Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Mary1405 ist offline 3 ist das neue 2!
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    Standard Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Hallo ihr Lieben.
    Ich beginne mal!!!
    Am 18.10. hatte ich ab etwa 20 Uhr etwas Unterleibschmerzen und Ziehen.
    Ab halb 10 sagte ich zu meinem Mann, dass ich das Gefühl hab, dass wir die Nacht nicht zu Hause verbringen.
    Vorsichtshalber rief ich meine Mutter an, damit sie vorgewarnt war.
    Ab 22 Uhr hatte ich etwa alle 10 Min einen harten Bauch und dieses Ziehen.
    Meine Mutter also gebeten zu kommen, um bei unserer Tochter zu bleiben.
    Gegen 23 Uhr waren wir im Kreißsaal.
    Wehen im CTG, Mumu 3cm, Aufnahme
    Wir sollten eine Stunde spazieren gehen und stellten uns auf eine lange Nacht ein.
    Um 1 Uhr zurück im Kreißsaal: Mumu 4 cm, Wehen alle 5 Min.
    Um 2 Uhr PDA: um etwas entspannen zu können
    Halb 3: die PDA wirkt, Fruchtblase macht Plopp
    Etwa 10 Min später spürte ich einen seltsamen Druck, als wenn ein Kopf drücken würde oder ich mal zur Toilette müsste.
    Die Hebamme sagte, dass das ein gutes Zeichen wäre und untersuchte nochmals.
    Ihr Kommentar: Oh, da steht jemand direkt vor der Tür, die Haare kann ich schon sehen. Bitte jetzt nicht drücken, denn ich muss noch einiges vorbereiten!
    Ich lachte nur und sagte, dass sie entspannt alles vorbereiten kann, denn ich brauche sicher noch Zeit!!!
    Daraufhin rief sie die Ärztin zur Geburt.
    Nach nur wenigen Presswehen, die dank der PDA nahezu schmerzfrei waren, war unsere Maus um 2:50 Uhr da.

    Wir waren beide überwältigt und konnten es nicht fassen, wie schön und problemlos eine Geburt verlaufen kann, drenn die erste Geburt war ein traumatisches Erlebnis!

    Bin nun gespannt auf eure Berichte!!!
    Liebste Grüße
    04/12
    ☆ 06/16 7.SSW
    10/17
    ☆ 07/19 12.SSW


  2. #2
    alwini ist offline addict
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Das klingt nach einer entspannten und schnellen Geburt. Bei mir jetzt das Kontrastprogramm.

    Am 9.10. bin ich zum Arzt mit Verdacht auf Gestose. Diese wurde leicht bestätigt und ich ins KH geschickt wegen schlechtem CTG. Im KH angekommen alles gut soweit. Kann wieder heim aber am nächsten Tag nochmal zur Kontrolle und Doppler kommen. Auch da war alles ok. Die Oberärztin erklärte mir schon das Vorgehen, wenn ich über ET gehe. In der nächsten Nacht (11.10.) um 2 Uhr wurde ich wach und spürte wie das Fruchtwasser läuft. Mir war zwar sofort klar, was los war aber trotzdem zur Sicherheit ph-Test. Positiv. Meinen Mann geweckt. Sein Kommentar: Können wir dann nicht noch etwas schlafen?! NEIN können wir nicht. Ich war zwar ziemlich entspannt, aber schlafen hätte ich trotzdem nicht gekonnt. Also geduscht und Windel an. Dann habe ich "Frühstück" gemacht und in Ruhe gegessen. Ich hatte zwar immer wieder einen harten Bauch, aber nicht regelmäßig. Hatte die Befürchtung, dass ich im KH auf jeden Fall laufen geschickt werde. Also hab ich zu meinem Mann gesagt ich möchte hier noch laufen. Also nach dem Frühstück alles eingepackt und durch den Ort gewandert. Alles noch sehr entspannt. Auf ins KH. Aufnahme wegen Blasensprung. Untersuchung: MuMu fingerdurchlässig, GMH nahezu erhalten. Also gleicher Befund, wie die zwei Wochen zuvor. Gute Stunde am CTG. Ein paar einzelne, ganz leichte Wehen. Allerdings weniger als in den letzten SS-Wochen.
    Aussage: Gehen Sie spazieren, frühstücken, schlafen,... Wir organisieren Ihnen ein Zimmer. Wir also los. Durch die Stadt gewandert und für meinen Mann Brot gekauft (Weizenallergie),... Zurück ins Wehenzimmer. Von dort auf Station. Keine weitere Untersuchung, kein CTG, nichts. Manchmal ein leichtes Ziehen, aber zu vernachlässigen. So haben wir den ganzen Tag verbracht. Nachmittags noch ein weiterer langer Spaziergang. Abends um 20 Uhr (18 Std nach Blasensprung) Antibiotikum, Homöopathie, Akupunktur, CTG. Immer mehr Wehen. Regelmäßiger und etwas intensiver. Vorfreude steigt. Ich aufs Zimmer. Zwei Stunden später: Alle Wehen weg. Treppe hoch, Treppe runter, Flur hoch, Flur runter. Nichts. Schreckliche Schmerzen in der Symphyse, liegen nicht möglich, an Schlaf nicht zu denken. Wir beide völlig fertig. Dritte nahezu schlaflose Nacht in Folge. Wir um 24 Uhr zur Schwester und um Einleitung gebeten (die sollte 24 h nach Blasensprung beginnen, aber nicht nachts um 2, sondern morgens um 6. Somit 28 Std statt 24 warten.) Hebamme hat sich geweigert und mir nur was gegen die Symphysenschmerzen gegeben. Wir wieder aufs Zimmer. Mein Mann wollte bei mir bleiben. Man weiß ja nie, wann es losgeht. Hatten aber nur 90 cm Bett. Also zu 2 in das Minibett. An Schlaf nicht zu denken. Wir haben dann irgendwann einfach das freie Bett mitgenutzt und haben 2 Stunden geschlafen. Um 4 nächste Runde Antibiotikum. Zugang zu. 3x neu stechen. Schwester motzig wegen dem genutzten Bett.
    Kurz nach 5. Abholung zur Einleitung. CTG, Tablette, warten. Meinen Mann habe ich um 7 nach Hause geschickt. Er kaum geschlafen, schlechte Laune, Ende nicht absehbar. Wehen kommen regelmäßiger, aber noch recht entspannt. 10 Uhr zweite Tablette. Abstände unter 10 Min. Noch gut aushaltbar. 14 Uhr dritte Tablette. Wehen wurden unregelmäßiger aber dafür deutlich unangenehmer. Untersuchung: Keine Änderung am Befund. Frustration.
    Entscheidung ob noch eine Tablette oder abwarten, ob die Wehen von allein bleiben. Ich wollte und konnte einfach nicht mehr. Also: 18 Uhr vierte Tablette. Kurze Zeit später kam meine Mama um mich zu unterstützen. Wehen musste ich schon deutlich veratmen. Durchs Zimmer gewandert. 19 Uhr wurde ich in den Kreißsaal geholt. Mama kam mit. CTG schreibt keine Wehen auf, aber für mich waren sie spürbar und für alle anderen hörbar. Also Mama Stift in die Hand und Wehen manuell auf dem CTG Streifen notieren. Immer kürzere Abstände. Immer schmerzhafter. 20 Uhr kam mein Mann. Eine Wehe. Ein Glas Wasser. Wehe. Wasser. usw. 20.30 Uhr. Kräfte neigen sich dem Ende entgegen. Schmerzmittel per Infusion. 21 Uhr Kreislauf bricht zusammen. Einsetzen der Dauerwehen. Vorbereitung PDA. 21.30 Uhr PDA liegt und wirkt. CTG wird schlechter. Herztöne erholen sich zwar immer wieder, sinken unter den Wehen aber zu niedrig. Untersuchung: GMH weg, MuMu 3 cm. Blutabnahme von Kindchens Kopf. Blut ist auf dem Weg zum Labor geronnen. Keine Ergebnisse. Herztöne weiterhin schlecht. Dringende Empfehlung zum KS. 22.30 Uhr. Aufbruch Richtung KS. 23 Uhr ging es langsam los. Ich kämpfte gegen die Übelkeit, wurde schräg gelegt, bei jedem Übelkeitsschub mehr Medikamente. Hab nur noch gekämpft wach zu bleiben. 23.13 Uhr der erste Schrei. Baby kam kurz bei uns vorbei und musste zur Untersuchung. 3 Min später hatte mein Mann ihn im Arm und ich hab so gut wie nichts mehr mitbekommen. Sollte mein Kind halten während mein Mann sich umzog. Konnte meinen Körper aber nicht kontrollieren. Baby also in meine Decke eingewickelt und zurück in den Kreißsaal. Dort wurde gekuschelt, gestillt, geheult und gelacht. Ich war nach den 4 wachen Tagen so unglaublich fertig, glücklich, aufgeregt, erleichtert, verliebt,...

