH-Hebamme ob ich bleiben möchte oder trotzdem ambulant und nachdem ich sagte ambulant wurde ich links liegen gelassen... Selbst ums Wasser musste ich betteln und mein kleiner bekam nichmal ne windel vom KH! Mein mann wurde direkt weg geschickt um meine Sachen aus dem GH zu holen- von wegen erstmal Zeit zu dritt
    Ich denke die im Bürgerhospital könnten mal von ihrem hohen ross runter kommen und wenns überfüllt ist die Frauen rüber ins Marienhospital bringen! Schließlich ist das direkt nebenan!
    Liebe Grüße von Geli



    Sämtliche Bilder und Texte gehören mir!

  8. #8
    sghr24 ist offline sucht die Sonne

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Ich hatte damals (2006/2007) nur gutes vom Bürgerhospital gehört. Erlebt wahrscheinlich jeder anders. Ich hatte 2006 gegenüber im Marienkrankenhaus entbunden. Das war auch überlaufen und die Betreuung hätte besser sein können. Krankenschwestern kamen auch nur für echte Notfälle aufs Zimmer. Unerträglich Schmerzen beim Laufen zählten nicht dazu. Wenn man was wollte, musste man zu denen kommen. Das die Parkplatzsuche ein Krampf ist merkt man allerdings, wenn man da einmal vorbeigefahren ist. Finde ich lächerlich, sich später darüber zu beschweren.
    Sohn 11/06, Tochter 12/08, Sohn 01/11

  9. #9
    Neueoma ist offline Stranger

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Leider hat sich auch bis heute wohl nichts geändert. Meine Schwiegertochter hat letzte Woche per Not-Ks entbunden. Medizienische und Betreuung durch die Krankenschwestern waren soweit o.k.
    Aber es geht zu wie im Taubenschlag. Kleines Zweibett-Zimmer, täglich wechselnde Bettnachbarinnen, die fast den ganzen Tag über Besuch hatten wobei ganze Familien mit Kind und Kegel und Essen anwesend waren. Selbst die Zimmertoilette wurde von den Besuchern besucht. Es war unerträglich laut und muffig.
    Mein Sohn bat die Schwestern darum für etwas Ruhe zu sorgen. Diese bat die Besucher das Zimmer zu verlassen was sie auch kurzfristig taten und dann wieder bis nach 9 Uhr abends anwesend waren.
    Wen wundert es dann, dass meine Schwiegertochter Schwierigkeiten hat, ihr Baby zu stillen.

  10. #10
    volpe ist offline Stranger

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    Standard Re: Horror in Bürgerhospital Frankfurt /Main

    Ist natürlich schade, wenn man negative Erfahrungen macht, z.B. weil das Personal unfreundlich oder inkompetent ist. Da kann man sich auch ärgern und das dann, wie oben schon geschrieben, rückmelden.

    Ich finde es aber ziemlich verrückt wie manche Leute in diesen Postings hier abgehen, nur weil die Stühle hart waren (für den Vater), die Zimmerluft muffig (aber nicht lüften oder lüften lassen, z.B. von anwesenden Angehörigen, eigenen oder fremden), nicht selbst ihre Wünsche gegenüber unverschämten MitpatientInnen äußern können, sondern sich wie Grundschüler an die 'Lehrer' wenden und maulen. Ziemlich unerwachsen jedenfalls. Klingt nach dem Typus 'verwöhnte Göre'.

    Im Geburtshaus wird halt überhaupt keine Verantwortung übernommen. Die Geburt läuft ohnehin fast automatisch ab. Sobald aber nur der geringste Verdacht auf eine Problematik aufkommt, wird sofort in ein Krankenhaus verlegt. So hat man eine ziemliche Erfolgsrate: Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Krankenhaus.
    Und warum nimmt man, wenn man verlegt wird, seine Sachen nicht sofort mit dahin? Oder warum geht man nicht direkt ins benachbarte Krankenhaus? Ach so, ja, die Parkplatzsituation ist ja so schlecht. Leute, ihr habt alle echt zu wenig Probleme.

    Die Frage wirft sich auf, was so ein Krankenhaus alles leisten soll. Vielleicht sollte man Krankenkassen, gesetzlich und insbesondere private, ganz abschaffen und die Leute das Krankenhaus selbst zahlen, so wie ihren Cluburlaub. Anders hört sich das hier nämlich nicht an. Und wenn einem die Leistungen dort nix wert sind und zuhause alles besser ist: Es gibt auch die Möglichkeit von Hausgeburten.

    Dann müsste man auch diesen hoffnungslos überbezahlten Krankenschwestern (1200-1500 Euro netto pro Monat), die an Wochenenden, Nächten und Feiertagen sich das verwöhnte Gejammer anhören, auch nicht mehr finanzieren. Die sitzen doch eh nur rum und saufen Kaffee. Die letzten Sätze waren natürlich ironisch gemeint. Manche Menschen jammern auf _JEDEM_ Niveau. Schade. Aber das Motto der Postbank hat sich ja gesellschaftlich durchgesetzt: Unterm Strich zähl' ich. Finde ich persönlich total ätzend.
    elina2 gefällt dies

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