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  • 1 Post By yogi89

Thema: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

  1. #1
    Avatar von Mandy-89
    Mandy-89 ist offline momtobe
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    Standard Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    Mich würde sehr interessieren wie ihr eure erste Geburt fandet und was ihr von der 2. erwartet.

    Ich fang mal an:

    Mein errechneter Termin war der 17.09

    31.08. Donnerstag Nacht bin ich wach geworden, war total unruhig und hatte ein feuchtes Hösschen. Ich dachte noch komisch, hast du jetzt eingepinkelt? War wirklich nicht viel und es kam auch nicht mehr dazu.
    Ab vier Uhr habe ich dann eigentlich nur noch die Stunden gezählt bis der Wecker meines Mannes klingelt und ich aufstehen kann. Hab dann gesagt das irgendwas komisch ist und meinen FA angerufen und gesagt Verdacht auf hohen Blasensprung. Mein FA war nicht da und die Sprechstundenhilfe hat gesagt es ist besser gleich in die Klinik zu fahren.

    Gesagt getan. Freitag morgen um 9 in der Klinik. Die Hebamme im Kreissaal war sehr nüchtern und hat mir durch die Blume gesagt: jetzt schauen wir mal ob das stimmt. Weil ich seither nichts mehr hatte. Auch keine Wehen.
    Test war natürlich positiv, die Hebamme überrascht und hat mir gesagt, das ich gleich da bleiben müsse. Ich bin natürlich ohne alles in die Klinik gefahren, keine Kliniktasche nichts und habe dann erstmal total panisch und aufgelößt meinen Mann angerufen.

    Soweit alles gut bis auf die Wehen. Die kamen nämlich nicht. Ich lag auf einem Zimmer mit einem Neugeborenen und entweder hat das Baby geschrien oder meine Nachbarin hat geschnarcht. Schlaf war also Mangelware.
    Um 18:00 habe ich meine erste Ration Antibiotika bekommen und morgens um 5:30 stand ich im Kreisssaal auf der Matte und habe gesagt ich möchte JETZT eingeleitet werden und nicht erst Mittags wie vorgeschlagen.

    Habe dann die erste Ration Tabletten bekommen alle 4 h. Nachmittags kamen noch meine Eltern und ich durfte auch raus und wir sind alle spazieren gegangen. Dazwischen immer CTG und Tabletten und Antibiotika. Los ging es ab ca. 18:00 mit einem leichten ziehen. Mein Mann war die ganze Zeit da und meine Schwester ist auch noch dazu gekommen.

    Als es ersichtlich war das es noch dauern wird habe ich die beiden um 21:00 nach Hause geschickt und selbst versucht Schlaf zu finden. Gegen 23:00 waren dann beide wieder da und ab dem Zeitpunkt konnte ich nicht mehr liegen und wir sind die Gänge auf und ab gelaufen. Irgendwann so gegen 1:00 ging auch das nicht mehr. Also ab in den Kreißsaal und in die Badewanne. Dort war ich bis ca. 3:00 bis die Schwerzen zu stark wurden und ich etwas haben wollte.

    Meine Schwester ist dann Hause gefahren und mein Mann geblieben. Ich habe einen Tropf mit Schmerzmittel (fühlt sich an als wäre man auf einem Drogentrip) bekommen und bin sehr gesprächig geworden und habe der Hebammenschülerin ein Ohr abgekaut. Das Schmerzmittel hat den Nachteil das dir davon irgendwann schlecht wird und das Gegenmittel macht einen Wahnsinnig müde. Während der Wehenpausen bin ich dann immer wieder weggedöst. Um sechs war dann Hebammenwechsel und der Mumu gerade mal bei 6cm. Dann gingen die Presswehen los für ca. 2h.