  3. #3
    Avatar von jenkaz
    jenkaz ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Bei mir ging es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit Wehen los. Den Nachmittag vorher hatte ich schon eine leichte Schmierblutung. Ich war dann nachts noch baden um zu schauen ob es echte Wehen sind und um sechs haben wir dann die Hebamme angerufen. Wehen kamen alle 7-8 Minuten waren aber auszuhalten. Um zehn dann ab ins Geburtshaus zum CTG schreiben. Wehen waren deutlich zu erkennen aber Muttermund nur finger durchlässig aber sonst nix. Wehen kamen da nur noch alle 10-15 Minuten. Also wieder Nachhaus. Gegen Nachmittag wurden die Wehen stärker aber abstände gleich lang. Hebamme kam wieder. Hatte sich noch immer nichts getan und ich bekam buscopan Zäpfchen und den Rat unbedingt nochmal zu schlafen weil ich ja die ganze Nacht wach war. Abends ins Bett aber an schlaf war nicht zu denken. Wehen kamen immernoch nicht öfter aber wurden stärker. Nachts um halb eins also heulend die Hebamme wieder angerufen. Die kam dann nachts zu uns und gab mir einen Wehen Hemmer weil sie sagte ich muss unbedingt etwas schlafen. Sie blieb dann die ganze Nacht und schlief mit mir unten auf dem Sofa und mein Mann oben. Morgens fuhr sie dann Nachhaus und die Wehen kamen noch unregelmäßiger. Zwischen 7-12 Minuten aber dafür war zwischendrin schon so eine Hammer wehe dabei. Meine Mama war dann vormittags hier weil ich wollte das mein Mann noch schläft damit ich ihn später fit bei der Geburt hatte. Sie hat dann auf mich aufgepasst. Hebamme dann wieder angerufen und wir sollten um eins wieder zum CTG. Im Auto dorthin kamen die Wehen dann viel öfter und heftiger. Das zeigte auch das CTG und auch der Muttermund war schon weite geöffnet. Das war der Startschuss für das Krankenhaus. Das war dann am Freitag gegen 14 Uhr. Gegen 15 Uhr waren wir dann dort und die schmerzen kaum auszuhalten. Haben es erst mit Schmerztropf und dann Lachgas versucht aber das Gas fand ich gar nicht gut. Als es garnicht mehr ging dann doch die PDA. War das eine Erleichterung. Danach hab ich erstmal einen Müsli Riegel gegessen und was getrunken und geruht. Dann kam gegen neun der Wehen Tropf weil Muttermund war ganz auf aber Wehen kamen seltener. Druck war nicht da daher haben wir einfach simuliert und dann gegen zehn machte sich Madame auf den Weg. Um kurz vor elf war sie dann da. Die Plazenta kam erst eine Stunde später und war leider nicht vollständig :( da ich die PDA liegen hatte versuchte man erstmal mich hier mehr zu betäuben bevor man eine Vollnarkose macht weil ich ausgescharbt werden musste. Bei der Gelegenheit wurde dann auch der dammriss 3. Grades genäht. Um zwei Uhr kamen wir endlich raus. Ich war total fertig und war erstmal noch eine Stunde nur am zittern. Wir waren dann zu dritt noch zwei Stunden zur Überwachung und um vier ging es dann endlich aufs Zimmer :) unsere Maus hat in der Zwischenzeit schon mit Papa geschmust.

  4. #4
    honeybunny ist offline reloadedagain
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Wie

  5. #5
    Little ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Ich schreibe dann auch mal einen ausführlicheren Bericht. Könnte ziemlich lang werden.

