Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    sunshine63 ist offline Stranger
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    Unglücklich Nierenerkrankung - Reflux

    Hallo zusammen,
    ich hab mal eine Frage ob jemand von euch das schon kennt oder Erfahrungen von bekannten her kennt.
    Mein kleiner Sohn (17 Wochen jetzt) hatte mit 9 Wochen ein schweren Harnwegsinfekt mit Nierenentzündung. Dabei stellten die Ärzte auch ein erweitertes Nierenbecken mit Flüssigkeitsansammlung fest. Nachdem wir den Infekt und Entzündung überstanden hatten nach knapp einer Woche haben sie eine MCU untersuchung gemacht und dabei ein Reflux beidseitig festgestellt, welches bis in die Nieren zurück läuft. Die Ärzte dort meinten sofort was von einem kleinen Eingriff, ich war platt und wieder nur am weinen.
    Meine Kinderärztin schickte uns dann zu einem anderen spezialisten ins KH und dort wurde erneut Untersucht und die Ärztin hat sich mit uns zusammen hingesetzt und erklärt was sie machen würden, sprich etwas an die ableitenden Harnwege von der Blase zur Niere spritzen damit dies enger wird und nichts mehr zurück fließen könnte. Sie konnte uns aber nicht die frage beantworten was in ein paar Jahren ist und ob es im späteren Leben nochmal gemacht werden müsste, es gebe wohl auch keine langzeitstudien darüber.
    Als zweite Variante sagte sie können wir dem kleinen 1 Jahr lang das Antibiotika geben und hoffen das dieser Schließmuskel dann funktioniert.
    Wir haben uns erstmal für das Antibiotika entschieden und in 3 Monaten haben wir wieder eine Untersuchung. Wir wissen aber nicht ob es das richtige ist, irgendwann wird man ja auch dagegen immun und dann???

  2. #2
    Mamastern ist offline Stranger
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    Standard Re: Nierenerkrankung - Reflux

    Hallo,
    wir haben mit unserem Sohn (heute sechs Jahre alt) etwas ganz Ähnliches durchgemacht. Unser Sohn wurde mit einer schweren Fehlbildung des Unterleibes geboren und hatte dadurch unter anderem einen beidseitigen Reflux IV. Grades. Dieser wurde mit ca. 11 Monaten unterspritzt und hat sich dadurch stark reduziert, sodass er seitdem keine Schwierigkeiten mehr macht. Der Eingriff selbst läuft natürlich unter Narkose und geht relativ schnell. Wegen seiner häufigen schweren Harnwegsinfekte hat er vier Jahre lang vorbeugend Antibiotika bekommen und ich kann aus unserer speziellen Situation heraus sagen, dass ihm das über den ganzen Zeitraum gut geholfen hat. Das müsst Ihr aber natürlich zusammen mit dem Arzt entscheiden. Auch nachdem wir nach vier Jahren die Antibiotika abgesetzt haben, hatte er keine Schwierigkeiten, Harnwegsinfekte kommen jetzt nur noch sehr selten vor. Und auch dann reagiert er sofort auf die Antibiotika, obwohl er so lange täglich welche nehmen musste. Falls Ihr im Raum Köln wohnen solltet: Wir waren mit unserem Sohn im Kinderkrankenhaus in der Amsterdamer Strasse in Köln bei Professor Dr. Boemers, der für solche Probleme Experte ist und den ich zusammen mit seinem Team jedem empfehlen kann, dessen Kind in dem Bereich Schwierigkeiten hat.
    Alles Gute für Euch!

  3. #3
    vetera ist offline journey (wo)man
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    92

    Standard Re: Nierenerkrankung - Reflux

    Hallo,
    unser Sohn, geb. 06/2011, hat einen Reflux 2. Grades (also ohne Dilatation/Erweiterung des Nierenbeckens).

    Kurz die Vorgeschichte:
    1. Harnwegsinfektion mit 8. Lw., 10 Tage Antibiotika, danach ok
    2. Harnwegsinfektion mit 13.Lw., 10 Tage Antibiose, KiA deutete Verdacht schon an und überwies ins lokale KKH, zum Chefarzt Urologie dort kurze Vorstellung inkl. NierenUS und Besprechung des weiteren Vorgehens: Antibiose bis Infekt ausgeheilt, dann prophylaktische Gabe (halbe Dosis) bis im 7. Lm Refluxdiagnostik durchgeführt wird...