    Meine Hebamme war klasse hat die ganze Zeit mit mir geredet, gesagt wie ich atmen soll. Ich war im vierfüßler und echt am Ende. Hatte 3 Nächte nicht richtig geschlafen und war kaputt. Meine Hebamme hat viel massiert und das Gewebe gedehnt. Als der Kopf dann zu sehen war, waren die Wehen weg. Da kam ich dann also an den Wehentropf, der nicht viel geholfen hat. Meine Hebamme noch so, möchtest du mal anfassen? Und ich: Holt es raus - sofort. War also kein Spass und keine Wehen. Ich habe dann immer wenn ich das Gefühl hatte zu pressen trotzdem gepresst und meine Tochter kam dann gesund nach 9h und 2 Wochen zu früh zur Welt. Ich musste nicht genäht werden und war sehr zufrieden.


    Leider war ihr Bilirubin Wert so hoch das wir in den nächsten 2 Wochen 2 mal in die Kinderklinik mit ihr mussten zur 24h Therapie.

    An sich war die Geburt OK. Aber ich möchte keine Einleitung mehr haben.


    Hatte jemand von euch auch eine Einleitung?
    3. ÜZ


    3.ÜZ

  2. #2
    yogi89 ist offline addict
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    Standard Re: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    Eine Einleitung hatte ich zwar nicht, aber auch einen plötzlichen Blasensprung 2 Wochen vor dem ET. Bei mir kam allerdings sehr viel Fruchtwasser auf einmal und so sollte ich sofort in die Klinik. Dort wurde ich untersucht und es wurde mir versichert, dass an dem Tag nix mehr passiert. Eine Stunde später haben dann die Wehen begonnen, mit einmal und ziemlich stark. Ich habe mich dann wieder im Kreißsaal gemeldet und bin ziemlich viel gelaufen, später dann durfte ich in die Wanne, wo ich in den Wehenpausen gut entspannen konnte. Zwischendurch habe ich noch ein Mittel gespritzt bekommen, dass den Muttermund schneller öffnen soll, da es nicht richtig voran ging. An den Rest vom Geburtsgeschehen habe ich nur noch vage Erinnerungen. Nach ungefähr 7 h hatte ich es dann geschafft und nach zwei Presswehen war alles ausgestanden. Ich musste leider auch genäht werden, aber das habe ich durch die örtliche Betäubung nicht mal ansatzweise gemerkt. Alles in allem habe ich schon sehr viel Respekt vor der zweiten Entbindung, aber ich bin auch zuversichtlich, dass es absolut zu schaffen ist.
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  3. #3
    Wuermchen2017 ist offline addict
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    Standard Re: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    Geplanter Kaiserschnitt.

    Mein Kind lag in BEL und ich hatte sehr wenig Fruchtwasser (immer so um die Grenze der unteren Norm herum). Hinzu kam eine Plazentainsuffizienz, wegen derer sie zwei Wochen früher raus sollte (so lange durfte sie auch nur deshalb drin bleiben, weil sie gutes Intervallwachstum hatte, vorher hieß es "Wir haben Glück wenn wir die 34. Woche erreichen." -- es wurde dann immer geschoben, geschoben).

    War nicht wie ich es mir vorgestellt habe, ich kam mir ein bisschen vor wie eine Kuh auf der Schlachtbank (der OP der Uniklinik war uralt und bis oben hin gekachelt, also wirklich Schlachthoffeeling), aber im Endeffekt war alles ziemlich ruhig und entspannt, ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Ich war die erste die an dem Tag entbunden hat, d.h. das ganze war auch schnell vorbei ohne große Warterei.

    Ich bin auch danach super betreut worden (es war immer jemand da wenn die Kleine nachts gewickelt werden musste -- ich konnte ja nicht aufstehen wegen des KS, oder wenn ich stillen wollte -- was am Anfang wirklich nicht gut geklappt hat), von daher kann ich mich echt nicht beklagen. Natürlich war es anders als erhofft, aber es war trotzdem in keiner Weise schlimm.

  4. #4
    Avatar von Calistria
    Calistria ist offline enthusiast
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    Standard Re: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    So, das wird jetzt etwas länger und es war keine schöne Geburtserfahrung.