    Angefangen hatte alles am Montag, da hatte ich einen Termin bei der Hebamme. Da ich am Wochenende solche Probleme mit meinem Blutdruck hatte, inkl. Schwindel und Kopfschmerzen, bat sie den Arzt nochmal um Rat (sitzen in einer Praxis) und dieser überwies mich ins Krankenhaus zur Abklärung auf Gestose. Also ich dort hin, aber es war alles ersteinmal in Ordnung. Kind ist nur sehr groß und der Arzt meinte, dass ich in 2 Tagen wieder kommen soll um evtl. gleich einzuleiten, da wir wahrscheinlich Probleme bekommen könnten, die Schulter durchzubekommen. Und ich sollte meinen Blutdruck 3x am Tag messen und aufschreiben. In der Nacht drauf bekam ich dann schon regelmäßige Wehen über mehrere Stunden, aber ohne Probleme aushaltbar und schlafen konnte ich dann auch noch ein paar Stunden. Am nächsten Tag kamen die Wehen ziemlich unregelmäßig, aber stärker. Erst am Nachmittag entwickelte sich ein Rhythmus von 20 Min., der sich dann immer weiter verringerte. Aber es war alles noch nicht wirklich schmerzhaft. Abends im Bett weihte ich meinen Freund ein, dass er wohl damit rechnen kann, dass es los geht. Um 23 Uhr sind wir dann auch losgefahren mit einem Abstand von 6 Minuten. Die Hebamme meinte ja, wir sollten nicht zu lange warten, da es das 2. Kind ist.
    Im Krankenhaus angekommen, gab es die üblichen Untersuchungen. Jedoch auch totale Unsicherheit wegen des frühen totalen Muttermundverschlusses. Gleich 2 Ärztinnen versuchten den Verschluss zu öffnen, wobei ich immer wieder sagte, dass es keinen Faden mehr geben sollte. Das dauerte insgesamt ungefähr 2 Stunden, bis die auf die Idee kamen, in der Klinik anzurufen, die das damals gemacht hatten. Die sagten, dass sich das natürlich alles von alleine öffnet, wenn es soweit ist und wenn noch nichts zu spüren ist, es sich lediglich um eine Öffnung von max. 3 cm handeln kann. Daraufhin wurden wir zu Wahl gestellt, ob ich nach Hause gehen oder stationär aufgenommen werden möchte. Innerlich fragte ich ich, ob die einen an der Klatsche haben. Sorry, aber ich hatte alle 1-2 Minuten Wehen, die immer schlimmer wurden und die fragten mich ernsthaft, ob ich nach Hause gehen möchte. Das war um 2 Uhr nachts. Und auch auf die Nachfrage, woran ich erkennen soll, wann ich wieder kommen muss, hieß es nur, wenn die Wehen stärker und öfters kommen. Ich war da völlig platt, da bei 1-2 Minuten Wehen ich mir nicht vorstellen konnte, das es noch öfters gehen soll. Glücklicherweise weigerte sich mein Freund, mich so mitzunehmen. Also warteten wir eine gefühlte Ewigkeit auf die Aufnahme und auf ein Zimmer. In der Zeit wurden die Wehen immer stärker und tatsächlich noch häufiger. Ich hatte kaum noch Pause dazwischen. Anscheinend hatten die Ärzte oder Hebammen dann doch noch Mitgefühl und holten mich lieber gleich in den Kreißsaal. Dort zog ich mich um und legte mich nur noch auf das Bett und war mit den Wehen beschäftigt. Die Hebamme schaute nochmal nach dem Muttermund und diesmal konnte sie 3 cm Öffnung fühlen. Sie machte mir nicht viel Hoffnung und meinte, es dauert wohl noch eine ganze Weile. Die Wehen waren dann irgendwann fast durchgängig ohne Pause und auch immer gleich Doppelwehen (eine Wehe war noch nicht ganz abgeklungen, da kam sofort die nächste). Auch da konnte sie mir nicht viel helfen und meinte nur, wenn ich Presswehen bekomme, soll ich bescheid geben. Aber es hieß eben wieder, das dauert noch. Naja, kurze Zeit nachdem sie den Raum verlassen hat, fing der Pressdrang an. Mein Freund klingelte, aber es kam niemand. Die Hebamme war wohl auch hörbar beschäftigt mit der Frau nebenan. Auch wieder nach einer gefühlten Ewigkeit war sie dann da und es konnte losgehen. Leider nur dauerte es alles irgendwie ewig. Das Kind wollte einfach nicht richtig raus. Als der Kopf dann da war, wurde es etwas hektischer. Die Nabelschnur war um den Hals gewickelt. Aber nun kam das größte Problem, die Schultern wollten, wie bereits vom Arzt vor 2 Tagen vermutet, nicht durchpassen. Ich musste irgendwelche komischen Übungen auf dem Bett machen, ständig irgendwohin drehen, dann haben die Hebamme und die Ärztin meine Beine immer angewinkelt und gestreckt. Wohlgemerkt alles mit einem halb geborenem Kind und Dauerwehen. Auch jede Bewegung löste eine Wehe aus. Ich wollte nur noch, dass dieses Kind rauskommt. Kurz vor 6 Uhr war es dann endlich soweit. Ich glaube, die Erleichterung stand mir ins Gesicht geschrieben und ich war auch ziemlich glücklich das alles vorbei ist. Leider war das was danach kam auch nicht so schön, da sie das Kind gleich mitgenommen haben. Mein Freund schob sogar richtig Panik, da sie mit der Kleinen sofort losrannten und einfach nicht mehr wiederkamen. Selbst die Hebamme war ziemlich besorgt und versuchte uns zu beruhigen und erklärte uns, was los war. In der Zwischenzeit untersuchte man die Plazenta und wusste nicht so ganz, ob sie vollständig war oder nicht. 3 Ärzte schauten sich das an und machten noch einen Ultraschall. Aber letztendlich entschieden sie sich gegen eine Ausschabung und nähten dann unendlich lange an mir rum. Irgendwann kam dann der Kinderarzt mit der Kleinen zu uns rein, ich durfte kurz mit ihr kuscheln und dann musste sie leider mit ihm wieder mit. Als dann alles fertig war bei mir, durfte ich zu ihr und habe gaaanz lange mit ihr kuscheln dürfen. Sie musste jedoch auf der Neonatologie bleiben. Am nächsten Tag gab es nochmal einen Schreckmoment, weil es ihr wieder etwas schlechter ging und sie damit dann noch weitere Tage auf der Station bleiben musste. Glücklicherweise durfte ich aber dann ins Rooming-In mit ihr und konnte somit die ganze Zeit bei ihr bleiben.
    Alles in allem zwar eine kurze Geburt, aber leider nicht ganz reibungslos. Und wenn man bedenkt, dass die mich um 2 Uhr noch nach Hause schicken wollte, bin ich echt froh, dass wir uns geweigert haben.

