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  1. #1
    Akasia ist offline addict
    Registriert seit
    21.07.2008
    Beiträge
    487

    Standard Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    Hallo Ihr Lieben,

    auch ich hab es geschafft, bin heute freiwillig aus dem Krankenhaus raus. Wenn Ihr gestattet, füge ich einfach mal die verkürzte Rundmail meines Mannes an Freunde und Bekannte hier ein, ich muss das im Moment alles erstmal noch verarbeiten, dem Schicksal, meinen vielen abertausenden Schutzengeln danken, für das zauberhafte Geschenk, was wir erhalten durften. Und ich bin sicher, es ist eines.

    Hier kommt nun die mail:

    Hallo liebe Familie und Freunde,

    heute meldet sich mal Erik zu Wort - der frischgebackene stolze Papa

    Unsere Elisabeth Valerie Ute - oder auch kurz Elisabeth oder Liesl genannt - ist nun schon ganze drei Tage alt und hat sich dennoch schon
    recht gut in unserer Welt eingelebt. Gestartet ist sie am 25.01. um 7:14 Uhr mit einem Gewicht von 3426 g bei 51cm Größe. Der Start in das neue Leben war sehr holprig, aber einfach mal der Reihe nach:

    Obwohl die Schwangerschaft an sich eigentlich relativ ruhig verlief (abgesehen von dem Problem mit der Unterversorgung der Kleinen, aber das hatte sich mit ASS hervorragend gelöst), hatte es Ulrike in den letzten
    Wochen dann doch ganz schön schwer im wahrsten Sinne des Wortes - die Kleine hatte es sich schon seeehr gemütlich gemacht und beanspruchte jede Menge Platz und natürlich auch Kraft.
    Es wurde halt doch Zeit, dass meine Ulrike "erlöst" werden sollte.

    Plantermin war der 9. Februar, also bis dahin noch gut 2 Wochen...
    Letztes Wochenende begannen dann die ersten Aktivitäten in Form von Senkwehen, die das Ende der Schwangerschaft ankündigten. Die Schmerzen hielten sich hartnäckig.

    So entschlossen wir uns, nicht bis zum ächsten Frauenarzttermin am Donnerstagmorgen zu warten, sondern wir konnten Chef sei Dank meine verlängerte Mittagspause nutzen und sind spontan zur Frauenärztin gefahren. Dort wurden Herztöne und Wehentätigkeit überprüft und wir erfuhren, dass es Liesl gut geht und die Wehentätigkeit langsam und gemächlich in Fahrt kommt. Dies beruhigte uns erstmal und der Tag verlief wie gewohnt ... bis ich abends nach Hause kam und Ulrike über größere Schmerzen klagte. So entschlossen wir uns, die bereitgestellte Kliniktasche zu greifen und uns auf den Weg ins Klinikum Suhl zu machen.
    Den Kreißsaal und die örtlichen Gegebenheiten kannten wir schon von einer kurzen individuellen Besichtigung und von Erzählungen eines Kollegen und so sollte unser Kind das Licht der Welt eben dort in Suhl erblicken.

    Gegen 21:15 Uhr kamen wir im Krankenhaus an und unser Weg führte direkt in den Kreißsaal 2. Dort wurde erstmal der Kind-Herzton- und
    Wehenschreiber angeschlossen und dann hieß es für uns, eine halbe Stunde zu warten. DIe Ergebnisse beruhigten uns - dem Kind ging es gut und die Wehen wurden stärker. Man bescheinigte uns eine überpünktliche Ankunft,
    wollte uns aber aufgrund der Tageszeit und der Entfernung (etwa eine halbe Autostunde) nicht wieder heimschicken, so dass wir die Nacht im
    Kreißsaal verbrachten. Es folgte noch eine Ultraschalluntersuchung, die die Gesundheit der Kleinen bestätigte. Danach wurde unser dösendes Nickerchen alle paar Stunden von der Aktivierung des Herzton- / Wehenschreibers unterbrochen.

