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Thema: PDA - Erfahrungen??

  1. #1
    wunderblume_ ist offline Veteran

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    Standard PDA - Erfahrungen??

    (ich liefere dann mal wieder das perfekte Facebookthema für Eltern.de... *nervig*)

    Ich würd gern eure Erfarungen rund um die PDA hören bzw. lesen.
    Wie schnell wirkt sie?
    Wie ist das Gefühl dann? (lt. Hebamme it laufen dann ja noch möglich)
    In wie weit beeinflusst sie den Schmerz bei einer natürlichen Geburt?
    Ist sie hilfreich oder doch eher nur ein nettes "Gimmick"??

    Haut doch bitte einfach mal eure Erfahrungen raus

  2. #2
    Avatar von Glücksfee-91
    Glücksfee-91 ist offline enthusiast

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Das Thema ist spannend, da bin ich auch mal gespannt was die Erfahrungen dazu sind...
    Ich persönlich habe vom Geburtshaus so ein Heft bekommen, in dem alles zum ausfüllen für die pda bekommen, ich habe mir vorgenommen es mir offen zu halten. Eigentlich möchte ich aber irgendwie keine ... Aber das sage ich jetzt ❤️❤️❤️
    ❤️07.12.2015 unser Wunder ist da❤️

  3. #3
    wunderblume_ ist offline Veteran

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Oh im Geburtshaus kann man eine PDA bekommen? Das wusste ich gar nicht :)

    Meine erste Geburt musste ich ohne PDA schaffen, da man sie mir strikt von Anfang an verweigert hat. Nun ist die Angst vor diesen unerträglichen Schmerzen so immens, das ich sie mir bestimmt geben lasse - sollte ich wirklich spontan entbinden.

  4. #4
    Avatar von Glücksfee-91
    Glücksfee-91 ist offline enthusiast

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Ja da wo ich hin gehe wird in dem system Beleg Hebamme in Kombination mit Belegarzt im Team . Das bedeutet die Hebamme betreut mich während der gesamten Geburt und bleibt bis das Kind da ist, keine Schichtwechsel und fremde! Den Arzt der zu Geburt dazu kommen wird den kenne ich auch schon der ist Mega super sympathisch! Die Geburt selbst wird von der Hebamme geleitet, aber der Arzt ist da für den Fall das er eingreifen müsste! Es ist aber dort kein Kaiserschnitt möglich dafür müsste ich bei Komplikationen oder geburtsstillstand verlegt werden... Die pda ist aber durch den Belegarzt möglich, deshalb bin ich auch Mega an dem Thema interessiert... Bin gespannt was eure Erfahrungen sind ❤️❤️❤️
    ❤️07.12.2015 unser Wunder ist da❤️

  5. #5
    Avatar von papergirl
    papergirl ist offline addict

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Ich hatte nur eine PDA in Kombination mit Sectio. Wirkung schnell und seeehr lange. Ich konnte ewig meine Beine nicht mehr bewegen und die Hebammen waren zum Schluss echt sehr genervt, weil sie mich dann umlagern mussten, damit ich auf`s Zimmer kann. Normalerweise wirkt sie wohl kürzer...?!

    Mein Mann hatte ebenfalls bei einer Not-OP mal eine PDA und auch da konnte er die Beine erst am nächsten Morgen wieder spüren (die OP war so gegen 22 Uhr).

    Gefühlt habe ich gar nix, außer dem Ruckeln etc.
    Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann liegen die Schatten hinter Dir.

  6. #6
    Feechenchan ist offline old hand

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von wunderblume_ Beitrag anzeigen
    Oh im Geburtshaus kann man eine PDA bekommen? Das wusste ich gar nicht :)

    Meine erste Geburt musste ich ohne PDA schaffen, da man sie mir strikt von Anfang an verweigert hat. Nun ist die Angst vor diesen unerträglichen Schmerzen so immens, das ich sie mir bestimmt geben lasse - sollte ich wirklich spontan entbinden.
    Das hängt wohl vom Geburtshaus ab In meinem Geburtshaus ist das nicht möglich, auch wenn man sich den Belegarzt dazu holt (ist bei mir optional) kann dort keine PDA gelegt werden. Ich persönlich möchte allerdings auch keine, da ich die letzte Geburt ja auch ohne Schmerzmittel geschafft habe und das obwohl ich so gut wie gar keine Wehenpausen hatte.

