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Thema: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

  1. #11
    Neckname Gast

    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Zitat Zitat von Jottum Beitrag anzeigen
    Ich verstehe dich total gut. Das Schlimmste war für mich der plötzliche Kaiserschnitt nach drei Tagen Ringen um eine "natürliche" Geburt - natürlich mitten in der Nacht und erst in dem Moment, als ich vor Erschöpfung nur noch geheult habe. Furcht-bar. Ich denke, dass eine komplikationslose, schnelle natürliche Geburt etwas Tolles ist, aber ein geplanter Kaiserschnitt in wohlüberlegtem Umfeld viel, viel besser als eine ewiglange Qual mit anschließendem Notkaiserschnitt im Zustand völliger Erschöpfung, Versagensgefühlen, womöglich schlechten Herztönen des Babys.
    Kann ich auch ein Lied von singen - ich hab mich bei der Motte wie die größte Versagerin gefühlt. Da war nach elf Stunden der Kaiserschnitt nötig, weil sie feststeckte (halb quer).
    Mit dem Mops hab ich 2 1/2 Tage gebraucht, ohne PDA, und am Ende die Hilfe der Saugglocke gebraucht (weil da körperlich nix mehr ging), aber für mich war es das Größte, dass er ohne Kaiserschnitt kam. Hat mich sicher ein Stück weit vom Trauma der ersten Geburt geheilt. Wäre das auch im Kaiserschnitt geendet, ich weiß nicht, da hätte ich sicher hinterher professionelle Hilfe gebraucht.

  2. #12
    LilaLaLaune ist offline enthusiast

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    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Es ist alleine deine Entscheidung. Und ich würde mein Umfeld gar nicht nach ihrer Meinung fragen. Da gibt es immer Kaiserschnittgegner...
    Du alleine musst den besten Weg für dich finden. Sonst niemand.
    Es wird auch immer Mütter mit schrecklichen Kaiserschnitterlebnissen geben und welche die eine Horror natürliche Geburt hatten...
    Steh einfach drüber. Und wenn jemand fragt sag es gibt medizinische Gründe. Da sind die meisten dann sowieso still.


    Und das mit der Gebärmutter kenn ich. Ich hatte beim Zweiten auch ein schlechtes Gefühl und es endete in einer Ruptur. Ich dachte auch das ist selten. Und jetzt muss ich liegen damit es nicht so früh dazu kommt. Hör auf dein Bauchgefühl! Das war bei mir auch richtig.







  3. #13
    Jottum ist offline enthusiast

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    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Zitat Zitat von Neckname Beitrag anzeigen
    Kann ich auch ein Lied von singen - ich hab mich bei der Motte wie die größte Versagerin gefühlt. Da war nach elf Stunden der Kaiserschnitt nötig, weil sie feststeckte (halb quer). .
    Genau wie bei mir damals, halbe Querlage am Ende, nichts mehr zu machen auf natürlichem Weg.

    Zitat Zitat von Neckname Beitrag anzeigen
    Mit dem Mops hab ich 2 1/2 Tage gebraucht, ohne PDA, und am Ende die Hilfe der Saugglocke gebraucht (weil da körperlich nix mehr ging), aber für mich war es das Größte, dass er ohne Kaiserschnitt kam. Hat mich sicher ein Stück weit vom Trauma der ersten Geburt geheilt. Wäre das auch im Kaiserschnitt geendet, ich weiß nicht, da hätte ich sicher hinterher professionelle Hilfe gebraucht.
    Dein letzter Absatz umschreibt mein Dilemma ziemlich gut. Ich ahne, dass eine natürliche Geburt mein Trauma ausbügeln könnte, weiß aber, dass ich nach einem erneuten Notkaiserschnitt untröstlich wäre. Das halt ich kein zweites Mal mehr aus, ich würde mir solche Vorwürfe machen.

  4. #14
    Jottum ist offline enthusiast

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    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Zitat Zitat von LilaLaLaune Beitrag anzeigen

    Und das mit der Gebärmutter kenn ich. Ich hatte beim Zweiten auch ein schlechtes Gefühl und es endete in einer Ruptur. Ich dachte auch das ist selten. Und jetzt muss ich liegen damit es nicht so früh dazu kommt. Hör auf dein Bauchgefühl! Das war bei mir auch richtig.
    Oh je! So selten scheint es eben doch nicht zu sein. Klar, wenn es von allen Schwangeren etwa 1 Prozent ereilt, sind es in der Gruppe, die nach Kaiserschnitt natürlich entbinden möchte, wahrscheinlich schon 5-10 Prozent - ziemlich viele. Wie gesagt, ich kenn da auch Beispiele. Du Arme. Mein Gefühl sagt mir eigentlich eindeutig, dass ichs eher nicht riskieren sollte. Es ist keine Angst oder so, aber ein sehr klares Bauchgefühl.

  5. #15
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Ich denke es lohnt sich nicht, die eigene Entscheidung mit Hinz und Kunz zu diskutieren.

    Unser zweites Kind kam zu Hause und sollte nichts dagegen sprechen, dann kommt das Dritte jetzt auch daheim.
    Und interessanter Weise hat da auch jeder etwas zu zu sagen.
    Vielleicht geht es ja auch nur ums Prinzip, also ums Widersprechen.

