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Thema: Outings

  1. #31
    Nici128 ist offline addict

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    Standard Re: Outings

    Ich stimme da Jana und Kathrin zu.
    Mich hat das schlagende Herz am Monitor jedes Mal beruhigt.
    Und das wir letztes Mal das Kleinhirn nicht sehen konnten, beunruhigt mich natürlich. Mache mir aber auch so hin und wieder Sorgen/Gedanken, ob alles gut ist, ob das Herzchen immer noch schlägt etc.
    Aber das heißt nicht das ich mich weniger auf mein Kind freue!
    Wenn es eine eventuelle Behinderung hätte, dann weiß ich es schon früher und kann mich drauf einstellen!
    Es ist ja zum Glück jedem selbst überlassen, welche Untersuchungen er wahrnehmen möchte, dennoch sollte man alle Seiten respektieren und nicht immer so abwertend über Ärzte/Krankenhäuser etc. schreiben!
    sansa80 gefällt dies

  2. #32
    Nici128 ist offline addict

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    Standard Re: Outings

    Und noch zum Thema Geschlecht, ist das ja jeder Mutter überlassen wieviel sie auf das Urteil des Arztes gibt. Meine Ärztin hat immer gesagt, dass sie keine 100% Sicherheit gibt, dass es stimmt.

  3. #33
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Outings

    Für mich persönlich ist es aber abschreckend, wenn eine Fruchwasseruntersuchung gemacht wird- was ja eigentlich nur vorkommt, wenn irgendwelche Auffälligkeiten da waren, dann wird das Ganze eingeschickt, man bekommt die Rückmeldung "doch alles o.k. und übrigens wird es ein xyz" und nach der Geburt kommt raus "april april, wir haben ihre Werte vertauscht, das gehört zu einem ganz anderen Kind, wir können jetzt aber nochmal nachschauen ob es nicht doch einen Chromosomenschaden hat"? Wenn es für mich persönlich nunmal abschreckend ist, wie soll ich es denn da sonst nennen? Und "jetzt stell dich mal nicht so an" zu sagen ist da, meiner persönlichen Meinung nach, genauso hilfreich, wie dem Kleinkind zu sagen, nachdem es hingefallen ist "es solle jetzt mal zu plärren aufhören, es wäre doch überhaupt gar nichts passiert".

    Klar ist es jedem selbst überlassen wieviel er untersuchen möchte, ich hatte auch nicht den Eindruck, dass ich mich gegen Wahlfreiheit ausgesprochen hätte?

    Leben retten tut aber allerhöchstens der Ultraschall, wenn Herzfehler oder Dinge festgestellt werden, die intrauterinär operiert werden können, bzw. einen Kaiserschnitt erfordern oder eine Krankenhausgeburt. Diese ganzen Gensachen dienen lediglich der Selektion.

  4. #34
    KathrinR ist offline old hand

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    Standard Re: Outings

    Moment mal, jetzt reden wir aber gerade von zwei gänzlich unterschiedlichen Dingen.

    Das eine war der Ultraschall bei dem ein Geschlecht festgestellt wird, das sich dann nachträglich als falsch herausstellt. Oder bei dem irgendein Problem erkannt wird, dass sich nach der Geburt als nicht vorhanden darstellt. Das war das was ich meinte.

    Du aber redest von der verwechselten Fruchtwasseruntersuchung. Das ist was ganz anderes.

    Und was Fruchtwasseruntersuchungen angeht: zu der wird nun wirklich niemand mehr genötigt. Und wie oft kommen da Verwechslungen vor? Wohl eher selten. Klar ist es tragisch wenn es geschieht, ohne jeden Zweifel.
    Aber dennoch bin ich ganz klar der Meinung, dass jede Frau da selbst entscheiden sollte ob sie im Zweifel so eine Untersuchung haben möchte oder nicht. Und ebenso ist es auch ihre Entscheidung was die dann mit dem Ergebnis macht. Auch wenn sie das Kind "ausselektiert" und wegen dieser Untersuchung abtreibt.
    ICH hätte kein Down-Syndrom Kind abgetrieben, aber ich kann da nur über MICH und MEINE Meinung sprechen. Andere mögen ihre Gründe haben gegenteilige Entscheidungen zu fällen und das sollte respektiert werden.

  5. #35
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Outings

    Zitat Zitat von KathrinR Beitrag anzeigen
    Moment mal, jetzt reden wir aber gerade von zwei gänzlich unterschiedlichen Dingen.

    Das eine war der Ultraschall bei dem ein Geschlecht festgestellt wird, das sich dann nachträglich als falsch herausstellt. Oder bei dem irgendein Problem erkannt wird, dass sich nach der Geburt als nicht vorhanden darstellt. Das war das was ich meinte.

    Du aber redest von der verwechselten Fruchtwasseruntersuchung. Das ist was ganz anderes.