  6. #6
    Sunni82 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Dann hau ich auch mal in die Tasten

    Wie ihr ja mitbekommen habt, machten die Hebammen erst ab den 1.Oktober wieder Geburten. Das wäre 39+0 gewesen.
    Also erst mal etwas gezittert, diesen Termin zu erreichen. Ich hatte schon länger immer mal wieder Wehen. An 39+3 waren sie den ganzen Tag über immer mal wieder. Nachts ganz extrem, aber nur ca. 2 Stunden lang. Die Hebamme hat dann mal geschaut. Muttermund 2 fingerbreit geöffnet und schon nach vorne gekommen.
    O-Ton der Hebamme: Das kann heute Nacht losgehen oder noch ne Woche dauern.
    Mein Mann war dann das Wochenende drauf auf einem Lehrgang. Ab Sonntag durfte es also losgehen und wir haben es wieder riskiert . Ich hatte dann in der Nacht über einen längeren Zeitraum Wehen und am nächsten Tag auch altes Blut am Toilettenpapier. Lange konnte es also nicht mehr dauern. Meine Oma hat mich an dem Tag gesehen und gesagt, dass der Bauch doch schon runtergesackt wäre. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass es dann losgeht. Ich hatte ja von Anfang an auf den 10.10. getippt. Bei den letzten beiden Kindern lag ich auch richtig.
    Nachts (von Montag auf Dienstag) bekam ich wieder Wehen. Von 1.30 Uhr bis 4 Uhr lag ich im Bett und bin immer mal wieder weggedöst. Dann bin ich aufgestanden und habe mir im WWW die Zeit vertrieben. Um 5.30 Uhr ist mein Mann aufgestanden.
    Am Toilettenpapier war dann frisches Blut. Also habe ich meinen Mann eingeweiht, der eigentlich zur Arbeit musste. Als er um 6:30 Uhr kurz weggefahren ist, um etwas zur Arbeit zu bringen, wurden die Wehen etwas stärker.
    Um 7 Uhr habe ich dann der Hebamme und meiner Freundin Bescheid gegeben. Um 8 Uhr waren dann beide da. Die Hebamme hat wieder untersucht. 3cm. "Das kann losgehen, kann aber auch wieder stoppen." Normalerweise wäre sie wieder gefahren, hat aber angeboten eine Stunde zu bleiben und dann nochmal zu gucken, was passiert. Auch weil ihr Anfahrtsweg etwas weiter ist. Die Kinder sind alle so nach und nach wach geworden und haben zusammen gefrühstückt. Wir haben Tee gekocht und zusammen in der Küche gesessen. Wobei ich eher die ganze Zeit gestanden habe, immer mal wieder zum Wohnzimmer und zurück geschlichen bin. Ich wollte ja, dass es losgeht
    Die Kontrolle der Hebamme ergab 4-5cm. Auch jetzt könne es beim fünften Kind noch zum Stillstand kommen. Also weiter klönen in der Küche. Meine Freundin ist ebenfalls Hebamme und so gab es Fachgespräche über die Kliniken hier in der Umgebung, die Bedingungen für Hebammen und die schlimme Entwicklung der Geburtshilfe.
    Ich bin dann aber immer wieder ins Wohnzimmer gegangen, weil die Sessellehne sich so zum Wehenveratmen anbot. Mein Mann hatte den Kaminofen angemacht und so war es schön mollig warm im Wohnzimmer. Ich habe dann beschlossen, dort mein Kind zu bekommen. Die Hebamme hat am Tisch ihren Papierkram gemacht und die anderen Frauen über Kurstermine informiert. Nebenbei hat sie meinen Wehenabstand gestoppt. Achja, und immer mal wieder die Herztöne kurz kontrolliert. Die waren immer gleich, egal ob gerade ne Wehe war oder nicht. Das Baby war völlig unbeeindruckt.
    Irgendwann wollte ich gerne vorm Sofa knien. Habe da weiter meine Wehen veratmet. Die Kontrolle ergab dann, dass der Muttermund fast vollständig auf war. Also hat die Hebamme die zweite Hebamme angerufen. Kurz bevor sie da war habe ich noch gescherzt, dass ich auf sie warte, bevor das Baby kommt. Eine Wehe vorm Klingeln musste ich dann tönen. Die Übergangsphase war diesmal echt fies. Ich hatte das Gefühl, es geht grad nicht vorwärts. In der Wehe war mir das immer zu leise, weil keiner was gesagt hat. Die Kinder hatten wir schon mit Freundin nach oben geschickt, in die Kinderzimmer. Also haben die Hebammen ihre weiteren Termine abgesprochen.
    Dann ist die Fruchtblase geplatzt. Und dann gings rund. Mein Sohn hat zwei Mal irgendwie den Kopf im Becken gedreht, was immer eine starke Presswehe ausgelöst hat. Ich konnte dann auch nicht mehr ruhig bleiben und habe beim Pressen immer aus vollem Hals ins Sofa geschrien. Das ging nicht anders. Nach ein paar Presswehen war der Kopf draußen und man hörte sofort ein zartes, gurgelndes Schreien. Das muss für die anderen sehr interessant ausgesehen haben. Es wurde irgendwas gemurmelt und es war laut meinem Gefühl etwas unruhiger. Wie mein Mann später sagte, war die Hand an der Wange und die Nabelschnur lag am Hals (war aber nicht um den Hals). Es waren dann weitere zwei/drei Presswehen nötig, um das Baby ganz zur Welt zu bringen. Und dann war es da. Gegen kurz vor 13 Uhr. Es lag unter mir und ich sollte es hochnehmen. Erster Blick: Was ist es denn? Ah, ein Junge (was sonst). Er war total heiß und vor allen Dingen so dermaßen glitschig, dass ich ihn gar nicht richtig halten konnte. Ich sollte mich dann aufs Sofa legen. Der Mops kam auf meine Brust und wurde mit einem Handtuch zugedeckt. Meine untere Körperhälfte ebenfalls, denn die Kinder durften kommen. Die erste Frage war gleich, was es denn jetzt ist. Sie waren total fasziniert. Zwischendurch hat die Hebamme immer mal wieder gefragt, ob die Plazenta wohl kommt. Das hat aber ne halbe Stunde gedauert. Die Kinder hatten wir kurz aus dem Raum geschickt. Dann durfte mein 2. Sohn die Nabelschnur durchschneiden und alle haben die Plazenta begutachtet. Draußen wurde von den Kindern ein Loch gebuddelt.
    Bei der U1 haben alle Kinder zugeschaut, während ich erst mal zum Klo sollte und danach nach oben ins Schlafzimmer begleitet wurde. Dann kam die Hebamme mit dem Mops ins Zimmer. Der war immer noch nackig. Die Kinder durften abwechselnd neben mir liegen, mit Baby auf dem Oberkörper. Erst am nächsten Tag morgens hat er die erste Kleidung anbekommen.