    Haben wir dann so gemacht. Jan.2012 war dann Diagnostik, Reflux einseitig bestätigt (2. Grad). Antibiose sollte fortgesetzt werden (prophylaktisch), dann in einem Jahr Kontrolle, ob es sich (weil nur 2. Grad) evtl. verwachsen hat...
    eine Woche später panischer Anruf aus dem KKH, dass er einen superresistenten Keim im Harntrakt hat und das jetzige AB nicht mehr hilft. Also: Wechsel (Cefixim --> Cotrim)

    Eigentlich kein Problem, dachten wir, er war so lieb beim AB nehmen (der erste Saft schmeckte nach Himbeere)...zweiter Saft war aber super bitter und schmeckte echt eklig (außerdem Banane!! das mag unser kleiner Krümel leider gar nicht)
    Also, wir zu den KiÄ und haben in einem kleinen Marathon verschiedene Präparate ausprobiert. Letztendlich sind wir bei Cotrim.diolan hängengeblieben. Das nimmt er total toll!

    Wir befragten noch einen Spezialisten in der Uniklinik WÜ (waren mit dem Vorgehen in unserem regionalen KKH nicht ganz einverstanden (grundsätzliches Vorgehen (Antibiotika als Prophylaxe???) und dann Umgang mit resistentem Keim).

    Die Uni bestätigte aber das geplante Vorgehen...also machen wir so weiter. Allerdings haben wir mittlerweile Urinteststäbchen zu Hause, damit man mal schnell bei Fieber testen kann, ob evtl. ein Harnwegsinfekt vorliegt (Bisher gsd nicht!) (Aber vorsicht! die sind ganz schnell mal positiv auf Leukos o.a., weil unter der Vorhaut mal was sitzt...)

    Jetzt warten wir ab bis Jan. 2013 und hoffen, dass die nächste Refluxdiagnostik ergibt, dass es sich verwachsen hat...bei dem gering ausgeprägten Grad, wie bei unserem Kleinen, ist dies wohl sehr wahrscheinlich. Deswegen drücken wir also ganz fest die Daumen...aber eine Garantie hat man leider nicht. Fällt diese zweite Untersuchung wieder positiv aus, wurde uns gesagt, dass man operieren muss (da wurde nichts von "Umspritzen" erwähnt!)...aber das warten wir jetzt erst einmal ab...ein Schritt nach dem anderen!

    Ich drücke Euch die Daumen, dass alles gut verläuft. Wenn Fragen auftauchen, dann immer her damit - bin total froh, dass es hier weitere Fälle gibt (unabhängig davon, dass ich natürlich keinem Kind diese Abnomalie wünsche und die dadurch notwendigen Untersuchungen inkl. Schmerzen natürlich auch nicht).

    So, ich hoffe, Du kannst mit meiner Antwort etwas anfangen
    LG

  4. #4
    Mondstern ist offline addict
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    540

    Standard Re: Nierenerkrankung - Reflux

    Liebe Sunshine,
    erst mal eine ganz liebe Umarmung, das wird schon. Ich selbst hatte als Kind mit 3 Jahren immer Hanwegsinfekte keine wußte was das war. Damals bis 41° Fieber dem tod näher als dem Leben. Erst Jahre Später als ein anderer Kinderarzt kam wurde ich mal einem Urologen vorgestellt hatte auch einen Reflux, jedeoch war meine Niere schon geschrumpft weil man es lange nicht erkannt. Erst im Alter von 6 Jahren wurde ich opereiert. Für damalige Zeiten war es eine schlimme OP 6 Wochen KH.

    Inzwischen bin ich 42 und spüre nichts mehr von dem Reflux. So im Alter von 12-16 hatte ich immer mal wieder Blasenentzündungen aber das lag wohl an der Entwicklung. Seit dem ich Kinder habe ist dies in Ordnung. Mit der Schrumpfniere muss ich leben aber ich bin froh das man die Op gemacht hat, traurig das man dies nicht früher erkannt hat denn dann wäre meine Kindheit wohl etwas schöner verlaufen. Ich war so oft krank das wenn ich zurück denke ich meine beetende Oma an meinem Bett sehe weil sie dachten ich sterbe 2 mal war der Pfarrer da um mir die letzte ölung zu geben. Meine Mama lag nächtelang wach neben mir um Wadenwickel zu machen, mich zu halten.
    Die Medizin ist heute sehr fortgeschritten wartet nicht zu lange dem Schatz ein normales leben zu gönnen.
    Ich bekam Jahrelang Antibiotika heute mit meinem Asthma hilft es kaum weil ich iregdnwie resistent bin. Das ist wirklich nicht so schön weil man nicht weis was noch alles bei so einem menschen geschieht in seinem Leben. Ich hatte schon ein paar mal Lungenentzündung und musste jedesmal ins Krankenhaus weil man erst testen musste was noch anschlägt. natürlich entwickeln sie immer wieder neue Medikamente und hofft das was dabei ist.
    Alles Liebe Gottes Segen und ganz viel Kraft

  5. #5
    sunshine63 ist offline Stranger
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    Standard Re: Nierenerkrankung - Reflux

    Hallöchen,
    Mondstern - Danke, fühl dich von mir auch mal ganz lieb Umarmt. Was hat man damals gemacht bei der OP? Hat man da auch schon was Unterspritzt?

    vetera - wir drücken auch ganz fest die daumen das es verwachsen ist.


