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  1. #1
    AnnaH1986 ist offline addict
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    Standard Geburtsberichte

    Nun ist meine Kleine schon eine Woche alt. Deshalb möchte ich euch kurz meinen Geburtsbericht schreiben.

    Es waren sich ja Ärztin und Hebamme einig, dass wir definitiv nicht bis Oktober kommen und die Kleine jederzeit kommen könnte. Vorwehen hatte ich auch schon häufiger. Dazu tat in den letzten Tagen die Symphyse ordentlich weh und mein Mann nervte ständig, ob ich schon irgendetwas merke, was anders sei als sonst. Die Nacht vor der Geburt war wie immer, mein Sohn wurde zwei Mal wach und ich schlief immer wieder gut ein, was eigentlich davor die Nächte eher schwer war. Um 5 Uhr wurde ich wach und meine Hüfte tat so weh, dass ich nicht mehr liegen konnte. Also habe ich mir eine ruhige Stunde im Wohnzimmer gemacht. Dabei hatte ich auch ab und an ein Ziehen, aber nichts, was ich Wehe nennen würde.

    Ziemlich genau um 6 Uhr wurde mein Sohn wach. Als ich ihn wickelte, änderte sich die Stärke auf einmal deutlich. Nun konnte man es Wehe nennen, auch wenn ich sie noch nicht veratmen musste. Ich schaute also auf die Uhr. Die Wehen kamen recht schwankend zwischen 7 und 3 Minuten. Kurz nach 6.30 Uhr dachte ich mir, ich warne schon mal meinen Mann vor. Er sagte, er wollte eh gleich aufstehen. Zudem rief ich meine Mutter an, um ihr zu sagen, dass sie evtl. doch unseren Sohn diesen Vormittag nehmen müsste. Mein Mann stand dann gegen 7 Uhr auf, während ich am hin und her überlegen war, ob wir ins Krankenhaus oder regulär um 8.15 Uhr zum Vorsorgetermin bei meiner Ärztin fahren. Dann wurden die Wehen aber von jetzt auf gleich noch deutlich stärker, sodass ich sie veratmen musste, weshalb mein Mann meinte, wir fahren lieber gleich ins Krankenhaus. Also riefen wir wieder meine Mutter an (sie wohnt gegenüber) und sie kam auch sofort. Mein Mann brachte währenddessen die Taschen ins Auto. Danach rief er im Kreißsaal an, um uns anzumelden. Gegen 7.10Uhr fuhren wir los.
    Normalerweise braucht man knapp über 30 Minuten für die Strecke. Dank eines Staus auf der Strecke dauerte es 50 Minuten. Währenddessen hatte ich alle 4 Minuten eine Wehe, die man im Sitzen kaum aushalten konnte. Auf dem Parkplatz des KH entschied mein Mann dann, dass wir den direkten Eingang zum Kreißsaal nehmen und nicht den regulären (ziemlich langen Weg) über die Anmeldung. Am Kreißsaal öffnete die leitende Hebamme, die auch schon meine Akte rausgekramt hatte und meinte die erste Geburt sei ja sehr schnell gegangen und nicht lang her (22 Monate). Dann kam die nächste Wehe und sie entschied, dass wir nicht erst in eines der beiden Aufnahmezimmer gehen, wo eigentlich CTG und Ultraschall gemacht werden, sondern direkt in den Kreißsaal.
    Dort sagte sie, ich sollte es mir irgendwie bequem machen und ich hang dann so halb auf dem Bett und sie schloss das CTG an. Dann packte sie, was mich sehr wunderte, alles aus, was sie für die Geburt brauchen könnten. Erst als dass alles bereit lag untersuchte sie mich und kam zu dem Ergebnis, dass der Muttermund bei 6cm ist und mein Mann ganz schnell zur Anmeldung laufen könnte. Währenddessen legte sie einen Zugang und holte eine Hebammenschülerin rein, die Ende des Monats Prüfung hat und erklärte mir, dass nun sie oder die Schülerin immer im Raum bleiben, bis die Kleine da ist. Sie fragte dann, ob ich ein Schmerzmittel möchte, woraufhin ich sagte, dass das Tramaal Zäpfchen bei meinem Sohn ganz gut war. Sie meinte, dass würde nichts mehr bringen, weil das Kind da ist, bevor das Zäpfchen sich auch nur beginnt aufzulösen. Sie bot mir dann Lachgas an, was ich auch versuchen wollte. Aber die Flasche war leer und sie musste erst einen Techniker anrufen, der die Flasche wechselt. Dann war mein Mann zurück und fragte, ob er noch kurz zur Toilette könnte. Deshalb untersuchte sie mich noch einmal, sagte es seien nun schon 7 cm und die Fruchtblase sei sehr prall und das Kind würde kommen, sobald die Blase platzt. Also rannte mein Mann noch schnell zur Toilette. Als mein Mann zurück war, war gerade der Techniker mit dem Lachgas auf dem Flur und teilte mit, dass die neue Flasche zischen würde und er deshalb noch einmal eine neue holen müsste.
    Weil ich so komisch auf dem Bett hang krabbelte ich mit Hilfe der Hebammenschülerin in den Vierfüßlerstand. Dort angekommen kam wieder eine Wehe und ich sah, wie etwas Blut lief. Mein eigens Blut kann ich leider gar nicht gut sehen. Die Hebammen beruhigten mich aber gleich, dass das völlig normal sei.
    Bei der nächsten Wehe drückte ich dann mit und die Fruchtblase platzte und der halbe Kreißsaal stand gefühlt unter Wasser, weil es ordentlich spritzte. Mir wurde danach schwindelig, weshalb ich mich hinlegen wollte. Ich lag dann auf der rechten Seite und sollte gleich bei der nächsten Wehe mitpressen. Das war aber eine relativ kleine Wehe, weshalb es nichts brachte. Zeitgleich kam die Ärztin dazu und sagte noch, dass das Lachgas jetzt gehen würde und sie die Flasche reinholen könnten, wenn ich möchte. Dann kam aber schon die nächste Wehe und mit der Wehe gleich der komplette Kopf. Das hatte bei meinem Sohn 6 Wehen gebraucht. Nach der Wehe rutschten die Schultern hinterher und mit etwas drücken ohne Wehe, war sie dann auch schon um 8.56 Uhr da. Sie schrie eher etwas verhalten, aber das änderte sich schnell. Leider konnte ich sie nicht hoch nehmen, weil die Nabelschnur so kurz war, dass sie nur bis zum rauskommen gereicht hatte. Also musste sie gleich durchgeschnitten werden. 5 Minuten später kam dann die Plazenta. Danach musste mein Bauch ein paar Mal massiert werden, weil die Blase den Blutabfluss etwas störte. Aber das war kein großes Problem, führte aber dazu, dass mein Kreislauf nach einer Stunde ziemlich schlapp war und ich dann eine Weile mit hoch gelegten Beinen liegen musste. 2 Stunden nach der Geburt durften wir dann auf ein Zimmer, wo schon der große Bruder auf seine Schwester wartete.
    Und nun sind wir schon seit Freitag zu Hause und ich bin schon wieder sehr fit und muss mich zur Schonung fast zwingen.
    Endlich sind wir eine kleine Familie




