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Thema: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

  1. #1
    Dini ist offline enthusiast

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    Frage Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Ich poste das mal in mehreren Foren in der Hoffnung dass sich Leser finden, die mir antworten...

    Hallo,

    mein Sohn wurde im Mai 2 Jahre und wurde zwei mal kurz nacheinander von einer Wespe / Biene im Kiga gestochen. Beim 2. Mal zeigte er allergische Symptome (rote Flecken am ganzen Körper, rote Ohren, stark geschwollene, rote, heiße Hand wo der Stich war, aber zum Glück noch keine Herz-Kreislauf-Probleme) und musste ins KKH. Wir haben jetzt ein Notfallset. 4-6 Wochen danach wurde ein Bluttest gemacht und es zeigte sich, dass er allergisch auf Wespengift ist. Ab 5 Jahren soll erst eine Hypersensibilisierung gemacht werden.

    Hat jemand Erfahrungen damit? Wenn ja, in welchem Alter wurde es gemacht und wie lief es ab? Habt Ihr in den Jahren davor große Angst vor Stichen gehabt? Oder musste schon jemand die Notfallspritze einsetzen?

    Mir wurde gesagt es müsste 5-7 Tage stationär gemacht werden und danach 1x im Monat.

    Ich würde mich über alle Erfahrungsberichte freuen. Ich bin natürlich recht verunsichert und gleichzeitig froh, dass der Sommer fast vorbei ist. Vor dem nächsten graut es mir natürlich und vor jeder Wespe in seiner Nähe. Aber ich bin auch froh, dass es heutzutage sowas wie das Notfallset und eine Sensibilisierung gibt und wir nicht vor 100 Jahren leben....

    Liebe Grüße,
    Dini

  2. #2
    Avatar von Ringring
    Ringring ist offline Legende

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Zitat Zitat von Dini Beitrag anzeigen
    Ich poste das mal in mehreren Foren in der Hoffnung dass sich Leser finden, die mir antworten...

    Hallo,

    mein Sohn wurde im Mai 2 Jahre und wurde zwei mal kurz nacheinander von einer Wespe / Biene im Kiga gestochen. Beim 2. Mal zeigte er allergische Symptome (rote Flecken am ganzen Körper, rote Ohren, stark geschwollene, rote, heiße Hand wo der Stich war, aber zum Glück noch keine Herz-Kreislauf-Probleme) und musste ins KKH. Wir haben jetzt ein Notfallset. 4-6 Wochen danach wurde ein Bluttest gemacht und es zeigte sich, dass er allergisch auf Wespengift ist. Ab 5 Jahren soll erst eine Hypersensibilisierung gemacht werden.

    Hat jemand Erfahrungen damit? Wenn ja, in welchem Alter wurde es gemacht und wie lief es ab? Habt Ihr in den Jahren davor große Angst vor Stichen gehabt? Oder musste schon jemand die Notfallspritze einsetzen?

    Mir wurde gesagt es müsste 5-7 Tage stationär gemacht werden und danach 1x im Monat.

    Ich würde mich über alle Erfahrungsberichte freuen. Ich bin natürlich recht verunsichert und gleichzeitig froh, dass der Sommer fast vorbei ist. Vor dem nächsten graut es mir natürlich und vor jeder Wespe in seiner Nähe. Aber ich bin auch froh, dass es heutzutage sowas wie das Notfallset und eine Sensibilisierung gibt und wir nicht vor 100 Jahren leben....

    Liebe Grüße,
    Dini
    Hallo Dini,
    unsere Tochter (9) hat lebensbedrohliche Nahrungsmittelallergien und ebenfalls ein Notfallset (leider auch schon mehrfach angewendet) seit Kindergartentagen.

    Wende Dich an den DAAB, die beraten Dich sehr gut und können Dir ggf. auch erfahrene Ärzte in Deiner Umgebung nennen.
    Außerdem gibt es eine Anaphylaxiemappe für Eltern und Betreuungspersonal. Laß Dir das schicken, sie ist sehr anschaulich.

    Tochter trägt diesen Anhänger mit allen wichtigen Infos an einer Halskette. Er ist sehr auffällig und sie wird oft darauf angesprochen und wurde auch von Rettungskräften schon genutzt als ich bei einem Vorfall noch nicht anwesend war. http://www.diameddepot.de/xtshop/ima...mages/13_0.jpg

    Wichtig ist, die Erzieherinnen im Umgang mit dem Notfallset zu schulen, vorausgesetzt sie sind bereit es anzuwenden. Leider sind sie nicht gesetzlich dazu verpflichtet, aber die meisten nach Aufklärung eigentlich schon bereit.

