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Thema: Geburtsberichte

  1. #31
    sansa80 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    liebe nici, das liest sich nicht sehr schön.
    erhole dich gut und genieße dein baby.

  2. #32
    LieblingsFarbe ist offline Auf dem Weg zum Kleeblatt
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Dann möchte ich nun auch meinen Geburtsbericht für euch schreiben:

    Sonntag Morgen 05:00 Uhr kam die erste Wehe, gemein und unerwartet. Ich habe es wieder einmal als Übungswehe abgestempelt, da ich ja schon Wochen vorher immer mal wieder wild rum geweht habe. Danach kamen immer mal wieder welche, in der Länge und Intensität unterschiedlich. Ich war 40+0, also tatsächlich Zeit für den Auszug der Kleinen.
    Da ich ja den Termin zur Einleitung an diesem Tag hatte, waren wir um 9 Uhr im KH. Ich hatte immer mal wieder unregelmäßige Wehentätigkeit. US wurde noch einmal durch die OÄ gemacht und sie wurde auf 3500 Gramm +/- 500 Gramm geschätzt. Die OÄ hätte mich jetzt auch gern eingeleitet, da ich innerhalb der letzten 10 Tage deutlich weniger Fruchtwasser hatte. Also vaginale Untersuchung, MuMu 2 cm. Gute Voraussetzungen. 10:30 Uhr erste Dosis Cytotec 50 mg. Keine 2 Minuten später kam die erste Wehe mit deutlich mehr Ausschlag und dann auch recht schnell regelmäßig. Um 12 Uhr gab es Mittag. Mein Mann sagte, dass es wie Hundefutter ausgesehen hat und ich mochte auch nur die Möhren essen. Lecker war nämlich anders. Daraufhin hatten wir ursprünglich vor in die Kantine zu gehen, um dort Mittag zu essen. Ich war dann zwischenzeitlich mehrfach auf Toilette Pipi machen, da ich Druck nach unten hatte. Irgendwie übermannte mich das Gefühl, dass ich nicht mehr in die Kantine wollte. Ich legte mich aufs Bett und dachte mir kurze Zeit später, dass ich doch noch einmal Pipi machen müsste. 13 Uhr. Es knallte im Unterleib 1x, dann kurz darauf eine 2. Mal und ich hatte das Gefühl, dass mir der Kopf auf mein Steißbein gefallen sei. Dann sah ich schon, dass das keine Pipi mehr war, sonder Fruchtwasser, was einfach nur langsam raus tröpfelte. Wir machten uns umgehend auf den Weg zum Kreißsaal, da die Wehen von einer Minute auf die andere von 0 auf 100 kamen und ich das Gefühl hatte sie fällt mir gleich auf dem Flur raus. Mein Mann klingelte im Kreißsaal, worauf sie erst mal ein CTG schreiben wollten. 13:15 Uhr. Ich daraufhin: Ähhh nein, das wird nichts mehr. Ich merke dass sie gerade in den Geburtskanal eingetreten ist. Eine andere Hebamme kam, griff mir unter die Arme und verfrachtete mich unmittelbar aufs Bett. Ergebnis war niederschmetternd: Mumu ERST bei 3 cm und stein hart, aber das Köpfchen direkt dahinter. Also habe ich einen Buscopan Tropf bekommen, welcher das Gewebe entspannen sollte. CTG wurde angeschlossen und ich bat darum in die Wanne zu dürfen. Antwort war: Ähhh ne, der Boden ist vermutlich gerade benetzt und das Baby ist schon da. Ich wusste einfach nicht wie ich liegen oder knien sollte. Die Hebamme bat mich daraufhin mich auf die linke Seite zu legen. Ich fragte sie, ich das schon die Presswehen seien. Sie sagte: Nein, noch nicht ganz. Aber in der nächsten Wehe sagte sie schon, dass ich meine Beine anziehen und mich rund machen und sieben soll. Da merkte ich, wie das Köpfchen durchtrat. Es brannte so sehr, dass ich dachte ich reiße in alle Richtungen. Ich schaffte es trotzdem in der Wehe 3x kräftig zu schieben, so dass der Kopf geboren war. In der nächsten Wehe um 13:34 Uhr war Elisa bereits geboren. Sie hatte es vermutlich auf einmal so eilig, das sie die Nabelschnur 2 x um den Hals gewickelt hatte. Mein Mann sollte noch schnell den Notruf Knopf drücken. Aber es war noch nicht einmal die Zeit, dass eine 2. Hebamme oder ein Arzt dazu kommen konnten. Von der ersten richtigen Wehe bis zur Geburt in gut 30 Minuten. DAs war rasant schnell und meine schmerzhafteste Geburt. Bei den gemessenen Werten war ich echt etwas erschrocken. Gerade mit 35 cm KU und 4045 Gramm keine zarte Elfe. Um so besser, dass ich noch nicht einmal eine Schürfwunde davon getragen habe.
    Seit heut Morgen sind wir zu Hause. Ich bin über glücklich über unser Bonus Kindchen und man hat gesehen, dass sie mehr als reif war. Sie hat echt recht trockene Haut und absolut keine Käseschmiere mehr am Körper. Es wurde also Zeit :-)
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  3. #33
    SweetLittleDevil ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Wow, das war ja echt mehr als schnell bei euch! Ich freue mich, dass du trotzdem keine Verletzungen hast & scheinbar auch die schnelle Geburt gut verkraftet hast.