    Bei uns wurde auf der linken seite ein Reflux IV Grades festgestellt und rechts Grad II. Ich hab mich auch im Internet belesen und dort haben sie auch zu dieser OP geraten. Ich wollte mir erst noch eine dritte Meinung holen aber ich bin Überzeugt davon das die Ärzte zuvor schon das Richtige gesagt haben. Ich werd mich nochmal mit unserer Kinderärztin zusammen setzen und dann doch die OP durchführen lassen. Ich glaube nicht das die linke Seite von allein wieder besser wird. rechts evtl ja aber links nicht. Im netz haben sie auch geschrieben wenn man sich für die Antibiotika-Behandlung entscheidet kann es sein das man nach 6 Jahren doch eine OP machen müsste, da es nicht wirkte.

  6. #6
    Jenna2121 ist offline Stranger
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    1

    Standard Re: Nierenerkrankung - Reflux

    Hallo, unsere Tochter (20 Monate) ist leider auch betroffen. Sie hat einen einseitigen Reflux Stufe 4 und jetzt leider die zweite Harnwegsinfektion hinter sich. Wie ging es denn bei euch weiter? Wir denken gerade auch über eine Operation nach.
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Danke schon mal und viele Grüße Jenna

    Zitat Zitat von vetera Beitrag anzeigen
    Hallo,
    unser Sohn, geb. 06/2011, hat einen Reflux 2. Grades (also ohne Dilatation/Erweiterung des Nierenbeckens).

    Kurz die Vorgeschichte:
    1. Harnwegsinfektion mit 8. Lw., 10 Tage Antibiotika, danach ok
    2. Harnwegsinfektion mit 13.Lw., 10 Tage Antibiose, KiA deutete Verdacht schon an und überwies ins lokale KKH, zum Chefarzt Urologie dort kurze Vorstellung inkl. NierenUS und Besprechung des weiteren Vorgehens: Antibiose bis Infekt ausgeheilt, dann prophylaktische Gabe (halbe Dosis) bis im 7. Lm Refluxdiagnostik durchgeführt wird...

    Haben wir dann so gemacht. Jan.2012 war dann Diagnostik, Reflux einseitig bestätigt (2. Grad). Antibiose sollte fortgesetzt werden (prophylaktisch), dann in einem Jahr Kontrolle, ob es sich (weil nur 2. Grad) evtl. verwachsen hat...
    eine Woche später panischer Anruf aus dem KKH, dass er einen superresistenten Keim im Harntrakt hat und das jetzige AB nicht mehr hilft. Also: Wechsel (Cefixim --> Cotrim)

    Eigentlich kein Problem, dachten wir, er war so lieb beim AB nehmen (der erste Saft schmeckte nach Himbeere)...zweiter Saft war aber super bitter und schmeckte echt eklig (außerdem Banane!! das mag unser kleiner Krümel leider gar nicht)
    Also, wir zu den KiÄ und haben in einem kleinen Marathon verschiedene Präparate ausprobiert. Letztendlich sind wir bei Cotrim.diolan hängengeblieben. Das nimmt er total toll!

    Wir befragten noch einen Spezialisten in der Uniklinik WÜ (waren mit dem Vorgehen in unserem regionalen KKH nicht ganz einverstanden (grundsätzliches Vorgehen (Antibiotika als Prophylaxe???) und dann Umgang mit resistentem Keim).

    Die Uni bestätigte aber das geplante Vorgehen...also machen wir so weiter. Allerdings haben wir mittlerweile Urinteststäbchen zu Hause, damit man mal schnell bei Fieber testen kann, ob evtl. ein Harnwegsinfekt vorliegt (Bisher gsd nicht!) (Aber vorsicht! die sind ganz schnell mal positiv auf Leukos o.a., weil unter der Vorhaut mal was sitzt...)

    Jetzt warten wir ab bis Jan. 2013 und hoffen, dass die nächste Refluxdiagnostik ergibt, dass es sich verwachsen hat...bei dem gering ausgeprägten Grad, wie bei unserem Kleinen, ist dies wohl sehr wahrscheinlich. Deswegen drücken wir also ganz fest die Daumen...aber eine Garantie hat man leider nicht. Fällt diese zweite Untersuchung wieder positiv aus, wurde uns gesagt, dass man operieren muss (da wurde nichts von "Umspritzen" erwähnt!)...aber das warten wir jetzt erst einmal ab...ein Schritt nach dem anderen!

    Ich drücke Euch die Daumen, dass alles gut verläuft. Wenn Fragen auftauchen, dann immer her damit - bin total froh, dass es hier weitere Fälle gibt (unabhängig davon, dass ich natürlich keinem Kind diese Abnomalie wünsche und die dadurch notwendigen Untersuchungen inkl. Schmerzen natürlich auch nicht).

    So, ich hoffe, Du kannst mit meiner Antwort etwas anfangen
    LG

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