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Thema: Wieviel essen 5-jährige?

  1. #1
    Phoe-Nixe ist offline journey (wo)man

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    Standard Wieviel essen 5-jährige?

    Hallo,

    ich mache mir etwas Sorgen um die Tochter meines Mannes, die bei uns lebt.
    Sie ist 5 Jahre alt und isst fast so viel wie ich!
    Z.B. schafft sie es, eine halbe Pizza zu essen oder zwei Teller Spaghetti! Auch tagsüber möchte sie ständig was essen. Das ist keine Phase, sondern schon immer so, nur isst sie immer mehr, je älter sie wird. Sie ist nicht dick, sondern muskulös und kräftig, bewegt sich viel. Ich finde es trotzdem sehr erstaunlich, dass ein Kind, das grade mal ein Drittel meines Gewichtes hat, fast genauso viel isst wie ich!
    Wie geht es euch mit Kindern in dem Alter?
    Freu mich auf eure Antworten!

  2. #2
    Phoe-Nixe ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    P.S. Was ich auch noch ergänzen möchte: meine kleine Tochter ist 2 Jahre alt, hat Untergewicht und laut Arzt eine Gedeihstörung. Und die beiden bekommen das gleiche Essen!
    Eine Krankheit wurde vom Arzt schon ausgeschlossen. Ich mache mir trotzdem etwas Sorgen, weil sie sehr wenig isst, ihre Schwester dagegen sehr viel!

  3. #3
    BilingualMom ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Zitat Zitat von Phoe-Nixe Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich mache mir etwas Sorgen um die Tochter meines Mannes, die bei uns lebt.
    Sie ist 5 Jahre alt und isst fast so viel wie ich!
    Z.B. schafft sie es, eine halbe Pizza zu essen oder zwei Teller Spaghetti! Auch tagsüber möchte sie ständig was essen. Das ist keine Phase, sondern schon immer so, nur isst sie immer mehr, je älter sie wird. Sie ist nicht dick, sondern muskulös und kräftig, bewegt sich viel. Ich finde es trotzdem sehr erstaunlich, dass ein Kind, das grade mal ein Drittel meines Gewichtes hat, fast genauso viel isst wie ich!
    Wie geht es euch mit Kindern in dem Alter?
    Freu mich auf eure Antworten!
    Bei uns ist es das genaue Gegenteil: Meine Sechsjaehrige isst extrem wenig und zeitweise nur ganz bestimmte Dinge, gedeiht aber dabei praechtig.

    Was sagt denn der Kinderarzt? Sind Gewicht und Groesse im Normalbereich? Ist sie ansonsten gesund?
    Geht sie denn in den Kindergarten? Hat sie einen geregelten Tagesablauf, der sie fordert? Wie waere es zusaetzlich mit Sport, z. B. Kinderturnen, Schwimmkurs o. ae.?

    Ich finde es wichtig, um das Essverhalten eines Kindes kein Aufhebens zu machen und es vor allem nicht zu kritisieren und daran herumzumaekeln. Dadurch bekommt Essen erst diese uebertrieben Bedeutung, die zu einer lebenslaenglichen emotional aufgeladenen Beziehung zum Essen fuehrt. Problematisches Essverhalten hat fast immer seine Wurzeln in der Kindheit.

    Wenn ihr das nicht sowieso schon macht, wuerde ich fuer regelmaessige gemeinsame und vor allem gesunde Mahlzeiten sorgen. Zwischenmahlzeiten sind voellig in Ordnung, die Anzahl und die Zeiten wuerde ich aber auch moeglichst regeln. Dann auch lieber Obst, einen Joghurt oder ein paar Stuecke Gemuese anbieten. Was nicht gegessen wird, wird weggeraeumt. In der Zwischenzeit sollte ausser einem Obstkorb auch nichts leicht Zugaengliches herumstehen.

    Bedient sie sich bei Tisch selbst? Wenn nicht, wuerde ich ihr jeweils eine kleiner Portion geben und danach nichts mehr sagen. Also weder mehr anbieten noch ueber ihren Appetit die Stirn runzeln. Wenn sie mehr moechte, soll sie es haben, aber am besten kommentarlos. Ich gehe davon aus, dass dieser "Teller leer essen"-Druck bei euch nicht stattfindet, denn das ist eien fatale Angewohnheit von Eltern.