    Wunderschöne kennenlernzeit mit eurer kleinen Maus!



  4. #34
    sansa80 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    das war ja richtig heftig.
    alles gute, seid ihr schon zuhause?

  5. #35
    KathrinR ist offline old hand
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Da war das Tempo wohl einerseits gut (so waren die Schmerzen wenigstens rasch vorbei) und andererseits auch schlecht (vermutlich tat es genau deswegen so sehr weh).

    Aber nun ist es vorbei, du hast deine kleine Maus. <3

  6. #36
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Bei uns ging es für mich ja schon innerlich Ende Oktober los mit den zwei Fehlalarmen am 16.10. und 20.10. . Beim zweiten Mal auch richtig mit Durchfall, Dunkelheitsbedürfnis und 3-5 Minuten Wehen über 1,5 Stunden. Dass ich dann noch über Termin gehen würde mit der Schwangerschaft hätte ich danach nicht mehr gedacht.

    Letztlich kamen aber nie mehr als 4-5 Wehen die Stunde über die nächsten Wochen. Tage auch gar nichts und nachts immer ruhig.

    Dann kam das Wochenende des errechneten Termins und den ganzen Samstag und Sonntag hatte ich Wehen im 5-25 Minuten Abstand. Sonntag Abend kam auch nochmal die Hebamme, weil ich so gefrustet war, dass es nicht ernst wurde mit der Geburt. Sie meinte, ich könnte einfach nicht loslassen wegen der anderen Kinder und empfahl mir Bachblüten in mein Wasser zu nehmen.
    Danach war die Nacht auch total ruhig und ich konnte gut schlafen.