    Wir haben vom Kinderarzt für die Erzieherinnen bzw. jetzt Lehrer einen aktuellen Notfallplan, gibt es für jeden Spritzenhersteller von Anapen oder Fastjekt. Außerdem bekamen sie von mir schriftlich, dass wir sie von rechtlichen Ansprüchen befreien.

    Bestell Dir Übungsspritzen falls Du noch keine hast. Fastjekt Trainer bekommst Du über den Hersteller so viel wie Du brauchst, Anapen Trainer mittlerweile über den Arzt, die haben früher auch mal gut Geld dafür verlangt.

    Tochter hat eine Vesperdose in der alle Medikament sind. So sind sie gut geschützt und passen in eine kleine Umhängetasche, die sie immer dabei hat. Dazu der gleiche Zettel wie im Anhänger mit wichtigen Telefonnummern und Anwendungshinweisen und ein kleines Heft, in dem alle Reaktionen vermerkt werden. So haben wir auch eine lückenlose Dokumentation. Eine Übungsspritze ist für Demonstrationszwecke auch immer dabei.

    Im Kindergarten hatte ich für die Puppenecke auch eine Übungsspritze gelassen, so war das für die Kinder nichts Ungewöhnliches und sie können spielerisch üben.

    Anwendungsmäßig finde ich die Spritze von Fastjekt einfacher, Anapen ist komplizierter und die Gefahr sich das Adrenalin in den Finger statt ins Bein zu injizieren höher.

    Falls Du noch Fragen hast, melde Dich!

  3. #3
    Dini ist offline enthusiast

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Vielen Dank für die vielen Infos! Ich freu mich wirklich darüber! Ich muss mir alles mal in Ruhe durchlesen und auch Deinen Link anschauen. Wir haben den Anapen. Einer liegt im Kiga im Kühlschrank und alle Erzieher wissen Bescheid. Wenn Oma und Opa den Kleinen abholen nehmen sie ihn immer mit nach Hause. Ich hab in der Handtasche immer einen dabei.
    Eine Übungsspritze haben wir nicht. Ich google mal den Fastjekt bei dem Du meintest dass man da einen Trainer kostenlos bekommen kann.

    Ich bin froh dass ich mir im Winter nicht so viele Sorgen machen muss um die Allergie, möchte aber für den nächsten Sommer drauf vorbereitet sein.

    Wer musste denn Deiner Tochter schon mal eine Spritze setzen? Du selbst? Oder die Erzieher/Lehrer? Wie hat sich in dem Notfall ihre Reaktion gezeigt? Einen Notarzt muss man trotzdem immer rufen wurde mir gesagt.

    Danke für die vielen Infos!!

  4. #4
    Avatar von Ringring
    Ringring ist offline Legende

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Zitat Zitat von Dini Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die vielen Infos! Ich freu mich wirklich darüber! Ich muss mir alles mal in Ruhe durchlesen und auch Deinen Link anschauen. Wir haben den Anapen. Einer liegt im Kiga im Kühlschrank und alle Erzieher wissen Bescheid. Wenn Oma und Opa den Kleinen abholen nehmen sie ihn immer mit nach Hause. Ich hab in der Handtasche immer einen dabei.
    Eine Übungsspritze haben wir nicht. Ich google mal den Fastjekt bei dem Du meintest dass man da einen Trainer kostenlos bekommen kann.

    Ich bin froh dass ich mir im Winter nicht so viele Sorgen machen muss um die Allergie, möchte aber für den nächsten Sommer drauf vorbereitet sein.

    Wer musste denn Deiner Tochter schon mal eine Spritze setzen? Du selbst? Oder die Erzieher/Lehrer? Wie hat sich in dem Notfall ihre Reaktion gezeigt? Einen Notarzt muss man trotzdem immer rufen wurde mir gesagt.

    Danke für die vielen Infos!!
    Hallo Dini,
    Fastjekt Trainer hilft Dir nicht weiter, wenn Du einen Anapen hast, die sind unterschiedlich von der Handhabung.