  7. #7
    Caromelo ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Danke für eure Berichte Ich hoffe, nächste Woche auch mal dazu zu kommen!!

  8. #8
    Prinzessin08 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Guten morgen,
    Dann will ich auch mal 7 Wochen ist es nun her.

    Und nun weiss ich warum ich mich nie festlegen wollte Hausgeburt, Wanne und Co. (Wohl eine Vorahnung)
    Und hat mir das Gegenteil meiner ersten beiden Traumgeburten gezeigt, sowie was eine Beleghebamme wert ist !


    Am 22.9
    Hatte ich einen Vorsorgetermin beim FA, der Termin vom 19. wurde wegen Weiterbildung verschoben.

    Ctg hatte mich schon gewundert. Keine oder kaum Herztöne wo sie noch einen Abend vorher waren. (Da war die Hebi da)
    Naja gut wer weiss. 37+5, 6.5 Wochen Schädellage warum sollte es jetzt anders sein.

    US DA sagt Oooh eine BEL. Ich in Tränen ausgebrochen. Hatte ja etliche Wehen schon die ganzen Tage.

    Hmm ja wie ich sehe wollen sie BEL nicht normal entbinden (von Spontan war nie die rede) NEIN

    Dann jetzt 2 Möglichkeiten

    Sofort in Klinik..... (100km entfernt) äußere Wendung und Einleitung

    Klinik..... Kaiserschnitt

    Kaiserschnitt wollen sie nicht. Nein es ist mein 3. Kind natürlich nicht.

    Entschied mich für Variante 1. Aber nicht für sofort es war Freitag Mittag 11.30 Uhr. Ich hätte sofort kommen müssen. Klar Koffer war gepackt. Für 3 Tage. Wollte ja eigentlich ambulant entbinden. Und nicht für länger.

    Also Termin gemacht für Montags. Nein DA raus. Heulend zur Hebamme ja fast gerannt. Sie rief in der Wunschklink an. Klinik 3.

    Dort vorgesprochen. Ja der FA war super nett. Lag ja 2 Wochen vorher schon dort.

    Sagte Pass auf geh nochmal heim. Frühstückt morgen mach dir schönen Vormittag mit Mann und Kinder komm zu 11 Uhr Stationär.

    Montag je nach Lage KS oder Einleitung
    BEL ist in dieser Klinik nicht möglich.

    Ich weiss nicht wie oft die Maus sich in den 3 Tage gedreht hat. Es war oft

    Bei Aufnahme am CTG BEL. 1.5 Std später SL

    So ging es bis Montags unter Einleitung und aller 4 Minuten wehen 18 Uhr! (Wehen waren Muttermund unwirksam)

    Seine Frau die Ärztin hätte genau aus diesem Grund garnicht eingeleitet sondern direkt JA gemacht. Er war anderer Meinung und hatte Montags auch Dienst Gott sei dank.

    Montags also 9Uhr Einleitung mit Gel
    Vorher noch ein Schall

    Spazieren etc nichts passiert.

    Eigentlich hiess es man "prügelt" sie nicht raus. Einmal Gel dann wartet man.

    14 Uhr wieder Gel. Und auch sofort alle 4 Minuten wehen.20 Uhr CTG 20.30 Uhr fehlen die Herztöne bei jeder Wehe ab auf 55 bis 85 sie drückte so in Becken
    Hebamme brachte mich in den Kreissaal. Da liege ich besser und das tut den Herztöne gut meinte sie. Mit den Herztönen das ging so weiter. Wehen waren noch nicht am CTG. 21.40 Uhr Befund unverändert. NICHTS tut sich. Deprimierend. Nummer 2 kam mit allen 10 Minuten wehen binnen 3 Stunden. Und hier Tag sich von 14 bis 21.40 mit aller 4 Minuten nichts.

    Dann war der Schichtwechsel ich musste pullern. Es gab übern Tropf buscopan. Die wehen kamen und gingen nicht mehr. So wie ich dachte geschafft Luft holen war die nächste da.

    Es war übel. Einleitungswehen sind sowieso übel ggüber einer spontanen Geburt.

    Der Bauch wurde nicht hart ich dachte mir zerreisst es alles im UL

    Ich musste nach 30 Min wieder pullern
    (Hab ja auch 3 L getrunken und 3 L übern Tropf bekommen)

    Jedenfalls ich dürfe nicht pullern gehen man bot mir auch kein schiebe an.

    Ich darf nicht da ich nicht müsse. Das ist das Kind. Ah ja gut

    22.35 schaute Hebamme

    7cm. Soll Ich ihren Mann anrufen. Ich lehnte dankend ab. Schafft er eh nicvt mehr 🤣 Ich MUSSTE in den 4 Füssler auf dieses Bett. Ich wollte nicht. Ich MUSSTE. So drückt das Baby besser und es ginge schneller.

    Ich wollte einfach nur nen Wehenhemmer. Ne PDA oder sonst was.

    Ich mach mir schon beim Blut abnehmen ins Hemd. Wollte bei keinem Kind ne PDA. Und sie lacht. Ich sagte das ist mein voller ernst!!!! Ich kann nicht mehr. Und ich hab mir bei 2 Geburten nicht mal Zugänge legen lassen. Wenn ich ne PDA will hat es was zu heissen .

    Einzige anwesende Angestellte auf Station sie rannte dauernd weg.