    Um 5 Uhr morgens bin ich dann am 13.11. wach geworden, direkt gemerkt, ich habe Wehen, alle 3-8 Minuten. Baby im Bauch strampelt, also alles prima. Im Bett mit waren noch Nr.2 und Nr.3, die schliefen noch. Bis zum Aufstehen um 6.30 Uhr habe ich dann also ruhig Wehe um Wehe ruhig abgewartet, bin vorher kurz zu meinem Mann, dem war mit 2 Kindern im Bett zu eng geworden und er war ins Kinderzimmer umgezogen. Ihm habe ich dann gesagt, dass die Wehen wieder da sind, auch schneller kommen und dass er mich morgens nicht einplanen soll beim Kinder bereit machen. Er solle dann den Kleinen in den Kiga bringen und direkt wieder kommen.
    Ich bin dann nach dem Aufwachkuscheln erstmal duschen, habe mich angezogen (Geburtsoberteil, dass ich auch schon bei Nr. 1 anhatte), geschminkt und besonderen Schmuck rausgesucht (Lieblingsperlenkette meiner Oma bei der ich aufgewachsen bin, Perlenohrringe, die ich zur Hochzeit bekommen hatte). Dann habe ich noch etwas geholfen die Kinder anzuziehen und um viertel vor 8 war dann mein Mann aus dem Haus mit den Kindern. Ab da kamen die Wehen auch wieder immer zügiger. Während des Kinder bereit machens hatte ich eine halbe Stunde Wehenpause.
    Wehen kamen alle 5 Tendenz 3 Minuten, aber es ging alles gut zu bewältigen mit tiefen Atemzügen, Beckenkreisen und positiven Gedanken. Außerdem habe ich es mir im Schlafzimmer dunkel gemacht, Wäsche der Kinder in ihre Zimmer geräumt und diese zu gemacht. Kerze zur Geburt angezündet, Lichterkette angemacht und immer abwechselnd am Weleda Schwangerschaftsöl und dem Lavendelentspannungsbad gerochen.
    Dann um 8.30 Uhr kam mein Mann wieder, ging aber nochmal sich Frühstück vom bäcker holen. Ich hatte da schon keinen Hunger mehr.
    Ab 9 uhr zogen die Wehen dann ordentlich ins Becken und waren schwerer zu verarbeiten aber immer noch o.k., da habe ich dann die Hebamme angerufen und gebeten zu kommen. Weil die im Funkloch war hat das dann aber etwas gedauert und bis sie da war nochmal. So 9.40 Uhr kam sie, da hatte ich mich aber nochmal seitlich ins Bett gelegt weil es schon sehr tief ins Becken zog vom Schmerz und auch in die Beine.
    Die Hebamme hat dann kurz nach den Herztönen vom Kind gehört- alles tiptop, mir gesagt, dass ich das ganz toll mache und dann hat sich auch mein Mann zu mir gesetzt und ich habe dann immer seinen Arm gedrücktnund gezogen wenn wieder eine Wehe kam, während die Hebamme mir gut zugeredet hat und mein Becken geschüttelt. Irgendwann fragte die Hebamme dann, ob ich mal aufstehen wolle, im Liegen waren die Wehen kaum noch auszuhalten und ich sagte ja, müsse aber nochmal aufs Klo. Dabei haben mir dann die Hebamme und mein Mann geholfen, allerdings war da der Kleine schon so tief im Becken, dass ich dachte, gleich breche ich auseinander. Entsprechend hat es sich wie eine Ewigkeit angefühlt die ich gebraucht habe um wieder ins Schlafzimmer zu kommen. Auf dem Weg habe ich mich zwei Mal fest an meinen Mann gehangen und mich auf ihn gestützt. Dann im Schlafzimmer wusste ich gar nicht mehr so recht, wie ich mich an besten positionieren sollte um die Wehen gut anzunehmen, ich hatte dann das Gefühl ich gehe jetzt mal in die Hocke in die Ecke vor meiner Bettseite und dem Nachttisch. Da machte es "Peng" und ein Riesenschwapp Fruchtwasser begoss den Boden. Ich "scheiße!!!" denn das war direkt vor der Mehrfachsteckdose. Mein Mann und die Hebamme fragten dann noch, ob ich nicht lieber vors Bett wolle- wo alles mit Handtüchern und Folie ausgelegt war. Ich draufhin "Nein, ich geh hier nicht mehr weg!". Da mussten sie dann erst kurz alles umlegen. Und als dann Isomatte und Handtücher unter mir waren hatte ich das Gefühl, jetzt dringend und zwar mit aller Power, schieben zu müssen- denn es kam KEINE WEHE mehr. (Im Nachhinein meinte die Hebamme das sei vielleicht der Moment gewesen, wo sich bereits ein Teil der Plazenta gelöst hatte.) Damit habe ich dann erst den Kopf und dann mit einem zweiten Schub den restlichen Körper geboren. Bin dabei auch leicht gerissen, weil ich soviel Kraft ins Drücken gelegt hatte- wie gesagt hatte ich ja keine Wehen mehr. Dann konnte ich direkt auf dem Handtuch unter mir meinen Sohn bestaunen, der leider direkt einen letzten Schwall Fruchtwasser und Blut ins Gesicht bekam und den dann auch schluckte. Da habe ich mich gleich zu ihm gebeugt, ihn beruhigt und gesagt wie lieb ich ihn habe.
    Es kam dann erstmal weiter eine Menge Blut und die Hebamme hat mich schnell aufs Bett verfrachtet sobald ich unseren Sohn aufgenommen hatte. Da stoppte dann die Blutung.
    Sofort war alles total entspannt. Wir konnten kuscheln und uns ausruhen. Das Blut kam einfach von der bereits gelösten Plazenta. Bis zur Plazentageburt in der Hocke vorm Bett, bei der mir die Hebamme wieder geholfen hat, dauerte es dann fast eine Stunde. Vorher hat mein Mann noch unseren Sohn abgenabelt und ihn dann gehalten während ich die Plazenta geboren habe. Anschließend gab es wieder kuscheln und Ruhe, die Hebamme und mein Mann haben alles aufgeräumt und sauber gemacht, die Hebamme hat ihren Papierkram erledigt, wir haben alle noch einen Kaffee getrunken und mit alkoholfreiem Sekt auf den Geburtstag unseres Sohnes angestoßen.
    Wie sagt unsere Nr.2? "So nice!"

  7. #37
    sansa80 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    vielen dank morningsun, für diesen tollen geburtsbericht.

  8. #38
    LieblingsFarbe ist offline Auf dem Weg zum Kleeblatt
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Es liest sich, als ob du eine echt tolle Geburt hattest! Aber es ist nicht gut, dass sich die Plazenta schon so früh begonnen hat abzulösen oder?

  9. #39
    Avatar von Morningsun2010
    Morningsun2010 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Zitat Zitat von LieblingsFarbe Beitrag anzeigen
    Es liest sich, als ob du eine echt tolle Geburt hattest! Aber es ist nicht gut, dass sich die Plazenta schon so früh begonnen hat abzulösen oder?
    Ja, das wäre eine echt beschissene Komplikation gewesen, wenn ich ihn da nicht direkt mit aller Kraft raus befördert hätte. Klassischer Sauerstoffmangel unter der Geburt- hätte man aber in der Klinik GENAUSO gehabt und NICHTS tun können. Herztöne waren bis kurz vorher top. Kein Hinweis auf Probleme.

  10. #40
    KathrinR ist offline old hand
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Zitat Zitat von Morningsun2010 Beitrag anzeigen
    Ja, das wäre eine echt beschissene Komplikation gewesen, wenn ich ihn da nicht direkt mit aller Kraft raus befördert hätte. Klassischer Sauerstoffmangel unter der Geburt- hätte man aber in der Klinik GENAUSO gehabt und NICHTS tun können. Herztöne waren bis kurz vorher top. Kein Hinweis auf Probleme.
    Gut, dass alles am Ende doch glücklich ausgegangen ist. Du hast das ganz prima gemacht und so deinem Kind in einer potentiell gefährlichen Situation perfekt geholfen.
    Jetzt ist es geschafft und du darfst deinen süßen und gesunden Sohn im Arm halten. :)

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