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  • 1 Post By Gaensemarie
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Thema: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

  1. #1
    Avatar von Kruemmel2013
    Kruemmel2013 ist offline Happy Mom

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    Ausrufezeichen Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    Dies wurde die Tage ja bei mir diagnostiziert und seit dem gibt es bei mir ein auf und ab der Gefühle. Ich hoffe es schließt sich mir keiner an, sollte aber doch der Fall eintreten, seit ihr ggf. über ein paar Info's ganz froh.

    Demnach suche ich die letzten Tage, immerwieder nach ein paar schönen Links und würde sie hier einfach mal gerne zusammen tragen:)

    Schwangerschaftsdiabetes
    Hier bekommt man erst mal eine kleine Einsicht, was genau eine Schwangerschaftsdiabetes überhaupt ist. Schnell wird klar, das es sich dabei nicht um einen klassischen Diabetes handelt. Das meiste Problem besteht darin, dass unser Hormon Östrogen (was die Schwangerschaft aufrecht/stabil hält) das Insulin in seiner Wirkung schwächt. Das Essen an sich ist also nicht der Verursacher des ganzen. Aber er trägt zur Behandlung und Vorsorge entscheidend dazu bei.
    Demnach kann nicht nur eine Risikogruppe Diabetes bekommen, sondern auch schlanke Frauen, die an sich viel Sport treiben usw.
    Grundsätzlich gibt es aber ein paar Risikogruppen:
    • Übergewichtige Frauen die schon vor der Schnwagerschaft einen BMI von >30 haben
    • Frauen die schon in der ersten Schwangerschaft Diabetes hatten
    • wenn Diabetes bereits in der Familie vorkommt
    • Frauen über 30 Jahren
    • ...etc.


    Worauf muss man denn dann achten, sollte ich eine Gefährdung mitbringen (hätte mir das mal jemand vorher gesagt)? Das A und O ist eine Gesunde Ernährung und Bewegung. Wie immer also Dies ändert sich auch nicht wenn die Diagnose gefallen ist.
    Wichtig dabei ist, Kohlenhydrate und Zucker zu meiden bzw. deutlich zu vermindern. Wer also Grundsätzlich lieber 1l Apfelschorle als Wasser trinkt, tut sich schon mal keinen Gefallen und auch die Schokolade sollte man in der Schublade lassen. Aufpassen muss man ebenfalls mit Obst - gerade jetzt im Sommer, wo es so viele leckere Sorten gibt - denn diese lassen den Blutzucker deutlich ansteigen und das vor allem schnell!
    Auch Kuchen und das Eis, sollte man jetzt nicht täglich essen

    So was kann man denn dann noch essen? Auch hier habe ich eine schöne Liste gesehen:

    Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes

    Beachtet dabei nun folgendes. Wenn man doch mal zu Obst greifen möchte, was ja nun auch Gesund ist und auch lecker schmeckt, dann lieber in Verbindung mit einer Hauptmahlzeit. Milchreis mit Obst ist jetzt damit nicht gemeint (wobei auch lecker^^) aber in diesem Falle eher als Nachtisch gemeint.
    Unser großer Feind, kann auch mal unser Freund werden. Fett! Wichtig - d.h. jetzt nicht, das ich da jetzt hemmungslos mit umgehen darf, denn unsere Gewicht sollten wir ja dennoch beachten. Aber das Fett (möglichst ungesättigt - meist weich/flüssig) ummantelt den Zucker und fördert damit, das dieser nicht ungebremst in unsere Blut gelangt, sondern eher langsam. Schleichend:) (mein neues Lieblingswort) Somit kann dann das Insulin besser wirken.

    Was für ein Risiko hat denn mein kleines Baby in mir?
    Nun ja, das Problem ist folgendes, das Insulin was wir als Mütter produzieren reicht ja nun nicht aus. Als Folge, produziert die Bauchspeicheldrüse unseres kleinen Untermieters Insulin im überfluss um die Überzuckerung auszgleichen. Denn wenn unser Blut überzuckert, überzuckert auch das des Baby's. Klingt jetzt erst mal nicht so dramatisch. Problem an der Sache ist nun, das zu viel Insulin ja auch nicht gut ist und vor allem dem Hormon Cortisol entgegenwirkt. Dies ist ganz wichtig für die Entwicklung der Organe.
    Jetzt kommt das blöde, Kinder von Frauen mit einer unbehandelten Diabetes werden sehr groß (Geburten von locker 4500g sind da möglich) und das in sehr kurzer Zeit. Oft reicht dann der Platz nicht mehr aus, es kann zu einer Frühgeburt kommen. Frühgeburten sind im allg. nicht gewollt, aber wir haben ja gerade gesagt, die Organe sind noch zusätzlich gebremst worden von dem Hormon Cortisol. Teufelskreis also. Zudem ist die Kaiserschnittrate sehr hoch - da die Kinder oft zu groß für das Becken geworden sind. Geburten sind dann auf natürlichem Wege oft nicht möglich oder können klappen mit Verletzungen für Mutter und Kind (u.a. auskugeln der Schulter...u.ä.) Damit ist die Kaiserschnittrate recht hoch!
    Zudem erhöht sich das Risiko für diese Kinder, bis zum 20. Lebensjahr eine Diabetes zu entwickeln. Ebenfalls ist das Risiko sehr hoch für die Mütter in den folgenden Jahren an einer klassischen Typ-2 Diabetes zu erkranken. Auch hier rät man dazu den oGTT beim Hausarzt regelmäßig zu wiederholen.