    Zum Thema PDA kann ich also nicht aus eigener Erfahrung berichten. Ich habe aber schon von vielen Frauen gehört, das sie bei einer gut sitzenden PDA eigentlich keine Schmerzen mehr hatten (einige können damit wohl sogar für ein paar Stunden schlafen wenn die Geburt sehr lange dauert) sondern nur den Druck noch gespürt haben. Kann mir also schon vorstellen das es einem hilft, wenn man sehr Angst vor den Schmerzen hat oder einfach nicht so gut damit umgehen kann.

    Das dir die PDA beim letzten Mal kategorisch verweigert wurde finde ich übrigens unter aller Sau... Man kann doch nicht einfach die Wünsche der Gebärenden komplett übergehen... Finde es immer wieder schlimm wenn ich sowas höre... Aber das, was du bisher von deinem KH erzählt hast klingt ja dieses Mal super



  7. #7
    Jana_76 ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Hi,

    ich schleich mich mal rein.
    Ich hatte im Vorfeld schon den ganzen Bogen ausgefüllt und nur die Unterschrift noch nicht gemacht (da ja noch eine Aufklärung durch Anästhesist erfolgt). Würd ich auch empfehlen, wenn es eine Option für Euch ist. Einfach weil man sich im Vorfeld über die Fragen nach relevanten Vorerkrankungen, Medikamenten etc. ganz in Ruhe Gedanken machen kann und auch alles schon eintragen kann. Wenns denn hart auf hart kommt, ist das das letzte woran man denken kann und ob der Partner im Eifer des Gefechts alles (noch) weiß? Ohne Unterschrift können die eh nichts machen und man kann sich das in letzter Sekunde noch überlegen.
    Ich hatte eine PDA (zwangsweise wegen Wehensturm bereits am Beginn der Eröffnungsphase) und hab mich auch im Vorfeld damit beschäftigt. Mein Motto war: Ich guck mal, wie weit ich komme und wenns nicht mehr geht, dann ist das für mich eine Option.
    Das Setzen der PDA merkt man kaum. Es tut auch eigentlich nicht weh. Ein kleiner Piks wie beim Blutnehmen für einen Zuckertest - mehr nicht. Das Gefühl, wenn das Mittel gespritzt wird, war wie ein kleiner Stromschlag - wie es manchmal im Winter passiert, wenn man geladen ist und eine andere Person anfasst und dann so einen kleinen Schlag bekommt. So in etwa. Da das sowieso in einer Wehe gemacht wird (bei mir wurscht, weil ich eh keine Pausen mehr dazwischen hatte), habt ihr da auch andere Probleme. Der kleine Schlauch durch den das Narkosemittel fließt bleibt dann am und im Körper. Den merkt man aber nicht, selbst wenn man drauf liegt. Es ziept auch nicht. Keine Ahnung, wie es funktioniert, tut es aber.
    Dann muss man sich 10-15 Minuten auf den Rücken legen, so kann sich das Mittel am Besten verteilen. Sollte es nicht reichen, kann der Anästhesist nochmal nachspritzen, eben durch den kleinen Schlauch. Nach einer Viertelstunde war es schon merklich besser, nach dem Nachspritzen gings mir Bombe.
    Es tat nichts mehr weh, kein Schmerz, kein unangenehmes Gefühl, kein garnix. War super. Von 100 auf 0. Es fühlt sich in den Beinen so an, als wären sie eingeschlafen/wie Wackelpudding. Man kann sich noch bewegen, sogar stehen und theoretisch gehen (natürlich nur mit der Begleitperson oder Hebamme). Da die Hübsche nicht so richtig rutschen wollte, musste ich im Viertelstundentakt die Position wechseln. War okay. Ein bisschen komisch durch das Gefühl eingeschlafene-Beine, aber machbar und kein Problem.
    Nach 2 Stunden musste der Anästhesist nochmal kommen, weil der Wehenschmerz sehr schnell, sehr zunahm und wieder ohne Pause. Daher nochmal nachgespritzt und das hielt dann bis zum Ende (ca. 6 Stunden).
    Die Pressphase merkt man trotzdem. Wahrscheinlich nicht sooo, wie ohne, aber man merkt es. Es hat mich ich glaub 3 oder 4 Versuche gekostet rauszufinden, was diese Hebamme von mir will (also wohin man pressen muss), aber ob das an der PDA lag oder an der Hebamme (Chemie hat leider nicht gestimmt) oder daran, dass es mein erstes Mal war - keine Ahnung. Aber auch während der eigentlichen Geburt hatte ich Null Schmerzen.
    2 Stunden danach war ich allein auf der Toilette (also unter Aufsicht der Hebamme-komisches Gefühl, muss aber wohl sein) - auch keine Probleme.
    Am nächsten Tag sollte der Schlauch dann entfernt werden - da war er aber über Nacht schon von allein rausgegangen. Hab nichts gemerkt.
    Ach ja, man wird in gewissen Abständen katheterisiert (schreibt man das so?). Ist ein komisches Gefühl, aber man hat ja kein Harndrang oder so. Ist aber halb so schlimm. Ich hab mir da nur gedacht "ach, die wird schon viel schlimmeres gesehen haben".
    Für mich war es die richtige Entscheidung. Ohne PDA hätten wir es nicht ohne Kaiserschnitt hinbekommen (ich, weil keine Kraft und die Hübsche nicht, weil sie nie nach unten gerutscht wäre). Überlegt Euch, wann es für Euch eine Option ist und beschäftigt Euch auf alle Fälle damit. Man weiß nie, wie die Geburt des eigenen Kindes wird. Man kann es zwar mit einem Plan A probieren, aber rechnet auch mit Plan B und C. Lieber über alles informiert sein und es nicht benötigen, als im entscheidenden Moment nicht zu wissen, was da passiert. Denn im Zweifelsfall muss es schnell gehen und da bleiben Informationen auf der Strecke.