    Gegen 4 Uhr trat bei der Untersuchung des Muttermundes eine Blutung auf, die aber bald wieder aufhörte. Bei der nächsten Untersuchung um kurz vor 7 Uhr kam dann die tragische Wendung - eine erneute Blutung, die recht stark ausfiel und nicht wieder aufhörte.
    Nie werde ich den Moment vergessen, als die anwesende Hebamme mit den Worten "was ist denn das, das hört ja garnicht mehr auf" zum Telefon griff und unverzüglich den diensthabenden Arzt alarmierte. Dieser war
    auch fix da und sagte nach einem kurzen Blick "wir müssen in den OP - und zwar schnell!"
    Das war der nächste Schock-Moment für uns beide, ich habe noch Ulrikes angsterfülltes Gesicht vor meinen Augen ... OP, Narkose, Blut, die Zeit drängt ... es war einfach nur schrecklich. Welch schlimme Gedanken
    kreisen da im Kopf - was könnte alles passieren ... doch so richtig kam ich (noch) nicht zum Nachdenken. Ich musste Ulrikes Uhr und Schmuck abmachen und konnte mich gerade noch mit einem "Ich liebe Dich unendlich" und "Alles wird gut" sowie einem kleinen Küsschen
    verabschieden und schon verschwand ein Pulk von Ärzten und Schwestern mit Ulrike im OP, welcher direkt neben dem Kreißsaal lag.

    Dies sollte sich im Nachhinein noch als lebensrettend erweisen. Was nun folgte, waren Sekunden, die zu Stunden wurden, Minuten, die sich zu Tagen dehnten. Zeit des Ungewissen und des Nachdenkens. Gedanken
    kreisten durch den Kopf, die alle irgendwie nur vorstellbaren Folgen ausmalten. Das war wie Folter - einerseits die Gewissheit, dass Ulrike
    sehr schnell Hilfe zuteil wurde und sich auch durch Hörensagen bestätigt, dass in Suhl gute Ärzte arbeiten - andererseits aber auch
    alle Unwägsamkeiten, alle Zufälle oder auch mehrere sich addierende und einzeln nicht so schlimme Faktoren...

    Nach einer gefühlten Ewigkeit kam die erste positive Nachricht - der Kleinen (jetzt wurde es amtlich) ging es gut, ich könne sie in ein paar
    Minuten im Nebenraum sehen. Aber immernoch keine Nachricht über den Zustand von Ulrike, da sie noch versorgt werde. Nun also konnte ich zu unserer Liesl, das erste Foto ist da entstanden. Es war einfach ein erhabender Anblick, die Kleine da so liegen zu sehen - unser erstes Kind war auf der Welt - sei ganz herzlich Willkommen, kleine Liesl!
    Wiederum einige Minuten später war sie soweit versorgt und ich durfte sie in den Armen halten, ausgiebig betrachten und einfach nur ihre Anwesenheit genießen. Damit hat sie mir sehr über die lange Wartezeit
    geholfen und mich ein wenig abgelenkt.
    Nach schier endlosen 2 Stunden kam dann endlich die erlösende Nachricht, dass Ulrike alles den Umständen entsprechend gut überstanden hat und derzeit im Aufwachraum liegt. Bald sollte ich sie endlich wieder sehen
    können. Ihr glaubt garnicht, welches Gebirgsmassiv da von meinem Herzen
    gepoltert ist...
    Dann endlich wurde sie wieder in den Kreißsaal gebracht und zur Überwachung an einen Patientenmonitor angeschlossen. Was war ich froh, sie wieder vooorsichtig in die Arme schließen zu können. Es folgten diverse Infusionen und durch den extremen Blutverlust bekam sie auch noch zwei Blutkonserven. Nach wenigen Stunden der intensiven Überwachung
    konnte der Umzug auf das Stationszimmer erfolgen. Dort folgten noch weitere Infusionen und ein Schmerztropf.