    Man kann schon bei Kindern darauf achten, dass man dieses gedankenlose Nebenbei-Futtern, nur weil gerade was dasteht oder man gerade Langeweile hat, gar nicht erst einreissen laesst. Wenn sie trotzdem noch nach Essbaren fragt, wuerde ich sie auch mal warten lassen. Eine Fuenfjaehrige ist kein Baby mehr, sondern kann ein Beduerfnis auch mal aufschieben. In der Zwischenzeit kann man sie vielleicht ablenken, indem man mit ihr ein Spiel spielt, etwas vorliest oder ihr eine kleine Aufgabe uebertraegt (Blumen giessen, etwas wegraeumen, Tisch decken etc.). Kinder sollten gar nicht erst auf die Idee kommen, dass Essen so eine Art Freizeitbeschaeftigung oder gar eine Moeglichkeit ist, sich Zuwendung zu holen.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  4. #4
    poiu Gast

    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    ich kenne dreijährige, die so viel essen.

    wichtig finde ich, dass ihr geregelte essenszeiten habt und sie nicht dauernd zwischendurch isst.

    Zitat Zitat von Phoe-Nixe Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich mache mir etwas Sorgen um die Tochter meines Mannes, die bei uns lebt.
    Sie ist 5 Jahre alt und isst fast so viel wie ich!
    Z.B. schafft sie es, eine halbe Pizza zu essen oder zwei Teller Spaghetti! Auch tagsüber möchte sie ständig was essen. Das ist keine Phase, sondern schon immer so, nur isst sie immer mehr, je älter sie wird. Sie ist nicht dick, sondern muskulös und kräftig, bewegt sich viel. Ich finde es trotzdem sehr erstaunlich, dass ein Kind, das grade mal ein Drittel meines Gewichtes hat, fast genauso viel isst wie ich!
    Wie geht es euch mit Kindern in dem Alter?
    Freu mich auf eure Antworten!

  5. #5
    Phoe-Nixe ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Hallo BilingualMom,

    vielen Dank für deine ausführliche Nachricht!
    Ja, wir machen das alles so, wie du auch empfiehlst! Wir haben einen geregelten Tagesablauf, wir essen fast immer dreimal am Tag zusammen, dazwischen gibt es nur Obst. Sie isst auch wirklich fast alles, auch jedes Gemüse und Salat und sagt jeden Tag beim Abendessen, wie gut es ihr schmeckt, wie gut ich wieder gekocht habe! Fastfood essen wir nur ganz selten ausnahmsweise mal, meistens essen wir sehr gesund und vollwertig.
    Und ja, sie bewegt sich viel, ist sehr sportlich, vielleicht liegt es eben daran. Ich finde es nur erstaunlich, dass ein Kind mit 5 Jahren schon so viel essen kann!
    Wir machen kein großes Aufhebens darum, nur manchmal hat sie wirklich schon zu viel gegessen, weil es ihr wohl so gut geschmeckt hat und dann hatte sie Bauchweh. Deshalb sagen wir jetzt schon, wenn sie nach dem dritten Teller Nudeln verlangt, dass es jetzt reicht. Was mir Sorgen macht ist, dass sie manchmal anscheinend nicht merkt, wann sie satt ist, weil drei Teller (normale, keine Kinder-Teller!) sind doch wirklich zu viel oder? Sie ist dann nämlich schon enttäuscht, wenn wir sagen, dass es reicht...
    Achja, der Arzt sagt auch, dass sie gesund und topfit ist, wir hatten auch schonmal Blut abgenommen und es war alles bestens!

    Liebe Grüße

  6. #6
    BilingualMom ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Zitat Zitat von Phoe-Nixe Beitrag anzeigen
    Hallo BilingualMom,