    Bei mir ist meine FA pünktlich zum errechneten Termin in der Urlaub gegangen und ihre Vertretung hat mich nachdem ich zwei Tage über Termin war ins Krankenhaus überwiesenen da sie bei ihren Messungen auf mehr als 4 kg geschätztes Geburtsgewicht kam. Im Krankenhaus wurde das etwas nach unten korrigiert, aber trotzdem zu einer Einleitung in den nächsten Tagen geraten. Ich habe mir und dem Kind noch zwei Tage Zeit gegeben, in denen absolut nichts passiert ist, und dann wurde eingeleitet. Erst ist gar nichts passiert und als mein Mann dann Heim gefahren ist weil wir dachten es passiert nichts mehr ging es los. Von 0 auf 100 und ohne Pause. Ich konnte nur noch heulen und kaum gehen. Ich wusste, dass es bei Einleitungen passieren kann, dass es keine Wehenpausen gibt, war aber nicht darauf vorbereitet wie unerträglich sich das anfühlt. Im Kreissaal wurde es etwas besser, immer drei Sehen, dann kurze Pause und ich war glücklicherweise schnell so weit, dass ich eine PDA bekommen konnte. Danach wurden die Wehen etwas weniger und wir konnten uns etwas ausruhen.
    Unter den Presswehen hat sich dann gezeigt, dass das Kind einen ziemlichen Dickkopf hat, der nicht richtig durch mein Becken passte. Ich war zu dem Zeitpunkt schon völlig erschöpft und halb weggetreten und habe, anders als mein Mann für den das sehr traumatisch war, nicht mal mitbekommen wie viele Ärzte wir im Kreissaal hatten. Nach drei Versuchen mit Saugglocke, zwei sind abgerutscht, war das Kind dann aber endlich doch heil draußen. Mit einem sehr schlechten ersten APGAR-Wert, hat sich aber schnell gefangen.
    Und ich kann mich sehr gut erinnern, wie ich sie in dem Raum voller Leute dann auf die Brust gelegt bekam und mein erster Gedanke war "Hilfe, ich habe keine Ahnung was ich jetzt eigentlich tun muss".

    Ich würde nicht mehr einleiten lassen. Ich weiß, warum Krankenhäuser das gerne tun, aber in der gleichen Situation würde ich heute wohl eher noch ein paar Tage länger warten und zur Not einen Kaiserschnitt haben wenn das Kind zu groß ist. Eine schöne Geburtserfahrung war es für uns nicht und für meinen Mann war die Geburt und die Angst die er dabei hatte mich zu verlieren lange ein Grund kein zweites Kind zu wollen.
    Ich würde auch unter keinen Umständen Zuhause entbinden wollen, schnell ein Ärzteteam da zu haben finde ich wichtig.

    Momentan ist bei uns sehr offen, wie wir entbinden werden. Mein Mann ist nicht sicher, ob er dabei sein möchte (bei einem Kaiserschnitt definitiv nicht) und ich weiß nur, dass ich die Erfahrung des letzten Males nicht wiederholen möchte. Wenn das Kind kleiner geschätzt wird und richtig liegt würde ich vermutlich nochmal eine vaginale Entbindung machen, aber unter gleichen Vorzeichen nicht mehr.

  5. #5
    Wuermchen2017 ist offline addict
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    Standard Re: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    Zitat Zitat von Calistria Beitrag anzeigen
    Momentan ist bei uns sehr offen, wie wir entbinden werden. Mein Mann ist nicht sicher, ob er dabei sein möchte (bei einem Kaiserschnitt definitiv nicht)
    Ohje, das klingt wirklich sehr traumatisch. Ich hoffe dass du dieses Mal eine bessere Erfahrung machst.

    Bezüglich deines Mannes: Beim Kaiserschnitt sieht der rein gar nix davon was passiert. Er sitzt an deinem Kopf und da ist das Tuch zwischen. So war es zumindest bei uns und ich kann mir nicht vorstellen dass das irgendwo anders gehandhabt wird. Das wäre ja echt traumatisch. Und nicht dabei sein wollen... Ganz ehrlich, ich würde meinem was erzählen! Wenn ich da durch muss, dann muss er das auch.