    Der Grund für diesen massiven Blutverlust war im Übrigen der, dass sich die Plazenta bereits teilweise abgelöst hatte. Wir quälen uns nun schon mit Fragen und Spekulationen, wie viele Schutzengel wir eigentlich dabei hatten. Hätte sich nur ein einziges Puzzleteil verschoben, wären wir nicht den Mittwoch Abend noch in die Klinik gefahren, wäre nicht das komplette OP-Team so schnell vor Ort gewesen... Man mag diese Gedanken gar nicht weiterspinnen. Wir sind einfach nur vom Herzen glücklich und
    unendlich dankbar für diese Reihe an glücklichen Zufällen. Die Hebamme hätte ja auch noch warten können oder sonstiges...

    Nachtrag von mir: bei den sämtlichen Entlassungsuntersuchungen wurde uns so oft von allen Ärzte gesagt, wieviel Glück wir gehabt hätten. Dies wäre sowas von selten, wie ich es hatte, so 0,01 % von 2000 Frauen. Und davon würden es wiederum nur ein sehr geringer Anteil schaffen.
    Wir hatten auch Glück, dass die Plazenta unten lag, so dass das Blut rausschießen konnte. Obenrum hätte man die Blutung nicht bemerkt...
    Unser Fall hatte auch schon im gesamten Klinikum die Runde gemacht, zumindest die eine Etage.

    Das alles stimmt mich so nachdenklich. Es ist nicht greifbar. Ich finde keine Worte dafür...

    Daher werde ich den Bericht hiermit erstmal schließen und packe aber dennoch noch ein Bildchen von unserer Kleinen mit rein.

    LG


  2. #2
    Avatar von Claudi87
    Claudi87 ist offline überglücklich
    Registriert seit
    26.12.2009
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    2.046

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    Liebe akasia, da hast du ja einiges hinter dich gebracht. Der Bericht hat mich so zum weinen gebracht, dass es mich sehr freut, dass ihr alles glücklich zu Ende bringen konntet! Ich gratulier dir zur Geburt eurer süßen Tochter und wünsche dir eine schöne kuschelzeit und hoffe, dass es dir bald wieder richtig gut geht!
    Liebe Grüße Claudi
    ___________________

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  3. #3
    Avatar von iwonka
    iwonka ist offline FebruarMama '12 & 14
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    23.01.2011
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    4.282

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    uff was ne geschichte, muss ich mir doch mal ne traene wegwischen!!!

    Gott sei dank ist alles gut gegangen. ich schicke euch liebe gruesse in meine Heimat (Thueringen).

    Wuensche euch alles liebe und gute fuer die Zukunft.
    http://www.smileygarden.de/smilie/Liebe/2_together.gifhttp://davf.daisypath.com/SEOZp1.png

    Ärzte sagten, das wir ohne deren Hilfe nie schwanger werden können - Wir haben das Gegenteil 2x bewiesen!


  4. #4
    Gast

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    Zitat Zitat von Akasia Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,

    auch ich hab es geschafft, bin heute freiwillig aus dem Krankenhaus raus. Wenn Ihr gestattet, füge ich einfach mal die verkürzte Rundmail meines Mannes an Freunde und Bekannte hier ein, ich muss das im Moment alles erstmal noch verarbeiten, dem Schicksal, meinen vielen abertausenden Schutzengeln danken, für das zauberhafte Geschenk, was wir erhalten durften. Und ich bin sicher, es ist eines.