    vielen Dank für deine ausführliche Nachricht!
    Ja, wir machen das alles so, wie du auch empfiehlst! Wir haben einen geregelten Tagesablauf, wir essen fast immer dreimal am Tag zusammen, dazwischen gibt es nur Obst. Sie isst auch wirklich fast alles, auch jedes Gemüse und Salat und sagt jeden Tag beim Abendessen, wie gut es ihr schmeckt, wie gut ich wieder gekocht habe! Fastfood essen wir nur ganz selten ausnahmsweise mal, meistens essen wir sehr gesund und vollwertig.
    Und ja, sie bewegt sich viel, ist sehr sportlich, vielleicht liegt es eben daran. Ich finde es nur erstaunlich, dass ein Kind mit 5 Jahren schon so viel essen kann!
    Wir machen kein großes Aufhebens darum, nur manchmal hat sie wirklich schon zu viel gegessen, weil es ihr wohl so gut geschmeckt hat und dann hatte sie Bauchweh. Deshalb sagen wir jetzt schon, wenn sie nach dem dritten Teller Nudeln verlangt, dass es jetzt reicht. Was mir Sorgen macht ist, dass sie manchmal anscheinend nicht merkt, wann sie satt ist, weil drei Teller (normale, keine Kinder-Teller!) sind doch wirklich zu viel oder? Sie ist dann nämlich schon enttäuscht, wenn wir sagen, dass es reicht...
    Achja, der Arzt sagt auch, dass sie gesund und topfit ist, wir hatten auch schonmal Blut abgenommen und es war alles bestens!

    Liebe Grüße
    Na, das ist doch auch mal was Schoenes, dass du von einem Kind fuers Kochen Komplimente bekommst. Mir geht's wie vielen Muettern: Es wird oft gemeckert. Wenn mal was kommentarlos gegessen wird, war das ein "Kompliment".

    Trotzdem ist das bei euch ein bisschen auffaellig. Wenn sie sportlich ist, verkraftet sie wohl das ganze Essen noch ganz gut. Ich wuerde mir allerdings auch ein bisschen Sorgen machen, dass sie eines Tages, wenn sie ausgewachsen ist und sich vielleicht auch nicht mehr so gerne und viel bewegt, ihre Nahrungsaufnahme nicht so leicht anpassen kann.

    Dass jemand kein Saettigungsgefuehl hat, ist sehr selten. Schon haeufiger ist es allerdings, dass das Saettigungsgefuehl dem tatsaechlichen "Fuellstand" des Magens hinterherhinkt. Dagegen hilft langsamer essen und vielleicht auch vor dem Essen etwas trinken oder ein Stueck Brot essen. Bei Kindern vermeidet man das meistens, eben weil sie dann nichts mehr essen, aber bei deiner Stieftochter waere das vielleicht genau das Richtige.

    Auch wenn ich ungern Getue ums Essen mache, wuerde ich - genau wie du - nur einen Nachschlag erlauben. Das muss einfach reichen. Wenn sie von ihrem Gefuttere schon Magenschmerzen bekommen hat, kannst du sie daran ja auch erinnern. Bauchweh kann sich ein Kind ja auch schon selbst vorstellen und verstehen, ohne dass man Gedoens um zukuenftige Gewichtsprobleme machen muss.

    Koennt ihr nicht einfach auch weniger kochen? Bei uns ist zwar niemand verfressen, aber ich koche trotzdem ziemlich "massgenau", weil weder mein Mann noch meine Tochter Reste moegen, und ich selbst brauche garantiert keine Extra-Portion;-) Wenn nichts mehr da ist, ist eben nichts mehr da. Ende. Ausnahmen mache ich nur bei Gaesten.

    Stellt ihr das Essen in Schuesseln und Toepfen auf den Tisch? Dann koenntest du auch versuchen, vernuenftige Portionen in der Kueche auf Tellern anzurichten. Wer noch was will, muss es sich selber aus der Kueche holen, sofern ueberhaupt noch was da ist. Vor gefuellten Schuesseln zu sitzen verleitet ja auch irgendwie dazu, mehr zu essen als man braucht.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  7. #7
    Phoe-Nixe ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Hallo,

    vielen Dank für deine Nachricht!
    Eigentlich koche ich auch meistens so, dass es grade reicht, selten ist es zu viel. Wenn das Essen leer ist, fragt sie oft, ob sie noch was anderes haben kann, weil sie noch Hunger hat. Da erlaube ich dann z.B. Reiswaffeln, hat ja kaum Kalorien. Oft fragt sie auch, ob sie das von ihrer Schwester noch essen darf (die ja besonders wenig isst - das genau gegenteilige Problem!).
    Wir haben das Essen (bis auf Salat) auch in der Küche stehen.
    Ok, vorher was trinken könnten wir mal versuchen. Das hatten wir eine Weile stark reduziert am Abend, weil sie sonst Pipi ins Bett gemacht hat, aber das müsste sie inzwischen gelernt haben.
    Ich habe die Befürchtung, dass sie sich bei ihrer Oma dieses Gefuttere angewöhnt hat, dort hat sie mit ihrem Papa gewohnt bis sie 2 Jahre alt war. Von ihr wurde ihr ständig was zu essen zugesteckt und wird auch immer noch, wenn sie mal dort ist. Meine Schwiegermutter hält sich leider schwer an Abmachungen, dass sie ihr nicht ständig was zu essen geben soll...
    Dort hat sie sich das wohl schon in frühen Jahren angewöhnt...Sie wohnt ja jetzt schon seit 3 Jahren bei uns, aber kann es sein, dass das so schwer abzugewöhnen ist?
    Zwischendurch bin ich sehr streng, z.B. fragt sie auch sofort, wenn wir bei einem Ausflug "am Ziel" sind oder eine Pause machen nach Essen. Da erinnere ich sie dann immer dran, dass es vor kurzem erst was gab und auch nicht mehr lang bis zum Abendessen ist. Das hält sie dann schon durch, hat aber dann Abends natürlich einen Riesenhunger!
    Wie gehst du umgekehrt damit um, dass dein Kind so wenig isst? Meine kleine Tochter isst ja auch sehr wenig...