    Instructional Video for ANAPEN - YouTube

    fastjekt - YouTube


    Also Übungsspritze vom Doc verlangen. Es gibt auch Schulungen, nennen sich AGATE, siehe hier: www.aktionsplan-allergien.de - Anaphylaxie-Schulung für Betroffene und Eltern von anaphylaxiegefährdeten Kindern

    Spritze habe bisher ich gesetzt, da Tochter noch die letzte Überwindung gefehlt hat. Die anderen Medis nimmt sie aber schon immer eigenständig, da bei kleineren Reaktionen dafür immer genug Zeit war und sie es so auch üben konnte.

    Heftige Reaktionen traten bisher nur Zuhause auf, wenn wir selbst etwas verschusselt oder wir ein neues Produkt getest haben. Auswärtiges Essen ist immer gut vorgeplant, bzw. ich bin dabei (z. B. Schullandheim) und Tochter extrem vorsichtig, da sie um die Konsequenzen weiß.

    Im Notfall gilt immer zuerst die Spritze setzen, sie wirkt sofort oder zumindest in den ersten Minuten.

    Danach Spray, falls die Atemweg mitbetroffen sind und dann was Ihr sonst so verschrieben bekommen habt, rein ins Kind was da ist und lieber zuviel als zu wenig. Antihistamine und Cortison benötigen ihre Zeit bis sie wirken, daher ist das zweitrangig und dann selbstverständlich einen Notruf absetzen, explizit einen Notarzt verlangen und sagen, dass das Kind anaphylaxiegefährdet ist und entsprechende Medikamente verabreicht wurden.

  5. #5
    Dini ist offline enthusiast

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Danke für die Tipps. Ich werd mal sehen dass ich so eine Übungsspritze bekomme.

    Ich habe übrigens nur eine Spritze von der Kinderärztin bekommen. Nichts weiter. Vielleicht weil er beim letzten Mal noch keine gaaanz schlimmen Symtome gezeigt hat. Aber wie Du schreibst -wahrscheinlich ist die Spritze das wichtigste.

  6. #6
    Avatar von Ringring
    Ringring ist offline Legende

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Zitat Zitat von Dini Beitrag anzeigen
    Danke für die Tipps. Ich werd mal sehen dass ich so eine Übungsspritze bekomme.

    Ich habe übrigens nur eine Spritze von der Kinderärztin bekommen. Nichts weiter. Vielleicht weil er beim letzten Mal noch keine gaaanz schlimmen Symtome gezeigt hat. Aber wie Du schreibst -wahrscheinlich ist die Spritze das wichtigste.
    Bei einer großflächigen Reaktion würde ich die Spritze ohne wenn und aber mittlerweile anwenden. In der Regel gilt als grober Hinweis, wenn 2 oder mehr 2 Organe betroffen sind, z. B. Haut und Bauchschmerzen, Haut und Atemwege.

    Frag Deine Ärztin oder beim DAAB noch mal nach einem Schulungsprogramm für Euch Eltern. Besser Ihr seid klüger als nötig, als anders herum!

  7. #7
    gerry73 ist offline Stranger

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Insektengiftallergie - Puls - Schweizer Fernsehen

    In dieser Gesundheitssendung wird die Geschichte unseres Sohnes gezeigt, welcher bereits im Alter von 3 Jahren desensibilisiert wurde. Wir würden es wieder tun. Er ist nun schon 11 jährig und toleriert mittlerweilen die Stiche ganz gut, allerdings nimmt er nach wie vor die Tabletten des Notfallsets ein.

    Alles Gute
    Gerry

  8. #8
    gerry73 ist offline Stranger

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    Standard Re: Wespengiftallergie - Desensibilisierung - Erfahrung?

    Nochmal ich.
    Unser Sohn hat beim 3. Bienestich sehr stark reagiert. Nach dem Verabreichen der Notfallmedikamente wurde das Spritzen von Adrenalin notwendig, da die Atmung beeinträchtigt war, wir warteten ein Weilchen mit Spritzen beim ersten Auftreten der Beschwerden, das war ein Fehler. Es ging sehr schnell, er verlohr das Bewusstsein. Das Anwenden hat Überwindung gekostet...Zum Glück wirkte die Spritze rasch und der Notarzt war schnell zur Stelle...
    Wir hatten den Epipen Junior. Beim nächsten Stich haben wir keine Minute gezögert! Das Adrenalin hilft die Zeit überbrücken, bis Antihistamin und Kortison wirken. Bei Noah dauerte das jeweils 20 Minuten.
    Heute nach der Desensibilisierung braucht er die Spritze nicht mehr, nur noch die Medikamente. Wir gehen auch nicht mehr zum Arzt nach einem Stich.
    Liebe Grüsse Gerry

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