    Hier kommt nun die mail:

    Hallo liebe Familie und Freunde,

    heute meldet sich mal Erik zu Wort - der frischgebackene stolze Papa

    Unsere Elisabeth Valerie Ute - oder auch kurz Elisabeth oder Liesl genannt - ist nun schon ganze drei Tage alt und hat sich dennoch schon
    recht gut in unserer Welt eingelebt. Gestartet ist sie am 25.01. um 7:14 Uhr mit einem Gewicht von 3426 g bei 51cm Größe. Der Start in das neue Leben war sehr holprig, aber einfach mal der Reihe nach:

    Obwohl die Schwangerschaft an sich eigentlich relativ ruhig verlief (abgesehen von dem Problem mit der Unterversorgung der Kleinen, aber das hatte sich mit ASS hervorragend gelöst), hatte es Ulrike in den letzten
    Wochen dann doch ganz schön schwer im wahrsten Sinne des Wortes - die Kleine hatte es sich schon seeehr gemütlich gemacht und beanspruchte jede Menge Platz und natürlich auch Kraft.
    Es wurde halt doch Zeit, dass meine Ulrike "erlöst" werden sollte.

    Plantermin war der 9. Februar, also bis dahin noch gut 2 Wochen...
    Letztes Wochenende begannen dann die ersten Aktivitäten in Form von Senkwehen, die das Ende der Schwangerschaft ankündigten. Die Schmerzen hielten sich hartnäckig.

    So entschlossen wir uns, nicht bis zum ächsten Frauenarzttermin am Donnerstagmorgen zu warten, sondern wir konnten Chef sei Dank meine verlängerte Mittagspause nutzen und sind spontan zur Frauenärztin gefahren. Dort wurden Herztöne und Wehentätigkeit überprüft und wir erfuhren, dass es Liesl gut geht und die Wehentätigkeit langsam und gemächlich in Fahrt kommt. Dies beruhigte uns erstmal und der Tag verlief wie gewohnt ... bis ich abends nach Hause kam und Ulrike über größere Schmerzen klagte. So entschlossen wir uns, die bereitgestellte Kliniktasche zu greifen und uns auf den Weg ins Klinikum Suhl zu machen.
    Den Kreißsaal und die örtlichen Gegebenheiten kannten wir schon von einer kurzen individuellen Besichtigung und von Erzählungen eines Kollegen und so sollte unser Kind das Licht der Welt eben dort in Suhl erblicken.

    Gegen 21:15 Uhr kamen wir im Krankenhaus an und unser Weg führte direkt in den Kreißsaal 2. Dort wurde erstmal der Kind-Herzton- und
    Wehenschreiber angeschlossen und dann hieß es für uns, eine halbe Stunde zu warten. DIe Ergebnisse beruhigten uns - dem Kind ging es gut und die Wehen wurden stärker. Man bescheinigte uns eine überpünktliche Ankunft,
    wollte uns aber aufgrund der Tageszeit und der Entfernung (etwa eine halbe Autostunde) nicht wieder heimschicken, so dass wir die Nacht im
    Kreißsaal verbrachten. Es folgte noch eine Ultraschalluntersuchung, die die Gesundheit der Kleinen bestätigte. Danach wurde unser dösendes Nickerchen alle paar Stunden von der Aktivierung des Herzton- / Wehenschreibers unterbrochen.

    Gegen 4 Uhr trat bei der Untersuchung des Muttermundes eine Blutung auf, die aber bald wieder aufhörte. Bei der nächsten Untersuchung um kurz vor 7 Uhr kam dann die tragische Wendung - eine erneute Blutung, die recht stark ausfiel und nicht wieder aufhörte.
    Nie werde ich den Moment vergessen, als die anwesende Hebamme mit den Worten "was ist denn das, das hört ja garnicht mehr auf" zum Telefon griff und unverzüglich den diensthabenden Arzt alarmierte. Dieser war
    auch fix da und sagte nach einem kurzen Blick "wir müssen in den OP - und zwar schnell!"
    Das war der nächste Schock-Moment für uns beide, ich habe noch Ulrikes angsterfülltes Gesicht vor meinen Augen ... OP, Narkose, Blut, die Zeit drängt ... es war einfach nur schrecklich. Welch schlimme Gedanken
    kreisen da im Kopf - was könnte alles passieren ... doch so richtig kam ich (noch) nicht zum Nachdenken. Ich musste Ulrikes Uhr und Schmuck abmachen und konnte mich gerade noch mit einem "Ich liebe Dich unendlich" und "Alles wird gut" sowie einem kleinen Küsschen
    verabschieden und schon verschwand ein Pulk von Ärzten und Schwestern mit Ulrike im OP, welcher direkt neben dem Kreißsaal lag.