    Alles Gute.


  8. #8
    Avatar von LittleSunshine88
    LittleSunshine88 ist offline ~glücklich mit 2 Kindern~

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Ich schleich mich mal aus dem Februar-Forum rein:

    Ich hab um eine PDA gebeten, als der Muttermund ca. 9 cm eröffnet war. Das Legen fand ich total in Ordnung (mich hat eher genervt dass ich erst das Blabla zu den Formularen etc... anhören musste, ich hätte in dem Moment alles unterschrieben was sie mir vor die Nase halten, hauptsache ich kriege das Ding endlich ). Ich habe aber auch überhaupt keine Angst vor Nadeln, ich glaube das Legen tat nicht mal weh.
    Komischerweise konnte ich da ohne Probleme stillhalten trotz Wehen, wurde sogar noch gelobt wie ruhig ich da saß. Der Schmerz war dann sehr schnell weg, es war soooo eine Erleichterung. Hab meinen Unterleib, Beine etc... trotzdem gut spüren können. Hab dann auch ca. 2-3 Stunden gedöst, bis dann die Hebamme wieder nach dem Muttermund guckte.

    Als die Pressphase begann, hatte ich aber selbst das Gefühl, dass da die PDA ganz abgedreht war, am Ende tat es doch ziemlich weh wo der Kopf durchmusste (vorher war nur so ein Gefühl als ob man groß musste), das waren aber nur max. 3-4 Wehen. Einen Katheder hab ich übrigens nicht gekriegt.

    Irgendwelche negative Nachwirkungen hatte ich dann auch nicht, nachdem Kind da war, bin ich vom Kreißbett in ein anderes Bett gekraxelt und hatte keine Probleme mit dem Gehen etc...

    Wenn ich jetzt bei Nummer 2 nicht eine Wassergeburt ausprobieren wollen würde, dann würde ich wahrscheinlich schon vorher wieder um eine PDA bitten.
    ~ Komplett mit E. (15.05.2014) und V. (17.02.2016) ~






  9. #9
    Avatar von blubberin
    blubberin ist offline Profi-Prokrastinierer

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Erfahrungen habe ich keine, aber die Hebamme beim GVK meinte, wenn sie gut sitzt und rechtzeitig runter gefahren wird (in der Austreibungsphase), dann kann man damit gut arbeiten ... also merkt auch noch genug um zu wissen was man tun soll, wohin pressen und so und dann funktionieren die Beine auch ziemlich schnell danach wieder, der Schmerz ist dann wohl dumpf und leichter aushaltbar. Leider sitzt sie selten perfekt und dadurch gibt es dann leider zu häufig eben Probleme danach mit dem Aufstehen, manchmal ist auch nur eine Seite betäubt, die dann aber richtig, oder dass die Frau nicht mehr richtig mitarbeiten kann und mehr Hilfe und Anleitung benötigt. Muss man eben für sich abwägen.
    Den schmalen Schlauch hat sie uns auch gezeigt, das wusste ich vorher nicht und kann mir gut vorstellen, dass der kaum Einschränkungen bereitet.

    Was für mich auch neu war und vor fünf Jahren noch nicht gab, zumindest nicht in meiner Klinik damals, die Möglichkeit mit Lachgas zu arbeiten, das wirkt wohl immer nur für ein bis zwei Wehen und man kann es selbst dosieren ... fand ich interessant, bin aber im Moment zuversichtlich, es wieder komplett ohne Schmerzmittel zu schaffen ... bei mir lief das ziemlich gut damals.

