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  1. #11
    Avatar von Schandmaul
    Schandmaul ist offline Possierliches Kerlchen

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    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Ich bin auch der Meinung dass Einleitung in diesem Fall das geringere Übel ist. Mir wäre es zu heikel noch zu warten, wenn das Kind nicht genügend versorgt wird. Da hätte ich echt Angst.

    26-12-09 / 26-09-12

  2. #12
    MIAline. Gast

    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Du sagst nix vom CTG - es kommt nicht nur darauf an, wieviel dein Baby wiegt/zunimmt, sondern vor allem wie es ihm geht. Eine Einleitung kann bei schlechter werdendem ctg bestimmt sinnvoll sein, aber eine Einleitung kann dann auch zu einem KS/NotKS führen, eben weil das Baby noch nicht bereit ist.

    Jedenfalls, wenn es dem Baby wirklich schlecht geht, dann würde sich das auf dem CTG zeigen, also öfter mal ein CTG machen lassen, würde ich wollen.

    P.S. Finde ich ja mal wieder interessant, was bei euch so alles untersucht wird - wird hier nicht gemacht, weder Babygewicht gemessen noch US noch Plazenta - da macht man sich dann zum Glück auch viel weniger Sorgen/Stress!
    Geändert von MIAline. (20.08.2012 um 12:22 Uhr)

  3. #13

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    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Hallo, die Plazenta versorgt Dein Baby nicht nur mit Nährstoffen wie Glucose für's Gehirn u.ä., sondern auch mit Sauerstoff - wenn die Versorgung nicht mehr gewährleistet ist, riskierst Du eine Menge, u.U. das Schrecklichstmögliche, das ich hier gar nicht aussprechen will. Aus meiner (zugegeben ärztlichen) Sicht würde ich das Kind schnellstmöglich auf die Welt kommen lassen. Es ist alt genug. Romantische Aussagen wie "Das Kind sagt, wenn es soweit ist" und "nicht soviel Chemie" ist bei so einem Befund in meinen Augen fahrlässig - ich wäre nicht so risikobereit, der Preis könnte viel zu hoch sein.
    Viel Glück, danaide

  4. #14
    MIAline. Gast

    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Zitat Zitat von danaide1234 Beitrag anzeigen
    Hallo, die Plazenta versorgt Dein Baby nicht nur mit Nährstoffen wie Glucose für's Gehirn u.ä., sondern auch mit Sauerstoff - wenn die Versorgung nicht mehr gewährleistet ist, riskierst Du eine Menge, u.U. das Schrecklichstmögliche, das ich hier gar nicht aussprechen will. Aus meiner (zugegeben ärztlichen) Sicht würde ich das Kind schnellstmöglich auf die Welt kommen lassen. Es ist alt genug. Romantische Aussagen wie "Das Kind sagt, wenn es soweit ist" und "nicht soviel Chemie" ist bei so einem Befund in meinen Augen fahrlässig - ich wäre nicht so risikobereit, der Preis könnte viel zu hoch sein.
    Viel Glück, danaide
    Wenn die ausreichende Sauerstoffversorgung nicht mehr gegeben ist, dann sieht man das am CTG, oder?

  5. #15

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    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Zitat Zitat von MIAline. Beitrag anzeigen
    Wenn die ausreichende Sauerstoffversorgung nicht mehr gegeben ist, dann sieht man das am CTG, oder?
    Den akuten Mangel, wenns (fast) zu spät ist (weil du ja nie weißt, wann eine solche Episode ist)...den chronischen, immer wiederkehrenden Mangel, wie zum Beispiel bei Wehen durch Nabelschnurkompression siehste...

  6. #16
    MIAline. Gast

    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Zitat Zitat von SurfingGirl Beitrag anzeigen
    Den akuten Mangel, wenns (fast) zu spät ist (weil du ja nie weißt, wann eine solche Episode ist)...den chronischen, immer wiederkehrenden Mangel, wie zum Beispiel bei Wehen durch Nabelschnurkompression siehste...
    Wenn die Plazenta verkalkt, geschieht das ja gradweise und nicht plötzlich, also ein akuter Mangel entsteht da nicht!??

    Wenn schon so wenig Nahrung aufgenommen wird, wäre ich freilich auch auf der Hut, aber dann macht man doch engmaschig CTG, eben damit man feststellen kann, ob es dem Baby soweit noch gut geht, dachte ich. Ich wäre auch skeptisch, ob es nicht nur für die Ärzte einfacher ist, einzuleiten, es ist halt arbeitsintensiver, das CTG zu überwachen.

    Eine grenzwertige Situation, bestimmt - KS riskiert man so oder so. Wobei, wenn man tatsächlich feststellen kann, dass das Baby noch keine 2500 g und nicht mehr erreichen wird, warum nicht sofort einen KS, sondern Einleiten vorschlagen? Letzteres wäre doch viel zu stressig für das Kleine?

    Für mich sind das widersprüchige Ansätze, die mich stutzig machen würden.