    In der Regel soll es aber so sein, das die Diabetes nach der Geburt wieder verschwindet. Bei einer Diagnose wird nach ca. 10-12 Wochen ein erneuter oGTT gemacht, um zu sehen wie die Werte dann sind.
    Während der Zeit sollte man daran denken, dass man alles für den kleinen Bauchbewohner machen möchte, um es ihm so leicht wie möglich zu machen 8das ist zumindest mein Ziel)
    In den meisten Fällen kann man mit der Ernährung vieles Ausgleichen ohne auf so wahnsinnig viel zu verzichten. Nur in 30% der Fälle muss ggf. mit Insulin nachgeholfen werden. Wenn auch durch die Ernärhung sich nichts ändern will.

    Abschließend hier noch ein allgemeiner Artikel aus dem Focus:
    Schwangerschaftsdiabetes: Heimliches Risiko für Mutter und Kind - Schwangerschaftsdiabetes - FOCUS Online - Nachrichten

    Und ich drücke allen die Daumen, das es sie nicht trifft. Denn im Grunde sind es "NUR" 4% aller Schwangeren:)

  2. #2
    tabbsy83 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    Zitat Zitat von Kruemmel2013 Beitrag anzeigen
    ...

    Grundsätzlich gibt es aber ein paar Risikogruppen:
    • Übergewichtige Frauen die schon vor der Schnwagerschaft einen BMI von >30 haben
    • Frauen die schon in der ersten Schwangerschaft Diabetes hatten
    • wenn Typ2-/Alters- Diabetes bereits in der Familie vorkommt
    • Frauen über 30 Jahren
    • ...etc.


    ...

    Ebenfalls ist das Risiko sehr hoch (etwa 50%) für die Mütter in den folgenden Jahren an einer klassischen Typ-2 Diabetes zu erkranken. Auch hier rät man dazu den oGTT beim Hausarzt regelmäßig zu wiederholen.

    ...
    Ich drücke auch allen die Daumen, dass sie verschont bleiben!

    Und Kruemmel, nicht den Kopf hängen lassen, wird schon alles werden!
    Liebe Grüße aus DK!
    ________________

    Im 14. ÜZ endlich schwanger! Sohnemann September 2013

    Sternenmädchen in Woche 23 im Juni 2015

    Im ersten ÜZ schwanger! ET Ende Mai 2016

  3. #3
    Gaensemarie ist offline enthusiast

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    Standard Re: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    Puh, hört sich nervig an. Einige Freundinnen plus meine Schwester hatten das auch: Und mit der richtigen Ernährung und Sport hat das bei allen gut hingehauen.
    Gut, dass man es erkannt hat.
    Drücke Dir die Daumen!

  4. #4
    Avatar von Kruemmel2013
    Kruemmel2013 ist offline Happy Mom

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    Standard Re: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    Nervig...nun ja...an sich würde ich es schon als aufwendig beschreiben, wenn man sich bisher keine Gedanken um seine Nahrungsaufnahme gemacht hat und um grunde alles Essen konnte, wie bisher. Ich bin eine Naschkatze - was süße Dinge betrifft - und damit tue ich mich dann sehr schwer. Und auf Schokolade zu verzichten, ist das eine, aber mir jedwegen Zucker zu nehmen, sogar Obst...puhhh...da stoße ich sicher an meine Grenzen.

  5. #5
    Gaensemarie ist offline enthusiast

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    Standard Re: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    Stimmt, aufwändig UND nervig isses. Aber es ist ja absehbar und Du kannst doch bestimmt z.B. Mandeln essen, oder?

    Ich habe hier mit einigen Kolleginnen sogar schon mal FASTENWANDERN gemacht und eine Woche gar nichts gegessen und wir alle dachten, das halten wie nie durch. Nix zu fressen und dann jeden Tag 18 km wandern.
    Und siehe da...

    Und es ist ja für einen guten Zweck.
    Ich versuche Dich nur zu trösten, will es nicht kleinreden! Und bald ist es geschaft!
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  6. #6
    Anwe2010 ist offline humorige Gurke

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    Standard Re: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    Zitat Zitat von Gaensemarie Beitrag anzeigen
    Puh, hört sich nervig an. Einige Freundinnen plus meine Schwester hatten das auch: Und mit der richtigen Ernährung und Sport hat das bei allen gut hingehauen.
    Gut, dass man es erkannt hat.
    Drücke Dir die Daumen!
    Ist es bei dir schon getestet wurden? Wenn es deine Schwester hatte, könntest du es auch haben...

  7. #7
    Avatar von Kruemmel2013
    Kruemmel2013 ist offline Happy Mom

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    Standard Re: Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)

    http://www.deutsche-diabetes-gesells...2012_04_17.pdf

    Weil ich den Link ganz informativ finde, stelle ich das hier auch noch mal rein. Alles zum Thema Entbindung, Risiken in und nach der Schwangerschaft...etc.
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