    22.45 presste ich, es plätscherte es. Fruchtblase.

    Ich hab sie gerufen. Merkte Druck und sagte nur sie soll jetzt bitte da bleiben und nicht wieder weg rennen 😠

    Sie rief 3 mal beim Arzt an. Keine Ahnung er ging nicht ran.

    22.51 Uhr war die Maus dann da.

  9. #9
    Nerthe ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte - Aus dem Bauch mitten ins Herz :mama:

    Dann schreibe ich nun auch mal meinen Bericht:

    Am Freitag vor meinem ET (8.10.) hatte ich meinen letzten Vorsorgetermin bei meiner FÄ, die daraufhin auch in den Urlaub ging. Dort war im US noch alles in Ordnung, weniger Fruchtwasser, aber alles normgerecht und normal wenn es auf die Geburt zu geht. Leider aber keine Wehen im CTG und bis dahin hatte ich auch immernoch keine nennenswerten Senkwehen, also machte ich mich auch schon mal darauf gefasst zu übertragen.

    Am Montag hatte ich dann Termin zur Kontrolle bei der Vertretungsärztin, danach habe ich mich mit einer Freundin noch zum Mittagessen verabredet, da die Vertretungsärztin bei Ihr um die Ecke war und ich eh davon ausging, dass es keine großartige Veränderung gibt. War dann leider Pustekuchen, da ich im Kontroll CTG eine auffällige Wehe hatte, die ich nicht gespürt habe, die aber hochging, mega lang oben blieb und dann langsam wieder abgeklungen ist. Der Ultraschall danach war dann leider auch auffällig, da ich nur noch sehr wenig Fruchtwasser hatte. Sie riet mir dann möglichst bald zur Kontrolle noch einmal in meine Entbindungsklinik zu fahren, da diese das besser einschätzen können. Sie fragte mich dann in welche Klinik ich gehe und war dann ganz entzückt, da sie in dieser Klinik jahrelang gearbeitet hat und ich die Klinik auf mehrfache gute Empfehlung gewählt habe, und wollte dann auch füch mich dort anrufen, was glaube ich ganz praktisch war, da dann die Hebamme, die am Telefon war, mich gleich in Verbindung bringen konnte. Mittagessen sollte ich dann besser absagen und langsam in KH fahren.

    Auf dem Weg zum Auto rief ich dann meinem Mann an, habe mit den Worten "Es ist alles gut, keine Panik, aber ich muss nochmal zur Kontrolle ins KH fahren, weil..." angefangen, die er dann aber irgendwie ausgeblendet hat und schon totale Panik hatte und sich von allen auf der Arbeit in die Elternzeit verabschiedet hat.

    Angekommen im Krankenhaus, hat die Hebamme uns erst mal wegen dem CTG beruhigt, dass sowas schon mal vorkommen kann und sie jetzt eins schreiben. Dieses war dann auch in Ordnung und unauffällig. Danach sollte ich nochmal zum US wegen dem Fruchtwasser. Dieses war dann auffällig niedrig, so wie es normaleweise bei ET+10 aussieht. Die Ärztin meinte aber, dass der Grenzwert zur Unterversorgung noch nicht unterschritten ist, aber das wahrscheinlich nicht mehr so lange dauert. Sie hat dann gefragt, ob wir da schon langsam eine Einleitung beginnen wollen, oder ob wir Morgen nochmal wiederkommen wollen, um da nochmal zu gucken und dann zu entscheiden. Wir entschieden uns für Letzteres, da ich mir gewünscht habe, dass sich der Kleine selbst auf den Weg macht.

    Am nächsten Tag hat sich die Menge dann leicht verbessert, sodass wir nach Absprache mit den Ärzten in 2 Tagen nochmal wiederkommen sollten zur Kontrolle. So verlief dann die ganze nächste Woche mit Kontrollen, bei denen wir immernoch leicht über Grenzwert waren und ich wirklich alles versucht habe, um die Geburt natürlich einzuleiten, auch wenn der Tip noch so absurd war. Am Schlimmsten war wirklich der Wehentee mit Eisenkraut, der war so extrem widerlich. Eine Tasse wäre noch erträglich gewesen, aber jeden Tag 1 Liter war echt übel und mir wurde auch übel davon.

    ET+7 ging es dann auch wieder zur Kontrolle, leider war zu diesem Zeitpunkt aber das Fruchtwasser unter dem Grenzwert, obwohl die Ärztin auch noch 3 mal nachgemessen hat. Daraufhin riet sie uns nach Absprache mit ihrer Kollegin langsam mit den Einleitungsversuchen anzufangen. Obwohl ich wollte, dass er von selbst kommt, entschied ich mich dann natürlich dafür. (Bei mir im Krankenhaus sprechen sie von einer "sanften" Einleitung, das Heißt erst einen Tag Oxytocinbelastungstest, dann erst die richtige Einleitung mit Tabletten, aber da auch immer nur Eine auf Einmal und höchstens 2 am Tag.) Wir blieben dann also direkt für den Oxytocinbelastungstest im Krankenhaus. Dazu wird man an einen Tropf angeschlossen, und bekommt immer weiter gesteigert Oxytocin verabreicht (angefangen bei 12 mg, dann 24, 36 usw. bis 60. Die Menge wird alle 20 min angepasst). Währenddessen hängt man die ganze Zeit am CTG und es wird geschaut, wie der Körper und das Kind auf Wehen reagiert. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann auch zum ersten Mal Wehen verspürt, die aber wirklich noch gar nix waren. Nach dem Tropf muss man dann den Nachmittag über noch mit einigen Pausen dazwischen immer wieder ans CTG, sodass wir den Tag schon mal im Krankenhaus verbrachten. Eine "Nebenwirkung" des Oxytocintests ist, dass Dieser in etwas weniger als 50% der Fälle in den nächsten 12 h natürliche Wehen auslöst, worauf ich echt gehofft habe, aber Pustekuchen.... Der Herr wollte einfach nicht kommen.