  7. #17

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    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Hallo MiaLine,
    ja, v.a. im Belastungs-CTG kann man einen Sauerstoffmangel sehen - ein normales 20-Minuten-CTG in Ruhe verschafft u.U. keine Klarheit. Der Doppler-Befund reicht als Aussage zur Versorgungssituation.
    Bei einem relevanten Sauerstoffmangel, den man im CTG schon sehen kann, wird es einem als Arzt ganz anders - Du siehst quasi das Kind in einer Erstickungssituation, kannst ihm aber nicht direkt helfen, weil er noch "in der Mutter verpackt ist". Bei so einem CTG gibt's dann auch keine Einleitung mehr, sondern meistens einen Not-Ks mit Vollnarkose und Trompeten. Das muss ja echt nicht sein, oder?
    Uns allen viel Glück und schöne Grüße, danaide

    PS: In den skandinavischen Ländern und in Holland, wo die SS-Vorsorge i.d.R. nicht-ärztlich durchgeführt wird, findet übrigens z.Zt. ein Umdenken statt: Die Mortalitätsraten sind deutlich höher als in "arztlastigen" Ländern. Für die sanfte Geburtshilfe finde ich das sehr schade, weil ich die Situation in Deutschland überhaupt nicht schön finde, aber lieber eine unangemessen "technische" Geburt als ein totes Kind - letzteres kommt in der Natur leider relativ oft vor. Naja, ich habe Hoffnung, dass sich irgendwann ein goldener Mittelweg einstellt.

  8. #18
    MIAline. Gast

    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Zitat Zitat von danaide1234 Beitrag anzeigen
    Hallo MiaLine,
    ja, v.a. im Belastungs-CTG kann man einen Sauerstoffmangel sehen - ein normales 20-Minuten-CTG in Ruhe verschafft u.U. keine Klarheit. Der Doppler-Befund reicht als Aussage zur Versorgungssituation.
    Bei einem relevanten Sauerstoffmangel, den man im CTG schon sehen kann, wird es einem als Arzt ganz anders - Du siehst quasi das Kind in einer Erstickungssituation, kannst ihm aber nicht direkt helfen, weil er noch "in der Mutter verpackt ist". Bei so einem CTG gibt's dann auch keine Einleitung mehr, sondern meistens einen Not-Ks mit Vollnarkose und Trompeten. Das muss ja echt nicht sein, oder?
    Uns allen viel Glück und schöne Grüße, danaide

    PS: In den skandinavischen Ländern und in Holland, wo die SS-Vorsorge i.d.R. nicht-ärztlich durchgeführt wird, findet übrigens z.Zt. ein Umdenken statt: Die Mortalitätsraten sind deutlich höher als in "arztlastigen" Ländern. Für die sanfte Geburtshilfe finde ich das sehr schade, weil ich die Situation in Deutschland überhaupt nicht schön finde, aber lieber eine unangemessen "technische" Geburt als ein totes Kind - letzteres kommt in der Natur leider relativ oft vor. Naja, ich habe Hoffnung, dass sich irgendwann ein goldener Mittelweg einstellt.
    Also von nicht-ärztlich kann zumindest in Norwegen keine Rede sein, und die Todesrate ist gewiss nicht viel höher.

    An der Stelle der Threaderöffnerin würde ich z.B. wissen wollen, ob auch das Fruchtwasser weniger wird, denn dass würde die Richtigkeit eines Befundes von wegen die Plazenta funzt nicht mehr gut genug, bestätigen können.

    Und ich finde es Quatsch anzudeuten, dass man ein totes Kind riskiert, wenn man keine technische Geburt hat - aber das ist eine ewige Diskussion, denn es gibt auch genug Fälle, wo Babies Schäden davontragen oder sogar sterben, gerade weil sie im KH mit Technik auf die Welt geholt worden sind.

    Also ja, goldener Mittelweg - ich denke, der entsteht, wenn Mütter und Väter gut informiert sind, wenn ein Unterschied gemacht wird zwischen reellem Risiko und allgemein möglichen und das individuell angepasst wird.

    Hier empfinden die Eltern nunmal anders, als die Ärzte, da gibt es kein "Rechthaben" in dem Sinn, da hilft nur viel gute Information.
    Geändert von MIAline. (20.08.2012 um 13:40 Uhr)

  9. #19
    VonSyburg ist offline enthusiast

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    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Fruchtwassermenge ist ok, genauso wie die CTGs.

    Ich geh jetzt duschen und mach mich dann auf den Weg zu meiner Hebamme.

    Ich hab keine "romatische Vorstellungen" nur denke ich das Hebammen die Fachfrauen fürs Kinderkriegen ist und nicht ein Arzt.
    Nicht um sonst darf eine Hebamme ohne Arzt entbinden aber kein Arzt ohne Hebamme...

    Ich habe keinerlei Vertrauen zu den Ärzten dort, ich selbst als Arzthelferin weiss wie es ist wenn man Fallzahlen und Statistiken erfüllen muss...

    Ich weiss meine Hebamme entscheidet im Sinne des Kindes und nicht wegen solchen Kriterien....

  10. #20
    MIAline. Gast

    Standard Re: Plazentaverkalkung 3. Grades

    Ich versteh dich, VonSyburg - wünsch dir ein gutes Gespräch mit deiner Hebamme und lass von dir hören, wenn's geht!

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