    Dies sollte sich im Nachhinein noch als lebensrettend erweisen. Was nun folgte, waren Sekunden, die zu Stunden wurden, Minuten, die sich zu Tagen dehnten. Zeit des Ungewissen und des Nachdenkens. Gedanken
    kreisten durch den Kopf, die alle irgendwie nur vorstellbaren Folgen ausmalten. Das war wie Folter - einerseits die Gewissheit, dass Ulrike
    sehr schnell Hilfe zuteil wurde und sich auch durch Hörensagen bestätigt, dass in Suhl gute Ärzte arbeiten - andererseits aber auch
    alle Unwägsamkeiten, alle Zufälle oder auch mehrere sich addierende und einzeln nicht so schlimme Faktoren...

    Nach einer gefühlten Ewigkeit kam die erste positive Nachricht - der Kleinen (jetzt wurde es amtlich) ging es gut, ich könne sie in ein paar
    Minuten im Nebenraum sehen. Aber immernoch keine Nachricht über den Zustand von Ulrike, da sie noch versorgt werde. Nun also konnte ich zu unserer Liesl, das erste Foto ist da entstanden. Es war einfach ein erhabender Anblick, die Kleine da so liegen zu sehen - unser erstes Kind war auf der Welt - sei ganz herzlich Willkommen, kleine Liesl!
    Wiederum einige Minuten später war sie soweit versorgt und ich durfte sie in den Armen halten, ausgiebig betrachten und einfach nur ihre Anwesenheit genießen. Damit hat sie mir sehr über die lange Wartezeit
    geholfen und mich ein wenig abgelenkt.
    Nach schier endlosen 2 Stunden kam dann endlich die erlösende Nachricht, dass Ulrike alles den Umständen entsprechend gut überstanden hat und derzeit im Aufwachraum liegt. Bald sollte ich sie endlich wieder sehen
    können. Ihr glaubt garnicht, welches Gebirgsmassiv da von meinem Herzen
    gepoltert ist...
    Dann endlich wurde sie wieder in den Kreißsaal gebracht und zur Überwachung an einen Patientenmonitor angeschlossen. Was war ich froh, sie wieder vooorsichtig in die Arme schließen zu können. Es folgten diverse Infusionen und durch den extremen Blutverlust bekam sie auch noch zwei Blutkonserven. Nach wenigen Stunden der intensiven Überwachung
    konnte der Umzug auf das Stationszimmer erfolgen. Dort folgten noch weitere Infusionen und ein Schmerztropf.

    Der Grund für diesen massiven Blutverlust war im Übrigen der, dass sich die Plazenta bereits teilweise abgelöst hatte. Wir quälen uns nun schon mit Fragen und Spekulationen, wie viele Schutzengel wir eigentlich dabei hatten. Hätte sich nur ein einziges Puzzleteil verschoben, wären wir nicht den Mittwoch Abend noch in die Klinik gefahren, wäre nicht das komplette OP-Team so schnell vor Ort gewesen... Man mag diese Gedanken gar nicht weiterspinnen. Wir sind einfach nur vom Herzen glücklich und
    unendlich dankbar für diese Reihe an glücklichen Zufällen. Die Hebamme hätte ja auch noch warten können oder sonstiges...

    Nachtrag von mir: bei den sämtlichen Entlassungsuntersuchungen wurde uns so oft von allen Ärzte gesagt, wieviel Glück wir gehabt hätten. Dies wäre sowas von selten, wie ich es hatte, so 0,01 % von 2000 Frauen. Und davon würden es wiederum nur ein sehr geringer Anteil schaffen.
    Wir hatten auch Glück, dass die Plazenta unten lag, so dass das Blut rausschießen konnte. Obenrum hätte man die Blutung nicht bemerkt...
    Unser Fall hatte auch schon im gesamten Klinikum die Runde gemacht, zumindest die eine Etage.