    Immer in unserem Herzen
    *01/2016 (SSW 9+2) FG
    *06/2016 (SSW 8+5) Eileiterschwangerschaft
    *12/2016 (SSW 8+6) FG

  2. #2
    Glückskind2019 ist offline glücklich
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Das klingt nach einer schönen Geburt alles lief problemlos und du "brauchtest" kein Schmerzmittel, super danke für deinen schönen Bericht :) und schön, dass ihr euch schon so gut erholen konntet

  3. #3
    Saily ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    wie toll anna! ich beneide dich gerade sehr! alles gute für euch!

  4. #4
    Neilsmad ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Liebe Anna! Danke für deinen ausführlichen Geburtsbericht! Es ist schon wirklich sehr spannend zu lesen, wie es bei jedem läuft. Geburten sind ja immer sehr unterschiedlich. Ich freue mich, dass bei dir alles glimpflich abgelaufen ist. So eine schnelle Geburt ist sicherlich körperlich und mental sehr anstrengend. Ich freue mich auch, dass es dir schon wieder so gut geht. Dennoch hoffe ich, dass du das Wochenbett ruhig angehen lässt, vor allem um deinen Beckenboden zu schonen und zu entlasten. Ich glaube, dass man das beim zweiten Kind oft in den Hintergrund schiebt. Meine Hebamme hat mich schon jetzt ermahnt die 10-14 Tage nach der Geburt zu liegen, auch weil es angeblich den depressiven Verstimmungen vorbeugt. Übernimmt man sich, ist man sehr schnell dann doch erschöpft. Nungut, genug gesorgt :-)

  5. #5
    Segelkind ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Hallo Anna,
    danke für die ersten und so schönen Bericht - ich hatte richtig Pipi in den Augen. Ich wünsche dir auch hier nochmal ein tolle Kennenlernzeit und gute Erholung von der schönen Geburt.