    Also, am Nächsten Morgen dann ab ins Krankenhaus zur "richtigen" Einletung mit Sack und Pack. Erste Tablette bekam ich um ca. 9 Uhr Morgens verabreicht, die aber noch so gut wie gar nichts gebracht hat. Gegen 2 hatte ich ganz leichte Wehen, aber immernoch nichts Richtiges. Um 3 Uhr dann zur Verabreichung der nächsten Tablette angetanzt, da hat mich vor dem Setzen die Ärztin erst nochmal untersucht um festzustellen, ob die Erste schon etwas passiert ist, aber leider war dies nicht der Fall, sodass ich die 2. und letzte Tablette für den Tag bekam, mit der anschließenden CTG Odyssee letzter Kontroll- Ultraschall für den Tag war dann um halb 7. Die Stunde davor bemerkte ich die ersten stärkeren Wehen, allerdings noch ohne Regelmäßigkeit oder so. Naja, von dem CTG kamen wir dann nicht wieder aufs Zimmer, da es dabei dann losging.

    Ich habe mich natürlich schon irgendwo tierisch gefreut, dass es nun endlich losging, war aber nach den ersten paar Wehen ein wenig erstaunt, dass die schon so nahe beieinander und mit einer solchen Heftigkeit kamen, da man ja überall liest, dass es langsam losgeht und dann immer mehr wird. Es fing bei mir aber irgendwie sofort relativ heftig im Minutentakt an. Am Anfang war aber auch das noch ganz entspannt, mein Mann hat mich noch ein wenig massiert, dann wollte ich gerne in die Wanne zur Entspannung. Lieder informierte uns de Hebamme dann, dass die Gebärwanne momentan kaputt ist, sie mir aber gerne ein Entspannungsbad in der normalen Wanne einlassen kann, wo ich aber zur Geburt dann rausmuss.

    Also entschieden wir uns dafür und es tat auch wirklich gut. Kurz nachdem ich dann in der Wanne war, meinte die Hebamme, dass sie mir gerne war homöopatisches verabreichen möchte, da meine Wehen zu schnell aufeinander kommen. Also bekam ich bei jeder 2. Wehe Byrophyllumpulver verabreicht, welches dann auch zumindest kurzzeitig geholfen hat und echt guttat. Ich konnte eigentlich die Wehen ganz gut veratmen und auch vom Schmerz waren sie echt aushaltbar, aber die Intensität mit der eine Wehe auf die Andere gefolgt ist, war echt so dermaßen anstrengend, dass ich irgendwann zu meinem Mann sagte, dass ich nun etwas brauche weil ich das nicht mehr ewig aushalte und nicht mehr viel Kraft habe.

    Er rief dann die Hebamme, welche dann erst mal meinte, so wie Sie sich anhören, brauchen sie keine Schmerzmittel mehr, da bald ihr Kind kommt! Darauf hin fragte Sie ob Sie mich untersuchen darf und stellte dabei fest, dass der MuMu schon bei 7-8 cm war und meinte, dass ich nun langsam aus der Wanne kommen sollte und in den Kreißsaal für die Geburt wechseln soll. Da habe ich nach der Uhrzeit gefragt und hatte neue Kraft, nachdem ich gehört habe, dass nur 2,5h vergangen waren und somit die Geburt bis dahin schon so mega schnell ging!

    Gesagt, getan. Wehe abgewartet, 3 mal tief durchgeatmet, aus der Wanne aufgestanden und sofort auf den Hocker daneben gesetzt, da da schon die nächste Wehe kam. (nur um die Frequenz mal zu verdeutlichen.) Dann also mit Pausen zwischendrin in den gegenüberliegenden Kreißsaal gegangen und da entschied ich mich für den Gebärhocker. Außerhalb des Wassers merkte ich aber immer mehr wie meine Kräfte am Schwinden waren, woraufhin ich die Hebamme fragte, wie lange es noch dauern könnte, da ich nicht mehr viel Kraft habe und nochmal 2h nicht schaffe ohne irgendetwas. Sie meinte, dass das v. A. bei Erstgebärenden dauern kann und dass eine PDA zu dem Zeitpunkt die einzig sinnvolle Hilfe wäre, auf die ich mich dann auch einließ, da ich Angst hatte, dann bei der Austreibungsphase keine Kraft mehr zu haben.

    Hebamme holte also die Anästhesie und ich bekam einen Wehenhemmer für die PDA. Ab da begann für meinen Mann die wohl schlimmste Phase der Geburt, da die Anästhesistin eine geschlagene Stunde versucht hat, die PDA zu legen und einfach nicht durchkam. Zu meiner Skoliose sind meine Wirbel wohl noch verdreht, sodass sie immer wieder auf Knochen stieß. Die Wehenpause hat mir aber echt gut getan, sodass ich kurz davor war zu sagen: ach wissen Sie was, wenns nicht klappt, dann lassen Sie es, ich versuche es nochmal weiter so! Naja und nach 15 min kamen die Wehen wieder in ihrer Heftigkeit zurück, und da war ich dann komplett in einer anderen Welt, da ich echt nicht mehr konnte und während den Wehen den Katzenbuckel für die PDA zu machen war echt schlimm. Die Änästhesistin entschied sich dann dafür, die Chefärztin der Anästhesie zu holen, die fast schon auf dem Nach Hause weg war. (Da hatten wir echt Glück) Die Chefärztin traf dann nach kurzem Versuchen auch Endlich!

    Zu diesem Zeitpunkt standen aber dann wohl insgesamt 6 Personen im Kreißsaal (habe ich nicht mehr mitbekommen, nur mein Mann) da die Herztöne unseres Kleinen schon während der gesamten Geburt während jeder Wehe abgesackt sind und dies immer mehr wurde, hat die Hebamme die diensthabende Assistenzärztin und die Oberärztin von zu Hause gerufen, damit diese nochmal nach mir sehen.

    Nachdem die PDA lag ging es mir auch echt wieder gut, ich habe wieder gescherzt und mich dann wie von der Hebamme verordnet, ein wenig hingelegt um Kraft zu tanken. Da sich aber seit dem Stand in der Wanne MuMutechnisch dann nichts mehr getan hat, haben sie mir nach einer Weile dann den Oxytocintropf gegeben, damit die Geburt weiterging. Dies hat unserem Kleinen überhaupt nicht gefallen. Die Wehen dadurch waren super, da ich mehr Druck nach Unten verspürte, allerdings waren dann seine Herztöne immer schlechter, also wurde ihm erst mal Blut am Kopf abgenommen, um die Sauerstoffsättigung zu messen, die zu dem Zeitpunkt noch in Ordnung war. Direkt danach hat die Hebamme ihn nochmal hochgeschoben, damit er sich vielleicht besser ins Becken lag, da er wohl nicht optimal positioniert war und riet mir, mich diesmal auf die linke Seite zu legen (vorher lag ich auf der Rechten) Nach kurzer Zeit kam sie aber wieder rein und bat mich, mich doch wieder nach Rechts zu legen, da die Herztöne auf der linken Seite ihr gar nicht gefielen. Dabei schaltete sie auch gleich den Tropf ab, um die Herztöne wieder zu stabilisieren und den Stress zu vermindern.