    Kaiserschnitte sind nicht genehm, Geburtshaus vielleicht ganz o.k., aber nur wenn es ganz nahe am Krankenhaus liegt, zu Hause gebären ist fahrlässig... also wie man es macht ist es verkehrt...
    Vielleicht tröstet dich das.

    Was ich persönlich heutzutage schade finde, ist, dass sich Ärzte und Hebammen in Krankenhäusern kaum noch mit spontanen Geburten auskennen und ganz viele Entscheidungen im Krankenhaus einfach dazu führen, dass keine spontane und positive Geburt möglich ist. Und dann eben so traumatische Erlebnisse rund um die "Spontangeburt" gemacht werden- die meiner Meinung nach in der Vielzahl aller Fälle vollkommen unnötig gewesen sind (damit will ich NICHT sagen, dass das bei Dir so war, Jottum!).

    Meine Hebamme betreut ja naturgemäß hauptsächlich außerklinische Geburten und ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich Geburten so sein können...beispielsweise erzählte sie von einer Schwangeren, die jetzt über 3 Wochen lang immer mal wieder Zeiten heftiger und häufiger Wehen hatte und immer wieder im "Geburtshaus" aufschlug, weil sie überzeugt war, das Kind kommt. Und nach 2-3 Stunden war der "Spuk" wieder vorbei. Letztlich hat sich die Geburt also über 3 Wochen gezogen. Wäre sie im Krankenhaus aufgeschlagen, hätte man sie aller Wahrscheinlichkeit nach eingeleitet oder an den Wehentropf gehangen...immer mit der Option, dass ein noch nicht geburtsbereites Kind sich auch nicht gebären lässt und dann eben "ein Kaiserschnitt gemacht werden muss"... Letztlich weiß man einfach nur, was wirklich "drin" gewesen wäre, wenn man so wenig wie möglich eingreift und viel Vertrauen in Mutter und Kind hat...

    In deiner Situation, Jottum, könnte ich mir auch gut vorstellen einen Kaiserschnitt haben zu wollen!

  6. #16
    Avatar von Lissie78
    Lissie78 ist offline Jungsmama

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    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Ich kann mit deiner Vorgeschichte die Planung eines KS durchaus verstehen.

    Mein Sohn kam nach 22h Wehen, Wehentropf, Infusionen, Dammschnitt und PDA auf spontanem Weg.
    Hätte der Arzt damals besser geschätzt,hätten die im Klinikum zu einem KS geraten,weil der kleine mit 4220g, 36,5cm KU und 55cm weit ab vom Geschätzten war. (3500g,34cmKU und 50cm)
    Der DS war nötig,weil er sonst steckengeblieben wäre.
    Zum Schluss hatten er und ich eine infektion,er hat nicht richtig geatmet und mußte auf die ITS,wo er zum Schluss eine ganze Woche bleiben mußte.

    das schlimmste für mich war,daß die Nachtschwester mir nicht geglaubt hat,daß ich schon wehen habe.Erst morgens um 5 wurde ein CTG gemacht,daß bestätigte,daß ich bereits bei 3minuten war.
    Eine halbe Stunde später hatte ich den Blasensprung und abends um 20.23 war endlich alles ausgestanden.

    Ich hoffe einfach,daß es diesmal schneller geht.



    Zur Hausgeburt kann ich nur sagen,daß es für mich nichts wäre.
    In unserem Bekanntenkreis hat eine auf einer HG bestanden trotz Widerspruch der Hebamme und hat auch sonst noch einiges gegen Empfehlung der Hebamme gemacht.
    Die Folge ist,daß ihr Sohn Schwerstbehinderter Spastiker ist und nie laufen,reden oder den Kopf bewegen werden wird.
    Dann geh ich lieber kurz nach der Geburt nach Hause,weiß mich aber in guten Händen während der Geburt.
    Meine Binos
    Neu hier.... bienchen1974 Nini2111
    Talbinos Heliozoan und Nordlicht1073
    Juli:Sternchen 16704
    cute.butterfly

    Alle Daumen für meine Binos und alle,die noch Kugelig werden wollen.
    Denn er hat seinen Engeln befohlen,daß sie Dich behüten auf all deinen Wegen



  7. #17
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Geplanter Kaiserschnitt ohne zwingende Indikation

    Zitat Zitat von Lissie78 Beitrag anzeigen
    Zur Hausgeburt kann ich nur sagen,daß es für mich nichts wäre.
    In unserem Bekanntenkreis hat eine auf einer HG bestanden trotz Widerspruch der Hebamme und hat auch sonst noch einiges gegen Empfehlung der Hebamme gemacht.
    Die Folge ist,daß ihr Sohn Schwerstbehinderter Spastiker ist und nie laufen,reden oder den Kopf bewegen werden wird.
    Dann geh ich lieber kurz nach der Geburt nach Hause,weiß mich aber in guten Händen während der Geburt.
    So sollte es aber auch nicht laufen. Wenn man eine Hausgeburt haben möchte, dann sollte man schon auch prinzipiell kooperieren, bzw. auch bereit sein, anderen Menschen zuzuhören.
    Und letztlich werden auch in Kliniken schwerstbehinderte Spastiker geboren... gerade wenn auch dort die Frau gar nicht kooperiert...

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