    Was den Kaiserschnitt selbst angeht: meiner ist wirklich optimal gelaufen, auch was die Heilung anging. Ich konnte laut nach wenigen Tagen wieder recht gut laufen. Aber es gibt Frauen denen geht es richtig lange richtig mies. Und man darf den Umfang der OP nicht unterschätzen. Ja, es ist ein Routineeingriff der ziemlich sicher ist. Aber es ist eine große BauchOP! Es werden viele Schichten Gewebe durchtrennt, das FG Risiko für spätere Schwangerschaften erhöht sich, die Wundheilung kann uU problematisch sein etc etc. Und ich habe nach wie vor hin und wieder ein Taubheitsgefühl um die Narbe herum. Da merkt man dann halt doch, dass da viele Nervenbahnen unwiederbringlich durchschnitten wurden.

    Das sage ich nicht um von einem KS abzuraten, ich grübele selber noch ob ich nicht wieder einen haben will. Man muss sich nur bewusst sein, dass es auch mit einem KS schlimm kommen kann. Sofort oder später...

    Edit: Dass du keine Hausgeburt willst kann ich so gut nachvollziehen! Das wäre im Leben nicht für mich in Frage gekommen. Ich habe mir die 2 größten Geburtskliniken in der Stadt angeguckt, beides Perinatalzentren der Stufe 1. Da wir sowas hier haben kam von vorneherein nix anderes für mich in Frage. Die einen sind auf vaginale BEL Geburten spezialisiert, die anderen haben einen Hebammengeleiteten Kreisssaal. Ich hatte die Qual der Wahl.

  6. #6
    Lisa1905 ist offline newbie
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    Standard Re: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    So ich mach hier auch mal mit. Ist nicht schlecht, dann denkt man mal wieder drüber nach :-)

    Meine SS verlief absolut komplikationslos. Ein bisschen Panik bekam ich um die 36.ssw da meine Tochter wie ein kleiner Buddha im Bauch saß und sich nicht drehen wollte. Ich hatte absolut Angst vor einem KS. Hab alle Übungen gemacht für eine Drehung :-). Dann erzählte mir meine Oma ich soll schwimmen gehen. Gesagt getan. 3 Stunden und Schwimmhäute später -> keine Drehung. Anfang der 37.ssw half ich meinem Bruder auf der Baustelle. Am Abend sagte meine Mutter, dass es jetzt soweit wäre. Sie hat sich gedreht. Sieht sie am Bauch. War auch wirklich so. Ab da erzählte mir jeder Arzt dass es jedem Moment losgehen könnte, da sie schon tief liegt. Der ET kam, mein Kind wollte nicht. Nach 2 Wochen wurde die Geburt eingeleitet. Davor nochmals Ultraschall. Ärzte meinten alle das Kind sei sehr groß und schwer. Nachdem vormittags und abends eingeleitet wurde, platzte abends die FB. Die Wehen fingen gleich an. Alle 2 Minuten. Leider fast nicht Mumu-wirksam. Irgendwann wurde dann das CTG schlechter. Es wurde hin und her überlegt. Plötzlich hieß es ausziehen wir fahren in den OP. Ihr Kind hat entweder die NS um den Hals oder es ist total geschwächt. Es schafft die Geburt nicht. Da hat man dann keine Zeit mehr Angst vor dem KS zu haben. KS wurde gemacht. Die Ärzte und Hebamme total lieb und fürsorglich. Mein Mann war auch dabei. Er durfte gleich mit zu unserer Tochter und durfte im Kreissaal kuscheln. Letztendlich war nichts mit unserem Kind. Gott sei dank. Niemand konnte sich erklären was los war. Die war total fit 10/10. Am Ende muss ich sagen, war der KS überhaupt nicht schlimm. Ich ging nach 48 Stunden nach Hause. Ich hatte bestimmt auch nicht mehr schmerzen, wie bei einer natürlichen Geburt mit Geburtsverletzungen. Ende gut, alles gut :-)

  7. #7
    Avatar von tiwasa
    tiwasa ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Wie habt ihr eure 1. Geburt erlebt?

    Ich hab ja schon 2 vorzuweisen Mann, das hört sich so routiniert an, dabei ists gar nicht so!