  6. #6
    Rinchen25 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Dann schließe ich mich Anna mal an 😊 Bei mir ist sonntagsabends die Fruchtblase geplatzt bzw. glaube ich eher das es nur ein Riss war. Da ich daraufhin 48 Stunden lang keine Wehen bekommen habe, wurde dienstagsabends entschieden aufgrund der Infektionsgefahr die Geburt einzuleiten. Ich wurde also stationär aufgenommen und habe gegen 21 Uhr eine Tablette zur Einleitung bekommen. Danach sollte ich alle 4 Stunden eine weitere bekommen (wozu es nicht mehr kam). Uns wurde vorher gesagt, dass es sehr lange dauern kann bis so eine Einleitung wirkt, weshalb mein Mann gegen 22 Uhr nach Hause gefahren ist und ich mich schlafen legen wollte weil ich keinerlei Wehen hatte. Es kam dann doch ganz anders. Ab 22:20 hatte ich direkt Wehen im 4-5 Minuten Abstand. Am Anfang war es noch gut auszuhalten und da die Schmerzen eher im Rücken waren, war ich unsicher ob das schon richtige geburtswirksame Wehen sind. Trotzdem bin ich dann zum Kreißsaal gegangen wo ein CTG gemacht wurde. Die Wehen waren ordentlich sichtbar und ich habe meinen Mann angerufen. Er kam dann direkt und ich habe ihn noch vom Auto abgeholt. Der Rückweg zum Kreißsaal hat allerdings sehr lange gedauert 😅 Gegen 00:30 sind wir in den Kreißsaal gegangen. Befund: Mumu 4cm auf. Ca eine Stunde später hatte ich das Gefühl ich muss pressen also schaute die Hebamme nochmal nach dem Mumu. Da war er dann komplett auf also ging es ans pressen und um kurz nach 2 Uhr war unsere kleine Maus dann endlich da 😊 Schmerzmittel hätte ich zwischendurch gerne genommen aber dafür war einfach keine Zeit 😅 Wir hatten aber zum Glück eine wundervolle Hebamme die während der gesamten Geburt bei uns war 😊 Jetzt ist meine Maus schon über eine Woche alt und hat uns total verzaubert 🥰

  7. #7
    elina2 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Rinchen, auch dir und deiner Familie alles gute. UNd ich freu mich das auch bei dir alles so gut gelaufen ist.

  8. #8
    AnnaH1986 ist offline addict
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Rinchen, schön, dass bei der Geburt deiner Tochter auch alles so gut lief. Die Einleitung hat bei dir ja dann auch sehr schnell geklappt. So war es vor 2 Jahren bei meinem Sohn auch.
    Wie hast du es denn geschafft, dass erst nach 48 Stunden eingeleitet wurde? Hier wird immer nach 12 Stunden eingeleitet?

  9. #9
    Segelkind ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Rinchen, das klingt ja auch nach einer sehr schönen Geburt ❤ wie schön, dass nach den unkomplizierten Schwangerschaften auch so unkomplizierte Geburten folgen...möge es so weitergehen 🍀❤🍀

  10. #10
    Rinchen25 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Geburtsberichte

    Zitat Zitat von AnnaH1986 Beitrag anzeigen
    Rinchen, schön, dass bei der Geburt deiner Tochter auch alles so gut lief. Die Einleitung hat bei dir ja dann auch sehr schnell geklappt. So war es vor 2 Jahren bei meinem Sohn auch.
    Wie hast du es denn geschafft, dass erst nach 48 Stunden eingeleitet wurde? Hier wird immer nach 12 Stunden eingeleitet?
    In dem Krankenhaus in dem ich entbunden habe wird immer 48 Stunden gewartet wenn man weiß wann der Blasensprung war :)

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