    Das alles stimmt mich so nachdenklich. Es ist nicht greifbar. Ich finde keine Worte dafür...

    Daher werde ich den Bericht hiermit erstmal schließen und packe aber dennoch noch ein Bildchen von unserer Kleinen mit rein.

    LG

    Ohje das liest sich dramatisch. Eine Schulkameradin von mir hatte das leider auch. Wie gut, dass ihr am Abend noch in die Klinik seit.
    Aber vor allem herzlichen Glückwunsch zu eurer süssen Maus!

    LG Madita

  5. #5
    Avatar von liescha75
    liescha75 ist offline einfach glücklich!
    Registriert seit
    19.09.2007
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    5.764

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    oh mann, was für eine geschichte!
    ich hoffe, dass du dich schnell von diesem furchtbaren schreck erholst und nun endlich deine kleine neue familie genießen kannst.

    deine kleine maus ist übrigens eine ganz zuckersüße.
    du kannst sehr stolz auf sie sein!
    alles gute für euch und eine schnelle genesung für dich!

  6. #6
    sissly ist offline glücklich :)
    Registriert seit
    09.07.2010
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    2.196

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    was für ein bericht, da habt ihr wirklich einiges hinter euch :(

    schön dass ihr eure kleine maus jetzt bei euch habt und doch nochmal alles gutgegangen ist. erholt euch gut und genießt die erste zeit. das habt ihr euch wirklich verdient
    lg, sissly mit matteo



    ** mit unseren beiden Sternchen im Herzen 06/2010 & 12/2010

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    uff, das muss erstmal sacken.
    Ich musste echt weinen.
    Danke, lieber Gott, das du an diesem Tag für Mutter und Kind soviele Schutzengel bereit gestellt hast.

    Geniesst die Kuschelzeit und vor allem verarbeite die furchtbaren Geschehnisse, aber so wie die Kleine ausschaut, entschädigt Euch das sicher ein klein wenig von der Horrorgeburt.

    wie gut das ihr nicht gezögert habt und ein so tolles Ärzteteam um Euch gehabt habt.

  8. #8
    Avatar von Italia1977
    Italia1977 ist offline Löwenbändigerin
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    18.01.2008
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    4.780

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    *schluck* - da habt ihr ja was hinter Euch, auch ich musste eben mit den Tränen kämpfen.

    Als jedoch das Bild Eurer Kleinen kam, wurde aus den Tränen wieder ein Lächeln und ich möchte Euch ganz herzlich zu dieser süßen Maus gratulieren!

    Genießt die erste Zeit nun ganz besonders und versucht das Erlebte so gut es geht zu verarbeiten.

    Alles Gute für Euch!!!
    Alle guten Dinge sind DREI

    Daniel (6/1999) und Lilly (5/2005) und

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  9. #9
    orkkanica ist offline old hand
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    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    Da kann man nur gratulieren, dass ihr es alle überlebt habt. Erhol Dich gut und eine schönere Anfangszeit.
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    Ich widerspreche den AGB´s von Eltern.de - Texte und Bilder gehören mir

  10. #10
    diegolinda ist offline addict
    Registriert seit
    20.03.2009
    Beiträge
    679

    Standard Re: Horrorgeburt, vorsichtig, sehr lang

    Oh man, da wird einem ja ganz anders. Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen!!
    Die Kleine ist ja echt süß - herzlichen Glückwunsch!
    Wünsche euch, dass ihr nun eure Kuschelzeit genießen könnt und ihr euch schnell von diesem schrecklichen Erlebnis erholt und es gemeinsam verarbeiten könnt!
    Mein Sternenkind 22.SSW :liebe:



    Meine Bino ist Lilah82

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