  8. #8
    BilingualMom ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Zitat Zitat von Phoe-Nixe Beitrag anzeigen
    Hallo,

    vielen Dank für deine Nachricht!
    Eigentlich koche ich auch meistens so, dass es grade reicht, selten ist es zu viel. Wenn das Essen leer ist, fragt sie oft, ob sie noch was anderes haben kann, weil sie noch Hunger hat. Da erlaube ich dann z.B. Reiswaffeln, hat ja kaum Kalorien. Oft fragt sie auch, ob sie das von ihrer Schwester noch essen darf (die ja besonders wenig isst - das genau gegenteilige Problem!).
    Wir haben das Essen (bis auf Salat) auch in der Küche stehen.
    Ok, vorher was trinken könnten wir mal versuchen. Das hatten wir eine Weile stark reduziert am Abend, weil sie sonst Pipi ins Bett gemacht hat, aber das müsste sie inzwischen gelernt haben.
    Ich habe die Befürchtung, dass sie sich bei ihrer Oma dieses Gefuttere angewöhnt hat, dort hat sie mit ihrem Papa gewohnt bis sie 2 Jahre alt war. Von ihr wurde ihr ständig was zu essen zugesteckt und wird auch immer noch, wenn sie mal dort ist. Meine Schwiegermutter hält sich leider schwer an Abmachungen, dass sie ihr nicht ständig was zu essen geben soll...
    Dort hat sie sich das wohl schon in frühen Jahren angewöhnt...Sie wohnt ja jetzt schon seit 3 Jahren bei uns, aber kann es sein, dass das so schwer abzugewöhnen ist?
    Zwischendurch bin ich sehr streng, z.B. fragt sie auch sofort, wenn wir bei einem Ausflug "am Ziel" sind oder eine Pause machen nach Essen. Da erinnere ich sie dann immer dran, dass es vor kurzem erst was gab und auch nicht mehr lang bis zum Abendessen ist. Das hält sie dann schon durch, hat aber dann Abends natürlich einen Riesenhunger!
    Wie gehst du umgekehrt damit um, dass dein Kind so wenig isst? Meine kleine Tochter isst ja auch sehr wenig...
    Ich glaube, jetzt kommen wir der Sache langsam naeher: Wenn sie sich das Gefuttere bei ihrer Oma angewoehnt hat, verbindet sie damit sicher Geborgenheit und dieses schoene Gefuehl von Gut-aufgehoben-sein, das kinder speziell an ihren Grosseltern so schaetzen.

    Ich denke, da kann man sie nur langsam "entwoehnen", indem man andere Dinge anbietet, die Geborgenheit vermitteln. Gemeinsames Vorlesen, Kuscheln, Spiele etc.

    Die Schwiegermutter zu kritisieren ist immer schwierig. Noch dazu bist du ja nicht die leibliche Mutter des Maedchens. Da muesstest du wohl deinen Mann bitten, seiner Mutter die Sache mit dem Essen mal schonend beizubringen. Man goennt es dem Kind ja, aber langfristig ist es halt nicht gerade vernuenftig.