    Und was Fruchtwasseruntersuchungen angeht: zu der wird nun wirklich niemand mehr genötigt. Und wie oft kommen da Verwechslungen vor? Wohl eher selten. Klar ist es tragisch wenn es geschieht, ohne jeden Zweifel.
    Aber dennoch bin ich ganz klar der Meinung, dass jede Frau da selbst entscheiden sollte ob sie im Zweifel so eine Untersuchung haben möchte oder nicht. Und ebenso ist es auch ihre Entscheidung was die dann mit dem Ergebnis macht. Auch wenn sie das Kind "ausselektiert" und wegen dieser Untersuchung abtreibt.
    ICH hätte kein Down-Syndrom Kind abgetrieben, aber ich kann da nur über MICH und MEINE Meinung sprechen. Andere mögen ihre Gründe haben gegenteilige Entscheidungen zu fällen und das sollte respektiert werden.
    Jana hat doch von verwechselten Fruchtwasseruntersuchungsergebnissen gesprochen, oder nicht?
    Wenn ich es falsch verstanden habe, dann tut es mir leid.

    Ich frage mich aber wirklich, wo man dem was ich schreibe nach entnehmen kann, dass ich für die Abschaffung von Wahlfreiheit eintrete oder dafür, dass es gar keine Pränataluntersuchungen für niemanden mehr geben darf?

    Im Ernst, Wahlfreiheit rockt!
    Freies Land mit Meinungsfreiheit und Demokratie rockt!

    Ich für mich möchte im Grunde keine Voruntersuchungen, bzw. nur das Nötigste (Organultraschall, um Organschäden auszuschließen, die eine natürliche Geburt zu Hause ausschließen), weil es mir persönlich damit nicht gut geht, wenn mein Kind in meinem Körper schon von seinem ersten Lebensmoment an nach irgendwelchen Statistiken funktionieren soll, möglichst dem Mittelwert ensprechen, alles nach Lehrbuch verlaufen muss, weil sonst Interventionskaskaden losgehen, sein Genom durchleuchtet wird, weil es keinen Fehler haben soll/darf. Ich für mich empfinde das als negativen Druck, der mir die Vorfreude aufs Kind nimmt.

    Ich kann sehr gut akzeptieren, wenn es anderen Menschen da anders geht und sie durch medizinische Begleitung, Unterstützung, Zuversicht, Beruhigung und Positivität empfinden. Ich freue mich mit jeder Schwangeren, der es gut geht und die sich ohne Vorbehalte auf ihr Kind freuen kann! Sei das jetzt wegen durchgeführter oder wegen weggelassener medizinischer Untersuchungen.

    Vielleicht ist es ja auch eher subjektive Wahrnehmung/Wahrnehmungsverzerrung, dass ich oft den Eindruck habe, vor, während und nach Untersuchungen steige die Unsicherheit und Anspannung bei Schwangeren- auch gerade dann, wenn Abweichungen auftreten, Normwerte nicht erreicht werden, Dinge technisch nicht gut erfassbar sind.
    4er Jungengespann: 2/2008, 11/2010, 1/2014 und 11/2017

  6. #36
    KathrinR ist offline old hand

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    Standard Re: Outings

    Ich glaube hier haben sich zwei ähnliche, aber doch nicht ganz identische Themen fast zeitgleich überschnitten wodurch das Missverständnis entstanden ist.
    Ursprünglich ging es um die Frage, wie oft wohl Fehler bei der Geschlechtserkennung entstehen, die beim Ultraschall passieren. Dann kam die Sache mit der verwechselten Fruchtwasseruntersuchung. Das Ergebnis von beidem ist zwar dasselbe (Fehler bei der Nennung des Geschlechts), der Grund für den Fehler jedoch ein gänzlich anderer.

    Ist ja letztlich nicht so schlimm.

    Tatsache ist, dass wir am Ende zumindest einer ähnlichen Meinung sind: Jede Frau sollte selber entscheiden welche Untersuchungen sie machen lässt und welche nicht und es ist richtig, dass diese Untersuchungen zumindest angeboten werden und ebenso richtig, dass sie kein Zwang sind.

    Einzig was den Wert dieser Untersuchungen angeht sind wir wohl unterschiedlicher Meinung, aber das dürfen wir ja auch sein. :) Denn wie du schon sagst: Meinungsfreiheit rockt!

  7. #37
    Jana_76 ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Outings

    Zitat Zitat von Morningsun2010 Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es ja auch eher subjektive Wahrnehmung/Wahrnehmungsverzerrung, dass ich oft den Eindruck habe, vor, während und nach Untersuchungen steige die Unsicherheit und Anspannung bei Schwangeren- auch gerade dann, wenn Abweichungen auftreten, Normwerte nicht erreicht werden, Dinge technisch nicht gut erfassbar sind.
    Ich weiß nicht, ob das subjektiv ist. Ich glaube, die Frage ist doch, WER den Druck macht. Und das muss man ja im Einzelfall immer Angucken. Manchmal ist es das medizinische Personal (inkl. Ärzte, Hebammen etc.), manchmal die Eltern und manchmal das Umfeld.
    Und dieser Druck existiert ja nicht nur in der Schwangerschaft. Ich glaube wir kennen fast alle diese Olympiamütter à la "Mein Kind kann schon.."?