    Das mit dem PDA verweigern, kenne ich von Freundinnen, die dann einfach schon zu weit waren, da hätte die PDA auch erst nach der Geburt gewirkt ... manchmal vertun sich die Ärzte da aber sicher auch.
    Beziehung: 12/03, Sohn: 10/10, Ehe: 09/15, Tochter: 01/16


    "I'm the Doctor. Well, they call me the Doctor. I don't know why. I call me the Doctor too. I still don't know why."
    "Doctor Who" 2010/E11 "The Lodger"


  10. #10
    Avatar von assira
    assira ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: PDA - Erfahrungen??

    Ich melde mich mal aus dem Januar, da das sozusagen mein Steckenpferd ist.

    Generell wird der Katheter für die PDA nach vorheriger Betäubung von Haut und Unterhautgewebe in den hinteren Wirbelkanal (noch über der Hirnhaut) eingebracht. Das gespritzte lokale Betäubungsmittel umspült dort dann die aus dem Spinalkanal austretenden Nerven bzw. Nervenwurzeln und schaltet das Schmerzempfinden in dem entsprechenden Bereich aus. Unter der spontanen Geburt werden derartig niedrige Dosen, oft kombiniert mit einem anderen, starken Schmerzmittel verabreicht, dass die Beweglichkeit - also Laufen etc. - und das Gefühl nicht einschränkt (walking epidural), die Schmerzen aber weg sind. Wenn es richtig funktioniert, ist man in der Eröffnungsphase komplett schmerzfrei und merkt die Wehen nur als hartwerden des Bauches.
    Normalerweise geht eine PDA rasch und komplikationslos anzulegen. Das A und O ist, dass die Frau gut mit macht (Katzenbuckel in der LWS machen, da man sonst durch die dachziegelartigen Dornfortsätze der Wirbelsäule kaum eine Chance hat, in die Wirbelsäule rein zu kommen). In seltenen Fällen kann die Anlage durch zB. schon zu kurze Wehenabstände (unruhige Frau), verknöcherte Bänder oder starkes Übergewicht (schwierige anatomische Verhältnisse) erschwert sein und in sehr sehr wenigen Fällen, ist es eben nicht möglich, sie anzulegen. Selten liegt der Schlauch mal nicht ganz optimal (zB. eher einseitig an einer Nervenwurzel, man sieht ja nicht genau, wo der landet, dann wirkt die PDA eben eher einseitig), das kann der Anästhesist dann im Verlauf dann oft durch ein leichtes zurückziehen nochmal korrigieren. Eine Neuanlage könnte sonst, wenn gewünscht und benötigt, auch erfolgen.

    Nach der Anlage erfolgt für ca. 30 min. eine Überprüfung des Blutdrucks (der kann mal etwas einknicken, wo man evtl. gegen steuern muss), danach kann die Frau sich wieder komplett so bewegen, wie sie will.
    Die Anschlagszeit liegt bei ca. 15 Minuten für die PDA und für das Nachspritzen. Einige Kliniken verwenden auch Pumpen, wo die Frau sich selbst bedienen kann (wir halten bei uns das Aufspritzen aber für sinnvoller, da dann eine größere Dosis auf ein Mal appliziert wird und die Schmerzen ein Mal komplett gekappt werden). Manche Kliniken machen statt der PDA, wenn möglich, auch eine CSE (kombinierte Spinal- und Epiduralanästhesie). Da wird als Einmalgabe, bevor der Schlauch eingefädelt wird, noch eine kleine Dosis eines starken Schmerzmittels in den Spinalkanal (also sozusagen 1 Etage tiefer als die PDA) gespritzt. Vorteil ist, es wirkt dann sofort, in der Regel schon bei der nächsten Wehe. Das weitere Aufspritzen erfolgt dann über die PDA. CSE machen wir aber nur, wenn vorher kein Meptid durch die Hebammen gegeben wurde (sonst nur normale PDA). Aber das eher nur für Interessierte, wird eben nur je nach Klinikstandard angewendet.