    Die Assistenzährztin meinte dann auch nochmal zu mir, dass das was ich hatte keine normalen, sondern Hyperfrequente Wehen (laut Google wohl auch Wehensturm genannt) waren, und es sie schon verwundert hat, dass ich so lange ohne PDA durchgehalten habe.

    Kurz darauf kamen nochmal beide Ärztinnen rein (die Oberärztin war wohl laut meinem Mann erst in Zivil, nun hatte sie sich umgezogen) und untersuchten nochmal den Sauerstoffgehalt des Blutes, der ein wenig niedriger aber noch OK war und untersuchten mich dann auch noch einmal. Daraufhin berieten sie sich mit der Hebamme und kamen dann zu dritt zurück und meinten: Also, Sie können es gerne noch weiter auf natürlichem Wege versuchen, allerdings sieht es im Moment danach aus, als wäre irgendwas nicht in Ordnung und wir sehen keine großen Chancen auf Erfolg. Die nächste Option wäre dann Kaiserschnitt. Noch könnte man alles in Ruhe machen, aber wenn wir lange warten würden, dann würde auch die Wahrscheinlichkeit steigen, dass sie schnell handeln müssen und ein Notkaiserschnitt nötig wird.

    Natürlich habe ich zu dem Zeitpunkt erst mal geheult, da es absolut nicht das war was ich wollte, aber wir haben ja selbst das CTG sehen können und entschieden uns dann natürlich schweren Herzens für die Kaiserschnitt. Also unterschrieb ich alles, wurde langsam fertig gemacht und in den OP gebracht. Ich bekam gleich ein elastisches Band um den Bauch gelegt, um den Kleinen direkt zu bekommen und als alles vorbereitet war, durfte dann auch mein Mann dazukommen. Irgendwann merkte ich dann, dass es sich anfühlte als würde jemand meinen Bauch von Rechts nach Links schieben und fragte dann, ob das denn nun schon die OP ist, was dann bejaht wurde. gefühlt sehr kurze Zeit später hörten wir dann den ersten Schrei von Max und Sekunden später wurde er dann über den Vorhang gereicht und mir dann in den Bauchgut gesteckt. Mein einer Arm wurde dann noch vom Tisch losgemacht, sodass ich ihn ein wenig halten und streicheln konnte. Währenddessen wurde ich dann zugemacht, allerdings kann ich im Nachhinein gar nicht sagen, wie lang das gedauert hat, da ich nur Max angeschaut habe und wie verzaubert war. :)

    Als die Ärztinnen dann fertig waren, hat sich die Oberärztin dann nochmal Kurz zu mir ans Kopfende gesetzt, hat mir gratuliert, erklärt dass die OP gut und ohne Komplikationen verlaufen ist, und uns gesagt, dass einmal die Nabelschnur um Max' Kopf gewickelt war, dazu aber auch noch mein Beckeneingang sehr eng ist, sodass er nicht durchgepasst hat. Sie erklärte auch, dass nur die Nabelschnur normalerweise kein Ausschlusskriterium für eine natürliche Geburt sei, aber die Kombination in diesem Fall die Geburt unmöglich gemacht hat, und dass es sein kann, dass auch eine nächste Geburt im Kaiserschnitt endet wegen dem zu engen Beckeneingang, wahrscheinlich ist. Man könnte es zwar nochmal natürlich versuchen, aber im Hinterkopf behalten, dass es dann wieder ein Kaiserschnitt wird.

    Danach wurden wir 3 (mein Mann, Max und ich) dann in den Kreißsaal gebracht, wo wir dann nochmal 2 h für uns zum Kuscheln und Kennen lernen hatten, zwischendurch kam nochmal kurz die diensthabende Ärztin, um ihn vor Ort zu vermessen und zu gucken, ob alles in Ordnung ist. Gegen 3 wurden wir dann endlich auf unser Zimmer gebracht. :)

    Alles in Allem war es eine turbulente Geburt mit vielen Auf und Abs, aber jetzt hinterher muss ich sagen, dass ich alles nochmal genauso machen würde. :) Und ich hatte auch keinen Moment den Gedanken "nie wieder", den wohl manche Frauen nach einer Geburt erst mal haben.

    Im Nachhinein muss ich auch sagen, dass ich die Geburt echt faszinierend finde, wie wir Frauen uns irgendwie auf unsere Urinstinkte zurückbesinnen, nichts um einen rum mehr wichtig ist und man wie in einer Parallelwelt ist. Also verbinde ich eigentlich eher positives mit der Geburt und freue mich auch schon auf die Geburt unseres nächsten Kindes (die allerdings nicht schon Morgen sein müsste. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, nach dem einen Jahr nach Kaiserschnitt diese spannende Reise namens Schwangerschaft und Geburt wieder anzutreten). Und hoffe, dass der Kopf des Geschwisterchens dann ein wenig kleiner ist, und durch mein Becken passt, da ich doch gerne noch einmal die Geburtserfahrung der natürlichen Geburt von Anfang bis Ende durchleben würde. Wenn das nicht klappt, ist das aber auch kein Beinbruch.

    Abschließend möchte ich auch noch sagen, dass ich mit unserem Krankenhaus und dem Personal extrem zufrieden war! Man merkt, dass im Geburtsteam und auch auf der Wochenbettstation eine Harmonie zwischen den Mitarbeitern herrscht, die Ärzte auch auf den Rat der Hebammen hören und diesen wertschätzen, man über die verschiedenen Optionen aufgeklärt und beraten wird, ohne dass einem irgendwas versucht wird aufzuzwingen. Auch die Stillberatung nach der Geburt war 1a, sodass es bei uns echt super klappt, auch wenn Max am Anfang seine Lippe eingesogen hat und wir so Startschwierigkeiten haben, die aber noch Nachts von den Schwestern angegangen wurden. Auch war wenn man geklingelt hat, innerhalb von 5 min immer jemand da!

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