    Ist die Oma denn selbst noch im Krieg aufgewachsen? Bei meinen Eltern ist das der Fall, und das scheint bei manchen Leuten dazu zu fuehren, dass ums Essen immer ein Riesengetue gemacht wird ("Ach, von sowas konnten wir als Kinder nur traeumen!"). Mein Vater versucht meiner Tochter immer Essen aufzudraengen und tut dann theatralisch beleidigt, wenn sie nichts mag. Ich muss ihn leider immer wieder daran erinnern, dass das nicht nur sinnlos ist, sondern furchtbar nervt;-))

    Ich habe mich daran gewoehnt, dass sie so wenig isst. Einerseits liegt das wohl in der Familie, denn mein Mann isst auch wenig und ist sehr schlank. Ausserdem habe ich mir nichts vorzuwerfen, denn ich gebe mir sehr viel Muehe mit dem Kochen und gelte auch im Bekanntenkreis als sehr gute Koechin. Wenn ich nicht kochen koennte oder keine neuen Ideen haette, wuerde ich natuerlich denken, dass es zumindest teilweise an mir liegt.

    Ich habe sie auch sehr lange gestillt, und es heisst ja auch immer, dass Stillkinder lebenslang seltener zu Uebergewicht neigen als Flaschenkinder. Woran das nun genau liegt, weiss man nicht, aber vielleicht entwickelt sich ja tatsaechlich das Appetit- und Saettigungsgefuehl anders.

    Wir haben insofern Glueck, als unsere Tochter auch nicht scharf ist auf Suessigkeiten oder Junk Food. Es wuerde mich mehr belasten, wenn sie davon ihre Kalorien bekaeme, tut sie aber eigentlich nicht. Sie mag sogar gesunde Sachen wie Obst und Milch.

    Ich lasse sie gern beim Kochen helfen und auch Dinge aus Kochbuechern aussuchen. Meistens isst sie zwar hinterher trotzdem fast nichts, aber sie kriegt wenigstens mit, was da auf dem Teller ist und weiss auch, dass das Zeit und Aufwand erfordert.

    Wir haben fruehzeitig eingefuert, dass jedes Essen wenigstens einmal probiert wird. Das macht sie auch, und wenn's ihr nicht schmeckt, kann sie sich selber ein Stueck Brot oder einen Joghurt holen. Eines meiner Prinzipien ist, dass ich fuer sie nicht extra koche.

    Ich habe schon lange damit aufgehoert - oder nie damit angefangen - mir deswegen Sorgen zu machen oder mich aufzuregen. Es ist ja nicht zu aendern, und sie gedeiht praechtig. Sie ist etwas groesser als der Durchschnitt, schlank, aber nicht mager und kerngesund.

    Unter der Woche kann ich ihr Essverhalten ganz gut steuern, denn sie isst mittags in der Schule und bringt das von zuhause mit. Da gebe ich dann gerne geschnittenes Obst, ein halbes (!) belegtes Brot und einen Joghurt mit. Das Brot wird meistens nicht mal gegessen oder nur angebissen. Aber wenigstens isst sie das Obst und den Joghurt. Das waere den allermeisten Kindern als Tagesverpflegung zu wenig, aber ihr reicht es eben.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  9. #9
    LotteB ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Mein fünfjähriger kann durchaus auch Erwachsenenportionen essen (er darf das auch, ich hab mit ihm und seiner Schwester zwei Kalorienverbrennungsmaschinen erster Güte zuhause, die auf kinderärztlichen Rat hochkalorisch gefüttert werden dürfen/sollen, weil sie sonst ganz schnell Untergewicht kriegen). Was mir bei meinen Kindern immer auffällt, ist, dass sie wesentlich mehr essen, wenn sie schnell essen. Bei uns wird am Tisch traditionell viel geredet und je mehr sie mit Reden statt mit essen beschäftigt sind, desto weniger essen sie bis "ich bin satt" kommt. Wäre also vielleicht ne Idee: Die Kleine füttern, auch wenn sie es eigentlich selbst kann, weils schneller geht und sie dann mehr isst und sich viel mit der Großen unterhalten, damit sie langsamer und weniger isst.

    Mein Sohn ist übrigens durchaus schon in der Lage, zu erkennen, ob er Hunger oder Appetit hat. Hast du sie da mal nach gefragt?