    Die Einmalgabe durch die CSE wirkt je nach Frau meist 2-6h (manchen reicht das dann schon für die komplette Geburt), jedes einzelne Aufspritzen über die PDA meist so um die 2h, wobei auch früher nachgespritzt werden kann und darf (gibt da in der Regel keine Sperrfristen). Die PDA wirkt super gegen die scharfen Wehenschmerzen, den Druck samt der zugehörigen Missempfindung in der Austreibungsphase kriegt sie dann aber nicht mehr richtig weg. Darauf sollte man vorbereitet sein.
    In D ist es üblich, am Ende nicht mehr aufzuspritzen, damit die Frau mit vollem Gefühl und voller Kraft mitschieben kann. In anderen Ländern wird bis zu Ende aufgespritzt und es funktioniert auch bestens. Ist also etwas Glaubensfrage. :)

    Die Risiken sind sehr gering. Häufigste der insgesamt seltenen NW sind Kopfschmerz am nächsten Tag (banal, aber kann sehr belastend sein, wenn man ein Neugeborenes versorgen will), dann die "Klassiker" Blutung, Infektion (unwahrscheinlich bei der kurzen Liegedauer des Schlauchs - der kommt bald nach der Geburt ja raus, bei Sectio normalerweise nach 1-2 Tagen), Gefäß-Nervenschäden (darüber wird man aber bei jedem ärztlichen Eingriff aufgeklärt), Versagen der Technik (ergo Anlage nicht möglich oder PDA liegt nicht da wo sie hin sollte). Bei der PDA muss in Deutschland immer noch das Wort Querschnitt mit erwähnt werden, da hier, nicht wie in anderen Ländern (dort muss das Wort nicht fallen) der Leitsatz gilt, die NW müssen nicht nach Häufigkeit, sondern nach Schwere aufgeklärt werden. Wenn also die Wahrscheinlichkeit 1:1 Billion ist, muss es trotzdem erwähnt werden, da die Schwere so stark wäre. Da in der Geburtsmedizin die PDA aber im unteren LWS Bereich angelegt wird (für größere Bauch- oder Brustkorb-OPs wird die auch weiter oben angelegt) und das Rückenmark in diesem Bereich schon geendet hat, kann man eine Verletzung des RM quasi ausschließen (komplette Garantien darf natürlich keiner geben). Angst davor sollte man aber nicht haben.

    Wird eine liegende PDA dann für einen KS benutzt, werden natürlich ganz andere Medikamentendosen verwendet, dann kann man sich normalerweise auch nicht mehr bewegen. Bei einer richtigen Spinalanästhesie (wieder was anderes, s.o. - wird aber nur für operative Eingriffe gemacht) ist es auch normal, dass man sich nicht mehr bewegen kann und das Empfinden und die Motorik erst nach einigen Stunden zurück kommt.

    Es gibt viele alternative analgetische Methoden, aber der sogenannte "Goldstandard" mit der besten Wirksamkeit ist nach wie vor die PDA.

    Für meine Geburt hatte ich selbst eine (und saß damit dann mal auf der anderen Seite des Tuchs :) ) und ich fand sie von der Wirkung genial. Von der Anlage habe eigentlich nichts gemerkt, die Wehenschmerzen waren danach komplett weg. Bei protrahiertem Geburtsverlauf mit später Wehentropf war sie goldwert und wurde über die vielen Stunden mehrfach aufgespritzt.

    Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, lasst es einfach auf euch zu kommen und schaut, dass die in euer Wunschklinik wenn dann auch angeboten wird (Anästhesist 24h Bereitschaft). Gerade wenn es die erste Geburt ist, weiß man ja nicht, wie die persönlichen Wehenschmerzen für einen sind und wie schnell der MuMu sich öffnet. Ich dachte auch vorher, mal schauen ob ich sie überhaupt brauche, aber nach langen und sehr schmerzhaften Wehen schon zu Hause, fiel die Entscheidung dann doch sehr schnell dazu. Aber jeder empfindet Geburtsschmerz eben anders. Wenn ihr unter der Geburt aber merkt, die Schmerzen überrollen euch und es geht auch nur langsam voran, ist es oft ratsam, gleich die PDA zu wählen. Leider sind nicht alle Hebammen der PDA gegenüber aufgeschlossen (viele aber schon) und so kommt es dann mitunter zu Verzögerungen bei der Anlage oder es ist dann doch irgendwann angeblich zu spät oder man hätte sich, bei einer späten Anlage, vorher mitunter zumindest viele kraftzehrende Stunden ersparen können.

    Sollte es irgendwann doch zu einem Geburtsstillstand kommen und zum KS geraten werden, kann die PDA wie gesagt dafür benutzt werden. Not-KS heißt aber natürlich aus zeitgründen immer Vollnarkose, auch wenn schon eine PDA liegt.
    Glücksfee-91 gefällt dies
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    Kleiner im Herzen (*05.01.15; 21. SSW)

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