    Die Erste war in einem anderen KH wie die Zweite. Ich empfand die Betreuung in der 1. Klinik nicht gut. Da kamen wir zwar schon direkt nach Ankunft in den Kreißsaal, da ich einen Blasensprung hatte. Aber das hat mir nicht unbedingt geholfen/ eine bessere Betreuung verschafft. Nachdem die Wehen recht schnell und ohne große Pause kamen, wollte ich bald eine PDA. Ich hatte Angst, das nicht zu schaffen. Im Nachhinein weiß ich, dass das erst "Geplänkel" war. Danach lag ich dann halt, dann kam der ganze Sums, der sich mitzieht. Wehen wurden weniger, also Wehentropf, Liegen, irgendwann bekam ich einen Katheter, weil ich weder aufstehen konnte noch pieseln noch meine Blase merkte. Irgendwann half die PDA nicht mehr und mit einem Mal kam die volle Wucht, das war fies. Danach wusste ich, das waren die Übergangswehen. Nur kam da keiner der Hebammen. Das wurde immer schlimmer, keiner kam. Im Nachhinein hätte ich Randale machen sollen. Es gibt Zeitpunkte im Leben, da muss man nicht auf andere Rücksicht nehmen. Als dann doch mal jemand kam, war das Kind schon am Ausgang und plötzlich hatte es schnell zu gehen, eine Ärztin kam rein und drückte mir mal eben auf den Bauch (kristellern). Schnellschnell. Kind war da, wurde dann abgesaugt, ich bisschen genäht und gut war.

    Bei Nr. Zwei bin ich dann ins andere KH gegangen, da ich die ganzen Dinge wie allein gelassen zu werden in der Pressphase, kristellern, etc. nicht mehr tolerieren wollte. In dem KH wird man so lange auf Station/Klinikgelände geschickt, bis man schon gut in der Geburt drin ist. Man hat also eine recht kurze Verweildauer im Kreißsaal, was aber nicht schlecht ist. Also Nr. 2, Blasensprung um Mitternacht, im KH angerufen, kommen sie gleich, die Zweiten gehen schnell. Rumgeweht bis 10, dann wurde es plötzlich immer weniger. Also mittags dann Antibiose (wegen dem Blasensprung), nachmittags ein Wehenmittel, wieder auf Station. Und dann gings ab. Abends dann im Kreißsaal wurden gute Wehen aufgezeichnet, ich war schon ziemlich puuuh, Hebamme meinte, 8, 9 cm, nur noch ein Saum, aber in den Wehen zieht sich der MM wieder auf 4 cm zusammen. Ich hab eine Wanne einlaufen lassen, kommen Sie, das wird gut tun. Ich hatte einen Brief dabei, was ich wollte/was ich nicht wollte während der Geburt. Und die sind wunderbar darauf eingegangen, das tat sooo gut. Ich musste nichts sagen, Hebi wusste Bescheid. Das war Gold wert. Wanne war nicht gut, es war Juni, heiß, man ist fix und alle, Kreislauf instabil und dann ins warme Wasser. Ging nicht. Also wieder raus. PDA bitte. Als die saß und wirkte, hat sich augenblicklich der MM komplett geöffnet und 15 min später war Nr. 2 da. Anscheinend verkrampfe ich so, dass dann nichts mehr geht. Die PDA war wirklich gut und notwendig.


    Was ich mitgenommen habe aus den zwei Geburten. Es kommt so, wie es kommen soll. Es ist eine Urgewalt, die sich ihren eigenen Weg bahnt. Planen kann man, aber man darf nicht steif daran festhalten. Auch wenn ich mir die Wanne als bestimmt angenehm vorgestellt habe, nein, sie war es nicht. Und auch die PDA wollte ich eigentlich umgehen, aber sie war es, die mir half, zu entspannen und das Kind rauszulassen. Die Unterstützung ist ganz wichtig, ein gutes Hebammenteam Gold wert. Sich wohl fühlen ist oberstes Gebot.
    So mal gucken, wie Nr. 3 rauskommt, wenns so sein soll.





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