    Auch wenn meine beiden ja wirklich reinhauen dürfen, halte ich gar nichts davon, den ganzen Tag vor sich hin zu futtern und wenn er ne halbe Stunde nach dem Essen mit einem leisen "Mamaaaaa, ich hab Hungaaaa" angeschlichen, dann frage ich schon, ob das nicht eher Appetit ist und das kann er dann auch ziemlich treffsicher benennen und wenn es das ist, dann suchen wir gemeinsam eine "Ersatzbefriedigung" (bzw. ich schaue, dass ich rausfinde, wo der Appetit herkommt: Langeweile? Kekse auf dem Küchenschrank? Sehnsucht nach Beschäftigung mit Mama?) und schaue, dass ich mich darum kümmere, statt ihm was zu essen zu machen.
    Großes Mädchen: 30.4.2004
    Großer Junge: 13.01.2006
    Kleiner Junge: 26.01.2012

  10. #10
    Phoe-Nixe ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wieviel essen 5-jährige?

    Vielen Dank für eure Nachrichten!

    @BilingualMom
    Ja, das kann gut sein, dass sie Essen mit Geborgenheit verbindet. Mein Mann hat ihr leider auch als Baby und Kleinkind so viele Flaschen Milch, wie sie wollte, erlaubt, noch bis sie 3 war.
    Da war sie auch eher dick, was sich jetzt gestreckt hat. Viel Zuwendung hat sie von ihm trotzdem gehabt, er hat sich vom ersten Tag an wie eine Mutter um sein Kind gekümmert, weil ihre Mutter dazu nicht in der Lage war. Natürlich hinterlässt es Spuren, von der Mutter nicht wahrgenommen und früh verlassen zu werden. Trotzdem denke ich, dass ihr nichts fehlt, da sie diese intensive Zuwendung von ihrem Vater hatte und hat (jetzt ist es ihr nicht mehr ganz so wichtig, sie ist sehr selbstständig geworden und trifft sich am liebsten jeden Nachmittag mit Freundinnen). Kuscheln und Vorlesen gehört bei uns jeden Tag dazu.
    Mein Mann hat auch schon mit seiner Mutter geredet wegen dem Essen und auch anderen Dingen, die ihm nicht so recht sind. Sie sagt dann OK, hält sich aber nicht dran. Deshalb lässt er sie jetzt nicht mehr länger allein bei ihr.
    Meine Schwiegermutter kommt aus einer Bauernfamilie der Nachkriegszeit, da wurde auf jeden Fall auch ein Riesengetue ums Essen gemacht (was man ihr auch ansieht).

    Interessant, was du über deine Tochter schreibst, das macht mir auch Mut. Ich stille meine Kleine noch (sie ist 2 und 3 Monate alt), würde aber demnächst gern aufhören (weiß aber nicht wie) und sie hat noch nie viel gegessen. Bei der Geburt war sie groß und schwer, jetzt ist sie klein und zierlich und der Kinderarzt hat mit 2 Jahren eine Gedeihstörung diagnostiziert, aber nichts weiter veranlasst außer Blut- und Stuhlabnahme. Da war zum Glück alles ok, ich habe mir aber trotzdem Sorgen gemacht. Mache ich jetzt nicht mehr, weil ich sehe, wie fit und gesund sie ist. Mit dem Essen ist es trotzdem ein großes Theater.
    Sie hat sich auch noch nie füttern lassen, habe sie von Anfang an selbst essen lassen, weil sie sonst gar nichts isst. Jetzt kriegt sie eben überall extra Sahne, Öl, Butter oder Nussmus drauf und auch Zwischenmahlzeiten, weil der Arzt mir das empfohlen hat. Die Große hätte das natürlich auch gern, kriegt es aber nicht. Das ist schon schwierig....Wenn sie fragt warum, sage ich, weil ihre Schwester so dünn ist und dass ich das auch nicht brauche.
    Ich weiß aber auch nicht, ob es so toll ist, einem Kind anzugewöhnen, so viel Fett zu sich zu nehmen...Naja, Obst isst sie auch sehr gern und Gemüse auch, zur Zeit ernährt sie sich am liebsten nur von Pflaumen...;-)

    @LotteB
    Wir achten eigentlich eher drauf, dass beim Essen nicht zu viel geredet wird, weil unsere Große das Essen sonst runterschlingt ohne richtig zu Kauen! Wir erinnern sie immer dran, langsam zu essen, gut zu kauen, wahrzunehmen, was sie isst, wie das schmeckt. Unsere Kleine isst auch eher mehr, wenn nicht so viel los ist am Tisch, sie lässt sich leicht ablenken und vergisst dann das Essen. Und füttern lässt sie sich ja, wie gesagt, nicht.
    Guter Tipp, zu fragen, ob sie Hunger oder Appetit hat! Das muss ich mal einführen! Danke.

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