  8. #38
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Outings

    Zitat Zitat von Jana_76 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das subjektiv ist. Ich glaube, die Frage ist doch, WER den Druck macht. Und das muss man ja im Einzelfall immer Angucken. Manchmal ist es das medizinische Personal (inkl. Ärzte, Hebammen etc.), manchmal die Eltern und manchmal das Umfeld.
    Und dieser Druck existiert ja nicht nur in der Schwangerschaft. Ich glaube wir kennen fast alle diese Olympiamütter à la "Mein Kind kann schon.."?
    Das ist das was ich wahrnehme, aber da ich ja selbst eine sehr klare Haltung zu dem Thema habe, kann ich nicht ausschließen, dass ich da voreingenommen die Informationen filtere und es mir nur so erscheint, weil ich eben so denke...
    4er Jungengespann: 2/2008, 11/2010, 1/2014 und 11/2017

  9. #39
    KathrinR ist offline old hand

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    Standard Re: Outings

    Zitat Zitat von Morningsun2010 Beitrag anzeigen
    Das ist das was ich wahrnehme, aber da ich ja selbst eine sehr klare Haltung zu dem Thema habe, kann ich nicht ausschließen, dass ich da voreingenommen die Informationen filtere und es mir nur so erscheint, weil ich eben so denke...
    Kein Mensch ist frei von Vorurteilen und auch wenn immer so gepredigt wird, dass man es sein sollte, das stimmt nicht.
    Vorurteile zu haben ist oftmals auch von großem Nutzen. So werden wir z.B. einem etwas merkwürdig erscheinenden Menschen auf der Straße nicht unbedingt vertrauen und die Wahrscheinlichkeit, dass wir damit recht haben und uns selbst vor eigenem Schaden bewahrt haben ist durchaus hoch.
    Vorurteile sind also sehr wohl immer wieder sehr hilfreich und nur dann hinderlich, wenn wir uns gänzlich weigern sie auch mal zu hinterfragen und bei Bedarf zu korrigieren.

    Zitat Zitat von Jana_76 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das subjektiv ist. Ich glaube, die Frage ist doch, WER den Druck macht. Und das muss man ja im Einzelfall immer Angucken. Manchmal ist es das medizinische Personal (inkl. Ärzte, Hebammen etc.), manchmal die Eltern und manchmal das Umfeld.
    Und dieser Druck existiert ja nicht nur in der Schwangerschaft. Ich glaube wir kennen fast alle diese Olympiamütter à la "Mein Kind kann schon.."?
    Leider nur zu wahr! Das Kind ist kaum geboren, da steht bei vielen schon der Wunsch fest, dass es unbedingt gut in der Schule sein muss, wenn möglich das Abitur schaffen soll.
    Sich davon ganz frei zu machen ist sehr schwer und ich gebe zu, dass auch mir das nicht gänzlich gelingt.
    Dennoch sage ich immer wieder, auch zu mir selbst: Das wichtigste ist, dass das Kind glücklich wird.
    Exakt dieser Satz war übrigens auch meine Begründung weshalb ich ein Kind mit Down Syndrom behalten hätte. Es kann wohl nicht die Leistungen erbringen, wie andere Kinder, aber es kann glücklich sein. Und das ist es was zählt!
    Mein Krümel zeigte dann keinerlei Anzeichen für eine Trisomie und darüber bin ich ehrlich auch froh, aber was er letztlich aus seinem Leben macht, das muss er selber wissen. Ich kann nur versuchen ihn dabei so gut ich kann zu unterstützen.
    Mimi9916 gefällt dies

  10. #40
    Jana_76 ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Outings

    Wir haben da auch eher ein schlichtes Gemüt. Unsere Kinder sollen glücklich sein. Egal, welcher Schulabschluss und welcher Beruf. Ich möchte, dass sie ihr ihnen gegebenes Potential nutzen und dann schauen, wohin es sie trägt. Nicht mehr und nicht weniger.

    Mein Aha-Erlebnis war mit 4 Monaten. Da habe ich auf dem Spielplatz (wir haben Kinder geguckt, dass fand die Hübsche damals schon toll) eine Mama getroffen. Ich kannte sie nicht. Sie hatte ein Kind im selben Alter und der zweite Satz war dann schon "ja mein Kleiner kann ja schon sitzen, wie ist es denn mit Ihrer Tochter?" Ich habe kurz geantwortet "das ist für mich nicht wichtig" und dann war das Gespräch ihrerseits beendet.
    Ich frag mich nur, was das soll? Haben die keine andere Bestätigung ihres Daseins, als ihre Kinder zu instrumentalisieren? Ist das Mutterstolz (den ich dann offenbar nicht habe?
    Klar, gibt es Situationen, da denk ich mir auch manchmal "Kind mach doch einfach, du kannst es doch". Aber unsere ist halt vorsichtig, das ist Teil ihrer Persönlichkeit. Ich kann zwar versuchen zu bestärken und zu loben, aber wenn sie entscheidet, sie ist noch nicht so weit, warum dann zwingen?


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